Filmjahr 1979 – Furiose Literaturverfilmung „Die Blechtrommel“

Das Jahr 1979 war für Filmfans aus aller Welt sehr ereignisreich. Zum einen wurden in diesem Jahr einige Klassiker der Filmgeschichte gedreht und zum anderen gab es interessante wirtschaftliche Entwicklungen in der Filmbranche.
Die US-amerikanische Filmproduktionsfirma Miramax Films wurde im Jahr 1979 von den Brüdern Harvey Weinstein und Bob Weinstein gegründet. Eigentlich wurde das Unternehmen zum Verleih von Filmen ins Leben gerufen, doch nach einiger Zeit entschloss man sich in die Filmproduktion einzusteigen.
1993 wurde die Firma von Disney übernommen, die bekanntesten Filme von Miramax sind „Pulp Fiction“,
„Chicago“ und „Fahrenheit 9/11“. Eine weitere Produktionsfirma, die von George Harrison gegründet wurde, war HandMade Films. Das vorrangige Ziel dieser Neugründung war es, die Produktion von „Das Leben des Brian“ zu übernehmen, die im Filmjahr 1979 in die Kinos kam.
Im Mai 1979 kam in Deutschland die Uraufführung des Films „Die Blechtrommel“ von Volker Schlöndorff zur Uraufführung, der eine internationale Koproduktion war. Das Werk nach dem
Roman von Günter Grass ist der erste deutsche Film der als „Bester fremdsprachiger Film“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Er erhielt neben anderen Filmpreisen auch eine „Die Goldene Palme“ auf den Filmfestspielen in Cannes. In den Hauptrollen waren Mario Adorf, Angela Winkler und Katharina Thalbach besetzt. Die Rolle des Oskar Matzerath spielte der Schweizer Schauspieler David Bennent, der durch diese Rolle international bekannt wurde. Bennent lehnte eine Fortsetzung des Films über das letzte Drittel des Romans ab. Er begründete das damit, dass ihm durch diesen Film zwar der Einstieg ins Filmgeschäft erleichtert worden war, er aber zeitlebens auf diesen Film von der Öffentlichkeit festgelegt würde.
Ebenfalls im Mai hatte in den USA der amerikanisch-britische Science-Fiction-Horrorfilm „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ seine Uraufführung. Der Film kam im selben Jahr in die deutschen Kinos. Mit seinen von H. R. Giger geschaffenen Wesen und Umgebungen gilt dieses Werk als
einer der visuell beeindruckendsten Filme des modernen Kinos. Er leitete eine ganze Reihe von Alien-Filmen ein. Erstmals war mit Sigourney Weaver einer Frau in der Hauptrolle gelungen, in diesem Action-Genre ihren Durchbruch zu schaffen.
Ein US-amerikanischer Musical-Film, der das Treiben hinter den Kulissen von Musicalproduktionen gnadenlos darstellt war „Hinter dem Rampenlicht“. Roy Scheider spielte den Broadway-Regisseur Joe Gideon. Im Lexikon des Internationalen Films heißt es dazu: „ Musical um das Sterben eines berühmten Broadwayregisseurs und Choreographen. Perfekt inszeniert, streckenweise von mitreißendem Rhythmus und überbordend von ästhetischen Effekten: großes Hollywood-Kino.“
Und wieder kam ein
James-Bond-Film in die Kinos. Roger Moore war wieder der Agent 007 in dem Film „Moonraker – Streng geheim“. Diesmal führt das Verschwinden eines Raumgleiters den Helden bis in den Weltraum. Der Film hatte seine bundesdeutsche Premiere im August 1979.
In den USA hatte „Star Trek – Der Film“ seine Uraufführung. Er ist der erste Star-Trek-Film und eine Fortsetzung der TV-Serie „Raumschiff Enterprise“. In dem Film gibt es ein Wiedersehen mit den Seriendarstellern, die neue Abenteuer zu bestehen haben. Die Weltraum-Fans in der Bundesrepublik mussten noch bis zum März 1980 warten. Erst dann hatte der Film seine deutsche Uraufführung.
Die Oscar-Verleihung fand im Jahre 1979 am 9. April statt. Der Preis für den besten Film ging dabei an „Die durch die Hölle gehen", der ebenfalls noch den Oscar für den besten Regisseur und den besten Nebendarsteller erhielt. Der Award für den besten Hauptdarsteller bekam John Voigt und die beste
Hauptdarstellerin war Jane Fonda, beide in dem Film „Coming Home - Sie kehren heim“.

Filmdebüts und Neuerscheinungen
Mickey Rourke wurde von Steven Spielberg mehr oder weniger entdeckt und gab seinen Filmeinstand in der Komödie „1941 - Wo bitte geht´s nach Hollywood?" .
Liam Neeson gab sein Filmdebüt in "Pilgrim's Progress" und Christoph Waltz in "Parole Chicago".


Die erfolgreichsten Filme 1979 Kinocharts

Das Dschungelbuch 9,1 Mio. Besucher
Louis' unheimliche Begegnung mit den Außerirdischen 5,9 Mio. Zuschauer
Das Krokodil und sein Nilpferd 5,3 Mio.. Zuschauer
James Bond - Moonraker 5,1 Mio. Besucher
Die Blechtrommel 3,9 Mio. Besucher
Apocalypse Now 3,3 Mio. Besucher
Zombie 3,1 Mio. Zuschauer
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