August 1964 - Luxus Telefon und neues Geld

Kalender August 1964
Dass Telefonieren nicht nur eine Sache der Kommunikation war, sondern allmählich auch nur noch einem Teil der Bevölkerung ermöglicht wurde, der sich die enorm hohen Telefonkosten leisten konnte, führte in Deutschland zu massenhaften Kündigungen der Anschlüsse. Und weil in der Bundesrepublik zudem im letzten Monat auch noch neue Banknoten im Tausender-Bereich ausgegeben worden waren, ließ sich die DDR nicht lumpen und präsentierte ihren Bürgern gleich eine neue Währung – die Mark der deutschen Notenbank oder MDN. Gewöhnungsbedürftig war das schon, in der Umgangssprache blieb die Mark eine Mark, auch wenn sie in der DDR eine andere Kaufkraft hatte als in der BRD. Während der deutsche Bundeskanzler am 25. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges seinem Volk Frieden versprach, gab der US-Kongress seinem Präsidenten freie Hand, in den Vietnam-Konflikt eingreifen zu dürfen und der nutzte die Gelegenheit. Die deutsche Frage blieb derweil unbeantwortet.
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Wichtige Ereignisse im August 1964

1. August
BRD Telefongebühren 1964 – In der Bundesrepublik Deutschland trat eine drastische Erhöhung der Telefongebühren in Kraft.
1. August
DDR Banknoten 1964 – In der DDR wurden neue Banknoten ausgegeben. Die Währungsbezeichnung lautete „Mark der deutschen Notenbank“ (MDN).
1. August
Kongo/Verfassung 1964 – Im Kongo (Léopoldville) trat eine neue Verfassung in Kraft, die die Vollmachten des Staatspräsidenten Joseph Kasavubu (1910-1969) stärkte. Er könnte damit künftig beispielsweise den Ministerpräsidenten und das gesamte Kabinett entlassen.
1. August
Film 1964 – In New York wurde der US-amerikanische Spielfilm „Behold a pale house“ (Deine Zeit ist um) uraufgeführt. Einen der Protagonisten, einen Hauptmann der spanischen Miliz, der mit einem Widerstandskämpfer eine alte Rechnung aus dem spanischen Bürgerkrieg begleichen will, spielte Anthony Quinn (1915-2001).
1. August
Diskuswerfen 1964 – Dem 27-jährigen Tschechen Ludvig Danek (1937-1998) gelang bei einem Sportfest in der tschechischen Hauptstadt Prag eine Weltbestleistung im Diskuswerfen. Er verbesserte die alte Bestmarke um 1,61 m auf 64,55m.
2. August
USA/Nordvietnam 1964 – Im Golf von Tonkin (Südchinesisches Meer) griffen nordvietnamesische Patrouillenboote einen US-amerikanischen Zerstörer an.
2. August
England 1964 – An der englischen Südküste kam es zwischen zwei rivalisierenden britischen Jugendgruppen („Mods“ und „Rocker“) zu schweren Gefechten.
2. August
Film 1964 – In Locarno (Schweiz) endeten die XVII. Internationalen Filmfestspiele, die am 22. Juli begonnen hatten. Das „Goldene Segel“ für den besten Spielfilm bekam der tschechische Beitrag „Schwarzer Peter“, bei dem Milos Forman (*1932) Regie geführt hatte.
2. August
Autorennen 1964 – Auf dem Nürburgring gewann der Formel-1-Rennfahrer John Surtees (*1934) aus Großbritannien mit seinem Ferrari den Großen Preis von Deutschland.
2. August
Tennis 1964 – In Baden-Baden (Baden-Württemberg) gewann die Wimbledon-Siegerin, die Brasilianerin Maria Bueno (*1939) das Dameneinzel im Internationalen Tennisturnier. Sieger im Herreneinzel beim Baden-Badener Turnier wurde der Spanier Manuel Santana (*1938).
3. August
USA/Rassenunruhen 1964 – Insgesamt 22 Polizisten und 16 farbige Demonstranten wurden bei Rassenunruhen in den USA verletzt, die in Kansas City (US-Bundesstaat Kansas) und in Jersey City (US-Bundesstaat New Jersey) ausgebrochen waren.
3. August
The Rolling Stones 1964 – Als prominenteste Gäste traten beim Jazz & Blues-Festival in Richmond (US-Bundesstaat Virginia) die gefeierten britischen Popmusiker der Gruppe „The Rolling Stones“ auf.
4. August
USA 1964 – Die Leichen dreier Bürgerrechtler wurden in der Nähe von Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania) gefunden. Vermutlich waren die jungen Männer am 21. Juni von Rassisten brutal ermordet worden.
4. August
Frankreich 1964 – Im Kalkbergwerk von Champagnole (Frankreich) wurden neun Bergleute wohlbehalten geborgen. Sie waren acht Tage verschüttet gewesen.
5. August
USA/Nordvietnam 1964 – Als Antwort auf den „Zwischenfall von Tonkin“ am 2. August im südchinesischen Meer flogen US-Bomber in der Nacht vom 4. auf den 5. August Angriffe auf nordvietnamesische Militärstützpunkte und Kriegsschiffe.
5. August
Kongo 1964 – Rebellen nahmen die drittgrößte Stadt im Kongo (Léopoldville), Stanleyville, ein.
5. August
Theater 1964 – Mit der Aufführung von „Macbeth“ von William Shakespeare (1564-1616) endeten die Bad Hersfelder Festspiele, die am 3. Juli mit der Aufführung desselben Werkes begonnen hatten. Insgesamt rund 48.000 Zuschauer hatten das Festival besucht.
6. August
Stahlindustrie BRD 1964 – Die Henschel-Werke Kassel wurden von den Rheinischen Stahlwerken Essen übernommen. Der Vorstandsvorsitzende der Henschel-Werke, Fritz Aurel Goergen (1909-1986), der 54% der Firmenaktien besaß, war im Mai verhaftet worden wegen des Verdachts, den Bund im Zusammenhang mit Rüstungsaufträgen geschädigt zu haben.
6. August
Theater 1964 – Am Salzburger Landestheater wurde das Schauspiel „Die Tragödie von König Christoph“ uraufgeführt. Es stammt von dem afrokaribisch-französischen Dichter Aimé Césaire (1913-2008) aus Martinique.
6. August
Österreich 1964 – Die österreichische Stadt Innsbruck erhielt eine Diözese.
7. August
Zypern 1964 – Im Nordwesten Zyperns wurden bis zum 9. August zahlreiche Dörfer von der türkischen Luftwaffe bombardiert.
7. August
BRD/Justiz 1964 – Der am 23. April aus der Braunschweiger Haftanstalt entflohene ehemalige SS-Obersturmführer, der 47-jährige Hans Walter Zech-Nenntwich stellte sich in Hannover (Niedersachsen) den Behörden.
7. August
Argentinien/Falklandinseln 1964 – Die Regierung von Argentinien beschloss, ihren Anspruch auf die britischen Falklandinseln den Vereinten Nationen zu unterbreiten. Sie begründeten ihren Anspruch damit, dass die Inseln topografisch einen Teil des südamerikanischen Kontinents bildeten und deshalb eindeutig zum argentinischen Territorium gehören würden.
7. August
USA/Vietnam 1964 – Vom US-Kongress erhielt Präsident Lyndon B. Johnson (1908-1973) weitgehende Befugnisse zur Ausweitung der US-Intervention in Vietnam. Mit dieser „Tonkin-Resolution“ hatte Johnson die Vollmacht zur amerikanischen Beteiligung am Vietnamkrieg. Für die amerikanische Politik rückte damit die Deutschland-Frage in den Hintergrund.
7. August
Südvietnam 1964 – „Wegen der kommunistischen Bedrohung von innen und außen“ verhängte der südvietnamesische Ministerpräsident Nguyen Khanh (1927-2013) den Ausnahmezustand. Er ordnete die allgemeine Mobilmachung an.
7. August
Deutsche Bundesbahn 1964 – Angesichts der Verschuldung der Bahn schlug der Präsident der Deutschen Bundesbahn, Heinz-Maria Oefterding (1903-2004), auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main Alarm. Er erklärte, dass das Defizit von 409 Millionen DM im Jahr 1963 in diesem Jahr vermutlich noch überschritten werden würde.
8. August
Musik 1964 – Noch kürzlich hatte der Dirigent Herbert von Karajan (1908-1989) erklärt, er wolle nicht mehr in Österreich arbeiten, nahm aber dennoch die Einladung an, in die Direktion der Salzburger Festspiele einzutreten.
8. August
Film 1964 – Der schwedische Kinofilm „491“ von Vilgot Sjöman (1924-2006), der wegen seiner sexuellen Szenen heftig umstritten war, wurde in einer zensierten Fassung zur Vorführung in den deutschen Kinos freigegeben.
9. August
Vatikan 1964 – Erstmals unterschrieb Papst Paul VI. (1897-1978) eine Enzyklika („Ecclesiam suam“) über die Bereitschaft der Kirche zum Dialog mit der Welt.
9. August
Zypern 1964 – Angesichts der türkischen Luftangriffe auf Zypern trat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York zu einer Sondersitzung zusammen. Er verabschiedete eine Resolution, in der alle Betroffenen zu einer unverzüglichen Waffenruhe aufgefordert wurden.
9. August
Rudern 1964 – Bei den Ruder-Europameisterschaften in Amsterdam (Niederlande) waren die Sowjetunion mit drei Siegen und die Bundesrepublik Deutschland mit ebenfalls drei Siegen die erfolgreichsten Nationen der Meisterschaften.
10. August
Indonesien 1964 – Da die Regierung Indonesiens beschlossen hatte, diplomatische Beziehungen zu Nordvietnam aufzunehmen, brach Südvietnam seinerseits die konsularischen Beziehungen mit Indonesien ab.
10. August
BRD/Lebensmittel 1964 – Das Bundesernährungsministerium gab einen Appell an alle deutschen Haushalte heraus, sich Lebensmittelvorräte für mindestens zwei Wochen anzulegen. Mit dieser Notreserve sollte die vorübergehende Versorgung in Krisenfällen sichergestellt werden.
10. August
Bergsteigen 1964 – Der etwa 1200 Meter hohe Whymper-Pfeiler in der Nordwand der Grandes Jorasses im Montblanc-Massiv wurde erstmal bestiegen. Diese Erstbesteigung gelang den Bergsteigern Walter Bonatti (1930-2011) aus Italien und Michele Vancher aus der Schweiz.
10. August
Tennis 1964 – In Hamburg gewann die Australierin Margaret Smith (*1942) im Dameneinzel gegen die Wimbledon-Siegerin Maria Bueno (*1939) aus Brasilien bei den Internationalen Tennismeisterschaften von Deutschland.
11. August
USA/Armutsbekämpfung 1964 – Das von US-Präsident Lyndon B. Johnson (1908-1973) aufgestellte Programm zur Bekämpfung der Armut, für das zunächst 947,5 Millionen US-Dollar (3,8 Milliarden DM) vorgesehen waren, wurde vom US-amerikanischen Kongress gebilligt.
11. August
Zypern/BRD 1964 – Um Zusammenstöße zwischen griechischen und türkischen Gastarbeitern als Folge der Auseinandersetzungen auf Zypern zu vermeiden, trafen zahlreiche bundesdeutsche Firmen Vorkehrungen. Arbeitskolonnen wurden zusammengestellt, die entweder nur aus Griechen oder nur aus Türken bestanden.
11. August
Tennis 1964 – Bei den Internationalen Tennismeisterschaften von Deutschland in Hamburg holte sich Wilhelm Bungert (*1939) den Meistertitel.
12. August
Kongo/USA 1964 – Zur Unterstützung der Regierung im Kongo (Léopoldville) unter Moïsche Tschombé (1919-1969) schickten die Vereinigten Staaten vier Transportflugzeuge vom Typ C 130 in das Land. Sie sollten im Kampf gegen die Rebellen eingesetzt werden.
12. August
BRD/Ägypten 1964 – Die Bundesrepublik Deutschland und Ägypten unterzeichneten in Kairo (Ägypten) ein Abkommen, das westdeutsche Hilfe für die Entwicklung der Senke von Kattara vorsah. Die Senke, die 120 km westlich von Alexandria in der Wüste und 132 m unter dem Meeresspiegel liegt, sollte durch Tunnel mit dem Mittelmeer verbunden werden.
12. August
Sommerolympiade/Südafrika 1964 – Wegen seiner Rassentrennungspolitik wurde Südafrika von den Olympischen Sommerspielen 1964 in der japanischen Hauptstadt Tokio ausgeschlossen.
12. August
England/Posträuber 1964 – Der Posträuber Charles Frederick Wilson (1932-1990) floh aus dem Winson-Green-Gefängnis in Birmingham (England).
12. August
Literatur 1964 – In Canterbury (England) starb der britische Schriftsteller Ian Fleming, der Schöpfer der Figur des Geheimdienstagenten James Bond, im Alter von 56 Jahren nach einem Herzanfall. Fleming war am 28. Mai 1908 in Mayfair (England) geboren worden.
13. August
Mauerbau/Gedenken 1964 – Zum Gedenken an die Opfer der Berliner Mauer wurde anlässlich des dritten Jahrestages ihrer Errichtung in West-Berlin zwischen 20:00 und 21:00 Uhr eine Stunde des Schweigens abgehalten.
13. August
Ägypten 1964 – In der ägyptischen Hauptstadt Kairo unterzeichneten der Irak, Kuwait, Jordanien, Syrien und die Vereinigte Arabische Republik (VAR/Ägypten) einen Vertrag über die stufenweise Verwirklichung eines gemeinsamen Marktes in Arabien.
13. August
Griechenland/Zypern 1964 – Der griechisch-zypriotische Widerstandskämpfer, der schon für die Befreiung Zyperns von der britischen Herrschaft gekämpft hatte, General Georgios Grivas (1898-1974), wurde Befehlshaber der griechisch-zypriotischen Nationalgarde.
14. August
Türkei 1964 – In Ankara teilte ein Sprecher der türkischen Regierung mit, dass die Türkei die etwa 12.000 in Istanbul lebenden Griechen ausweisen werde, wenn Griechenland seine Politik gegenüber Zypern nicht ändere. Der Sprecher bestätigte außerdem, dass seit März 1964 bereits etwa 1.100 Griechen die Türkei verlassen mussten.
14. August
BRD/DDR 1964 – Die beiden deutschen Staaten unterzeichneten ein Abkommen über den Wiederaufbau der Autobahnbrücke über die Saale im Grenzgebiet bei Hirschberg in Thüringen (DDR).
14. August
Italien/Spanien 1964 – Ein drastischer Wetterumschwung hatte tausende Touristen an den beliebten Reisezielen in Italien und an der spanischen Mittelmeerküste überrascht. Gewitter, heftige Regengüsse und Temperaturstürze in Italien wurden verzeichnet. Von 30 Grad fielen die Werte auf unter 10 Grad. In Südtirol sank die Schneegrenze auf 1500 Meter.
14. August
Film 1964 – In der französischen Hauptstadt Paris wurde der Spielfilm „Die Frauen sind an allem schuld“ uraufgeführt. Der Film besteht aus vier Episoden. Die Beiträge zu dem Werk, bei dem jeder von einer Betrügerei handelt, lieferten Roman Polanski (*1933), Claude Chabrol (1930-2010), Ugo Gregoretti (*1930) und Hiromichi Horikawa (*1916).
15. August
Bundeswehr 1964 – Alle bundesdeutschen Soldaten, vor allem die jungen, sollten auch außerhalb der Dienstzeit öfter ihre Uniform tragen. Dazu forderte sie der Bundesverteidigungsminister Kai Uwe von Hassel (1913-1997) auf.
15. August
BRD/Telefongebühren 1964 – Bisher seien in der Bundesrepublik von 3500 Telefonkunden die Anschlüsse wegen der am 1. August in Kraft getretenen Gebührenerhöhung gekündigt worden. Das teilte ein Sprecher des Bundespostministeriums mit.
15. August
Eiskunstlauf 1964 – In Frankfurt am Main heiratete die „Eisprinzessin“ Marika Kilius (*1943) den 23-jährigen Millionärssohn Werner Zahn.
15. August
Leichtathletik/Weltrekord 1964 – Der 24-jährige Heracio Esteves (1940-1969) aus Venezuela lief bei einer Sportveranstaltung in der Hauptstadt von Venezuela, Caracas, die 100 Meter in 10,0 Sekunden. Er war nach Armin Hary (*1937) aus dem Saarland (BRD) und dem Kanadier Harry Jerome (1940-1982) der dritte Läufer, der diese Zeit schaffte.
16. August
Deutschlandfrage 1964 – Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Erich Mende (1916-1998), forderte in West-Berlin die Einberufung einer neuen Vier-Mächte-Konferenz zu Verhandlungen über die Deutschlandfrage.
16. August
Rassengleichstellung 1964 – Eine Forderung der überwiegend schwarzen Bevölkerung im New Yorker Stadtteil Harlem war erfüllt worden. Erstmals wurde ein farbiger Polizeichef eingesetzt.
17. August
Indonesien 1964 – Indonesien setzte seine Konfrontations-Politik gegen Malaysia fort und landete etwa 100 schwerbewaffnete Freischärler auf der malaiischen Halbinsel nördlich von Singapur.
17. August
Kongo 1964 – Da sich der Bürgerkrieg im Kongo (Léopoldville) stetig weiter verschärfte, bat Ministerpräsident Moïsche Tschombé (1919-1969) fünf afrikanische Länder um Hilfe beim Kampf gegen die Rebellen.
17. August
USA/Justiz 1964 – In Chicago (US-Bundesstaat Illinois) erhielt der ehemalige Präsident der US-amerikanischen Transportarbeitergewerkschaft, James R. Hoffa (1913-wahrscheinlich 1975), der Anfang des Jahres wegen Bestechungsversuchs zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden war, wegen seiner Beteiligung an der Unterschlagung von 100 Millionen DM Pensionsgeldern eine zusätzliche Haftstrafe von fünf Jahren.
17. August
Musik 1964 – Im Lincoln Center in New York wurde zum ersten Mal eine neue Ouvertüre zu der Operette „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár (1870-1948) bei der Premiere der neu einstudierten Inszenierung aufgeführt. Lehár hatte dieses Einleitungsstück im Jahr 1940 komponiert.
18. August
Libanon 1964 – Der bisherige Erziehungsminister Charles Hélou (1913-2001) wurde im Libanon zum neuen Staatspräsidenten gewählt.
18. August
Weltraumforschung 1964 – Mit einer einzigen Rakete brachte die UdSSR drei Satelliten der „Kosmos“-Serie in eine Erdumlaufbahn.
18. August
Unwetter München 1964 – In der bayerischen Hauptstadt München richtete ein Hagelsturm schwere Schäden an.
18. August
The Beatles 1964 – Mindestens 10.000 Jugendliche hatten sich zum Empfang der britischen Popgruppe „The Beatles“ am Flughafen eingefunden, die zu ihrer 23-tägigen Städte Tour durch die Vereinigten Staaten in San Francisco (US-Bundesstaat Kalifornien) eingetroffen war. Beim Anblick der Vierer-Gruppe fielen mehrere Mädchen vor Begeisterung in Ohnmacht.
19. August
USA/Nachrichtensatellit 1964 – Die USA starteten von Kap Kennedy aus den Nachrichtensatelliten „Syncom III“, der direkte Fernsehübertragungen der Olympischen Sommerspiele von Tokio nach Nordamerika ermöglichen sollte.
19. August
Film 1964 – In den bundesdeutschen Kinos lief der italienische Spielfilm „Gestern, heute, morgen“ von Vittorio De Sica (1901-1974) an, in dem Marcello Mastroianni (1924-1996) und Sophia Loren (*1934) die Hauptrollen spielten.
19. August
Tansania 1964 – In Dar-es-Salam (Tanganjika, heute: Tansania) trafen die ersten 14 Entwicklungshelfer des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) ein.
20. August
Kongo 1964 – Regierungssoldaten und Aufständische lieferten sich im Europäerviertel der am Vortag von Rebellen besetzten Stadt Bukavu im östlichen Kongo (Léopoldville) blutige Straßenkämpfe. Der US-Konsul in Bukavu und fünf seiner Mitarbeiter brachten sich nach Ruanda in Sicherheit.
20. August
Theater 1964 – Im Amphitheater von Caesarea in der Nähe von Tel Aviv (Israel) wurde „Abraham und Isaak“, das neueste Werk von Igor Strawinsky (1882-1971), uraufgeführt.
21. August
DDR/Justiz 1964 – Einem Erlass zufolge, den die DDR-Regierung veröffentlichte, wurde allen Bürgern, die die DDR vor dem Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961 verlassen hatten, Straffreiheit gewährt.
21. August
Italien/Jalta 1964 – Auf Jalta starb der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Italiens (KPI), Palmiro Togliatti, der sich dort im Urlaub befunden hatte, an einer Lähmung der Hirnzentren. Togliatti war am 26. März 1893 in Genua (Italien) geboren worden. Seine Nachfolge trat am 27. August Luigi Longo (1900-1980) an.
21. August
Theater 1964 – In Salzburg (Österreich) am Landestheater fand die Uraufführung des Schauspiels „Das Pferd“ von dem österreichisch-ungarischen Dramatiker Julius Háy (1900-1975) statt. Es handelt sich um eine Parabel von der Selbsterniedrigung vor der Macht.
22. August
Luftraum 1964 – In Noten an die Sowjetunion bekräftigten die drei Westmächte ihr Recht auf freie Benutzung der Luftkorridore zwischen dem Bundesgebiet und West-Berlin.
22. August
Vereinte Nationen 1964 – Angaben der Vereinten Nationen zufolge gab es jedes Jahr rund 63 Millionen Menschen mehr auf der Erde. Die durchschnittliche Wachstumsrate von 2,1 Prozent in den Jahren 1958 bis 1962 war die bisher höchste in der Geschichte.
23. August
Kunst 1964 – In der Berliner Akademie der Künste wurde eine Ausstellung mit dem Titel „Das Ursprüngliche und die Moderne“ eröffnet. Es wurden Einflüsse ursprünglicher Kunst auf die Kunst des 20. Jahrhunderts aufgezeigt. Die Ausstellung hatte bis zum 27. September geöffnet.
23. August
Olympisches Feuer 1964 – In einer DC6-Maschine der Japan Air Lines wurde das Olympische Feuer, das im Hain von Olympia (Griechenland) in einer traditionellen Zeremonie entzündet und anschließend in die griechische Hauptstadt Athen gebracht worden war, nach Japan geflogen.
23. August
Autorennen 1964 – In Zeltweg (Österreich) gewann der Italiener Lorenzo Bandini (1935-1967) auf Ferrari den Großen Preis von Österreich für Formel-1-Rennwagen.
24. August
Unwetter 1964 – In der Dominikanischen Republik setzte der Hurrikan „Cleo“, der Tage zuvor schon auf der Antillen-Insel Guadeloupe schwere Verwüstungen angerichtet hatte, sein Zerstörungswerk fort. Es wurden Dächer abgedeckt und Bäume umgeknickt. Tausende Menschen verloren durch den Hurrikan ihr Obdach.
25. August
Südvietnam 1964 – Nach heftigen Protesten der Bevölkerung trat der am 16. August zum Staatspräsidenten von Südvietnam ernannte General Nguyen Khanh (1927-2013) von seinem Amt wieder zurück. Ein Triumvirat übernahm am 27. August die Macht im Land.
25. August
Forschungssatellit USA 1964 – Von Point Arguello (US-Bundesstaat Kalifornien) starteten die USA mit einer vierstufigen Scout-Rakete den Forschungssatelliten „Explorer XX“ in eine Kreisbahn um die Erde. Er sollte Aufklärung über den Aufbau der oberen Schicht der Ionosphäre liefern.
26. August
USA 1964 – Der amtierende US-Präsident Lyndon B. Johnson (1908-1973) wurde vom Demokratischen Parteikonvent in Atlantic City (US-Bundesstaat New Jersey) zum Präsidentschaftskandidaten der USA für die bevorstehenden Wahlen nominiert.
26. August
Südrhodesien 1964 – In Südrhodesien verbot die Regierung unter Ian Smith (1919-2007) die beiden afrikanischen Parteien „Simbabwe African National Union“ (ZANU) und „Peoples Caretaker Council“ (PCC). Das Erscheinen der einzigen Tageszeitung „Daily News“ für die afrikanische Bevölkerung wurde ebenfalls eingestellt.
27. August
Südvietnam 1964 – Die Buddhisten und Katholiken in der südvietnamesischen Hauptstadt Saigon lieferten sich blutige Straßenschlachten. Sie gingen mit Messern, Beilen und Keulen aufeinander los. Es gab zahlreiche Todesopfer und viele Verletzte.
27. August
Schweiz/Justiz 1964 – In Samedin bei St. Moritz (Schweiz) begann der Prozess gegen den 22-jährigen deutschen Skiläufer Willy Bogner (*1942), der mitschuldig sein soll am Tod der Bronzemedaillengewinnerin Barbara „Barbi“ Henneberger (1940-1964) und des US-Rennläufers Wallace „Bud“ Werner (1936-1964), die am 12. April von einer Lawine erfasst worden waren und ums Leben kamen.
28. August
BRD Studentenbund 1964 – In Frankfurt am Main (Hessen) beschloss der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) auf einer Landesversammlung, die Oder-Neiße-Grenze und die Existenz zweier deutscher Staaten anzuerkennen.
28. August
USA/Wettersatellit 1964 – Die Vereinigten Staaten starteten von Point Arguello (US-Bundesstaat Kalifornien) aus den Wettersatelliten „Nimbus I“ in eine Erdumlaufbahn.
29. August
UdSSR/Wolgadeutsche 1964 – In der UdSSR wurde ein Dekret unterzeichnet, das die Wolgadeutschen, die im Zweiten Weltkrieg nach Auflösung ihrer autonomen Republik nach Westsibirien und Kasachstan umgesiedelt worden waren, rehabilitierte. Ihnen wurde jedoch eine Rückkehr in die alte Heimat verwehrt.
29. August
Film 1964 – Der von Walt Disney produzierte Film „Mary Poppins“ lief zwei Tage nach seiner Erstaufführung in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) in den Kinos der Vereinigten Staaten an.
29. August
Türkei 1964 – Zu schweren Ausschreitungen kam es in den türkischen Städten Izmir, Ankara und Istanbul. Sie waren vor allem gegen die Zypern-Politik der USA gerichtet. In Izmir stürmten mehrere tausend Demonstranten zahlreiche ausländische Pavillons der internationalen Messe und zerstörten sie vollständig.
30. August
USA/Rassenunruhen 1964 – Insgesamt 341 Menschen wurden bei zweitägigen Rassenkrawallen in Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania) verletzt. Es wurden 287 Demonstranten verhaftet.
30. August
Sommerolympiade 1964 – Alle Olympia-Fahrkarten der deutschen Leichtathleten zur Reise in die japanische Hauptstadt Tokio waren verteilt. Von insgesamt 117 Plätzen, die in West-Berlin und Jena (Thüringen, DDR) innerhalb der letzten acht Tage vergeben worden waren, erkämpften sich die Sportler aus der DDR 59, die aus der Bundesrepublik Deutschland 58 Fahrkarten.
31. August
Bundesregierung 1964 – Bundeskanzler Ludwig Erhard (1897-1977) richtete zum 25. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 im Deutschlandfunk eine Botschaft an das deutsche Volk, in der er versicherte, dass die Bundesregierung alles tun werde, um künftige Kriege unmöglich zu machen.
31. August
Atomenergie 1964 – In Genf (Schweiz) begann die dritte Internationale Konferenz über die friedliche Nutzung der Atomenergie.
August 1964 Deutschland in den Nachrichten
19. August 1964: Ewald Kluge stirbt in Ingolstadt
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Schön, dass Audi seine Tradition so gut kennt. Denn in einer Pressemitteilung weisen die Ingolstädter auf den heutigen Todestag von Ewald Kluge hin. Für die jüngeren Leser, Kluge gewann 1938 als erster Deutscher die „Tourist Trophy“ auf der Isle of Man.... >>>  
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