Was war wann? 1700 >> Das Jahr 1719
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Das geschah 1719
1719 erreichte das Fürstentum erstmals seine Selbstständigkeit. Kaiser Karl VI. erhob es zu einem reichsunmittelbaren Fürstentum im Besitz und mit Namen der Fürsten von Liechtenstein.
Im November 1719 kam es zum Frieden von Stockholm innerhalb des Großen Nordischen Krieges, der erst ein Jahr später enden und Schweden gegenüber Russland die Vormachtstellung im Ostseeraum kosten sollte. Schweden unterzeichnete in Stockholm gegenüber dem Kurfürstentum Hannover einen Friedensvertrag und überließ den Deutschen im Friedensschluss gegen Zahlung von 1 Millionen schwedischen Reichstalern die Städte Bremen und Verden.
Die Mitte des Jahres in England beginnende Südseeblase war eine der ersten Börsenspekulationen und führte letztlich zu einer lange anhalten Rezession, die nicht nur Großbritannien in arge finanzielle Nöte brachte.
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10. Januar
Das im Fürstentum Bayreuth gelegene Erlangen feiert die Einweihung seines Markgrafentheaters, inzwischen das älteste bespielte Barocktheater in Süddeutschland.
12. Januar
Abbruch der Belagerung von Trondheim durch Carl Gustaf Armfeldt und Beginn des Rückzugs in Richtung Schweden. Als die Armee das Öyfjell überquerte, zog ein so heftiger Schneesturm auf, dass 3700 der 5800 Mann starken Armee erfroren. Dies ging als der Todesmarsch der Karoliner in die Geschichte ein.
22. Januar
Uraufführung des musikalischen Dramas Sofonisba (Leo) von Leonardo Leo am Teatro S. Bartolomeo in Neapel
23. Januar

Das Fürstentum
Liechtenstein wird selbstständig.
6. Mai
Der Roman Robinson Crusoe von Daniel Defoe wird veröffentlicht.
24. Mai
Die russische Flotte erringt ihren ersten Sieg in offener Seeschlacht bei Saaremaa
27. Mai
Russland und Schweden nehmen die Verhandlungen in Aland wieder auf. Die schwedische Abordnung ist unter der Führung von Graf Johan Paulinus Lillienstedt. Die russische Delegation wird von Heinrich Johann Friedrich Ostermann und General Jacob Daniel Bruce geleitet.
Im Juni
Die Südseeblase, eine der ersten Spekulationsblasen, beginnt in England.
26. Juni
Der Große Christenbrand bricht in Frankfurt am Main aus und vernichtet binnen dreier Tage den Nordwesten der Reichsstadt mit etwa 400 Häusern.
Im Juli
Um das Anwachsen der schwarzen Population und damit das Risiko von Sklavenaufständen zu verringern, erhebt South Carolina einen Einfuhrzoll von 10 Pfund für Sklaven aus Afrika und von 30 Pfund für Sklaven von den British West Indies.
Im Juli
Zahlreiche Angriffe der russischen Galeerenflotte verbreiten Unruhe an der Ostseeküste Schwedens. Viele Städte und 1363 Dörfer werden bis auf den Grund niedergebrannt.
21. August
Uraufführung der Oper Sirita von Antonio Caldara in Wien
1. September
In Reims gründet Nicolas Irénée Ruinart das älteste, heute noch aktive Champagnerhaus.
3. September
Mit der Oper Giovi in Argo von Antonio Lotti wird das Opernhaus am Zwinger in Dresden eröffnet.
13. September
Uraufführung der Oper Teofane von Antonio Lotti am Opernhaus am Zwinger
Oktober 1719
Die russische Delegation bricht die russisch-schwedischen Verhandlungen ab, da Schweden sich weigert Livland und Riga an Russland abzutreten.
7. November
Zwischen Schweden und Polen ein geheimer Vertrag unterzeichnet, der den Frieden von Oliva bestätigte. August der Starke löste die Allianz mit Peter I. auf. Im Januar 1719 hatte sich August der Starke mit Österreich und Großbritannien verbündet, die ihm Hilfe gegen einen Angriff Russlands auf Polen-Litauen zusicherten. Ulrike Eleonore erkannte ihn als König von Polen an.
20. November
Im Großen Nordischen Krieg verschafft der Frieden von Stockholm den Schweden das Kriegsende mit dem Kurfürstentum Hannover. Königin Ulrike I. Eleonore überlässt den Deutschen gegen den Erhalt von 1 Million schwedischen Reichstalern Herzogtum Bremen und Verden (Aller).


 

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