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Oktober 1920 - Verband deutscher Erzähler

Kalender Oktober 1920
In Berlin fand am 1. Oktober eine Tagung des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller statt. Bei der Tagung wurde auf die Notlage vieler Schriftsteller hingewiesen und materielle Unterstützung für sie gefordert. Im Jahr 1920 änderte der Verband seinen Namen um in Gewerkschaft Deutscher Schriftsteller. Bekannte deutsche Autoren, wie Thomas Mann, Gerhart Hauptmann und Hermann Sudermann schlossen sich in Berlin zum Verband deutscher Erzähler zusammen. Sie sollten dem „Verfall der Buchkultur“ im Deutschen Reich entgegenwirken.
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Wichtige Ereignisse im Oktober 1920

1. Oktober
An der deutschen Westgrenze wurde eine 50-Kilometer Zone von deutschen Truppen geräumt, so wie die Alliierten es mit dem Deutschen Reich vereinbart hatten.
1. Oktober
Der deutsche Industrielle Hugo Stinnes begann den Ausbau seines Konzerns mit dem Kauf des Bochumer Vereins für Bergbau und Gussstahlfabrikation AG.
1. Oktober
Der Deutsche Maler und Grafiker Max Liebermann, der der Hauptvertreter des deutschen Impressionismus war, wurde zum Präsidenten der Preußischen Akademie der Künste gewählt. Er hatte das Amt bis 1933 inne.
1. Oktober
Franz Rosenzweig leitete das im Herbst 1919 vom Rabbiner Nehemia Nobel gegründete Freie Jüdische Lehrhaus in Frankfurt am Main. In den folgenden Jahren lehrte dort auch Martin Buber.
1. Oktober
„Die Schildgenossen“ erschien auf der Burg Rothenfels am Main als Schrift der katholischen Jugendbewegung Quickborn und Hochland. Sie standen unter dem besonderen Einfluss von Romano Guardini.
1. Oktober
Das Groß-Berlin-Gesetz trat in Kraft. Unter anderen wurden Charlottenburg, Löpenik, Lichtenberg und Neukölln eingemeindet. Berlin umfasste nunmehr 20 Bezirke und hatte 3,86 Millionen Einwohner.
2. Oktober
In Budapest erließ der ungarische Innenminister eine Verordnung über die Ausweisung der seit 1914 eingewanderten Juden. Nur galizische und polnische Juden waren von der Ausweisung ausgenommen. Die Maßnahme war ein Bestandteil der rassistisch-anti-jüdischen Politik von Ministerpräsident Pal Graf Teleki.
2. Oktober
Die Zeitungsbetriebe in Berlin begannen mit einem Aufstand, der zwölf Tage lang dauerte. Die 16.000 streikenden Arbeiter erreichte Lohn- und Gehaltserhöhungen von rund 15 Prozent.
2. Oktober
Im Neuen Theater in Frankfurt am Main wurde das Schauspiel „Der Kreis“ von Kurt Heynicke uraufgeführt.
2. Oktober
In Berlin starb der Komponist Max Bruch im Alter von 82 Jahren.
3. Oktober
In Braunschweig fand seit dem 30. September der neunte Deutsche Pazifistenkongress satt. Damit verbunden war eine Generalversammlung der Deutschen Friedensgesellschaft.
3. Oktober
In Frankfurt wurde die dritte Internationale Frankfurter Messe eröffnet.
3. Oktober
In der Tschechoslowakei in Karlsbad fand bis zum 7. Oktober der Parteitag der Deutschen Sozialdemokratischen Partei statt.
4. Oktober
Der deutsche Sexualforscher Magnus Hirschfeld hielt einen Vortrag, bei dem es zu gewalttätigen Störaktionen durch Rechtsextreme kam. Hirschfeld war seit 1918 Leiter eines Instituts für Sexualwissenschaft in Berlin. Er wurde bei der Störaktion verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden
5. Oktober
D Allgemeine deutsche Gewerkschaftsbundes (ADGB) und die Angestelltengewerkschaft (AfA) luden die gewerkschaftlichen Betriebsräte im Deutschen Reich zu ihrem ersten Kongress ein. Der Kongress sollte bis zum 7. Oktober dauern.
5. Oktober
Am Berliner Schauspielhaus wurde das Drama „Godiva“ von Hans Franck uraufgeführt.
6. Oktober
Der Vorstand des Reichsverbandes der deutschen Industrie lehnte die am 5. September von der Sozialisierungskommission vorgeschlagenen Modelle zur Sozialisierung des Bergbaus ab.
7. Oktober
In Suwalki wurde zwischen Polen und Litauen mit Unterstützung einer Kommission des Völkerbundes ein Abkommen geschlossen, um die beiderseitige Demarkationslinie festzulegen. Wilna (Vilnius) verblieb bei Litauen. Das überwiegend polnisch-jüdische Wilna wurde am 9. Oktober von polnischen Truppen kampflos besetzt. Anschließend wurde ein Staat Mittel-Litauen gebildet, der am 20. April 1922 mit Polen vereinigt wurde. Gleichzeitig beanspruchte Litauen Wilna als legitime Hauptstadt, was zu einer anhaltenden Krise zwischen Polen und Litauen führte.
7. Oktober
Nach einem Wahlgesetz, das vom belgischen Parlament verabschiedet wurde, erhielten Frauen nur ein kommunales Stimmrecht. Es wurde festgelegt, dass die Einführung des allgemeinen Frauenwahlrechts nur mit einer Zweitdrittel-Mehrheit im Parlament beschlossen werden konnte.
8. Oktober
In Washington wurde eine interalliierte Verkehrskonferenz eröffnet. Vertreter aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan sprachen über internationale Verkehrsfragen. Die Verteilung der während des Weltkrieges beschlagnahmten deutschen Seekabel war einer der wichtigsten Punkte. Die USA forderten die Wiederherstellung der früheren Kabelverbindungen, was auf Widerstand stieß. Am 15. Dezember wurde die Frage ohne Einigung an eine Botschafterkonferenz überwiesen.
8. Oktober
Die sowjetische Regierung unterstellte die kulturrevolutionäre Organisation Proletkult dem Kommissariat für Volksaufklärung. Die Organisation war aus der Oktoberrevolution hervorgegangen.
8. Oktober
Am Friedrich-Theater in Dresden fand die Uraufführung des Schauspiels „Die Nacht“ von Hellmuth Unger statt.
9. Oktober
In Kassen begann die Frauenkonferenz der SPD.
9. Oktober
In Übereinstimmung mit dem Vertrag von Sevres übernahmen Vertreter Großbritanniens, Frankreichs und Italiens die Aufsicht über die türkischen Staatsfinanzen.
9. Oktober
Am 17. September war in Hamburg eine sowjetrussische Gewerkschaftsdelegation eingetroffen. Diese wurde von den deutschen Behörden mit Wirkung zum 14. Oktober ausgewiesen und den Delegierten wurde untersagt, Arbeiterversammlungen zu besuchen. Aus diesem Grund konnten die geplanten Verhandlung zwischen den sowjetischen Gewerkschaftern und ADGB-Vertretern nicht stattfinden. Gegen die Ausweisung wurde am 13. Oktober kam es in Berlin demonstriert.
9. Oktober
Im deutschen Reich kam es zu Widerständen gegen die beschlossene Zusammenarbeit zwischen der Hamburger Hapag-Reederei und dem US Konzern.
9. Oktober
Der österreichische Regisseur Max Reinhardt erklärte seinen Rücktritt als Leiter von drei Berliner Theatern.
9. Oktober
In den Münchener Kammerspielen inszenierte Otto Falckenberg das Drama „Der König“ von Hanns Johst.
10. Oktober
In Übereinstimmung mit dem Friedensvertrag von St. Germain wurde am 10. September eine Volksabstimmung durchgeführt. Dabei entschied sich die Bevölkerung Kärntens mit 59 Prozent für einen Verbleib bei Österreich und gegen den Anschluss an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen.
10. Oktober
In Kassel begann ein ordentlicher Parteitag der MSPD, der bis zum 16. Oktober dauern sollte. 333 Delegierte vertraten rund 1,18 Millionen Mitglieder, war gegenüber 1919 einen Zuwachs von 15,6 Prozent bedeutete. Hermann Müller und Otto Wels wurden zu Parteivorsitzenden der Mehrheitssozialisten gewählt.
10. Oktober
Der Verband Deutscher Diplomkaufleute forderte in Hannover das Promotionsrecht für Handelshochschulen und beschloss die Herausgabe einer eigenen Zeitschrift.
11. Oktober
In Washington trafen sich Vertreter von Banken aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Japan. Sie beschlossen das internationale Bankenkonsortium für China-Kredite, das schon vor dem Weltkrieg bestanden hatte, neu zu bilden. Dabei war die wirtschaftliche Erschließung Chinas das Ziel der Bankiers. Das Konsortium behielt sich dabei die Kontrolle über Gewährung und Verwendung der Kredite vor.
11. Oktober
Die Berliner Philharmoniker führen unter Arthur Nikisch erstmals „Phantastische Erscheinungen eines Themas von Hector Berlioz“ von Walter Braunfels auf.
12. Oktober
Der polnisch-russische Krieg endete offiziell mit der Unterzeichnung des Vorfriedens von Riga. Am 18. März 1921 wurde im Friedensvertrag von Riga endgültig die beiderseitige Grenze festgelegt.
12. Oktober
Auf einem außerordentlichen Parteitag der USPD in Halle spaltete sich die Partei, weil die Mehrheit der Delegierten den Anschluss an die 1919 in Moskau gegründete kommunistische dritte Internationale (Komintern) befürworteten und die im Sommer von der Komintern verabschiedeten 21 Bedingungen annahmen.
12. Oktober
Die Reichsregierung wurde von der alliierten Heereskontrollkommission auf das vertragswidrige Fortbestehen der Selbstschutzorganisationen hingewiesen. Die Reichsregierung wurde aufgefordert, für die Entwaffnung und Auflösung dieser Gruppen zu sorgen.
12. Oktober
In Jersey City im US-Bundesstaat New Jersey wurde der 26-jährige französische Boxer George Carpentier Weltmeister im Halbschwergewicht durch einen K.o. Sieg über den US-Amerikaner „Battling“ Levinsky.
13. Oktober
In Bayern wurde ein Gesetz zur Abschaffung der Arbeiterräte erlassen. Damit begann formell die Aufhebung der Ergebnisse der Revolution von 1918/19. Am 7. April 1919 war in München die Räterepublik ausgerufen worden. Am 2. Mai hatten Regierungstruppen die bayerische Hauptstadt besetzt. Seit dem 16. März 1920 regierte in Bayern eine rechtsgerichtete Regierung unter Ministerpräsident Gustav Ritter von Kahr.
13. Oktober
Der italienische König Viktor Emanuell III. unterzeichnete eine Amnestie für Personen, die sich vor dem 2. September 1919 der Militärdienstpflicht entzogen hatten.
13. Oktober
Der Monumentalfilm „Der Richter von Zalamea“ nach Calderon in der Regie von Ludwig Berger wurde mit Albert Steinrück und Lil Dagover in Berlin uraufgeführt.
13. Oktober
Ebenfalls uraufgeführt wurde der Film „Putschliesel“ von Erich Schönfeld mit Ossi Oswalda.
14. Oktober
Sowjetrussland erkannte die Selbstständigkeit Finnlands im Friedensvertrag von Dorpat an. Darin wurden auch die beiderseitigen Grenzen festgelegt. Finnland erhielt einen Zugang zum Eismeer mit dem Hafen Petsamo und Ostkarelien blieb sowjetisch. Finnland war früher ein russisches Großfürstentum.
14. Oktober
Das unter Mitwirkung von Erwin Piscato begründete „Proletarische Theater, Bühne der revolutionären Arbeiter Groß-Berlins“ feierte mit drei Einaktern in Kliems Festsälen im Arbeiterbezirk Neukölln seine Premiere. Es war der erste ernstzunehmende Schritt zu einem politischen Theater in Deutschland
15. Oktober
In London endete eine internationale Wirtschaftskonferenz, die vier Tage gedauert hatte. Sie hatte die wirtschaftliche und politische Situation in Europa nach dem Abschluss des Versailler Vertrages zum Hauptthema. Das Treffen war von der Hilfsorganisation Fight-the-Famine-Council einberufen worden und forderte angesichts der wirtschaftlichen Not in Europa einen solidarischen Wiederaufbau. Das Deutsche Reich war durch Politiker und Publizist Helmut von Gerlach, dem Mitbegründer der Deutschen Friedensgesellschaft vertreten.
15. Oktober
In Neuenburg begann ein drei Tage dauernder Kongress des schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Dabei wurde über die Forderung nach Verschmelzung von Gewerkschaftsbund und Sozialdemokratie zu einer schlagkräftigen Einheitsorganisation, der schweizerischen Arbeiterunion beraten. Dieser Antrag wurde am 16. Oktober abgelehnt.
15. Oktober
In Frankfurt am Main wurde das Künstlertheater für Rhein und Main eröffnet.
16. Oktober
Die britische Botschaft in Berlin überreichte dem Reichsaußenministerium eine Note, in der die britische Regierung auf ihr Recht zur Beschlagnahmung deutschen Eigentums im Fall der Nichterfüllung alliierter Forderungen, wie sie im Versailler Vertrag festgelegt worden waren, verzichtete. Der Verzicht betraf Vermögens- und Sachwerte, die sich in Großbritannien befanden. Hintergrund waren wirtschaftliche Überlegungen, da die bisherige Regelung deutsche Geschäftsleute davon abhielt, in Großbritannien Investitionen zu tätigen.
16. Oktober
In Großbritannien begann ein Bergarbeiterstreik mit rund 1 Million Arbeiter. Der Streik dauerte bis zum 3. November an.
17. Oktober
Die Christlich Sozialen wurden bei der Wahl zum österreichischen Nationalrat mit 41,8 Prozent der stimmen stärkste Partei. Sie gewannen 16 Mandate hinzu. Die Sozialdemokraten verloren mit 35,9 Prozent drei Sitze. Die Deutschnationalen erzielten 17,3 Prozent, also 28 Sitze *2, davon großdeutsche Volkspartei 18. Am 20. November bildete der bisherige christlich soziale Bundeskanzler Michael Mayr eine neue Regierung.
17. Oktober
Der tschechoslowakische Politiker und frühere Ministerpräsident Wlastimil Tusar wurde zum Gesandten seines Landes in Berlin ernannt.
17. Oktober
In Berlin wurde der Film „Rose Bernd“ in der Regie von Alfred Halm mit Henny Porten und Emil Jannings uraufgeführt
17. Oktober
In Saarbrücken wurde das Kriegsschauspiel „Am Glockenturm“ von Rene Schickele uraufgeführt.
18. Oktober
Ahmad Taufik Pascha wurde nach dem Rücktritt des bisherigen türkischen Kabinetts von Sultan Muhammad VI. mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Er stellte sie am 21. Oktober vor. Der Regierungswechsel fand auf Druck der Alliierten statt, die sich dadurch bessere Aussichten für eine Verständigung der offiziellen Regierung mit der oppositionellen Nationalversammlung um Mustafa Kemal Pascha erhoffen.
19. Oktober
Die preußische Landesversammlung in Berlin billigte in dritter Lösung einen Gesetzentwurf zur Überführung der Standes-herrlichen Bergregale an den Staat. Das Bergregal, das etwa im 12. Jahrhundert entstanden war, sicherte dem Inhaber das Verfügungsrecht auch über „herrenlose Sachen“ wie beispielsweise Mineralien. Erst das preußische Allgemeine Berggesetz von 1865 hatte das Recht zur Gewinnung von Bodenschätzen vom Grundeigentum getrennt.
20. Oktober
In Brüssel begann die zehnte Tagung des Völkerbundsrats. Die Einrichtung eines ständigen Büros zum Studium von Finanzfragen wurde beschlossen. Außerdem wurde die Durchführung einer Volksabstimmung unter Kontrolle des Völkerbundes in den zwischen Polen und Litauen umstrittenen Gebieten vereinbart.
20. Oktober
In Wien wurden drei Einakter von Puccini „Der Mantel“, „Schwester Angelica“ und „Giovanni Schicchi“ uraufgeführt.
20. Oktober
Im Berliner Marmorhaus wurde der Film „Anna Karenina“ nach dem Roman von Leo Tolstoi uraufgeführt. Regie führte Friedrich Zelnick.
20. Oktober
In den Richard-Oswald-Lichtspielen wurde der Film „Katharina die Große“ von Rheinhold Schünzel mit Lucie Höflich in der Hauptrolle uraufgeführt.
21. Oktober
Die Reichsregierung wies zwei Vertreter der Kommunistischen Internationalen (Komintern) aus, darunter den sowjetischen Politiker und Vorsitzenden des Komintern-Exekutivkomitees, Grigori J. Sinowjew. Sie hatten am außerordentlichen USPD-Parteitag in Halle an der Saale teilgenommen. Am 24. Oktober veranstaltete der linke Flügel der USPD und die KPD zwei große Protestkundgebungen gegen die Ausweisung.
21. Oktober
Das 1918 entstandene expressionistische Drama „Der Weg zur Macht“ von Heinrich Mann, das die Französische Revolution behandelt, wurde im Münchener Residenztheater uraufgeführt.
22. Oktober
Nach nur siebeneinhalb Monaten Amtszeit trat in Schweden die sozialdemokratische Regierung unter Hjalmar Branting zurück. Am 27. Oktober berief der schwedische König Gustav V. den Liberalen Ludwig de Geer zum neuen Ministerpräsidenten.
23. Oktober
Kultusminister Hans Sievers (USPD) trag im Freistaat Braunschweig zurück. Er hatte sich im Gegensatz zu Ministerpräsident Sepp Oerter (USPD) zu den Prinzipien der Kommunistischen Internationale bekannt. Die Amtsgeschäfte des Kultusministers werden vorläufig von Oerter geführt. In Braunschweig regierte nach den Landtagswahlen vom 16. März 1920 eine Koalition aus USPD und MSPD.
23. Oktober
Am Berliner Lessing Theater feierte die deutsche Schauspielerin Käthe Dorsch ihren ersten großen Erfolg bei der Uraufführung des Stücks „Flamme“ von Hans Müller-Einingen. Regie führte Victor Barnoswky. Käthe Dorsch wurde danach neben Elisabeth Berger zur populärsten Darstellerin an den Berliner Sprechbühnen.
24. Oktober
In Berlin wurde die Deutsche Hochschule für Politik als Spezialschule für politische Wissenschaft eröffnet. Heute ist sie als Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin bekannt.
24. Oktober
In Berlin wurde der Verband der deutschen Volksbühnenvereine gegründet.
24. Oktober
In Berlin besiegte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die Elf aus Ungar mit 1:0. Mittelstürmer Adolf Jäger von Altona 93 erzielte vor 30.000 Zuschauern in der 16. Minute den Siegtreffer durch Elfmeter.
25. Oktober
In Athen starb der griechische König Alexander im Alter von 27 Jahren. Er bestieg den Thron 1917, nachdem die Alliierten seinen Vater Konstantin I. zur Abdankung und seinen Bruder Georg zum Thronverzicht gezwungen hatten. Er spielte in der griechischen Politik keine große Rolle.
25. Oktober
Der IRA Führer und Bürgermeister der Stadt Cork, Terence Max Swiney starb mit 40 Jahren in London in einem Gefängnis. Er war zuvor in einen Hungerstreik von 74 Tage Dauer getreten. Bereits am 17. Oktober war der Ire Michael Fitzgerald nach Hungerstreik, der 68 Tage andauerte, im Gefängnis gestorben.
26. Oktober
Bei dem zweitägigen Parteitag der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) forderte die Partei, dass die Monarchie wiederhergestellt werde.
26. Oktober
in Dresden billigte die sächsische Volkskammer die neue Verfassung für den Freistaat Sachsen. Sie entsprach dem parlamentarisch-demokratischen Modell, das in der Reichsverfassung vorgezeichnet war.
27. Oktober
Die Botschafterkonferenz der Alliierten beschloss in Paris die Errichtung der Freien Stadt Danzig gemäß Artikel 100 des Versailler Vertrages. Am 15. November fand die feierliche Proklamation statt. Danzig erhielt Souveränität und Zoll- und Währungsautonomie. Die Hafenverwaltung wurde von einem internationalen Ausschuss ausgeübt.
27. Oktober
In München erließ die bayerische Landesregierung eine einstweilige Anordnung gegen das Wucher- und Schiebertum. Darin waren für Wucherer und Schwarzhändler schwere Freiheits- und Geldstrafen vorgesehen.
27. Oktober
In Berlin wurde ein Reichsarchiv errichtet. Darin sollten alle Reichs-bezogenen Urkunden und Aktenmaterial gesammelt und erforscht werden. Außerdem sollte es als Informationsstelle dienen.
28. Oktober
Die Hamburger Reederei Hamburg-Amerika-Line (HAPAG) stellte ihr erstes nach Kriegsende gebautes Schiff in Dienst. Im November eröffnete die Deutsche Ostafrika-Linie mit ihrem ersten Nachkriegsbau einen Liniendienst nach Südafrika.
28. Oktober
Am Schauspielhaus in Dresden wurde das Drama „Jenseits“ des 30-jährigen deutschen Lyrikers und Dramatikers Walter Hasenclever uraufgeführt. Regie führte Berthold Viertel.
29. Oktober
Der 9. November wurde auf Beschluss der MSPD-geführten Landesregierung in Sachsen zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Am 9. November 1918 wurde im Deutschen Reich die Republik ausgerufen.
29. Oktober
Im Berliner Ufa-Palast fand die Uraufführung des Films „Der Golem, wie er in die Welt kam“ von Paul Wegener statt. Der Filmbauten stammten von dem deutschen Architektem Hans Poelzig, der ein Hauptvertreter des Expressionismus war.
29. Oktober
An den Vereinigten Deutschen Theatern in Brünn (heute Brno) fand die Uraufführung des Schauspiels „Gas II“ von Georg Kaiser statt. Im Deutschen Reich fand am 13. November 1920 am Neuen Theater in Frankfurt die erste Aufführung des Schauspiels statt.
29. Oktober
In Berlin trat die 1920 in Göttingen gegründete Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Sie war die Vorläuferin der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
30. Oktober
Die Deutsche Regierung wendete sich in einer diplomatischen Note an die Alliierten gegen die geforderte Zerstörung von Dieselmotoren. Laut Reichsregierung wurden diese ausschließlich für wirtschaftliche Zwecke benutzt. Die Alliierten befürchteten eine Verwendung für den U-Boot-Bau. Sie nahmen ihre Forderung am 10. November zurück allerdings unter der Bedingung von Kontrollen.
30. Oktober
Das zentralafrikanische Kamerun wurde mit Duala als größter Stadt des Landes offiziell der französischen Staatshoheit unterstellt. Frankreich und Großbritannien hatten in zwei Teilungsverträgen 1916 und 1919 das Land unter sich aufgeteilt. 1922 wurden die Grenzen in dem Kolonialgebiet vom Völkerbund bestätigt.
30. Oktober
Das Generalsekretariat des Völkerbundes, das bisher in London gewesen war, zog nach Genf um. Es nahm seine offizielle Tätigkeit in Genf am 1. November auf.
31. Oktober
In der Schweiz stimmten bei einer Volksabstimmung rund 368.000 Stimmberechtigte für die Einführung eines Achtstundentages beim Eisenbahnpersonal, bei der Post und beim e
31. Oktober
In Brüssel fand ein zwei Tage dauernde Kongress statt, bei dem die belgischen Sozialisten den Beitritt zur Kommunistischen Internationale ablehnten. Sie sprachen sich für einen Verbleib in der sozialistischen Zweiten Internationale aus.
31. Oktober
Bei den britischen Kommunalwahlen verzeichneten die Labour Party und die Unabhängige Liberale bedeutende Stimmengewinne. Diese gingen auf Kosten der liberal-konservativen Regierungskoalition.

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Oktober 1920 in den Nachrichten
Vor 99 Jahren hielt der erste Zug in Brieselang
Märkische Allgemeine
Brieselang. Für die damalige Zeit war es ein Großereignis. Vor 99 Jahren, am 25. Oktober 1920, wurde der Bahnhaltepunkt Brieselang auf der Strecke ... >>>

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