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Juni 1971 - Abtreibungsdiskussion in der BRD schlug Wellen

Kalender Juni 1971
Ein heikles Thema, das meist unter der vorgehaltenen Hand besprochen wurde, schlug in diesem Sommer öffentliche Wellen. In der Hamburger Illustrierten „stern“ hatten 374 Frauen, darunter namhafte Schauspielerinnen und Schriftstellerinnen für die Titelblatt-Schlagzeile „Wir haben abgetrieben“ gesorgt. Mancher Name war eine echte Überraschung und heizte die Diskussion ordentlich an. In München waren von der Staatsanwaltschaft in den Räumen der „Aktion 218“ fast 200 Abtreibungsbekenntnisse von Frauen sowie 200 Solidaritätserklärungen und Adressen von Kontaktpersonen beschlagnahmt worden. Damit war „Beweismaterial für Verstöße gegen Paragraphen 218“ sichergestellt worden. Die „Aktion 218“ war eine Frauengruppe, die sich für die Liberalisierung des Abtreibungsparagraphen einsetzte. Hingegen hatte sich der Verband der Niedergelassenen Ärzte in der BRD für die Beibehaltung des Paragraphen ausgesprochen.
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Wichtige Ereignisse im Mai 1971

1. Juni
BRD 1971 – Die FDP hatte in Bremen nach schweren Auseinandersetzungen über die Hochschulpolitik ihre drei Senatoren aus dem Regierungsbündnis mit der SPD zurückgezogen. Die Sozialdemokraten hatten beschlossen, allein zu regieren bis zur Landtagswahl im Oktober 1971.
1. Juni
BRD 1971 – In Bonn war das Sondergutachten des Sachverständigenrates zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung veröffentlicht worden. Als ein Ansatzunkt gesehen wurden die Wechselkursfreigabe der DM und die Haushaltseinsparungen bei Bund und Ländern zur Wiedergewinnung der Preisstabilität.
1. Juni
BRD 1971 – Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AGV) hatte den Einzelhandel und die Verbraucher zum Verzicht zugunsten des Umweltschutzes auf Plastikverpackungen aufgefordert.
2. Juni
BRD 1971 – In der Hamburger Illustrierten „stern“ hatten 374 Frauen, darunter bekannte Schauspielerinnen und Schriftstellerinnen für die Titelblatt-Schlagzeile „Wir haben abgetrieben“ gesorgt.
2. Juni
Fußball 1971 – In London hatte Ajax Amsterdam den Europacup der Landesmeister durch einen 2:0-Sieg über Panathinaikos Athen gewonnen.
3. Juni
NATO 1971 – Während einer Konferenz der NATO am 3. Und 4. Juni in Lissabon hatten mehrere Bombenanschläge von unbekannten Personen nahezu sämtliche Telefon- und Fernschreibverbindungen lahmgelegt.
3. Juni
Sowjetunion 1971 – In der Moskauer Epiphanias-Kathedrale war der neue Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, Pimen, inthronisiert worden.
3. Juni
BRD 1971 – Das Theaterstück „Wildwechsel“ von Franz Xaver Kroetz war im Dortmunder Schauspiel zur Uraufführung gelangt.
4. Juni
BRD 1971 – In Frankfurt am Main (Hessen) hatte der Vorsitzende der Stiftung „Deutsche Sporthilfe“, Josef Neckermann, eine Olympia-Briefmarkenserie 1971 vorgestellt. Entworfen hatte die Serie der japanische Künstler Kohei Sugiuara. An allen Postschaltern waren die vier Marken bis zum 30. September käuflich zu erwerben.
5. Juni
BRD 1971 – Die Kultusminister und Senatoren der Bundesländer hatten in Hamburg eine langfristige Sommerferienregelung für 1972 bis 1978 beschlossen. Die wichtigste Neuregelung hatte in der Verlängerung der gesamten Ferienzeit von etwa 75 Tagen auf durchschnittlich 90 Tage pro Schuljahr bestanden.
5. Juni
BRD 1971 – Es hatten sich 46 Prozent der Bundesbürger für die völlige Streichung des Abtreibungsparagraphen 218 ausgesprochen. Dies hatte eine Umfrage des Allensbacher Instituts für Demoskopie erbracht, die veröffentlicht worden war.
5. Juni
BRD 1971 – Mit der Ausstellung „Fünf Sammler – Kunst unserer Zeit“ war in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) die Gemeinschaftsveranstaltung „Urbs 71“ der Rhein- und Ruhrstätte Wuppertal, Köln, Krefeld, Oberhausen, Bochum und Dortmund eröffnet worden. Aus den Bereichen Theater, Beat, Pop, Film und Funk war ein Programm von etwa 200 Veranstaltungen angeboten worden.
5. Juni
Fußball 1971 – Nach Abschluss der achten Bundesligasaison war Mönchengladbach Deutscher Fußballmeister geworden. Bundesliga-Torschützenkönig war Lothar Kobluhn von Rot-Weiß Oberhausen mit 24 Treffern geworden.
5. Juni
BRD 1971 – Im bayerischen Augsburg fand das „Augsburger Pfingsttreffen“ im Rosenaustadion statt. Dies war der Vorläufer des bundesweiten Ökumenischen Kirchentags.
6. Juni
Schweiz 1971 – Durch eine Volksabstimmung war ein neuer Verfassungsartikel zum Umweltschutz angenommen worden.
6. Juni
Sowjetunion/Raumfahrt 1971 – In der Sowjetunion war das Raumschiff „Sojus 11“ mit drei Kosmonauten an Bord zu einem Kopplungsmanöver mit der Raumstation „Saljut 1“ gestartet.
6. Juni
Fußball/BRD 1971 – Einen Tag nach Beendigung der Fußballsaison hatte der Präsident des Absteigers Kickers Offenbach, Horst Gergorio Canellas, einen Bestechungsskandal enthüllt.
7. Juni
BRD 1971 – In Münster (Nordrhein-Westfalen) hatte sich der Präsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz, Hans Rumpf, gegen eine „vollständige Politisierung“ der Hochschulen gewandt. Je weiter diese Politisierung fortschritt, desto mehr würde es zu einer Einschränkung der Autonomie der Hochschulen kommen.
8. Juni
Ostpakistan 1971 – Die in den indischen Flüchtlingslagern für Ostpakistaner ausgebrochenen Choleraepidemie hatte auf das 2.100 km lange Grenzgebiet zwischen Ostpakistan und Indien übergegriffen. Aus aller Welt waren Hilfsgüter und Medikamente eingetroffen.
8. Juni
BRD/International 1971 – Die Bundesrepublik hatte den Meeresbodenvertrag unterzeichnet.
8. Juni
Österreich 1971 – Das Volljährigkeitsalter war von 21 auf 19 Jahre herabgesetzt worden.
9. Juni
BRD/West-Berlin 1971 – In Bonn war es bei den Botschaftergesprächen über die Regelung eines ungehinderten Verkehrs zwischen der BRD und West-Berlin zu ersten Ergebnissen gekommen. Es wurde vereinbart, dass Insassen von Personenwagen nur ihre Identität hin überprüft und vor dem Grenzübergang eine Verplombung der Lastwagen vorgekommen werden musste.
9. Juni
BRD 1971 – In Hamburg hatte der ehemalige Schulsenator Peter Schulz die Nachfolge des in den Ruhestand getretenen Herbert Weichmann als Bürgermeister der Hansestadt angetreten.
10. Juni
USA/China 1971 – Die Vereinigten Staaten hatten eine Reihe von Handelsbeschränkungen gegenüber der Volksrepublik China aufgehoben und den Export von Getreide erleichtert. Damit hatte Washington auf die amerikanisch-chinesische Annäherung reagiert.
10. Juni
Rhodesien 1971 – Der Ausnahmezustand, der seit 1965 bestand, war durch die Stimmen der weißen Parlamentsabgeordneten um ein weiteres Jahr verlängert worden. Für die Regierung unter Ian Smith hatte der Ausnahmezustand nahezu unumschränkte Vollmachten bedeutet.
10. Juni
Frankreich/Europa 1971 – Im europäischen Parlament hatte zum ersten Mal ein amtierender Präsident des EWG-Ministerrats, Maurice Schumann, der Außenminister Frankreichs, über den Stand der politischen Einigung Europas berichtet. Schumann hatte erklärt, dass das Politische Komitee, bestehend aus den Direktoren der Politischen Abteilungen, der Außenministerien der sechs Mitgliedsstaaten, eingerichtet war und mit der Arbeit begonnen hatte.
10. Juni
Radrennsport 1971 – Sieger des Giro d’Italia war der 30-jährige Radprofi Gösta Pettersson aus Schweden geworden.
11. Juni
BRD 1971 – Die von der Bundesregierung beschlossenen Grundzüge der Steuerreform 1974 hatten eine Senkung der Steuerlast bei kleineren Einkommen und Vermögen vorgesehen. Mit größeren Belastungen rechnen mussten Bezieher höherer Einkommen.
11. Juni
BRD 1971 – Das Wirtschaftswissenschaftliche Institut der Gewerkschaften hatte in einer Studie „über quantitative Aspekte der Frauenarbeit in der Volkswirtschaft“ festgestellt, dass die Frauen zwar ein Drittel aller Erwerbstätigen stellten, dafür aber nur ein Viertel der gesamten Brutto- und Gehaltsumme erhielten.
12. Juni
BRD 1971 – In Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) hatten 300 ehemalige FDP-Mitglieder die rechtsgerichtete „Deutsche Union“ unter dem Vorsitz des Bundestagsabgeordneten und früheren Mitglieds der Waffen-SS, Siegfried Zoglmann, gegründet.
12. Juni
USA 1971 – Die Hochzeit des Jahres war in Washington mit 400 geladenen Gästen gefeiert worden: Die Tochter von US-Präsident Richard M. Nixon, Tricia Nixon, und der Jurastudent Edward Finch Cox, hatten im Rosengarten des Weißen Hauses die Ehe geschlossen.
12. Juni
Fußball 1971 – Die DFB-Auswahl hatte in Karlsruhe das Qualifikationsspiel zur Fußball-Europameisterschaften gegen Albanien 2:0 gewonnen.
13. Juni
USA 1971 – In den Vereinigten Staaten hatte die „New York Times“ mit der Veröffentlichung einer geheimen Vietnam-Studie des Pentagon begonnen. Präsident Richard M. Nixon und Justizminister John N. Mitchell hatten versucht, mit einer Klage vor Gericht weitere Veröffentlichungen zu unterbinden, waren aber später vor dem Obersten Gerichtshof der USA gescheitert.
13. Juni
BRD/USA 1971 – Bundeskanzler Willy Brandt war zu einem sechstägigen Besuch in den USA eingetroffen.
13. Juni
BRD 1971 – Auf dem Landesparteitag der Berliner SPD war Klaus Schütz in seinem Amt als Parteivorsitzender bestätigt worden.
13. Juni
Automobilrennsport 1971 – Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans (Frankreich) hatte der Österreicher Helmut Marko und sein niederländischer Beifahrer Gijs Van Lennep auf Porsche gewonnen.
14. Juni
BRD/Jugoslawien 1971 – Der jugoslawische Staatspräsident Josip Bros Tito begnadigte den am 6. Januar in Jugoslawien wegen angeblicher Spionage zu sechs Jahren Haft verurteilten „Spiegel“-Korrespondenten Hans-Peter Rullmann.
14. Juni
BRD 1971 – Bundeskanzler Willy Brandt hatte die Ehrendoktorwürde der Yale-Universität verliehen bekommen.
14. Juni
Frankreich 1971 – In Paris war der neue Roman des sowjetischen Schriftstellers und Nobelpreisträgers Alexandr I. Solschenizyn, „August Vierzehn“ erschienen.
15. Juni
Italien/Europa 1971 – Die Erziehungsminister der zum Europarat gehörenden Länder hatte die italienische Stadt Florenz zum Sitz des geplanten europäischen Hochschulinstituts bestimmt. Es sollte 1976 eröffnet worden.
15. Juni
Österreich 1971 – In der Hauptstadt Wien war in der ehemaligen Wohnung und Praxis des österreichischen Psychoanalytikers Sigmund Freud (1856-1939) ein Museum und eine Gedächtnisstätte errichtet worden.
15. Juni
BRD 1971 – Die Schriftstellerin Ilse Eichinger hatte den mit 10.000 DM dotierten Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund erhalten.
15. Juni
BRD 1971 – Die „Anstalten“ für die Eingliederung Blinder und Gehörloser in „Schulen“ waren in Niedersachsen umbenannt worden.
15. Juni
BRD 1971 – Der Vorstand der Stiftung Deutsche Sporthilfe hatte in Frankfurt am Main ein Programm zur sozialen Betreuung ehemaliger Spitzensportler verabschiedet, um ihnen bei der Eingliederung ins Berufsleben Hilfe leisten zu können.
16. Juni
Frankreich 1971 – François Mitterrand war zum Ersten Sekretär der Sozialistischen Partei Frankreichs gewählt worden.
16. Juni
BRD/NATO 1971 – Die Bundesregierung hatte politische Grundsätze für den Export von Waffen veröffentlicht. Geliefert werden sollte Kriegsmaterial ausschließlich an Mitglieder der NATO.
16. Juni
BRD 1971 – Die sieben deutschen Spitzenverbände des Tierschutzes mit 600.000 eingeschriebenen Mitgliedern hatten sich zur Dachorganisation „Deutscher Tierschutz e. V.“ zusammengeschlossen. Damit war ein geschlossenes Auftreten gegenüber der Bundesregierung möglich, der seit dem 18. März 1971 die Gesetzgebungskompetenz im Bereich des Tierschutzes oblag.
17. Juni
USA/Japan 1971 – In Washington hatten die Vereinigten Staaten und Japan einen Vertrag über die Rückgabe der Insel Okinawa an Japan unterzeichnet. Die Insel war 27 Jahre lang von den USA besetzt gewesen.
17. Juni
Malta 1971 – Der neue Ministerpräsident Dominic Mintoff war auf Malta vereinigt worden. Damit hatte die Insel seit ihrer 1964 erlangten Unabhängigkeit die erste sozialistische Regierung erhalten.
17. Juni
BRD 1971 – Der Deutsche Bundestag hatte das Zonenrandförderungsgesetz verabschiedet.
18. Juni
Großbritannien 1971 – „Warnung der Regierung Ihrer Majestät – Das Rauchen kann Ihrer Gesundheit schaden“ – Mit dieser Aufschrift waren zum ersten Mal Zigarettenschachteln mit einer aufgedruckten Warnung vor dem Rauchen in den Handel gebracht worden.
19. Juni
Pakistan 1971 – Der pakistanische Präsident Aga Muhammad Yahya Khan hatte die nach Indien geflüchteten Ostpakistaner zur Rückkehr aufgefordert. Die Heimkehrenden würden „jeden Schutz“ bekommen und sie müssten vor „keinerlei Diskriminierung“ Angst haben.
19. Juni
DDR 1971 – Die Delegierten des VIII. Parteitages der SED hatten Erich Honecker formell zum Nachfolger von Walter Ulbricht als Ersten Parteisekretär gewählt.
19. Juni
Schweiz/BRD 1971 – In Bern hatten die BRD und die Schweiz ein Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet. Dadurch sollte die Steuerflucht in die Schweiz eingeschränkt werden.
19. Juni
BRD 1971 – Die Kieler Woche, die unter dem Motto „Wissenschaft verbindet die Völker“ stand, war eröffnet worden. Angekündigt waren Kriegsschiffe aus sieben europäischen Ländern und den USA zu Freundschaftsbesuchen.
19. Juni
Fußball 1971 – Durch einen 2:1-Sieg nach Verlängerung über den 1. FC Köln war der FC Bayern München deutscher Fußballpokal-Sieger 1971 geworden.
20. Juni
BRD 1971 – Auf dem Landesparteitag der schleswig-holsteinischen SPD in Husum war Jochen Steffen in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt worden.
20. Juni
BRD 1971 – In München hatte die Deutsche Musik-Union erklärt, dass die Verdrängung von deutscher und deutschsprachiger Musik aus den Programmen der Rundfunk- und Fernsehanstalten den Berufsstand der deutschen Komponisten in Not gebracht hatte. In einem „Münchner Manifest“ hatten sie die „Renaissance deutscher Musik“ in den Medien gefordert.
20. Juni
Automobilrennsport 1971 – In Zandvoort hatte der Formel-1-Rennfahrer Jacky Ickx (Belgien) auf Ferrari den Großen Preis von Holland gewonnen.
21. Juni
Südafrika/International 1971 – Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte Südafrika zum Rückzug aus dem illegal besetzten Namibia aufgefordert.
21. Juni
Äthiopien 1971 – In der Hauptstadt Addis Abeba war in Anwesenheit von nur elf der 41 Mitgliedsstaaten die Gipfelkonferenz der Organisation für Afrikanische Einheit eröffnet worden.
21. Juni
Irland 1971 – Die illegale Irisch-Republikanische Armee (IRA) hatte zum 50. Jahrestag der Teilung von Irland mehrere Bomben- und Sprengstoffanschläge verübt.
22. Juni
BRD 1971 – Von der Staatsanwaltschaft in München waren in den Räumen der „Aktion 218“ fast 200 Abtreibungsbekenntnisse von Frauen sowie 200 Solidaritätserklärungen und Adressen von Kontaktpersonen beschlagnahmt worden. Damit war „Beweismaterial für Verstöße gegen den 218“ sichergestellt worden. Die „Aktion 218“ war eine Frauengruppe. Sie setzte sich für die Liberalisierung des Abtreibungsparagraphen ein.
22. Juni
Fußball 1971 – In der norwegischen Hauptstadt Oslo hatte die bundesdeutsche Nationalmannschaft ein Fußball-Länderspiel gegen
Norwegen 7:1 gewonnen.
23. Juni
Europa 1971 – Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und Großbritannien hatten sich in Luxemburg in einer langen Nachtsitzung über alle noch offenen Fragen des britischen Beitritts zur EWG geeinigt.
23. Juni
Polen 1971 – Das Parlament (Sejm) hatte ein Gesetz beschlossen, das den ehemals deutschen Kirchenbesitz der polnischen Westgebiete der katholischen Kirche in Polen übereignet hatte.
23. Juni
Portugal 1971 – In der Hauptstadt Lissabon war das bislang größte Trockendock der Welt in Betrieb genommen worden.
23. Juni
BRD 1971 – Der Bundestag in Bonn hatte eine Novelle zum Filmförderungsgesetz verabschiedet. Darin war eine Verbesserung der Förderung deutscher Filme durch die Filmförderungsanstalt vorgesehen.
24. Juni
DDR 1971 – Die Volkskammer der DDR hatte Erich Honecker als Nachfolger von Walter Ulbricht zum Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates gewählt.
24. Juni
BRD 1971 – Der Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages hatte das „Phantom“-Beschaffungsprogramm gebilligt.
24. Juni
BRD 1971 – Der Bundestag hatte einstimmig ein Gesetz über die Herabsetzung des Bleigehalts im Benzin verabschiedet. Damit sollte der zunehmenden Luftverschmutzung entgegengewirkt werden.
24. Juni
Sowjetunion/BRD 1971 – Der sechstägige Besuch einer Gruppe von Industriellen aus der Bundesrepublik unter Führung des Vorsitzenden des Friedrich-Krupp-Konzerns, Berthold Beitz, in Moskau war beendet worden. Bei den Gesprächen mit hohen Regierungsvertretern, u. a. mit Ministerpräsident Alexei N. Kossygin, war es vorrangig um die Errichtung eines Ständigen Moskauer Büros der in der Gruppe vertretenen Unternehmen Krupp, Klöckner, AEG, Telefunken, Grundig und Dresdner Bank gegangen.
25. Juni
Europa 1971 – In Brüssel hatten sich die Arbeits- und Sozialminister der sechs EWG-Mitgliedsstaaten nach elfstündigen Verhandlungen über die Aufteilung des europäischen Sozialfonds geeinigt. Etwa 60 Prozent der Geldmittel waren für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und 40 Prozent für Aus- und Weiterbildung zur Verfügung gestellt worden.
25. Juni
BRD 1971 – Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatte entschieden, dass das Vertriebsverbot für kinder- und jugendgefährdende Schriften im
Versandhandel mit dem Grundgesetz konform ging.
25. Juni
BRD 1971 – Der Verband der Niedergelassenen Ärzte in der Bundesrepublik hatte sich für die Beibehaltung des Paragraphen 218 ausgesprochen, da jede Schwangerschaftsunterbrechung eine „Vernichtung neuen Lebens“ und deshalb „ein Akt der Tötung“ wäre.
26. Juni
USA/Madagaskar 1971 – Die Vereinigten Staaten hatten ihre Botschafter aus der Republik Madagaskar zurückgerufen. Mit diesem Schritt hatte Washington gegen Vorwürfe über eine angebliche Verwicklung der US-Botschaft in politische Unruhen auf der Insel protestiert.
27. Juni
Südafrika/Frankreich 1971 – Mit den französischen Marcel-dassault-Flugwerken hatte die südafrikanische Rüstungsfirma Armaments Development and Production Corp. einen Lizenzvertrag über den Bau von Überschall-Kampfflugzeugen abgeschlossen.
27. Juni
Europa 1971 – Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hatte eine Neufassung der Bestimmungen der Allgemeinen Zollordnung vorgelegt. Darin war geregelt, was Reisenden zum persönlichen Gebrauch oder als Geschenk gestattet war, zollfrei einzuführen. Beispielsweise erlaubt waren danach 200 Zigaretten und ein Liter Alkohol.
27. Juni
BRD/Film 1971 – In West-Berlin verlieh Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher den Deutschen Filmpreis 1971. Je ein Filmband in Gold hatten die beiden Produzenten des Spielfilms „Erste Liebe“ und das literarische Colloquium für den Film „Lenz“ bekommen.
27. Juni
Fußball 1971 – In Göteborg hatte die bundesdeutsche Nationalmannschaft in einem Fußball-Länderspiel gegen Schweden 0:1 verloren.
27. Juni
Automobilrennsport 1971 – Auf Porsche hatte der Mexikaner Pedro Rodriguez und sein britischer Beifahrer Dick Altwood das 1000-km-Langstreckenrennen im österreichischen Zeltweg gewonnen.
28. Juni
USA/Boxen 1971 – Der Oberste Bundesgerichtshof in Washington hatte als letzte Instanz die Entscheidung gefällt, dass der Berufsboxer Muhammad Ali aus Glaubensgründen vom Wehrdienst befreit werden müsste. Damit hatte der Bundesgerichtshof gegen sämtliche Vorinstanzen entschieden, die Ali verurteilt hatten wegen Wehrdienstverweigerung zu fünf Jahren Gefängnis und 10.000 Dollar Geldstrafe.
28. Juni
BRD 1971 – Der Verband der Niederglassenen Ärzte hatte den Bundesbürgern geraten, mehr Urlaub im heimischen „Balkonien“ zu machen. Dies sei vielfach gesünder als eine strapaziöse Autoferienreise.
29. Juni
Ägypten/Sowjetunion 1971 – Der ägyptische Außenminister Mahmoud Riad war zu einem sechstägigen Besuch in der Sowjetunion eingetroffen. Er ratifizierte den am 27. Mai abgeschlossenen Vertrag über Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.
29. Juni
Frankreich 1971 – Der Stadtrat von Paris hatte den Abriss der berühmten Pariser Markthallen beschlossen.
29. Juni
Sowjetunion/Raumfahrt 1971 – Die Landung der „Sojus 11“ war missglückt. Die dreiköpfige Besatzung, darunter der Kommandant Georgi Dobrowski, war ums Leben gekommen.
30. Juni
BRD 1971 – Seit dem 1. August 1970 war der erhobene 10-prozentige Konjunkturzuschlag auf die Lohn-, Einkommen- und Körperschaftssteuer ausgelaufen. Durch diese Zusatzabgabe, die die Konsumnachfrage in der BRD dämpfen sollte, waren rund fünf Milliarden DM stillgelegt worden. Rückgabe war bis spätestens 31. März 1972 an die Steuerzahler vereinbart worden.
30. Juni
Fußball 1971 – In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen hatte die bundesdeutsche Nationalmannschaft ein Fußball-Länderspiel gegen Dänemark 3:1 gewonnen.

Juni 1971 in den Nachrichten

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