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Die Jahre 1710 bis 1719
Das zweite Jahrzehnt des 18.Jahrhunderts gilt als Jahrzehnt des Aufbruchs. Mehrere Grundsteine für die spätere Entstehung hin zur modernen Wissenschaft und auch gesellschaftlicher Entwicklungen wurden in den Jahren zwischen 1710 und 1719 gelegt. Darüber hinaus kam es wie in den vorangegangenen Jahrzehnten zu zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen den europäischen Mächten, welche die Landkarten teils entscheidend veränderten.
Das geschah 1710
Der Anfang des Jahrzehnts begann aber alles andere als viel versprechend. Im Jahre 1710 wütete in Deutschland, Schweden und Russland eine große Pestepidemie, die viele Menschenleben forderte. Im Nachhinein ist dieses Datum allerdings mit einer erfreulichen Entwicklung zu verknüpfen, denn es sollte bis heute die letzte Pestepidemie in Europa sein. Als Antwort auf die Pest, welche in Ostpreußen einem Drittel der Bevölkerung das Leben kostete, gründete der preußische König Friedrich I. die Berliner Charité, heute eine der anerkanntesten Kliniken der Welt. Im November 1710 kommt es zum dritten russischen Türkenkrieg zwischen Russland und dem Osmanischen Reich, welcher 1711 mit einer Niederlage Russlands ein Ende findet. In Meißen kommt es durch August den Starken, seinerseits Kurfürst von Sachsen und König von Polen, zur Gründung der ersten Porzellanmanufaktur in Europa.
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