Steuererhöhungen für den Vietnamkrieg

Präsident Lyndon B. Johnson hatte am 10. Januar 1967 in seiner Botschaft zur Lage der Nation erklärt, dass der Vietnamkrieg mehr Kosten, Verluste und Schmerzen mit sich bringen werde und hatte zugleich Steuererhöhungen zur Finanzierung des Krieges und des inneramerikanischen Sozialreformprogramms angekündigt. Die USA waren eine der Hauptparteien im Vietnamkrieg, und später schätzte man die Kosten für den Einsatz der USA  zwischen 150 Milliarden US-Dollar bis zu über 900 Milliarden US-Dollar. Genau wurde es nie beziffert.


Wichtige Ereignisse im Januar 1967

10. Mai
International 1967 – In New York hatte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Sithu U Thant, die bedingungslose Einstellung der US-Luftangriffe auf Nordvietnam als unerlässlich für Friedensschritte in Vietnam bezeichnet.
10. Januar
Vatikan 1967 – Aufgrund von Konzilbeschlüssen hatte Papst Paul VI. Zwei neue Einrichtungen, den Laienrat sowie den Rat für soziale Fragen, geschaffen.
10. Januar
Niederlande 1967 – In der 400-jährigen Geschichte der Niederlande hatte erstmals eine Prinzessin von Oranien-Nassau einen Bürgerlichen geheiratet. In Den Haag war Prinzessin Margriet mit Pieter van Vollenhoeven getraut worden.
10. Januar
Venezuela 1967 – Bei Ciudad Bolivar war die bisher längste Hängebrücke Südamerikas dem Verkehr übergeben worden. Die Angostura-Brücke über den Orinoko hat eine Länge von 1678 Metern.
11. Januar
USA 1967 – Von Kap Kennedy war der US-amerikanische Nachrichtensatellit „Intelsat“ gestartet worden.
11. Januar
Film/International 1967 – In Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) hatte der französische Sänger, Komponist und Filmschauspieler Charles Aznavour die 25-jährige Schwedin Ulla Throssel geheiratet.
12. Januar
BRD/CSSR 1967 – Nach viertägigen Gesprächen mit dem Auswärtigen Amt der CSSR in der Hauptstadt Prag war eine dreiköpfige Delegation des Bonner Auswärtigen Amtes unter der Führung von Erwin Wichert in die BRD zurückgekehrt.
12. Januar
West-Berlin 1967 – Im West-Berliner Abgeordnetenhaus war die „Aktuelle Stunde“ eingerichtet worden, in der aktuelle Probleme außerhalb des Geschäftsgangs zur Diskussion kamen.
12. Januar
Israel 1967 – Ministerpräsident Levi Eschkol hatte die Araber der Kriegsvorbereitung beschuldigt und die arabische Guerilla-Organisation Al-Fatah vor Sabotageakten gewarnt.
12. Januar
International 1967 – In Brüssel (Belgien) hatte sich der Ministerrat der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) auf ein neues Verhandlungsverfahren im Rahmen der Kennedy-Runde geeinigt. Die Kennedy-Runde war eine internationale Konferenz, die über Zollsenkungen beriet.
12. Januar
USA 1967 – In Washington hatte das US-amerikanische Arbeitsminister bekanntgegeben, dass die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten derzeit mit einem Durchschnitt von 3,9 Prozent oder etwa drei Millionen Arbeitslosen den niedrigsten Stand seit 1953 erreicht hatte.
12. Januar
USA 1967 – Der US-amerikanische Psychologieprofessor der University of California, James Bedford, war gestorben und wollte seinen Körper in Kryostase versetzen lassen. Er war der erste Mensch, der sich auf diese Weise eine Wiederbelebung in der Zukunft erhoffte. In der Kryonikergemeinschaft gilt der Jahrestag dieser Kryokonservierung als „Bedford Tag“.
13. Januar
BRD/Frankreich 1967 – In Paris waren Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle zu zweitägigen Gesprächen zusammengetroffen. Sie sprachen über Möglichkeiten der Belebung des deutsch-französischen Vertrags von 1963.
13. Januar
Togo 1967 – Nach einem unblutigem Staatsstreich im westafrikanischen Togo hatte die Armee unter Leitung von Oberst Étienne Gnassingbé Eyadéma die Macht im Land übernommen. Eyadéma wurde Staatspräsident.
13. Januar
Bahamas/Großbritannien 1967 – Nach Parlamentswahlen hatten die seit 1649 unter britischer Regierung stehenden Bahamas erstmalig eine farbige Regierung erhalten.
13. Januar
DDR 1967 – In der DDR waren 2.800 Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) in „Vollkolchosen“ umgewandelt worden. Die Privatwirtschaft wurde immer mehr eingeschränkt.
14. Januar
BRD 1967 – Die Deutsche Bundesbank hatte mitgeteilt, dass im Jahr 1966 das Passivsaldo zwischen den Ausgaben deutscher Reisender im Ausland und den Ausgaben ausländischer Reisender im Bundesgebiet 3250 Millioinen DM betragen hatte.
14. Januar
International 1967 – Die skandinavische Fluggesellschaft SAS und die sowjetische Aeroflot hatten in Moskau ein Protokoll unterzeichnet, das der SAS die Eröffnung einer Direktflugroute über Sibirien nach Japan gestattete. Dafür wurde der Aeroflot das Recht eingeräumt, Fluglinien über Skandinavien nach Amerika, Kanada und Kuba unterhalten zu dürfen.
15. Januar
Großbritannien/Italien 1967 – In Begleitung seines Außenministers George Brown hatte der britische Premierminister Harold Wilson der italienischen Regierung einen zweitägigen Besuch abgestattet. Diskutiert wurde die Frage eines britischen Beitritts zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).
15. Januar
BRD 1967 – Zwei Drittel der Beschäftigten des Volkswagenwerks in Wolfsburg standen in Kurzarbeit. Für den 16. bis 20. Januar hatte die Adam-Opel-AG in Rüsselsheim Kurzarbeit angekündigt.
15. Januar
Super Bowl 1967 – Das AFL-NFL Championship Game (später Super Bowl) war in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) zwischen den Green Bay Packers und den Kansas City Chiefs ausgetragen worden. Die Packers hatten den ersten jemals ausgetragenen Super Bowl mit 35:10 gewonnen.
16. Januar
BRD 1967 – Eine Meinungsumfrage in der BRD hatte ergeben, dass zwei Drittel aller wahlberechtigten Bürger volles Vertrauen in die Politik der großen Koalition hatten.
16. Januar
Kuba 1967 – Die kubanische Regierung hatte alle Privatländereien, die sogenannten Conucos, enteignet und sie den staatlichen Betrieben angegliedert.
17. Januar
Frankreich 1967 – In Brétigny bei Paris war das Eurocontrol-Zentrum (Europäische Organisation zur Sicherung der Luftfahrt) eingeweiht worden.
17. Januar
BRD 1967 – In Essen (Nordrhein-Westfalen) hatte die Friedrich-Krupp-Hüttenwerke AG die Stilllegung zweier Zechen bei Bochum veranlasst. Dadurch waren 4.300 Belegschaftsmitglieder arbeitslos geworden.
17. Januar
DDR 1967 – Seit dem 13. August 1961 war es 25.180 Bewohnern der DDR gelungen, über die Berliner Mauer und die Zonengrenze in die Bundesrepublik zu flüchten.
18. Januar
Großbritannien 1967 – Aus Protest gegen die Pläne der Regierung, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beizutreten, war der 53-jährige Führer der britischen Liberalen Partei, Joe Grimond, von seinem Amt zurückgetreten.
18. Januar
BRD 1967 – In deutschen Modejournal „Madame“ war der neue Kosmetiktrend '67 signalisiert worden: Lider und Lippen sollten kühl und versilbert blitzen.
19. Januar
BRD 1967 – Das Bundeskabinett hatte den Ausgleich des Bundeshaushalts 1967 durch Schließen einer Deckungslücke von 3,677 Milliarden DM mit Hilfe von Kürzungen bei allen Einzel-Etats bekanntgegeben.
19. Januar
China 1967 – In der chinesischen Hauptstadt Peking hatte „Rote Garden“ das Rathaus gestürmt.
19. Januar
BRD/Frankreich 1967 – Die BRD und Frankreich hatten einen Vertrag über die gemeinsame Errichtung eines Höchstflussreaktors in Grenoble (Frankreich) unterzeichnet. si7xzx9y

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