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Die ersten Erwähnungen Schwedens
Die meisten Historiker sehen die erste schriftliche Erwähnung Skandinaviens in dem von Plinius' des Älteren verfassten Buches „naturalis hostoria“. In dem Buch wird von Scatinavia berichtet, einer großen Insel auf der das Volk der Hillvionen lebte. Auch Gaius Cornelius Tacitus' spricht 20 Jahre nach Plinius' von diesem Gebiet. Kartographisch wurde das Gebiet aber erstmals von Ptolemäus um das Jahre 100 herum erfasst. Im 5. Jahrhundert erwähnte Prokopios die Insel als zehn Mal größer als Britannien. Die Kultur der Schweden wurde mit den Warägern (schwedischen Wikingern) erstmals auch über die Grenzen Skandinaviens hinaus verbreitet. Die Waräger landeten überwiegend in Russland, wo sie erstmals auch mit dem Juden- und Christentum in Kontakt kamen.

Schweden wird christianisiert
Im 9. Jahrhundert missionierte der Erzbischof von Hamburg und Bremen die ersten schwedischen Wikinger. Dieser reiste sogar bis nach Birka, einem der Haupt-Handelszentren der Wikinger, musste sich aber wegen Inakzeptanz wieder zurückziehen. Das Christentum fand erst Einzug in die schwedische Kultur, als sich der schwedische König Olof Skötkonung öffentlich taufen lies. Weil das Volk aber vornehmlich dem Heidentum die Aufmerksamkeit schenkte, wurde der christliche König Erik IX 1160 von heidnischen Adligen ermordet. Ende des 14. Jahrhundert trat Königin Margarethe I. der Kalmarer Union bei, wodurch das Land noch mehr an Bedeutung im internationalen Handel gewann. Die letzten großen Proteste heidnischer Adliger wurden 1520 gewaltsam von König Christian II. im Keim erstickt. Man spricht hierbei auch von dem Stockholmer Blutbad. Die zunehmende protestantisierung Schwedens erfolgte Schrittweise. Die Reformation verlief eher schleichend bis sich das Land 1544 zum evangelischen Reich erklärte.

Das letzte Jahrhundert der Schweden
Im russischen Bürgerkrieg eignete sich Schweden Estland an, mussten dafür aber im Kalmarkrieg die Finnmark an die Dänen abgeben. Im Dreißigjährigen Krieg eignete sich Schweden viele katholische Gebiete an, verlor dafür aber die baltischen Gebiete nach dem großen nordischen Krieg. Schwedens Rolle im Kolonialismus ist eher unerwähnenswert. Beinahe alle Versuche der Kolonialisierung scheiterten. Das 19. Jahrhundert war für die Schweden besonders durch die Kriege gegen das russische Zarenreich und Napoleon geprägt. In Folge dieser Kriege verlor das Land unter anderem seine Ansprüche auf Finnland. Nachdem die Kriege vorüber waren, verhielt sich das Land überwiegend Neutral. So auch im Ersten und Zweiten Weltkriegs. Zumindest offiziell, denn unter der Hand half Schweden seinen Verbündeten durch die Zufuhr von Truppen und Waffen. Allerdings versorgte das Land auch die deutsche Regierung mit Eisenerz - was den Schweden bis heute vorgeworfen wird. Heute wird Schweden in Form einer parlamentarischen Monarchie regiert. Ihr unterstellt sind knapp 9.2 Millionen Einwohner, die auf einer Fläche von circa 450.000 Quadratkilometern zusammen leben.

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