Was war wann? 1700 >> Das Jahr 1720
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Die Jahre 1720 bis 1729
Die Dekade zwischen 1720 und 1729 wird in den Geschichtsbüchern stark vernachlässigt. Zu Unrecht! Gerade in der Zeit der Aufklärung fand ein Umdenken in Politik und Gesellschaft statt. Wesentliche Ereignisse von großer Tragweite fielen in diese schwere Zeit. Was damals geschah, sollte für die Zukunft von entscheidender Bedeutung sein. Die französische Revolution von 1789 wäre ohne die Ereignisse zwischen 1720 und 1729 wohl ganz anders verlaufen.
Das geschah 1720
Das Jahr 1720 war vor allem für Preußen von großer politischer Bedeutung. Nach einem 20-jährigen erbitterten Kampf mit Schweden während des Großen Nordischen Kriegs wurde endlich Friede geschlossen. Preußen war somit auf dem besten Wege, eine deutsche Großmacht zu werden. Allerdings musste die angehende Großmacht zwei Millionen Taler für die Gebiete Stettin, Usedom, Wollin und Vorpommern berappen. Noch im gleichen Jahr beendete Schweden den Krieg mit Dänemark.
Bei den Franzosen drehte sich zur gleichen Zeit alles um das liebe Geld. Papiergeld hatte zunächst keinen guten Start. 1720 wurde daher die Wiedereinführung des vorherigen Münzgeldstandards beschlossen. Der schottische Bankier John Law, der die Papierwährung zu verantworten hatte, musste Frankreich aus Sicherheitsgründen verlassen. Großbritannien ging es nach einer wirtschaftlichen Rezession übrigens nicht viel besser.
Im Gegensatz dazu blühte das chinesische Kaiserreich richtig auf und machte sich Tibet zu Eigen. Die innere Autonomie Tibets sollte offiziell bestehen bleiben. Es galt jedoch eine äußere Herrschaft durch die chinesische Minderheit der Mandschu.
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