August 1977 - Es war einmal..., bedrohte Natur und Ausgrabungen

Kalender August 1977
Die Natur wird geliebt und dennoch meist nur wie nebenbei wahrgenommen. Umso alarmierender schlug die Nachricht zu Beginn des Monats ein, die Naturschützer veröffentlichten: Von den 1960 gezählten 238 Brutvogelarten in der Bundesrepublik waren inzwischen 105 Arten oder zumindest unmittelbar vor dem Aussterben bedroht. Die gefiederten Freunde waren nicht die einzigen, um deren Existenz die Sorge berechtigt war. In London hatte die Naturschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) erklärt, dass im ostafrikanischen Uganda seit 1973 der Bestand an Elefanten rapide zurückgegangen war. Von 14.000 Elefanten, die noch 1973 gezählt worden waren, gab es nur noch 2.600 Tiere. Der drastische Rückgang des Tierbestands war auf den Handel mit Elfenbein zurückzuführen. Ob sich das die Wissenschaftler späterer Epochen erklären können, wenn sie Skelette finden? Sensationell und aufschlussreich zugleich war der Fund von Überresten einer Siedlung mit zweistöckigen Wohnhäusern, den sowjetische Archäologen bei Ausgrabungen am Dnjepr gemacht hatten. Dieser Fund wurde auf die Jungsteinzeit datiert. Dass alles eines früher oder später wiedergefunden werden kann, tröstete die Menschen in Indien gewiss nicht. Dort waren mehrere hundert Menschen durch schwere Überschwemmungen umgekommen und rund 50.000 Hektar Land hatten unter Wasser gestanden.
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Wichtige Ereignisse im August 1977

1. August
China 1977 – In der Hauptstadt Peking hatte Verteidigungsminister Yeh Chien-ying auf einer Festveranstaltung anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der Volksbefreiungsarmee die „Befreiung“ Taiwans als vorrangiges Ziel der chinesischen Politik in den kommenden Jahren bezeichnet.
1. August
Syrien 1977 - Die regierende Baath-Partei hatte die Parlamentswahlen gewonnen. Sie war die stärkste politische Kraft geworden.
1. August
BRD 1977 – Wegen der angespannten finanziellen Lage, mit der die Stadt Duisburg (Nordrhein-Westfalen) kämpfte, hatte sie einen Ausgabenstopp verhängt.
1. August
BRD 1977 – Alarmierenden Angaben von Naturschützern zufolge, waren von den 1960 gezählten 238 Brutvogelarten in der BRD 105 Arten ausgestorben oder zumindest unmittelbar bedroht auszusterben.
2. August
Angola 1977 – Bei Kämpfen zwischen den Regierungstruppen und Rebellen der prowestlichen UNITA-Bewegung in Südangola waren mehr als 100 Menschen umgekommen.
2. August
Kambodscha/Thailand 1977 – Kambodschanische Soldaten hatten die Grenze nach Thailand überschritten. Dort hatten sie mit den thailändischen Grenztruppen schwere Gefechte ausgetragen. Offiziellen Angaben aus der thailändischen Hauptstadt Bangkok zufolge waren bei den Kämpfen 16 Menschen getötet worden.
2. August
USA/Israel 1977 – Nach einer mehrwöchigen Informationsreise durch den Nahen Osten hatte eine Gruppe US-amerikanischer Juristen den israelischen Geheimdienst beschuldigt, Zwangs-Geständnisse von arabischen Gefangenen durch Folter bekommen zu haben.
2. August
Schweiz/International 1977 – In Genf hatte der Ökumenische Rat der Kirchen gemeinsam mit 93 kirchlichen Organisationen die Gründung einer Bank zur Vergabe von Krediten an Entwicklungsländer beschlossen. In den Niederlanden sollte der Sitz dieser Bank sein.
3. August
Sowjetunion/International 1977 – Ein sowjetisches Raumschiff war in Sibirien gestartet, das ein biologisches Weltraumlabor an Bord hatte. Beteiligt an dem Forschungsprojekt waren auch französische und US-amerikanische Wissenschaftler gewesen.
3. August
Italien/Film International 1977 – Beim 8. Festival der Nationen im italienischen Taormina war der bundesdeutsche Regisseur Werner Herzog mit einem Sonderpreis der Regie für seinen Film „Stroszek“ ausgezeichnet worden.
4. August
USA 1977 – In Washington war John R. Schlesinger von US-Präsident Jimmy Carter zum ersten Energieminister der Vereinigen Staaten berufen worden.
4. August
UNO/China 1977 – Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kurt Waldheim, war in Peking zu einem mehrtägigen Besuch eingetroffen. Es war dies das erste Mal, dass ein UN-Generalsekretär die Volksrepublik China besucht hatte.
4. August
International/UNO 1977 – In Genf (Schweiz) war nach fast vier Wochen die Konferenz des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen (ECOSOC) zu Ende gegangen. In einer Resolution hatten die Teilnehmerstaaten die Apartheidpolitik verurteilt und die europäischen und die US-Regierung zum Untersagen der Tätigkeit von westlichen Unternehmen in Südafrika aufgerufen. Die Resolution war von den Delegationen aus 52 Staaten mit großer Mehrheit angenommen worden. Fünf Delegierte, darunter die aus der Bundesrepublik, hatten sich der Stimme enthalten.
4. August
Indien 1977 – Durch schwere Überschwemmungen waren in Indien mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt rund 50.000 Hektar Land hatten unter Wasser gestanden.
5. August
USA 1977 – In Washington hatte US-Präsident Jimmy Carter sämtliche Nachrichtendienste der USA dem Direktor der CIA unterstellt. Diese Maßnahme diente der Erleichterung der Koordinierung und Kontrolle der Geheimdienste.
5. August
Radrennsport 1977 – Die Rheinland-Pfalz-Rundfahrt der Amateure hatte der polnische Radsportler Krzysztof Sujka gewonnen.
5. August
Polen 1977 – Das stillgelegte Steinsalzbergwerk Wapno war durch unkontrollierten Wassereinbruch eingestürzt. Das gesamte Ortszentrum mit 52 Häusern und einer Eisenbahnstation war in den bis 1978 andauernden Tagebrüchen versunken. Dadurch waren 1.402 Menschen obdachlos geworden.
6. August
Jordanien/USA 1977 – In der Hauptstadt Amman hatte US-Außenminister Cyrus Vance Gespräche über eine Nahost-Friedensregelung geführt. Vance hatte die von den arabischen Staaten geforderte Beteiligung der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO als größtes Hindernis bezeichnet.
6. August
Sambia (heute: Republik Simbabwe) 1977 – In der Hauptstadt Salisbury hatte die Befreiungsfront „Patriotische Front“ einen Sprengstoffanschlag auf ein Warenhaus verübt. Dabei waren elf Menschen ums Leben gekommen. Weitere 76 Menschen waren verletzt worden.
6. August
Malaysia/International 1977 – In der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur war nach einer Dauer von zwei Tagen das zweite Gipfeltreffen der in der Assoziation der südostasiatischen Staaten (ASEAN) vertretenen Länder zu Ende gegangen. Unter anderem hatten die Teilnehmer die Schaffung gemeinsamer Gremien beschlossen. Diese dienten der Wahrnehmung der Interessen der asiatischen Staaten gegenüber der Europäischen Gemeinschaft (EG).
6. August
Boxen 1977 – Der bundesdeutsche Boxweltmeister Eckhard Dagge hatte in West-Berlin seinen Titel an den Italiener Rocco Mattioli verloren.
7. August
Iran 1977 – In der Hauptstadt Teheran hatte der Schah des Iran, Mohammed Resa Pahlawi, den bislang für den Vertrieb von Rohöl zuständigen Jamschid Amouzegar zum Ministerpräsidenten berufen. Amouzegar trat damit die Nachfolge von Amir Hoveida an. Dieser hatte den Rang eines Hofministers erhalten.
7. August
Italien/International 1977 – Eine internationale Archäologengruppe hatte in der Lombardei Felsmalereien aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. entdeckt. Dabei konnte ein abgebildeter Pflug beweisen, dass in Italien bereits zu jener Zeit Ackerbau betrieben worden war.
8. August
Zypern 1977 – Der Leichnam des am 3. August verstorbenen Erzbischofs Makarios III. war nach einer Trauerfeier durch die Hauptstadt Nikosia getragen worden. Zehntausende Menschen hatten die Straßen gesäumt, um von dem langjährigen zypriotischen Staatspräsidenten und Ethnarchen Abschied zu nehmen und ihm die letzte Ehre zu erweisen.
8. August
BRD 1977 – In der Bundesrepublik hatten offiziellen Angaben zufolge rund 30 Millionen Tonnen Kohle auf Halde gelegen. Damit war der „Kohleberg“ trotz stark verminderter Förderung in den letzten Monaten größer geworden.
8. August
West-Berlin 1977 – An der Budapester Straße war die Staatliche Kunsthalle feierlich eröffnet worden.
9. August
BRD/Frankreich 1977 – Bundeswirtschaftsminister Hans Friderichs hatte der französischen Regierung ein Schreiben übermittelt. Darin warnte er vor einem „Super-Protektionismus“. Der französische Außenhandelsminister André Rossi hatte sich in einem Artikel gegen eine weitere Liberalisierung des Welthandels ausgesprochen. Dieser Artikel war am 27. Juli in der Zeitung „Le Monde“ veröffentlicht worden.
9. August
Israel/USA 1977 – US-Außenminister Cyrus Vance war bei seinem Israel-Besuch für eine Beteiligung der Palästinensischen Befreiungsfront PLO an Friedensgesprächen im Nahen Osten eingetreten. Dieser Vorschlag des US-Außenministers war von der israelischen Regierung strikt abgelehnt worden.
9. August
Irak 1977 – In der Hauptstadt Bagdad hatte ein Sondergerichtshof zehn Mitglieder einer kurdischen Befreiungsorganisation zum Tode verurteilt.
9. August
Vatikan 1977 – Einer Erklärung des Vatikan zufolge würden künftig von der katholischen Kirche Eheschließungen sterilisierter Männer anerkannt.
10. August
Großbritannien/Nordirland 1977 – Die britische Königin Elisabeth II. hatte erstmals seit elf Jahren Nordirland einen Besuch abgestattet. Der Besuch fand unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt, um Anschläge zu verhindern.
10. August
USA 1977 – In den westlichen Landesteilen der Vereinigten Staaten war es zu ausgedehnten Waldbränden gekommen.
11. August
USA/Panama 1977 – In der US-amerikanischen Hauptstadt Washington hatten sich Regierungsvertreter der USA und Panamas geeinigt, dass der unter US-Verwaltung stehende Panamakanal im Jahr 2000 an Panama fallen werde.
11. August
Polen 1977 – Nach langanhaltenden Regenfällen war es in den westlichen Landesteilen Polens zu schweren Überschwemmungen gekommen. Durch die Wassermassen waren 1600 Wohnhäuser zerstört worden. Dies wurde offiziell angegeben.
11. August
USA 1977 – Mit großer Mehrheit hatte das kalifornische Parlament die Wiedereinführung der Todesstrafe beschlossen. Verhängt werden durfte sie künftig unter anderem bei Hochverrat, bezahltem Mord, Polizistenmord und Mord bei einer Vergewaltigung.
11. August
Österreich 1977 – Im Rahmen der Salzburger Festspiele war der für die Bühne bearbeitete Hemingway-Roman „Tod eines Jägers“ von Rolf Hochhuth zur Uraufführung gelangt.
11. August
BRD 1977 – In der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart war eine umfassende Ausstellung des deutschen Malers Oscar Schlemmer eröffnet worden. Präsentiert wurden rund 700 Werke.
12. August
DDR/BRD 1977 – In der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin waren Regierungsvertreter der DDR und der BRD zu Gesprächen über Reiseerleichterungen und Verbesserung der Transitwege nach West-Berlin zusammengetroffen.
12. August
Raumfahrt 1977 – Über der kalifornischen Wüste hatte die US-Raumfähre „Enterprise“ ihren ersten Alleinflug absolviert.
12. August
Segelsport 1977 – Großbritannien hatte zum siebten Mal den Admirals Cup, die inoffizielle Weltmeisterschaft im Hochseesegeln gewonnen, gefolgt von den USA und Hongkong.
13. August
Großbritannien 1977 – In der Hauptstadt London waren bei einer Demonstration der rassistischen Nationalen Front 110 Menschen verletzt worden. Die Randalierer hatten die sofortige Ausweisung von Ausländern gefordert. Es waren die schwersten Krawalle, die in Großbritannien seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges stattgefunden hatten.
13. August
Italien 1977 – Die Regierung hatte die Überschreitung der 1,5-Millionen-Grenze bei der Zahl der Arbeitslosen angegeben. Der Zuwachs der Jugendarbeitslosigkeit war besonders besorgniserregend: Es waren 800.000 Menschen betroffen, die unter 29 Jahren alt waren.
13. August
BRD 1977 – Das erste Luftspeicher-Gasturbinen-Kraftwerk der Welt hatte in Huntsdorf bei Oldenburg (Niedersachsen) seinen Betrieb aufgenommen. Erzeugte Energie, die erst in den Verbrauchs-Spitzenzeiten nötig wurde, konnte durch ein neues Verfahren in Form von komprimierter Luft in einem unterirdischen Salzstollen gespeichert werden. Abgerufen werden konnte diese dann zu einem späteren Zeitpunkt.
14. August
Chile 1977 – Staatspräsident Augusto Pinochet hatte auf Druck der Vereinigten Staaten die Auflösung des Geheimdienstes „Dana“ verfügt. Diesem Geheimdienst waren zahlreiche Morde und Folterungen an politischen Gefangenen zur Last gelegt worden. Die Angehörigen des Geheimdienstes sollten anderen Sicherheitsdiensten zugeteilt werden. Diese sollten die Funktionen der „Dana“ übernehmen. Dies berichteten politische Beobachter.
14. August
DDR/Sowjetunion 1977 – Durch eine Explosion in einem Munitionslager der in der DDR stationierten sowjetischen Truppen waren Hunderte von Katjuscha-Raketen gezündet worden. Diese waren bei der Raketenkatastrophe von Dannenwalde (Brandenburg) in der näheren Umgebung niedergegangen. Die genauen Umstände waren geheim gehalten worden. Über die Anzahl der Todesopfer unter den sowjetischen Soldaten ist bis heute nichts bekannt geworden. Schätzungen zufolge waren es zwischen 50 bis 300 Opfer gewesen.
14. August
Ägypten 1977 – Staatspräsident Muhammad Anwar As Sadat hatte in der Hauptstadt Kairo die Einstellung der Lieferungen von Waren in die Sowjetunion und die CSSR bekanntgegeben. Diese Maßnahme hatte er mit der Nichterfüllung von Lieferverträgen für Rüstungsgüter seitens der beiden Staaten begründet.
14. August
BRD/West-Berlin 1977 – Unter dem Titel „Tendenzen der zwanziger Jahre“ war in West-Berlin die 15. Europäische Kunstausstellung eröffnet worden. Zu sehen waren bedeutende Werke der deutschen Expressionisten.
14. August
Automobilrennsport 1977 – Der australische Automobilrennfahrer Alan Jones hatte den Großen Preis von Österreich gewonnen.
15. August
Italien/BRD 1977 – Mit Hilfe seiner Frau war der in Italien inhaftierte deutsche Kriegsverbrecher Herbert Kappler, ehemaliger SS-Chef in Rom, aus einer Klinik in die Bundesrepublik geflüchtet. Die italienische Regierung hatte daraufhin die Auslieferung Kapplers gefordert.
15. August
USA/International 1977 – Im Rahmen eines SETI-Projekts am Big Ear-Radioteleskop der Ohio State University hatte der Astrophysiker Jerry R. Ehman das sogenannte Wow!-Signal empfangen. Dabei hatte es sich um ein Schmalband-Radiosignal gehandelt, das aus Richtung des Sternbildes Schütze aufgezeichnet worden war. Die Ursache des Signals konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden.
16. August
BRD 1977 – Die Bilder von Martin Luther und seiner Frau Katharina von Bora, die im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover ausgestellt waren, wurden durch einen Anschlag mit Säure beschädigt. Der Attentäter war der Frührentner Hans-Joachim Bohlmann, der an einer psychischen Persönlichkeitsstörung litt.
16. August
Sowjetunion/Jugoslawien 1977 – In der sowjetischen Hauptstadt Moskau war der jugoslawische Staats- und Parteichef Josip Broz Tito zu einem offiziellen Staatsbesuch eingetroffen. Die Vertiefung der Beziehungen zwischen beiden Ländern hatte im Mittelpunkt der Gespräche gestanden.
16. August
Musik/International 1977 – Der US-amerikanische Rock'n'Roll-Musiker und Sänger Elvis Presley war in Memphis (US-Bundesstaat Tennessee) im Alter von 42 Jahren gestorben.
16. August
BRD 1977 – Der deutsche Dirigent Christoph von Dohnanyi hatte die Intendanz der Hamburger Staatsoper übernommen.
17. August
Europa/Ghana 1977 – Da die nördlichen Landesteile des westafrikanischen Landes Ghana von einer Hungersnot bedroht waren, hatte die Europäische Gemeinschaft (EG) mit der Lieferung von 30.000 Tonnen Lebensmitteln begonnen. Zusätzlich waren zur Verteilung der Hilfsgüter 88 Lkw zur Verfügung gestellt worden.
17. August
Sowjetunion/Nordpol 1977 – Der nuklear angetriebene sowjetische Eisbrecher „Artika“ hatte als erstes Schiff der Welt den Nordpol erreicht.
17. August
Fußball 1977 – Nationalstürmer Dieter Müller hatte einen neuen Bundesligarekord aufgestellt. Beim 7:2 des 1. FC Köln gegen Werder Bremen hatte er sechs Tore erzielt. Bisheriger Rekordhalter war jetzige Kölner Manager Karlheinz Thielen gewesen, der am am 7. Dezember 1963 mit fünf Toren beim 5:1 des 1. FC Köln gegen Kaiserslautern erfolgreich war.
17. August
Schwimmen 1977 – Der bundesdeutsche Schwimmer Gerald Mörken war bei den Europameisterschaften im schwedischen Jönköping über 100 m Brust Weltrekord geschwommen.
18. August
BRD 1977 – In Bonn war ein Umfrage-Ergebnis veröffentlicht worden. Danach war der CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß in der Bevölkerung weitaus populärer als der Vorsitzende der CDU und Kanzlerkandidat des Jahres 1976, Helmut Kohl. Daraufhin war in der CSU der Ruf nach einer Kanzlerkandidatur von Strauß immer lauter geworden.
18. August
Indonesien 1977 – Bei einem Erdbeben der Stärke 8,9 waren in Indonesien mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen.
19. August
Uganda/International 1977 – In London hatte die Naturschutzorganisation World Wildlife Fund erklärt, dass der Elefanten-Bestand im ostafrikanischen Uganda seit 1973 von 14.000 auf 2.600 zurückgegangen war. Der Handel mit Elfenbein war für den drastischen Rückgang des Elefanten-Bestandes verantwortlich.
19. August
DDR 1977 – Die Steinkohlevorräte der DDR waren erschöpft. Das besagten Angaben der Ost-Berliner Führung. Ende des Jahres 1977 sollte es zur Schließung der letzten Zechen kommen.
20. August
China 1977 – In der Hauptstadt Peking war der 11. Kongress der Kommunistischen Partei Chinas zu Ende gegangen. Es war der erste, nachdem Mao Zedong am 9. September 1976 gestorben war. Die Delegierten hatten Hua Guofeng als Parteichef bestätigt und die Aktivitäten der sogenannten Viererbande scharf verurteilt.
20. August
Leichtathletik 1977 – Als erste Frau der Welt hatte die Kugelstoß-Weltrekordlerin Helena Fibingerova (CSSR) die 22-Meter-Marke übertroffen.
20. August
Raumfahrt 1977 – Die US-amerikanische Raumsonde „Voyager 2“ war gestartet.
21. August
Äthiopien 1977 – Die Regierung in Addis Abeba hatte die Generalmobilmachung ausgerufen. Die äthiopische Regierung stand unter sowjetischem Einfluss.
21. August
BRD 1977 – Für die wichtigsten Erziehungsziele wurden von 49 Prozent der befragten Deutschen bei einer in Bonn veröffentlichten Umfrage Fleiß und Ordnungsliebe gehalten. Es hatten sich 46 Prozent für Selbständigkeit ausgesprochen.
21. August
Leichtathletik 1977 – Bei der Universiade in der bulgarischen Hauptstadt Sofia waren die kubanischen Läufer Alejandro Casanas und Alberto Juantorena Weltrekorde gelaufen.
22. August
Sowjetunion 1977 – Bei Ausgrabungen am Dnjepr hatten sowjetische Archäologen die Überreste einer Siedlung mit zweistöckigen Wohnhäusern entdeckt. Wissenschaftler datierten die sensationellen Funde auf die Jungsteinzeit.
23. August
DDR 1977 – Die DDR-Sicherheitsorgane hatten den SED-Wirtschaftsfunktionär und Dissidenten Rudolf Bahro verhaftet. Ihm war angebliche nachrichtendienstliche Tätigkeit vorgeworfen worden. Das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte wenige Tage zuvor Auszüge aus dem regimekritischen Buch von Bahro, „Die Alternative“, abgedruckt.
23. August
BRD 1977 – Auf dem Baugelände des Kernkraftwerks Grohnde bei Hameln (Niedersachsen) hatten mehrere Hundertschaften der Polizei das 71 Tage zuvor errichtete „Anti-Atomdorf“ geräumt. Die Kernkraftgegner hatten keinen Widerstand geleistet.
23. August
Sri Lanka 1977 – In Sri Lanka (bis 1972 Ceylon) waren bei Zusammenstößen zwischen der singhalesischen Bevölkerungsmehrheit und der tamilischen Minderheit mehrere Menschen ums Leben gekommen.
24. August
USA/China 1977 – Der US-amerikanische Außenminister Cyrus Vance war zu Gesprächen mit der chinesischen Partei- und Staatsführung in der Hauptstadt Peking eingetroffen. Die Bemühungen um eine Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Staaten waren an der strittigen Taiwan-Frage gescheitert. China hatte von den Vereinigten Staaten den Abbruch der Beziehungen zu Taiwan verlangt.
24. August
BRD 1977 – Im Kunstmuseum Düsseldorf hatte Hans-Joachim Bohlmann, der an einer schweren Persönlichkeitsstörung litt, das Gemälde „Erzherzog Albrecht“ von Peter Paul Rubens beschädigt.
24. August
Lateinamerika 1977 – Vertreter von elf lateinamerikanischen Staaten hatten sich in Mexiko-Stadt auf die Schaffung eines Fonds zur Stützung der Weltmarktpreise für Kaffee geeinigt. Die Einigung sollte den Verfall des Kaffeepreises verhindern.
24. August
Indien/Sowjetunion 1977 – Die indische Regierung hatte einen Vertrag über die Lieferung eines sowjetischen Stahlwerk-Komplexes gekündigt. Es hatte zur offiziellen Begründung geheißen, dass die Sowjetunion nicht über das nötige Know-how in der modernen Stahlerzeugung verfügen würde. Jedoch war von Beobachtern ein politischer Hintergrund vermutet worden. Mit der Vertragskündigung wollte Indien die Beziehungen lockern zu dem ehemals engen Verbündeten und dafür die Kooperation mit dem Westen verstärken. Ein US-Konsortium sollte das Werk nun bauen.
25. August
BRD 1977 – In Karlsruhe (Baden-Württemberg) war ein Anschlag auf das Gebäude der Bundesanwaltschaft, den die terroristische Rote-Armee-Fraktion geplant hatte, gescheitert.
25. August
Australien/International 1977 – Die Regierung Australiens hatte die Aufhebung des Exportverbots von Uran beschlossen. Das Verbot war zur Behinderung der Verbreitung von Kernwaffen im Jahr 1973 verhängt worden. Von nun an durfte das Uran an befreundete Nationen unter strengen Auflagen zur Energieerzeugung exportiert werden. Zu den befreundeten Nationen gehörten insbesondere Japan und die Bundesrepublik Deutschland.
26. August
DDR 1977 – Die DDR-Regierung hatte erneut Regimekritiker ausgebürgert. Unter anderem waren die Liedermacher Christian Kuhnert und Gerulf Pannach sowie der Schriftsteller Jürgen Fuchs in die Bundesrepublik abgeschoben worden.
26. August
Leichtathletik 1977 – Die Hochspringerin Rosemarie Ackermann aus der DDR hatte beim Sportfest ISTAG im (West-)Berliner Olympiastadion als erste Frau die Zwei-Meter-Marke übersprungen.
27. August
BRD/Polen 1977 – Angaben aus Bonn zufolge hatte die Bundesrepublik einen Kredit in Höhe von 2 Milliarden DM für Polen zur Verfügung gestellt.
28. August
Schweden 1977 – Schweden hatte die europäische „Währungsschlange“ verlassen. Das Land hatte die Krone um 10 Prozent abgewertet. Wenige Tage später waren die anderen skandinavischen Länder gefolgt.
28. August
Schwimmen 1977 – Bei einem Länderkampf (DDR-USA) hatten Schwimmer aus der DDR und aus den Vereinigten Staaten mehrere Weltrekorde aufgestellt. Christiane Knacke (DDR) hatte als erste Frau die 100 Meter Schmetterling unter einer Minute geschwommen und damit mit 59,78 sec einen neuen Weltrekord aufgestellt.
29. August
Syrien/Israel 1977 – In der syrischen Hauptstadt Damaskus hatte Staatschef Hafis Al Asad seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, mit Israel einen Friedensvertrag zu schließen.
29. August
International 1977 – Unter der Beteiligung von Delegierten aus mehr als 100 Staaten hatte in der kenianischen Hauptstadt Nairobi eine UN-Konferenz über den Kampf gegen das Vordringen der Wüsten begonnen. Auf der sogenannten UNCOD-Konferenz hatten die Teilnehmer u. a. eine Reihe von Forschungsprojekten zur Rekultivierung von Ödland beschlossen.
29. August
Pakistan 1977 – Unter dem Vorwurf, die Ermordung eines Parlamentsabgeordneten angewiesen zu haben, war der gestürzte Premierminister Zulfikar Ali-Khan Bhutto in Karachi verhaftet worden.
29. August
Radrennsport 1977 – Bei den Rad-Weltmeisterschaften in Venezuela hatte der bundesdeutsche Radrennfahrer Gregor Braun im 5-km-Verfolgungsfahren der Profis gewonnen.
30. August
China/Jugoslawien 1977 – In der chinesischen Hauptstadt Peking war der jugoslawische Staatschef Josip Broz Tito bei einem Staatsbesuch von dem chinesischen Parteiführer Hua Guofeng empfangen worden. Von beiden Staatsmännern war die Blockfreiheit ihrer Staaten betont worden.
31. August
Rhodesien 1977 – Die Partei von Ministerpräsident Ian Douglas Smith war aus den Wahlen zum rhodesischen Repräsentantenhaus als Sieger hervorgegangen. Die Partei hatte rund 80 Prozent der Stimmen erhalten.
31. August
Zypern 1977 – In der Hauptstadt Nikosia hatte das Parlament Spiros Kiprianu zum Nachfolger des am 3. August verstorbenen zypriotischen Staatspräsidenten Erzbischof Makarios III. gewählt.
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