Was war wann? 1700 >> Das Jahr 1713
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Das geschah 1713
Am 11.April 1713 wird als Folge der Konferenz der Friede von Utrecht geschlossen, der die Streitigkeiten weitestgehend beilegte, vom Deutschen Kaiser Karl VI. zunächst jedoch nicht anerkannt wurde. Erst im Jahre 1714 erkannte er die Vereinbarungen mit dem Frieden von Rastatt und dem Frieden von Baden an. In Folge des Friedens von Utrecht wurde Spanien in einen spanischen und einen österreichischen (habsburgerischen) Teil zerteilt und Frankreichs Expansionsplänen unter Ludwig XIV. ein vorläufiges Ende bereitet. Als großer Gewinner des Friedens gilt bis heute Großbritannien, welches in Utrecht das erste mal seine Theorie des Gleichgewichts der Mächte in die Waagschale warf, nahezu alle Bedingungen, inklusive einer Erweiterung der Besitztümer in Nordamerika, erfüllt bekam und seine maritime Vormachstellung sogar ausbauen konnte. Seither gilt der Friede von Utrecht als Ausgangspunkt für die spätere „Balance of power“-Politik Großbritanniens. In Folge des Friedens wird auch die Insel Gibraltar Teil des britischen Empire.
Das Jahr 1713 gilt auch als Gründungsjahr des Nachhaltigkeits-Prinzip. Hans Carl von Carlowitz veröffentlichte in seinem Werk über die Forstwirtschaft (Sylvicultura oeconomica, oder haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur wilden Baum-Zucht) erstmals diesen Ansatzpunkt, bei welchem es nicht nur um die Abholzung eines Waldes, sondern auch um dessen Regeneration geht.
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9. Januar
Die Stadt Altona wird im Großen Nordischen Krieg niedergebrannt.
6. Februar
Zar Peter der Große und der dänische König Friedrich IV. treffen sich in der Zeit des Großen Nordischen Kriegs im Schloss Gottorf, wo sich der Zar auch für den europaweit bekannten Gottorfer Riesenglobus interessiert. Der Besuch hat Folgen: Der Globus wird wenige Wochen später in die Kunstkammer des Zaren nach Sankt Petersburg abtransportiert.
25. Februar
Nach dem Tod seines Vaters Friedrich I. übernimmt König Friedrich Wilhelm I. in Preußen die Macht. Als erste Amtshandlung erklärt er den geltenden Etat seines Staates für nichtig.
Im März
In allen von Habsburgern beherrschten Gebieten treten Grundgesetze in Kraft
11. März
Der Friede von Utrecht wird geschlossen. Er ist der wichtigste der Verträge zur Beendung des Spanischen Erbfolgekriegs.
19. April
Karl VI. bestimmt in seiner „Pragmatischen Sanktion“, dass beim Fehlen männlicher Nachkommen im Haus Habsburg weibliche erbberechtigt werden.
27. Juni:
Sultan Ahmed III. bestätigt im Frieden von Adrianopel den Frieden vom Pruth. Osmanisches Reich und Russland verpflichten sich, 25 Jahre lang die Waffen ruhen zu lassen.
20. August
Im Spanischen Erbfolgekrieg erobert der französische Feldherr Claude-Louis-Hector de Villars die Stadt Landau in der Pfalz und brandschatzt danach mit seiner Streitmacht in der Kurpfalz und
Im August
Johann Andreas Kraut gründet im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. das Königliche Lagerhaus, aus dem die Preußische Armee jederzeit seinen Bedarf decken konnte.