Das Filmjahr 1980 – Eine britische Bibelpersiflage

mit Monty PythonFür Aufsehen in den Kinos sorgte 1980 der Film „Kramer gegen Kramer“ von Regisseur Robert Benton. In dem US-Drama geht es um den super erfolgreichen Werbekaufmann Ted Kramer (gespielt von Dustin Hoffmann). Der wird von einem Tag auf den anderen von seiner Ehefrau Joanna (Meryl Streep) und dem fünfjährigen Sohn Billy verlassen. Dabei war Ted doch immer der Meinung, dass seine Familie glücklich mit der gesamten Situation gewesen sei. Das seine Frau selbst in einer „fetten“ Identitätskrise steckte, hatte er vor lauter Arbeit gar nicht
mitbekommen. Und nach erfolgreicher Psychotherapie beantragt die Ex das alleinige Sorgerecht für das gemeinsame Kind im Familienprozess „Kramer gegen Kramer“. Ein erbitterter Sorgerechtsstreit beginnt. Für den Kinofilm hagelte es Auszeichnungen. Neun Oscar-Nominierungen bekam er, wovon er tatsächlich fünf gewann. Dazu kamen vier weitere Golden Globe Awards.
Das Filmjahr 1980 hatte auch einen Kinoklassiker zu bieten, der uns zum Lachen brachte. „Das Leben des Brian“ ist eine Bibel-Persiflage der britischen Komiker-Gruppe Monty Python. In dieser war z. B. Filmstar und Komiker John Cleese zu sehen. Die Geschichte erzählt von dem unauffälligen Brian, der zur selben Zeit wie der Messias Jesus geboren wird. Etliche Missverständnisse sorgen dafür, dass Brian für diesen gehalten wird. Es gab trotz der vielen Lacher auch heftige Kritik von verschiedenen Seiten. Die sechs Monty-Python-Mitglieder haben sich hier richtig ausgetobt zum Wohle des Zuschauers. Heiter und bitterböse zugleich.
Das Filmjahr 1980 schickte den US-Film „Star Trek“ in die weltweiten Kinosäle, der in den USA bereits 1979 seine Uraufführung erlebt hatte. Admiral James T. Kirk ist wieder mit seiner gesamten Crew im Universum unterwegs und zwar in dem legendären Raumschiff „Enterprise“. Eine geheimnisvolle Wolke droht die Erde zu zerstören. Obwohl die Kritiken damals recht mäßig ausfielen, brachte die Star-Trek-Crew einige Millionen US-Dollar in den Filmkassen. Der Erfolg war so groß, dass es bis 2009 immerhin weitere zehn neue Cinema-Episoden geben sollte. Der Hype ist bis heute ungebrochen.
1980 war auch ein erfolgreiches Jahr in Sachen Film für Schauspiel-Genie Jack Nicholson. Er spielte die Hauptrolle in Stanley Kubricks Horror-Klassiker „The Shining“ nach dem gleichnamigen Roman von Stephen King. Die Story: der Schriftsteller Jack Torrances zieht mit Frau und übersinnlich begabtem Sohn Danny in das Berghotel „Overlook“, das während der gesamten Winterzeit geschlossen ist. Er übernimmt die Betreuung des Baus – als Hausmeister. Das Hotel allerdings besitzt bestimmte Bereiche, die besser gemieden werden sollten. Übrigens: einige Jahre zuvor – im Jahre 1970 - hatte der damalige Winter-Hausmeister kurzerhand seine Frau und die beiden Töchter umgebracht. Und auf einmal wird auch Schriftsteller Jack immer wieder von Halluzinationen und Angstträumen heimgesucht. Wiederholt sich etwa die mörderische Geschichte des Winters 1970!? Auszeichnungen konnte der Streifen aus dem Filmjahr 1980 nicht „ergattern“. Nur – Stanley Kubrick bekam selbst eine „Goldene Himbeere“ dafür. In der Kategorie „Schlechteste Regie“. Immerhin wenigstens etwas, oder!? „Star Wars V – Das Imperium schlägt zurück“ war 1980 der zweite Teil der Science-Fiction-Saga-Trilogie von Kultregisseur George Lucas. Inhalt: die Rebellen von Yavin IV suchen das Weite und machen sich auf, einen neuen Stützpunkt zu finden. Hintergrund war die Zerstörung des Todessterns. Die Wahl der Rebellen fällt übrigens auf den Eisplaneten Hoth. Einsatz für das Über-Trio Han Solo, Chewbacca und Luke Skywalker! Spannend bis zur letzten Minuten – zu dem ist der Film auch durchaus für Nicht-Science-Fiction-Fans „guckbar“!

Neuerscheinungen und Filmdebüts
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