Oktober 1976 - Keine Qual der Wahl im Ostblock

Kalender Oktober 1976
Die Wahlen zur Volkskammer in der DDR hatten ein erwartungsgemäß ziemlich einheitliches Ergebnis erbracht. Was hätte auch gewählt werden können? Die Kandidaten der Nationalen Front bekamen 99,86 Prozent der Stimmen. Die von der SED geführten Parteien der Nationalen Front boten ohnehin keine echte Alternative zum politischen Programm der Regierungspartei. Und die SED-Führung achtete akribisch darauf, dass niemand offensichtlich ausscherte. Also war die Wahl gelaufen, wie sie erwartet worden war. Auch in der CSSR war das nicht viel anders. Dort hatten die Kandidaten der Nationalen Front unter Führung der Kommunistischen Partei bei den Parlamentswahlen sogar 99,97 Prozent der Stimmen bekommen. So jedenfalls lauteten die offiziellen Ergebnisse. Ähnlich war es bei den gleichzeitig stattfindenden Wahlen zu den Länderkammern und Gemeindevertretungen gewesen. Da waren die Wahlen zum Bundestag in der BRD deutlich spannender.
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Wichtige Ereignisse im Oktober 1976

Jahrgang 1976 Chronik1. Oktober
BRD 1976 – Der Bundestagswahlkampf ging mit einer Fernsehdiskussion zwischen Bundeskanzler Helmut Schmidt, seinem Herausforderer Helmut Kohl und dem CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß zu Ende.
1. Oktober
Portugal 1976 – Die Regierung Portugals und die Regierung der ehemaligen portugiesischen Kolonie Angola hatten die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen beschlossen.
1. Oktober
Griechenland 1976 – Die griechische Regierung hatte in Athen den festgenommenen deutschen Terroristen Rolf Pohle den bundesdeutschen Behörden überstellt.
1. Oktober
Schweiz 1976 – Das von einem Stausee in 2000 m Höhe gespeiste Wasserkraftwerk Émosson im Westen des Kantons Wallis war feierlich eröffnet worden.
1. Oktober
International 1976 – Es war französischen Wissenschaftlern gelungen, die Mumie des ägyptischen Pharaos Ramses II. durch ein spezielles Verfahren vor dem Verfall zu retten.
1. Oktober
Boxen 1976 – Der Weltmeister im Schwergewichtsboxen, Muhammad Ali, hatte in New York seinen Rücktritt vom Boxsport erklärt.
2. Oktober
Argentinien 1976 – Der Staatspräsident des Landes, Jorge Rafael Videla, war in Buenos Aires nur knapp einem Mordanschlag entgangen. Für das Attentat hatte Videla Anhänger der gestürzten Präsidentin Isabel Perón verantwortlich gemacht.
2. Oktober
Frankreich 1976 – Bei einem schweren Grubenunglück waren in Lothringen 16 Menschen ums Leben gekommen. Die Bergleute wollten einen Stollenbrand löschen.
2. Oktober
Österreich/Musik 1976 – In Linz war die Oper „Der Aufstand“ von Helmut Eder uraufgeführt worden.
3. Oktober
BRD 1976 – Die Wahlen zum 8. Deutschen Bundestag hatte mit 42,6 Prozent die SPD mit Helmut Schmidt gewonnen. Sie wurde stärkste politische Kraft. Die CDU mit Helmut Kohl errang 38 Prozent der Stimmen, die CSU 10,6 Prozent und die FDP erhielt 7,9 Prozent der abgegebenen Stimmen.
3. Oktober
BRD 1976 – Wegen seiner Rolle im Helaba-Skandal hatte der hessische Ministerpräsident Albert Osswald seinen Rücktritt erklärt. Damit hatte er Verantwortung für den Skandal um die Hessische Landesbank übernommen, bei der es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten gekommen war.
3. Oktober
West-Berlin/BRD 1976 – Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte 22 Abgeordnete in den 8. Deutschen Bundestag gewählt. Für die CDU waren es 11, für die SPD 10 und 1 für die FDP. Aufgrund des besonderen Status der Stadt war eine Direktwahl der Berliner Abgeordneten nicht möglich.
3. Oktober
Großbritannien 1976 – Die britische Auslandsverschuldung war Angaben des Schatzamtes in London zufolge seit Anfang des Jahres um 11,2 auf 39 Milliarden DM gestiegen.
3. Oktober
Großbritannien 1976 – Mit dem Stück „Tamburlaine the Great“ von Christopher Marlowe war in London das Olivier Theatre, die größte der drei neuen Bühnen des Nationaltheaters, feierlich eröffnet worden.
3. Oktober
Automobilrennsport 1976 – Auf dem Mosport-Kurs hatte der britische Automobilrennfahrer James Hunt auf McLaren den Großen Preis von Kanada gewonnen.
4. Oktober
Spanien 1976 – Bei einem Attentat in San Sebastian waren Mitglieder des Beraterstabes des spanischen Königs getötet worden.
4. Oktober
African National Congress 1976 – Der African National Congress (ANC) hatte den Plan von US-Außenminister Henry Kissinger zur Lösung der Rhodesien-Frage abgelehnt.
4. Oktober
Schweden 1976 – Die schwedische Reichsbank in Stockholm hatte den Diskontsatz von 6 auf 8 Prozent erhöht. Der in den letzten Tagen beobachtete Devisenabfluss in Höhe von rund 600 Millionen DM sollte durch diese Maßnahme gestoppt werden.
4. Oktober
UNESCO 1976 – Papua-Neuguinea war als neues Mitglied in die UNESCO aufgenommen worden.
4. Oktober
Thailand 1976 – Bei einem Massaker an der Thammasat-Universität in Bangkok waren nach offiziellen Angaben im Zuge von Studentenprotesten 46 Menschen ums Leben gekommen. Anschließend hatte eine Militärjunta die Macht übernommen.

5. Oktober
Schweden 1976 – Der schwedische König Karl XVI. Gustav hatte Thorbjörn Fällidin mit der Bildung der ersten bürgerlichen Regierung seit 40 Jahren beauftragt.
5. Oktober
BRD 1976 – Der Brite John Pritchard war in Köln zum Chefdirigenten der Städtischen Oper berufen worden.
6. Oktober
Sowjetunion 1976 – In Moskau hatten sowjetische Wissenschaftler bekanntgegeben, dass ihnen erstmals die künstliche Herstellung des schweren Elements 107 durch Beschuss von Wismut-Atomen mit Chromkernen gelungen war.
6. Oktober
Fußball 1976 – In Cardiff (Wales) hatte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die Gastgeber-Elf 2:0 besiegt.
7. Oktober
BRD 1976 – Der CDU-Kanzlerkandidat Helmut Kohl, der bei den Wahlen am 3. Oktober gescheitert war, hatte sein Amt als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz niedergelegt und war Oppositionsführer im Bundestag geworden.
7. Oktober
BRD/Justiz 1976 – Im Prozess gegen die mutmaßlichen Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe waren Strafanträge gestellt worden.
7. Oktober
Frankreich 1976 – Die linksgerichtete Gewerkschaft CGT hatte zu einem landesweiten Generalstreik aufgerufen. Dieser war Ausdruck des Protestes gegen den Antiinflationsplan von Premierminister Raymond Barre.
7. Oktober
USA 1976 – In den USA hatte die Bemerkung von US-Präsident Gerald Ford, es gebe keine sowjetische Beherrschung Osteuropas, Befremden ausgelöst. Daraufhin hatte Außenminister Henry Kissinger erklärt, Ford hätte gemeint, die Vereinigten Staaten könnten würden die sowjetische Vorherrschaft in Osteuropa nicht akzeptieren.
8. Oktober
Sowjetunion 1976 – Bei Ausgrabungen in Krasnojarsk in Sibirien hatten sowjetische Archäologen die Überreste einer rund 34.000 Jahre alten menschlichen Siedlung entdeckt.
9. Oktober
China 1976 – In Peking war Hua Guofeng auf Wandzeitungen als Vorsitzender der KPCh und Nachfolger des am 9. September verstorbenen Mao Zedong gefeiert worden. Die Witwe Maos sowie drei weitere Funkionäre, die sogenannte Viererbande, waren wegen eines angeblichen Putschversuchs verhaftet worden.
9. Oktober
USA 1976 – Wissenschaftler des US-amerikanischen California Institute of Technology hatten das Ergebnis ihrer mit Hilfe der geochemischen Thermometrie betriebenen Forschungsarbeit veröffentlicht. Danach würde auf der Erde vor rund 3 Milliarden Jahren eine Durchschnittstemperatur von 70 Grad geherrscht haben. Heute betrug die Temperatur etwa 18 Grad.
10. Oktober
Kuba 1976 – Erstmals seit 17 Jahren hatten auf Kuba Parlamentswahlen stattgefunden. Es waren nur die Kandidaten einer Einheitsliste zugelassen worden.
10. Oktober
Polen 1976 – In Warschau hatte die Regierung die Einführung von Stromsperren angeordnet. Die Maßnahme diente der Einsparung von Brennstoffen.
10. Oktober
USA 1976 – Der US-Student Peter Philips hatte in New York Pläne zum Bau einer Atombombe veröffentlicht.
10. Oktober
Automobilsport 1976 – In den USA hatte der britische Rennfahrer James Hunt auf McLaren das Grand-Prix-Rennen von Watkins Glenn gewonnen.
11. Oktober
Laos 1976 – Die laotische Regierung hatte die Schließung sämtlicher buddhistischer Tempel und Kultstätten des Landes verfügt. Diese sollten künftig für die Lagerung von Lebensmitteln genutzt werden.
11. Oktober
UNESCO 1976 – Die UNESCO hatte Mosambik als neues Mitglied aufgenommen.
11. Oktober
USA 1976 – Die USA hatten im Rahmen ihrer 200-Jahr-Feier in der Armee den höchsten Dienstgrad General of the Armies of the United States eingeführt. Er war postum an George Washington als Einzigem verliehen worden. In Zukunft durfte kein US-Offizier höherrangig sein als er.
12. Oktober
BRD 1976 – In Wiesbaden hatte der Hessische Landtag Holger Bömer zum Nachfolger des am 3. Oktober zurückgetretenen Ministerpräsidenten Albert Osswald gewählt.
12. Oktober
Syrien/Libanon 1976 – Im Libanon hatten syrische Streitkräfte eine Großoffensive gegen die Stadt Sidon unternommen. Damit war der am Vortag in Chtaura von den am Bürgerkrieg beteiligten Parteien ausgehandelte Waffenstillstand hinfällig geworden.
13. Oktober
Warschauer Pakt 1976 – In Moskau war der sowjetische General Anatoli Gribkow zum Generalstabschef des Warschauer Pakts ernannt worden.
14. Oktober
Italien 1976 – In der italienischen Hauptstadt Rom hatte die Democrazia Cristiana den Politiker Aldo Moro zu ihrem Landesvorsitzenden gewählt.
14. Oktober
Indien 1976 – Die indische Regierung hatte erklärt, dass sie die Streitkräfte mit Kernwaffen ausrüsten wollte.
14. Oktober
Schweden 1976 – Die Nobel-Stiftung in Stockholm hatte bekanntgegeben, dass der US-Geldtheoretiker Milton Friedman den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhalten sollte. Der Friedensnobelpreis sollte 1976 nicht verliehen werden.
15. Oktober
USA/Sowjetunion 1976 – In Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) hatten US-amerikanische Wissenschaftler mit sowjetischen Forschern ein Projekt zur Untersuchung des Golfstromes begonnen. Die Zusammenarbeit von US-Wissenschaftlern und denen aus der UdSSR war das erste gemeinsame Projekt überhaupt.
15. Oktober
BRD 1976 – Künstler aus dem In- und Ausland (u. a. die Schriftsteller Heinrich Böll, Günter Grass und Jean-Paul Sartre) hatten in Bonn gegen die von polnischen Gerichten verhängten Haftstrafen für Arbeiter protestiert. Diese hatten für mehr Demokratie und eine Verbesserung der Versorgungslage demonstriert.
15. Oktober
Schweiz/Theater 1976 – Im Zürcher Theater am Neumarkt war das Theaterstück „Reise ins Glück“ des deutschen Dramatikers Franz Xaver Kroetz zur Uraufführung gelangt.
15. Oktober
Nordsee 1976 – Zahlreiche Schiffe in der Nordsee waren durch einen Orkan mit Windgeschwindigkeiten bis zu 140 km/h in Seenot geraten.
16. Oktober
UdSSR 1976 – In der Sowjetrepublik Kasachstan war die Raumkapsel „Sojus 23“ früher gelandet als geplant, weil die ursprünglich vorgesehene Kopplung mit der Raumstation „Saljut 5“ gescheitert war.
16. Oktober
USA 1976 – Auf einem Schiff in Miami (US-Bundesstaat Florida) hatte die US-amerikanische Küstenwache 80 Tonnen Marihuana und 200 kg Heroin beschlagnahmt.
16. Oktober
Literatur/International 1976 – In Duisburg (Nordrhein-Westfalen) war der im Exil lebende sowjetische Schriftsteller und Regimekritiker Alexandr Solschenizyn („Der Archipel Gulag“) mit dem Literaturpreis der deutschen Industrie ausgezeichnet worden.
17. Oktober
DDR 1976 – Offiziellen Angaben zufolge hatten die von der SED geführten Parteien der Nationalen Front 99,86 Prozent der Stimmen bei den Wahlen zur Volkskammer der DDR erhalten.
17. Oktober
Philippinen 1976 – Auf den Philippinen hatten sich bei einer Volksbefragung 96 Prozent der Wahlberechtigten für die Aufrechterhaltung des Kriegsrechts ausgesprochen.
17. Oktober
Dänemark/Nordkorea 1976 – Die dänische Regierung hatte die Ausweisung des gesamten Personals der Botschaft Nordkoreas verfügt. Dieser Maßnahme hatten sich in den Folgetagen die Regierungen Finnlands, Norwegens und Schwedens angeschlossen. Den Botschaftsangehörigen war der illegale Handel mit Drogen, Alkohol und Zigaretten vorgeworfen worden.
17. Oktober
Europa 1976 – Die im europäischen Währungsverbund „Schlange“ vertretenen Staaten hatten in Frankfurt am Main (Hessen) die Aufwertung der DM beschlossen.
18. Oktober
Libanon/Syrien 1976 – In Ar Rijad (Saudi-Arabien) hatten sich die arabischen Staaten auf einen Friedensplan für den Libanon geeinigt. Einen Waffenstillstand im Libanon sollte eine vor allem aus syrischen Soldaten bestehende, 30.000 Mann starke arabische Friedensstreitmacht sichern.
18. Oktober
Nobelpreis 1976 – Die US-Wissenschaftler Burton Richter und Samuel C. C. Ting erhielten für die Entdeckung neuer Elementarpartikel den Nobelpreis für Physik und Chemie. Der Nobelpreis für Chemie war William N. Lipscomb für seine Arbeiten über die Struktur der Borane zugesprochen worden.
18. Oktober
UNESCO 1976 – Die Seychellen waren als neues Mitglied in die UNESCO aufgenommen worden.
18. Oktober
USA 1976 – Der verstorbene Führer der Verbrecherorganisation Mafia, Carlo Gambino, war in New York beigesetzt worden. An der Beerdigung des „Paten“, der eines natürlichen Todes im Alter von 73 Jahren gestorben war, hatte Polizei-Angaben zufolge die gesamte Führungsspitze der Mafia teilgenommen.
19. Oktober
BRD 1976 – Bundespräsident Walter Scheel hatte in Bonn erklärt, dass er die Novelle zum Wehrdienstgesetz, die das Gewissensprüfungsverfahren für Wehrdienstverweigerer abschafften solle, wegen grundsätzlicher Bedenken nicht unterzeichnen werde.
19. Oktober
UNO 1976 – Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte in New York ein Waffenembargo gegen Südafrika abgelehnt. Ein Embargo zur Durchsetzung der staatlichen Unabhängigkeit Namibias (Südwestafrika) war von mehreren afrikanischen Staaten gefordert worden.
19. Oktober
Iran 1976 – Die iranische Regierung hatte 25,01 Prozent der Essener Friedrich Krupp GmbH erworben. Damit hatte der Iran die Sperrminorität und das Vetorecht erhalten.
19. Oktober
Bayern 1976 – In München hatte die Ausstellung „Kurfürst Max Emanuel – Bayern und Europa um 1700“ ihre Pforten geschlossen. Die Ausstellung war insgesamt von rund 275.000 Menschen besucht worden.
19. Oktober
Radrennsport 1976 – Das Dortmunder Sechstagerennen gewannen Freddy Maertens und Patrick Sercu. Beide Radrennfahrer waren aus Belgien.
20. Oktober
BRD 1976 – Bei der endgültigen Stimmenauszählung der Bundestagswahlen vom 3. Oktober ergab sich ein weiterer Parlamentssitz für die SPD/FDP-Koalition. Die Regierungsmehrheit hatte sich damit auf zehn Mandate erhöht.
20. Oktober
Frankreich 1976 – In der französischen Nationalversammlung war ein von den Sozialisten eingebrachtes Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Raymond Barre mit 308 gegen 181 Stimmen abgelehnt worden. Die Oppositionspartei hatte sich vor allem gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung gewandt.
20. Oktober
USA 1976 – Bei Washington hatten Wissenschaftler der US-Weltraumbehörde NASA mit dem Bau einer Versuchsanlag zur Nutzung der Windenergie begonnen. Die Anlage mit einem zweiblättrigen Rotor, der einen Durchmesser von 65 m besaß, würde nach der Fertigstellung im Frühjahr 1977 die bisher weltweit größte dieser Art sein.
20. Oktober
USA 1976 – Im US-Bundesstaat Louisiana waren bei einem Zusammenstoß zweier Schiffe fast 100 Menschen ums Leben gekommen.
21. Oktober
UNO 1976 – Von der UN-Vollversammlung in New York war die BRD für zwei Jahre in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gewählt worden.
21. Oktober
Nobelpreis 1976 – Der US-amerikanische Schriftsteller Saul Bellow wurde in Stockholm mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt.
22. Oktober
BRD 1976 – In Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) hatte die Industriegewerkschaft Metall ihre Forderungen für die neuen Tarifverhandlungen bekanntgegeben. Darin waren die Durchsetzung von Lohnerhöhungen um 8,5 Prozent sowie zwei zusätzliche freie Tage vorgesehen.
22. Oktober
Irland 1976 – Der irische Staatspräsident Cearbhall O'Dalaigh hatte in Dublin nach Meinungsverschiedenheiten mit der Regierung seinen Rücktritt erklärt.
22. Oktober
BRD/Film 1976 – Der Film „1900“ des italienischen Regisseurs Bernado Bertolucci war in den bundesdeutschen Kinos angelaufen.
22. Oktober
Österreich 1976 – In der Zweiten Republik Österreich war die erste Schilling-Goldmünze ausgegeben worden.
23. Oktober
CSSR 1976 – Die Kandidaten der Nationalen Front unter Führung der Kommunistischen Partei hatten bei den Parlamentswahlen in der CSSR offiziellen Angaben zufolge 99,97 Prozent der Stimmen erhalten. Neben den Parlamentswahlen hatten auch Wahlen zu den Länderkammern und Gemeindevertretungen stattgefunden.
23. Oktober
Nordirland 1976 – In Belfast hatten Angehörige der Terrororganisation IRA einen Demonstrationszug von rund 15.000 Frauen, die für einen friedliche Lösung des Nordirland-Konflikts eintraten, gestört. Dabei waren mehr als 40 Personen verletzt worden.
23. Oktober
Sowjetunion 1923 – In den letzten Wochen war mit rund 216 Millionen Tonnen die höchste Getreideernte seit Bestehen der UdSSR eingebracht worden. Im Vorjahr waren es nur 140 Millionen Tonnen gewesen. Als Grund für den enormen Zuwachs war die günstige Witterung angegeben worden.
24. Oktober
China 1976 – In der chinesischen Hauptstadt Peking hatte Hua Guofeng offiziell die Nachfolge von Mao Zedong als Vorsitzender der KPCh angetreten. Die Mitglieder der sogenannten Viererbande, darunter die Witwe Maos, waren aus der Partei ausgeschlossen worden.
24. Oktober
BRD 1976 – Erzbischof Marcel Lefebvre, der vom Vatikan suspendiert worden war, hatte die rund 10.000 Teilnehmer einer Veranstaltung in Friedrichshafen am Bodensee zum Kampf gegen den Papst und die Hierarchie der katholischen Kirche aufgerufen.
24. Oktober
Sowjetunion 1976 – Bei Chabarowsk (Sibirien) war es infolge der lang anhaltenden Trockenheit zu ausgedehnten Waldbränden gekommen. Mehr als 10.000 Feuerwehrleute und Soldaten waren auf einer rund 800 km breiten Front zur Brandbekämpfung eingesetzt worden.
24. Oktober
Automobilrennsport 1976 – Der Brite James Hunt hatte durch einen Sieg beim Großen Preis von Japan die Automobilweltmeisterschaft vor dem Österreicher Niki Lauda gewonnen.
25. Oktober
Ägypten 1976 – In Kairo hatte eine gesamtarabische Gipfelkonferenz stattgefunden. Die Delegierten hatten gegen den Widerstand des Iraks den am 18. Oktober in Air Rijad (Saudi-Arabien) ausgehandelten Friedensplan für den Libanon gebilligt.
25. Oktober
UNESCO 1976 – In der kenianischen Hauptstadt Nairobi hatte die 19. Generalversammlung der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur – UNESCO – stattgefunden. Es war das erste Mal, dass die UNESCO in Afrika getagt hatte.
25. Oktober
Tennis 1976 – Angaben des US-Tennisverbandes zufolge war es der 21-jährigen Chris Evert (USA) als erster Tennisspielerin der Welt gelungen, in ihrer Karriere Preisgelder in einer Höhe von mehr als 1 Millionen DM zu gewinnen.
26. Oktober
Südafrika 1976 – In Südafrika hatte sich das von der weißen Regierung Pretorias unterstützte „Homeland“ Tranksei zu einem unabhängigen Staat erklärt. Die Vereinten Nationen hatten Transkei nicht anerkannt.
26. Oktober
Großbritannien 1976 – In London hatte der britische Premierminister James Callaghan vor der Öffentlichkeit mit dem Abzug der Rheinarmee gedroht, falls die NATO-Partner Großbritannien nicht finanziell unterstützen würden.
27. Oktober
Fußball 1976 – Die DDR-Fußballmannschaft hatte gegen die Nationalmannschaft Bulgariens mit 0:4 verloren.
28. Oktober
Rhodesien 1976 – In der schweizerischen Stadt Genf war eine Konferenz über die Zukunft Rhodesiens eröffnet worden. Im Mittelpunkt der Verhandlungen hatte der von US-Außenminister Henry Kissinger ausgearbeitete Plan zur Machtübergabe der weißen Regierung an die schwarze Bevölkerungsmehrheit gestanden.
29. Oktober
Spanien 1976 – In Madrid hatte die spanische Regierung ein Dekret aus dem Jahr 1937 aufgehoben. Darin waren die Sonderrechte der Basken untersagt worden.
29. Oktober
DDR 1976 – In der DDR war es zu einer umfassenden Umbildung der Staatsführung gekommen. Zusätzlich zum Amt des Generalsekretärs der SED hatte Erich Honecker das Amt des Staatsratsvorsitzenden übernommen. Der bisherige Amtsinhaber Willi Stoph war als Nachfolger von Horst Sindermann Ministerpräsident geworden. Sindermann hatte das Amt des Volkskammerpräsidenten übernommen.
29. Oktober
Indien 1976 – In mehreren indischen Städten waren bei Demonstrationen rund 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Demonstranten hatten von der Regierung unter Premierministerin Indira Gandhi die Rücknahme der Verordnung über Zwangssterilisation gefordert.
30. Oktober
BRD 1976 – Bei Brokdorf war es zu ersten Demonstrationen gegen den Bau eines Kernkraftwerkes gekommen. Am 25. Oktober war von der Landesregierung in Kiel die erste Teilgenehmigung zur Errichtung des Kraftwerkes erteilt worden.
30. Oktober
Europa 1976 – In Brüssel (Belgien) hatte die Europäische Gemeinschaft die Erweiterung der Fischereizonen der Mitgliedsländer zum 1. Januar 1977 auf 200 Seemeilen beschlossen.
30. Oktober
Indien 1976 – Die indische Regierung gab bekannt, dass die für das Frühjahr 1977 vorgesehenen Parlamentswahlen um ein Jahr verschoben werden würden.
31. Oktober
BRD 1976 – In Wolfsburg hatte der Landeshauptausschuss der FDP Niedersachsen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der CDU unter Ministerpräsident Ernst Albrecht gebilligt. Der Spitzenkandidat der SPD in Niedersachsen, Karl Ravens, hatte die Entscheidung der FDP verurteilt. Er wies darauf hin, dass die SPD/FDP-Koalition in Bonn dadurch belastet werden würde.
31. Oktober
Burundi 1976 – In der afrikanischen Republik Burundi hatte ein Staatsstreich linksgerichteter Militärs gegen Staatspräsidenten Michel Micombero begonnen. Die Regierungsgeschäfte hatte ein Oberster Revolutionsrat unter Oberst Jean-Baptiste Bagaza übernommen.
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