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Juni 1972 -

Kalender Juni 1972
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Wichtige Ereignisse im Mai 1972

1. Juni
Irak verstaatlicht die gesamte Erdölindustrie
2. Juni
Andreas Baader und andere Mitglieder der Rote Armee Fraktion werden in Frankfurt am Main nach einer Schießerei verhaftet
3. Juni
Das Transitabkommen zwischen den beiden deutschen Staaten BRD und DDR tritt in Kraft
4. Juni

Ein kalifornisches Gericht sprach die schwarze Bürgerrechtskämpferin Angela Y. David frei.
4. Juni
Der am 28. Mai verstorbene frühere britische König Eduard VIII. Herzog von Windsor, wurde in Windsor Park feierlich beigesetzt.
5. Juni
Eröffnungstag der ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm, wird seitdem alljährlich als Weltumwelttag gefeiert
6. Juni
SED-Chef Erich Honecker sagte, dass durch die Ostverträge und das Berlin-Abkommen ein „neues Verhältnis“ zwischen den beiden deutschen Staaten möglich geworden war. In einem Interview mit der DDR-Nachrichtenagentur ADN sagte er ferner, die DDR gehe an die vereinbarten Verhandlungen mit der Bundesrepublik mit einer „konstruktiven Haltung“ heran.
7. Juni
Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der BRD und Marokko
8. Juni
Ägypten. Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland
9. Juni
Der Bundestag beschließt die Absenkung des Wahlalters auf 18 Jahre
9. Juni
Der Damm des Canyon Lake in Rapid City (South Dakota) bricht und verursacht eine Flutwelle
10. Juni
Seit dem 5. Juni besuchte der jugoslawische Präsident Josip Broz Tito die Sowjetunion, wo er u. a. den Lenin-Orden erhielt. In einer Mitteilung unterstrichen beide Seiten die Verbesserung der gegenseitigen Beziehungen, aber auch die Möglichkeit unterschiedlicher Wege zum Sozialismus.
11. Juni
Erheblicher Sachschaden entstand bei einem Bombenanschlag auf die bundesdeutsche Botschaft in der irischen Hauptstadt Dublin. Die Täter stammen vermutlich aus den Kreisen der IRA. Am selben Tag kamen in den nordirischen Städten Belfast und Londonderry drei Zivilisten und ein britischer Soldat bei Feuergefechten ums Leben.
11. Juni
Der Belgier Eddy Merckx wurde zum dritten Mal Sieger beim Giro d’Italia.
12. Juni
In Westberlin sprach sich der Bundesausschuss der CDU für Neuwahlen zum Bundestag aus. Vorher müsse Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) „sein Scheitern eingestehen“. Alle im Bundestag vertretenen Parteien wollen vorgezogene Neuwahlen, die CDU/CSU-Opposition lehnte jedoch das von der Bundesregierung vorgeschlagene „Stillhalteabkommen“ zwischen den Parteien bis zur Wahl ab.
12. Juni
Der Verband Deutscher Flugleiter (VDF) rief die Fluglotsen in der Bundesrepublik auf, ihren seit dem 17. Mai andauernden Bummelstreik zu beenden. Bundesverkehrsminister Georg Leber (SPD) hatte der von der VDF geforderten Übernehme der beamteten Fluglotsen ins Angestelltenverhältnis zugestimmt. Bereits am 26. Juni nahmen die Fluglotsen ihren Bummelstreik wegen ausgebliebener Zusagen der Bundesregierung wieder auf.
13. Juni
Laut einem Beschluss der Bundesregierung wurden die Heeresoffiziersschule in Hamburg und die Luftwaffen-Akademie in Neubiberg bei München in Bundeswehrhochschulen umgewandelt.
13. Juni
Nachdem ein CDU-Abgeordneter in einer Bundestagsdebatte die „Bölls und Brückners“ der Wegbereitung und der geistigen Mittäterschaft am Terrorismus bezichtigt hatte, solidarisierten sich 14 deutsche Schriftsteller mit Heinrich Böll.
14. Juni
Für Schriftsteller, deren Werke in Bibliotheken stehen, wurde auf Beschluss des Bundestages der „Bibliotheksgroschen“ eingeführt.
14. Juni
Bei der Fußball-Europameisterschaft trennten sich Belgien und die Bundesrepublik Deutschland in der Endrunde in Antwerpen mit 1:2..
15. Juni
Ulrike Meinhof und Gerhard Müller von der Rote Armee Fraktion werden in der Wohnung eines Lehrers in Westdeutschland verhaftet
16. Juni
Rund 80 km nördlich von Paris fand im Tunnel von Vierzy ein schweres Eisenbahnunglück statt. Dabei starben 108 Menschen und 88 wurden teilweise schwer verletzt.
17. Juni
Einbruch ins Watergate-Gebäude in Washington D.C., Auslöser der Watergate-Affäre
18. Juni
Absturz einer Hawker Siddeley Trident der BEA 5 Minuten nach dem Start in London, Großbritannien. Alle 121 Menschen an Bord sterben
19. Juni
Königin Juliana der Niederlande, ihr Ehemann Prinz Bernhard und Außenminister Norbert Schmelzer hielten sich bis zum 23. Juni zu einem offiziellen Besuch in Frankreich auf. Bei den Gesprächen mit dem französischen Staatspräsidenten Georges Pompidou ging es um den EG-Gipfel im Oktober.
20. Juni
Die Fusion der Stahlindustrie wurde vom Vorstand der österreichischen Industrieverwaltung AG, einer Holding-Gesellschaft für verstaatlichte Industrie, beschlossen. Daher sollten die Österreichisch-Alpine-Montangesellschaft und die Vereinigten Österreichischen Eisen- und Stahlwerke (VÖEST) mit Wirkung zum 1. Januar 1972 verschmolzen werden.
21. Juni
Mit Unterstützung der Luftwaffe griffen israelische Truppen mutmaßliche palästinensische Stellungen im Süd-Libanon an. Dabei wurden fünf syrische Generalstabsoffiziere und ein libanesischer Abwehroffizier gefangengenommen. Die Israelis reagierten damit auf einen Raketenüberfall auf den Ort Kiryat Shmona an der Grenze zum Libanon.
21. Juni
Der geplante Beitritt Dänemarks, Irlands, Norwegens und Großbritanniens zur Europäischen Gemeinschaft wurde vom Deutschen Bundestag gebilligt.
22. Juni
US-Präsident Richard M. Nixon dementierte jegliche Verbindungen zwischen dem Watergate-Einbruch und dem Weißen Haus.
22. Juni
Der Deutsche Bundestag erließ das Außensteuergesetz. Es sollte ungerechtfertigte Steuervorteile bei Verlegung des Wohnsitzes in das Steuer günstige Ausland beseitigen.
23. Juni
Eine große Hans-Makart-Ausstellung, die bis zum 17. September dauern sollte wurde in der staatlichen Kunsthalle Baden-Baden eröffnet.
24. Juni
Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) teilte dem Parteirat mit, er strebe gemeinsam mit Außenminister Walter Scheel (FDP) für November 1972 Neuwahlen an. Damit sollte im Bundestag die durch mehrere Parteiwechsel herbeigeführte Pattsituation beendet werden.
25. Juni
Frankreich begann über dem Pazifikatoll Mururoa mit einer neuen Kernwaffenversuchsserie, obwohl es zahlreiche Proteste im In- und Ausland gegeben hatte.
26. Juni
Bundeskanzler Willy Brand wollte im Bundestag die Vertrauensfrage stellen, um Neuwahlen herbeizuführen. Die SPD-Fraktion wollte sich dabei der Stimme enthalten, wie der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, Hans Apel, in einem Interview mitteilte.
27. Juni
Nolan Bushnell und Ted Dabney gründen in Kalifornien den Automatenhersteller und späteren Videospielproduzenten Atari.
27. Juni
Gründung der Bayerischen Landesbank.
28. Juni
Am letzten Bundesliga-Spieltag schlug Bayern München den Tabellenzweiten Schalke 04 mit 5:1 und wurde Deutscher Fußballmeister.
29. Juni
In den USA erklärte der Oberste Gerichtshof die Todesstrafe für verfassungswidrig.
29. Juni
Die Bundesregierung beschränkte den freien Devisenverkehr, um inflationsfördernde Devisenzuflüsse abzuwehren und das europäische Wechselkursgefüge zu stützten. Damit setzte sich Bundesbankchef Karl Klasen gegen Bundeswirtschafts- und -finanzminister Karl Schiller (SPD) durch.
30. Juni
Die  Weltausstellung Documenta 5 der Kunst, findet vom 30. Juni bis 8. Oktober in Kassel statt
30. Juni
Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig fügt erstmals in Deutschland nach 23:59:59 eine Schaltsekunde ein

Juni 1972 in den Nachrichten

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