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September 1967 - Die langen Schatten des Schah-Besuchs

Kalender September 1967
Der Besuch des Schahs von Persien lag schon viele Wochen zurück. Aber die Demonstrationen gegen ihn, bei denen am 2. Juni der Student Benno Ohnesorg erschossen wurde, hatten nachhaltige Wirkung. Vorwürfe waren laut geworden, die den West-Berliner Innensenator Wolfgang Büsch veranlassten, sm 20. September von seinem Amt zurückzutreten. Zwei Tage später stellte aus demselben Grund der Polizeipräsident von West-Berlin, Erich Duensing, sein Amt zur Verfügung und bat um vorzeitige Entlassung in den Ruhestand. Und wieder einige Tage danach trat auch der Regierende Bürgermeister von West-Berlin, Heinrich Albertz, mit seinem ganzen Senat zurück. Das Amt von Albertz übernahm als Nachfolger der 41-jährige Staatssekretär im Auswärtigen Amt, der bereit war, von Bonn nach West-Berlin zu gehen. Es gab auch gute Meldungen. Eine davon war die Rekordernte in den europäischen Obst- und Gemüseanbaugebieten. Die Folge waren massive Preissenkungen. Der Verbraucher freute sich, denn beispielsweise kostete ein Fünf-Pfund-Beutel Äpfel der Sorte „Goldparmäne“ nur 1,50 DM.
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Wichtige Ereignisse im September 1966

1. September
USA/Indien 1967 – Die Vereinigten Staaten hatten 1 Million Tonnen Weizen an Indien geliefert. Das war eine Erhöhung der US-Lebensmittelhilfe für Indien auf 2,5 Millionen Tonnen Weizen im Jahr 1967.
1. September
International 1967 – Auf einer Gipfelkonferenz in Karthum (Sudan) hatten die arabischen Staaten offiziell die Wiederaufnahme der Erdöllieferungen an die USA, Großbritannien und die Bundesrepublik beschlossen.
1. September
Rumänien 1967 – In Rumänien war ein Gesetz in Kraft getreten, das den Staatsbürgern die Möglichkeit bot, gerichtlich gegen illegale Maßnahmen der Administration vorzugehen, ihre Aufhebung einzuklagen und Schadensersatzansprüche geltend zu machen.
1. September
BRD/DDR 1967 – Die Bundesregierung hatte Maßnahmen zur Erleichterung des Interzonenhandels mit der DDR bekanntgegeben. Die Waren, die in die DDR geliefert werden sollten, wurden von der 1968 in Kraft tretenden Mehrwertsteuer freigestellt.
1. September
BRD/Musik 1967 – Das singende Ehepaar aus Israel, Esther und Abi Ofarim, hatte in Hamburg seine vierte „Goldene Schallplatte“ gefeiert.
1. September
Radsport 1967 – In Heerlen (Niederlande) hatte die 30-jährige Britin Beryl Burton den Weltmeistertitel der Frauen im Radsport gewonnen. Ihr Landsmann Graham Webb war Weltmeister der Radsportamateure geworden.
2. September
Radsport 1967 – Der 22-jährige Belgier Eddy Merckx war in Heerlen (Niederlande) neuer Straßenweltmeister der Radprofis nach 265 km geworden.
3. September
Vietnam 1967 – In Südvietnam war die Liste der Generäle, die von Staatspräsident Nguyen Van Thieu angeführt wurde, als klarer Sieger aus den Präsidentschafts- und Senatswahlen hervorgegangen. Van Thieu hatte 38 Prozent der Stimmen erhalten.
3. September
Schweden 1967 – Ab sechs Uhr morgens trat in Schweden die Umstellung vom Linksverkehr zum Rechtsverkehr in Kraft. In den angrenzenden Nachbarländern galt schon lange der Rechtsverkehr.
3. September
West-Berlin/BRD 1967 – Nach zehntägiger Dauer war in West-Berlin die 25. Deutsche Funkausstellung zu Ende gegangen. Mit mehr als einer halben Million Besucher hatte sie alle optimistischen Erwartungen übertroffen.
4. September
Ägypten 1967 – Wegen Verschwörung gegen die Regierung hatte diese die Verhaftung des ehemaligen Vizepräsidenten und Oberbefehlshabers der Armee, Marschall Abdim Hakim Amer, und weiterer 50 Offiziere bekanntgegeben.
4. September
Jugoslawien/Osteuropa 1967 – In der jugoslawischen Hauptstadt Belgrad hatten sich Delegationen der kommunistischen Länder Osteuropas zu einer zweitägigen Konferenz getroffen, auf der die langfristige Wirtschaftshilfe für die arabischen Staaten koordiniert wurde.
4. September
Libyen 1967 – Als drittes arabisches Land nach Saudi-Arabien und Kuwait hatte Libyen die Wiederaufnahme der Öllieferungen bekanntgegeben. Libyen war für die Bundesrepublik der wichtigste Erdöllieferant.
4. September
China/International 1967 – Das chinesische Rote Kreuz hatte die Beziehungen zur internationalen Liga der Rot-Kreuz-Gesellschaften abgebrochen, weil das Rote Kreuz dem „US-Imperialismus geholfen hat, zwei China zu schaffen und die Aggression gegen Vietnam auszulösen“.
4. September
Schießsport 1967 – In Wiesbaden (Hessen) hatte der Rheinfeldener Karl Wenk im Kleinkaliber-liegend-Kampf mit 600 von 600 möglichen Ringen bei den Deutschen Meisterschaften im Sportschießen einen Weltrekord aufgestellt.
5. September
BRD 1967 – Das Bundeskabinett hatte den Gesetzentwurf zur Beseitigung der Diskriminierung unehelicher Kinder gebilligt.
5. September
Indien 1967 – Aus Protest gegen die Sprachenpolitik der Regierung war der indische Außenminister Mohammad Currim Chagla zurückgetreten.
5. September
China/Tansania/Sambia 1967 – In der chinesischen Hauptstadt Peking hatten Tansania, Sambia und die VR China ein Abkommen über den Bau einer Eisenbahnlinie von Tansania nach Sambia unter chinesischer Beteiligung von 280 Millionen US-Dollar (rund 1,1 Milliarden DM) unterzeichnet. Damit war das kupferreiche Land Sambia künftig nicht mehr ausschließlich über die von Weißen beherrschten Gebiete Rhodesiens mit dem Welthandel verbunden.
5. September
BRD 1967 – Der Bundesrat und der Deutsche Bundestag hatten in Sondersitzungen die Gesetzentwürfe zur Finanzplanung und zur Konjunkturpolitik gebilligt.
6. September
Frankreich/Polen 1967 – Als erstes französisches Staatsoberhaupt nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Staatspräsident Charles de Gaulle Polen einen Staatsbesuch abgestattet. Der Besuch hatte bis zum 12. September gedauert.
7. September
DDR/Bulgarien 1967 – In der bulgarischen Hauptstadt Sofia hatten die DDR und Bulgarien einen Freundschafts- und Beistandspakt abgeschlossen.
7. September
Ungarn/Sowjetunion 1967 – In der ungarischen Hauptstadt Budapest hatten die Sowjetunion und Ungarn einen Freundschafts- und Beistandspakt abgeschlossen.
7. September
Österreich/BRD/Jugoslawien 1967 – Die Bank für Arbeit und Wirtschaft (Wien), die Bank für Gemeinwirtschaft (Frankfurt am Main) und die jugoslawische Bank für Wirtschaft hatten in Wien eine Treuhandgesellschaft gegründet. Diese sollte die Kooperation zwischen Industrieunternehmen der drei Staaten fördern.
7. September
International 1967 – In New York hatte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Sithu U Thant, anlässlich des „Internationalen Tags der Bildung“ darauf hingewiesen, dass noch 40 Prozent der Weltbevölkerung Analphabeten waren.
7. September
USA 1967 – Ein Viertel der US-amerikanischen Automobil-Arbeiter hatte für höhere Sozialleistungen und ein garantiertes Jahreseinkommen gestreikt.
8. September
BRD 1967 – Als Nachfolger von Erich Mende war Walter Scheel zum Bundestags-Vizepräsidenten gewählt worden.
8. September
USA/Vietnam 1967 – Entlang der Südgrenze zwischen Nord- und Südvietnam hatte US-Verteidigungsminister Robert S. McNamara die Anlage eines Abwehrstreifens von 65 km Länge angekündigt.
8. September
BRD 1967 – Die August-Thyssen-Hütte-AG und die Hütten-Oberhausen-AG hatten sich im Ruhrgebiet zusammengeschlossen. Von den beiden Firmen wurden jährlich mehr als 10 Millionen Tonnen Stahl produziert.
8. September
BRD 1967 – In Darmstadt (Hessen) hatte Bundesforschungsminister Gerhard Stoltenberg das Europäische Raumflugkontrollzentrum (ESDAC) eingeweiht.
8. September
BRD 1967 – In Frankfurt am Main (Hessen) hatten sich Delegierte des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) aus allen Universitätsstädten der Bundesrepublik zu einer fünftägigen Konferenz getroffen.
9. September
Europa 1967 – Malta hatte den Ministerrat der Europäischen Gemeinschaft (EG) um Aufnahme von Verhandlungen über Beziehungen mit der EG gebeten.


10. September
BRD 1967 – Auf einer Feier der Landsmannschaft Thüringen in Coburg (Bayern) hatte der Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen, Herbert Wehner, eine auf Frieden und Verständigung ausgerichtete Europapolitik skizziert.
10. September
Gibraltar/Großbritannien 1967 – Bei einer Volksabstimmung in Gibraltar hatten sich 95,8 Prozent für die weitere Zugehörigkeit zu Großbritannien ausgesprochen.
10. September
Weltraum/International 1967 – Nach zweitägigem Flug im Weltraum war der zweite biologische US-Satellit auf die Erde zurückgekehrt. An Bord hatten sich Insekten, Bakterien und Pflanzenkeimlinge befunden. Damit sollten mögliche Auswirkungen längerer Schwerelosigkeit auf den lebenden Organismus erforscht werden.
10. September
USA 1967 – Der 75-jährige US-amerikanische Schriftsteller Henry Miller ging mit der 28-jährigen Japanerin Hoki Tokuda in Hollywood seine fünfte Ehe ein.
10. September
Automobilrennsport 1967 – In Monza hatte der Brite John Surtees den Großen Preis von Italien der Formel-I-Rennwagen gewonnen.
11. September
Polen/Frankreich 1967 – Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle hatte sich im polnischen Parlament (Sejm) für eine gemeinsame Lösung des Deutschlandproblems und für eine Neuordnung Europas eingesetzt.
11. September
Sowjetunion 1967 – Der Oberste Sowjet der UdSSR hatte die Krimtataren rehabilitiert und sie von dem Verdacht des Vaterlandsverrats im Zweiten Weltkrieg freigesprochen.
11. September
BRD 1967 – Für 60.250 Bergleute des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet, am Niederrhein und im Saarland hatte der schlechte Kohlenabsatz eine unbezahlte Feierschicht gebracht.
11. September
Weltraum 1967 – Nach einer weichen Landung auf dem Mond hatte die US-Mondsonde „Surveyor 5“ Bilder von ausgezeichneter Qualität übermittelt und Bodenproben von der Mondoberfläche genommen.
12. September
BRD/Island 1967 – Der isländische Ministerpräsident Bjarni Benediktsson war zu einem dreitägigen Staatsbesuch der BRD in Bonn eingetroffen.
12. September
Kongo 1967 – In Kinshasa, der Hauptstadt des Kongo (heute Zaire) hatte die vierte Gipfelkonferenz der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) begonnen. Sie dauerte bis zum 15. September.
12. September
USA 1967 – In Washington hatte das US-amerikanische Repräsentantenhaus das Verteidigungsprogramm der Vereinigten Staaten für das kommende Jahr. Es sah Ausgaben in Höhe von 70 Milliarden US-Dollar (rund 280 Milliarden DM) vor.
12. September
BRD/Schweden 1967 – Das Ensemble des Theaters Oberhausen hatte das Schauspiel „Hilferufe“ von Peter Handke in der schwedischen Hauptstadt Stockholm zur Uraufführung gebracht.
13. September
BRD 1967 – Das Bundeskabinett hatte den Entwurf eines Gesetzes zur Feststellung des Bundeshaushaltsplanes 1968 in Höhe von 80,7 Milliarden DM verabschiedet. Das waren 3,6 Milliarden DM mehr als 1967. Außerdem hatte das Bundeskabinett die Erhöhung der Sozialrenten zum 1. Januar 1968 um 8,1 Prozent und der Unfallrenten um 7,2 Prozent beschlossen.
13. September
USA 1967 – Für den Wohnungsbau in den Elendsvierteln der US-Großstädte hatten die Lebensversicherungsgesellschaften der Vereinigten Staaten eine Milliarde US-Dollar (rund vier Milliarden DM) zur Verfügung gestellt.
14. September
BRD 1967 – Da der amtierende Vorsitzende der FDP eine erneute Kandidatur abgelehnt hatte, wurde vom Bundesvorstand der FDP Walter Scheel als neuer Parteivorsitzender nominiert.
14. September
BRD/International 1967 – Die Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main (Hessen) war mit einem großen Festball eröffnet worden. Die Ausstellung dauerte bis zum 24. September. Sie präsentierte die neuesten Modelle und Tendenzen der Automobilindustrie.
15. September
BRD 1967 – Der Film „Belle de jour – Schöne des Tages“ von Luis Bunuel mit Cathérin Deneuve in der Hauptrolle, der bei der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, war in der Bundesrepublik angelaufen.
15. September
West-Berlin 1967 – In West-Berlin war nach nur vier Jahren Bauzeit ein staatliches Museum eröffnet worden, das seine Existenz der Initiative von privaten Spendern verdankte. Gewidmet ist das Haus in Dahlem der bis 1913 bestehenden Künstlerschaft „Brücke“.
16. September
Boxen 1967 – Im Qualifikationskampf zur Boxweltmeisterschaft im Schwergewicht in Frankfurt am Main (Hessen) war der Europameister Karl Mildenberg dem Argentinier Oscar Bonavena klar nach Punkten unterlegen.
17. September
Fußball 1967 – Zwischen den Anhängern der beiden Mannschaften war es wegen einer umstrittenen Torentscheidung bei einem Fußballspiel in der türkischen Stadt Kayseri zu blutigen Auseinandersetzungen gekommen. Es kamen 44 Menschen ums Leben, weiter mehr als 600 Menschen wurden verletzt.
18. September
DDR/BRD 1967 – In seinem Schreiben an Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger hatte DDR-Ministerpräsident Willi Stoph einen Vertragsentwurf über die Normalisierung der Beziehungen zur Bundesrepublik beigelegt.
18. September
USA/China 1967 – In Washington hatte US-Verteidigungsminister Robert S. McNamara den Bau eines auf China gerichteten Raketenabwehrsystems vor Journalisten bekanntgegeben.
19. September
International 1967 – Der rumänische Außenminister Corneliu Manescu war zum Präsidenten der Vollversammlung der Vereinten Nationen (UNO) gewählt worden. Auf diesem Posten war er der erste Vertreter eines kommunistischen Landes.
19. September
NATO 1967 – Für das Mittelmeerkommando der U-Boot-Flotte der im Nordatlantikpakt (NATO) alliierten Streitkräfte war der Sitz der Hafen von Neapel geworden.
19. September
Europa 1967 – Mit 66,6 Millionen Tonnen hatte die Getreideernte in den sechs Ländern der Europäischen Gemeinschaft (EG) um 13 Prozent über dem Vorjahresergebnis gelegen. Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaft in Brüssel hatte mitgeteilt, dass diese Ernte um 5,5 Millionen Tonnen über dem Rekordergebnis der Nachkriegszeit im Jahr 1965 lag.
19. September
Niederlande 1967 – Die den heiligen Lautentius und Ignatius geweihte 75 Jahre alte Kathedrale von Rotterdam war in einer öffentlichen Versteigerung von einem US-Amerikaner gekauft worden. Die immer kleiner werdende Dompfarrei hatte die anfallenden Reparaturkosten nicht mehr bezahlen können.
20. September
BRD 1967 – Bundesverkehrsminister Georg Leber hatte sein verkehrspolitisches Programm für 1968 bis 1972 veröffentlicht.
20. September
West-Berlin 1967 – Wegen der Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Schah-Besuch am 2. Juni in der Stadt West-Berlin war der Innensenator der Stadt, Wolfgang Büsch, von seinem Amt zurückgetreten.
20. September
Nigeria/Benin 1967 – Die Mittelwestregion Nigerias hatte sich zur unabhängigen Republik Benin erklärt.
20. September
BRD 1967 – Der „Mittag. Zeitung für Rhein und Ruhr“, der zu 69 Prozent der Axel-Springer-Verlags-GmbH gehörte, hatte sein Erscheinen eingestellt. Trotz steigender Auflage war die Boulevardzeitung nicht aus den roten Zahlen gekommen.
20. September
Mexiko/USA 1967 – Weite Gebiete von Nordmexiko und dem US-Bundesstaat Texas wurden vom Hurrikan „Beulah“ verwüstet. Es kamen 30 Menschen ums Leben. Die Regierungen der USA und Mexikos hatten gemeinsam für die am schwersten betroffenen Gebiete den Notstand verkündet.
21. September
BRD 1967 – Das Bundesverteidigungsministerium hatte die Neugliederung der Luftwaffe angekündigt. Sie sollte innerhalb eines Jahres anstelle der bisher gemischten Verbände nach taktischen Aufgaben zusammengefasst werden.
21. September
Europa 1967 – Durch die Rekordernten in den europäischen Obst- und Gemüseanbaugebieten waren die Preise gesunken. Der Fünf-Pfund-Beutel Äpfel der Sorte „Goldparmäne“ kostete 1,50 DM, für 1 Kilogramm griechische Trauben erster Qualität musste der Verbraucher 0,90 DM bezahlen und 1 Kilogramm Birnen je nach Qualität kostete zwischen 0,30 DM und 0,70 DM.
21. September
Großbritannien 1967 – Die britische Königin Elisabeth II. hatte das 58.000 BRT große neue Flaggschiff der britischen Passagierflotte auf ihren eigenen Namen getauft. Es war in Clydebank vor 30.000 Zuschauern vom Stapel gelaufen.
22. September
West-Berlin 1967 – Wegen der Vorfälle am 2. Juni während der Anti-Schah-Demonstrationen hatte der Polizeipräsident von West-Berlin, Erich Duensing, sein Amt zur Verfügung gestellt und um vorzeitige Entlassung in den Ruhestand gebeten.
22. September
Amerika 1967 – Die 21 Außenminister der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) waren in Washington zu einer dreitägigen Konferenz zusammengetreten.
22. September
USA 1967 – Mehrere US-amerikanische Versicherungsgesellschaften hatten einen „Prämienbonus“ für Nichtraucher in Höhe von 6 Prozent den nikotinabstinenten Versicherten eingeräumt.
22. September
DDR 1967 – Bei einem Wirbelsturm hatte der Rostocker Frachter „Fiete Schulze“ in der Biskaya Havarie erlitten. Die Besatzung verlor 14 Mann durch Ertrinken. Die übrigen 28 Seeleute konnten gerettet werden.
23. September
Kuba 1967 – Die kubanische Regierung hatte bekanntgegeben, dass sie 40.000 Funktionäre für acht Monate ihrer Ämter enthoben und zur Arbeit in Fabriken und in die Landwirtschaft geschickt hatte.
23. September
Japan/Malaysia/Singapur 1967 – Japan hatte bei den Regierungen von Malaysia und Singapur die sogenannten „Blutschuld-Verträge“ unterzeichnet. Damit leistete Tokio beiden Staaten eine Wiedergutmachung für die unter der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg erlittenen Verluste.
24. September
Amerika 1967 – Die Außenministerkonferenz der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), die in Washington seit dem 22. September tagte, war mit einer gemeinsamen Resolution zu Ende gegangen, in der Sanktionen gegen Kuba festgelegt worden waren.
25. September
BRD 1967 – Die Exilorganisation Kroatischer Demokratischer Ausschuss, die in der Bundesrepublik ansässig war, war verboten worden.
25. September
BRD 1967 – Der Preis eines „Bild“-Zeitungsexemplars hatte sich um 5 Pfennige auf 20 Pfennige erhöht. Diese Preiserhöhung hatte der Axel-Springer-Verlag mit einer Abschwächung der Anzeigenkonjunktur begründet. Von der Preiserhöhung waren allein die 600.000 Exemplare der Hamburger Ausgabe betroffen.
25. September
International 1967 – In Frankfurt am Main (Hessen) hatte die größte Briefmarkenauktion der Welt begonnen. Sie dauerte bis zum 30. September. Es wurden Briefmarken und Sammlungen im Schätzwert von rund acht Millionen DM versteigert.
26. September
West-Berlin 1967 – Aufgrund der Vorfälle am 2. Juni, bei denen während Demonstrationen gegen den Schah-Besuch der Student Benno Ohnesorg erschossen worden war, trat der Regierende Bürgermeister Heinrich Albertz mit dem ganzen Senat zurück.
26. September
Vietnam 1967 – Bei einem Gefecht um den US-amerikanischen Stützpunkt Con Thien in Südvietnam hatte sich die bisher größte Materialschlacht des Krieges entwickelt.
26. September
CSSR 1967 – Das Zentralkomitee der Tschechischen Kommunistischen Partei (KPCSSR) hatte mehrere Schriftsteller aus der Partei ausgeschlossen, unterstellt das Organ des tschechischen Schriftstellerverbandes dem staatlichen Informationsministerium und hatte außerdem das Präsidium des Verbandes aufgelöst.
27. September
Indonesien 1967 – Die indonesische Regierung hatte die Erschießung des früheren Außenministers Sutandrio und drei weiterer Offiziere bekanntgegeben.
27. September
Fußball 1967 – In West-Berlin hatte die Bundesrepublik ein Länderspiel gegen Frankreich 5:1 gewonnen.
27. September
BRD/Österreich 1967 – In den Sparten Unterhaltung, Musik, Fernsehspiel und Dokumentation hatte das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) mit dem Österreichischen Fernsehen gemeinsame Produktionen vereinbart. Die beiden Fernsehanstalten konnten dadurch beispielsweise bei einer Operetten-Inszenierung bis zu 50.000 DM einsparen.
28. September
BRD/West-Berlin 1967 – Der 41-jährige Klaus Schütz, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, hatte sich bereit erklärt, die Nachfolge von Heinrich Albertz in West-Berlin anzutreten.
28. September
USA/International 1967 – Die Vereinigten Staaten hatten von Kap Kennedy mit einer Delta-Rakete den kommerziellen Nachrichtensatelliten „Pacific 2“ gestartet. Dies war der fünfte Nachrichtensatellit, der im Rahmen eines weltweiten Netzes in Betrieb genommen worden war.
29. September
NATO 1967 – In der türkischen Hauptstadt Ankara war die zweitägige Beratung der Nuklearen Planungsgruppe (NPG) des Nordatlantikpakts (NATO) zu Ende gegangen. Die versammelten Minister hatten u. a. den eventuellen taktischen Einsatz nuklearer Waffen in den Bereich Mitte und Süd des alliierten Kommandobereichs Europa erörtert.
29. September
Vatikan 1967 – Die vom II. Vatikanischen Konzil (1962-1965) angeregte Bischofssynode war in Rom zu ihrer ersten Versammlung zusammengekommen.
29. September
BRD 1967 – Der US-amerikanische Spielfilm „Siebenmal lockt das Weib“ von Vittorio de Sica war erstmals in die bundesdeutschen Kinos gekommen. In den Hauptrollen waren Shirley MacLaine und Michael Caine zu sehen.
29. September
UNESCO 1967 – Das afrikanische Land Lesotho war neues Mitglied der UNESCO geworden.
30. September
Italien 1967 – Bei einem Sprengstoffanschlag auf den Alpenexpress bei Trient waren zwei Menschen ums Leben gekommen. Die italienische Regierung hatte Extremisten aus Südtirol für den Anschlag verantwortlich gemacht.
30. September
BRD 1967 – Die Statistik des Bundesverwaltungsamtes hatte 20.285 anerkannte Kriegsdienstverweigerer in der BRD verzeichnet. Davon hatten 53,7 Prozent der Verweigerer der evangelischen Kirche angehört, 14,4 Prozent der römisch-katholischen Kirche, 13,9 Prozent waren Zeugen Jehovas und 8,6 Prozent gehörten zu anderen Religionsgemeinschaften. Nur 9,4 Prozent hatten sich als konfessionslos bezeichnet.
30. September
Boxen 1967 – In New York hatte der US-Amerikaner Emile Griffith den Italiener Nino Benvenutti nach Punkten besiegt. Damit war er überraschend Boxweltmeister im Mittelgewicht geworden.
September 1966 Deutschland in den Nachrichten
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