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Chronik Februar 1935 - Die Gefahr für Juden in Deutschland wuchs immer mehr

Februar 1935
Wenngleich noch niemand öffentlich von einem Krieg sprach, so waren die Zeichen, die Hitler in seinen Reden und in seinem Tun setzte, deutlich. Außerdem wurde im Land alles getan, eine Herrenrasse „salonfähig“ zu machen. Beispielsweise gab es Flugblattaktionen in Großbetrieben, die von der Deutschen Arbeitsfront organisiert worden waren, in denen zum Boykott jüdischer Ärzte und Geschäfte aufgerufen wurde. Die ersten Publizisten erhielten Rede- und Berufsverbot, viele waren bereits nach Frankreich und in andere Staaten ausgewandert, um den drohenden und ungewissen Zeiten zu entkommen. Von Paris aus hatten die Exilanten immer wieder auf eine aufkommende Gefahr hingewiesen. Derweil manifestierte die Macht des nationalsozialistischen Regimes immer mehr.
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Ereignisse & Schlagzeilen 1935
Februar 1935

1. Februar
Deutsche Arbeitsfront 1935 – Mit einer Flugblattaktion in Großbetrieben hatte die Deutsche Arbeitsfront (DAF) zum Boykott jüdischer Ärzte und Geschäfte aufgerufen.
1. Februar
USA 1935 – Der Bau des Staudamms, der sich auf der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Nevada und Arizona befindet, knapp 50 km südöstlich von Las Vegas im Black Canyon, war nach viereinhalb Jahren Bauzeit vollendet worden. Die Talsperre wurde nach dem dem 31. Präsidenten der USA, Herbert C. Hoover benannt und wurde als Hoover-Talsperre bekannt.
1. Februar
Deutsches Reich 1935 – Die Zahl der Rundfunkteilnehmer im Deutschen Reich war auf 6.439.000 gestiegen.
1. Februar
Deutsches Reich 1935 – Der Direktor der Berliner Verkehrsgesellschaft, Wilhelm Benninghoff, war vom Reichsminister zum Vorsitzenden des Verbandes deutscher Kraftverkehrsgesellschaften berufen worden.
1. Februar
Leipzig 1935 – Für den Religionsunterricht an Volksschulen hatte das städtische Schulamt in Leipzig neue Richtlinien erlassen. Lehrer sollten künftig stärker die germanische Religion und das germanische Brauchtum gegenüber dem Alten Testament zum Unterrichtsthema machen. Zu betonen sei, dass Jesus „schon wegen seiner arischen Abstammung als Feind des Judentums angesprochen wurde“.
1. Februar
Deutsches Reich/Theater 1935 – Am Staatstheater Schwerin das das nordische Schauspiel „Im Anfang war das Wort“ von Kaj Munk uraufgeführt worden.
1. Februar
Berlin/Film 1935 – In Berlin war der Abenteuer- und Liebesfilm „Der rote Reiter“ unter der Regie von Rolf Randolf zur Uraufführung gekommen. Unter anderem spielten Ivon Petrovich, Camilla Horn, Marie-Luise Claudius und Veit Harlan. Die Filmmusik hatte Fritz Wennels komponiert.
1. Februar
Türkei 1935 – Die einstige Hauptkirche des Byzantinischen Reiches, die Hagia Sophia in Istanbul, die ab 1453 Moschee war, war als Museum eröffnet worden.
1. Februar
Preußen 1935 – Die Bücher „Vor großen Katastrophen – Der deutsche Aufstieg und die germanische Zeit“ von Wilhelm Gellert, „So sprach der Kanzler. Dollfuß' Vermächtnis“ von Anton Tautscher und „Wer keine Wahl hat, hat die Qual“ von J. Weiskopf waren in Preußen verboten worden.
1. Februar
Deutsches Reich/Literatur 1935 – Im Bernhard Funck Verlag, München, war der Roman „Sturm über Tirol“ von Hans Lehr erschienen.
2. Februar
Reitsport 1935 – Die deutsche Mannschaft hatte beim Berliner Reitturnier den Preis der Nationen des Führers und Reichskanzlers vor der französischen Equipe gewonnen.
2. Februar
USA 1935 – In einem Experiment hatte der US-amerikanische Wissenschaftler Leonard Keeler zu ersten Mal einen Lügendetektor getestet.
2. Februar
UdSSR 1935 – Der Volkskommissär für die Schwerindustrie der UdSSR, Grigori Ordschonikidse, hatte in einer Rede auf dem Rätekongress in Moskau Hitler „völlige Ignoranz in Fragen des wirtschaftlichen und des technischen Fortschritts überhaupt und der Sowjetunion im besonderen“ vorgeworfen.
2. Februar
Deutsches Reich 1935 – Anlässlich des 62. Geburtstages des Reichsaußenministers, Konstantin Freiherr von Neurath, war der Reichsführer Adolf Hitler zum Abendempfang in dessen Haus zu Besuch.
2. Februar
Deutsches Reich 1935 – Das voraussichtliche Umsatzsteueraufkommen für 1935 hatte das Reichsfinanzministerium auf mehr als 2 Milliarden RM eingeschätzt. Es bildete die Haupteinnahmequelle des Reiches.
3. Februar
Europa 1935 – In der britischen Hauptstadt London hatten Vertreter Frankreichs und Großbritanniens zum Abschluss einer dreitägigen Konferenz ein Kommuniqué über kollektive Sicherheit in Europa verabschiedet. Darin war Deutschland zum Beitritt zu einem mittel- und osteuropäischen System kollektiver Sicherheit aufgefordert worden.
3. Februar
Riesengebirge 1935 – Bei einem plötzlich einsetzenden Schneesturm im Riesengebirge waren vier Menschen ums Leben gekommen.
3. Februar
München 1935 – In Gauting bei München war der Flugzeugkonstrukteur Hugo Junkers an seinem 76. Geburtstag gestorben.
3. Februar
Deutsches Reich 1935 – Der spätere Präsident des am 19. Oktober 1935 gegründeten Reichsinstitutes für Geschichte, Walter Frank, hatte den Historiker Hermann Oncken im „Völkischen Beobachter“ verunglimpft. Es hatte sich eine Kontroverse angeschlossen, in deren Folge Friedrich Meinecke die Herausgabe der „Historischen Zeitschrift“ aufgeben musste.
4. Februar
Deutsches Reich 1935 – Wegen Devisenvergehen hatten Gestapo und Zollfahndung mit einer systematischen Durchsuchungen in zahlreichen Klöstern und kirchlichen Institutionen begonnen. Dabei war es zu einer Reihe von Verhaftungen gekommen, in deren Folge es zu Devisenprozessen kam.
4. Februar
Deutsches Reich 1935 – Der Reichsführer Adolf Hitler hatte eine Neuordnung des Gnadenrechts und des Rechts der Beamtennennung erlassen.
4. Februar
Ceylon 1935 – In Ceylon (heute Sri Lanka) waren bei einer Malaria-Epidemie amtlichen Schätzungen zufolge mehr als 30.000 Menschen ums Leben gekommen.
4. Februar
Österreich 1935 – Der österreichische Ministerrat hatte ein Gesetz über Beamtenanwärter beschlossen. Bewerber, die vor dem 1. Juli 1917 eine militärische Ausbildung absolviert hatten, sollten gegenüber ungedienten Bewerbern bevorzugt werden.
4. Februar
 Sowjetunion 1935 – In London hatten internationale Hilfsorganisationen auf die Gefahr einer Hungersnot in Teilen der UdSSR hingewiesen. Besonders auf die Landbevölkerung hatte sich die schlechte Ernte des Jahres 1934 ausgewirkt.
4. Februar
Tschechoslowakei 1935 – Wegen illegaler Betreibung eines Rundfunksenders hatten die Behörden in Prag Strafantrag gegen Otto Strasser gestellt. Weil Strasser mit Hitlers Politik nicht übereinstimmte, war der NSDAP-Funktionär nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten aus dem Deutschen Reich geflohen.
4. Februar
Boxen 1935 – Der deutsche Profiboxer im Schwergewicht, Walter Neusel, hatte in London durch ein K. o. In der 11. Runde den Briten Jack Petersen besiegt.
4. Februar
Deutsches Reich 1935 – In Berlin hatte Reichspropagandaminister Joseph Goebbels im Harnack-Haus das Reichsfilmarchiv eröffnet. Es galt als das größte seiner Art weltweit. In seiner Eröffnungsrede hatte Goebbels die Schaffung eines „repräsentativen deutschen Films“ angekündigt. +4. Februar
Deutsches Reich 1935 – Die Druckschrift „Führer Europas“ (Amsterdam) war für das ganze reich verboten worden.
4. Februar
Preußen 1935 – Das Wachtturm-Werk „Jehova ist Gott, er hat uns Licht gegeben“ war für Preußen verboten worden.
5. Februar
Tschechoslowakei 1935 – Das Parlament in der Tschechoslowakei in Prag hatte ein Gesetz zum Schutz vor Fliegerangriffen verabschiedet. Unter anderem waren darin Hausbesitzer zum Bau von Luftschutzräumen verpflichtet worden.
5. Februar
Berlin/Justiz 1935 – Zum ersten Mal war in Berlin der Reichsehrengerichtshof zusammengetreten.
5. Februar
Deutsches Reich/Literatur 1935 -Im Universitas Verlag, Berlin, war zum „Ehrentag der schwäbischen Dichtung“ der Roman „Die Schillerbrüder“ von Wilhelm Kohlhaas erschienen.
6. Februar
Sowjetunion 1935 – Auf dem 7. Rätekongress der Sowjetunion war Wjatscheslaw M. Molotow als Regierungschef bestätigt worden. Außerdem war die sogenannte Stalin-Verfassung beschlossen worden.
6. Februar
Türkei 1935 – Erstmals mit aktivem und passivem Wahlrecht für Frauen hatte in der Türkei die Wahl zur fünften Großen Nationalversammlung stattgefunden.
6. Februar
Deutsches Reich 1935 – In Süddeutschland waren mehrere Männer zum Arbeitseinsatz in das Konzentrationslager Dachau (bei München) eingeliefert worden, weil sie infolge von „Trunksucht“ nicht mehr für den Unterhalt ihrer Familien aufkommen konnten.
6. Februar
Deutsches Reich 1935 – Der Leiter des Außenpolitischen Amtes der NSDAP (APA), Alfred Rosenberg, hatte in einer Rundfunkrede festgestellt, „dass deutsche Kultur und germanische Wesensart nicht von dem Siege Karl des Franken und konfessionellen Bekehrungen herrührten, sondern in fernen Jahrhunderten ihre urtümlichen Wurzeln hatten“.
7. Februar
Völkerbund 1935 – Für den Abzug der internationalen Truppen aus dem Saarland hatte der Völkerbund die endgültige Weisung herausgegeben. Bis zum 1. März, dem Tag der offiziellen Rückkehr des Saargebietes ins Deutsche Reich, sollten alle dort stationierten Truppen abgezogen sein.
7. Februar
Berlin 1935 – Die NSDAP hatte in Berlin ein außenpolitisches Schulungshaus eröffnet. Nach dem Plan des Parteiideologen Alfred Rosenberg sollte hier die Geschichte und Geographie „verschiedener Lebensräume“ studiert werden können.
7. Februar
Deutsches Reich 1935 – Die Heeresleitung hatte neue Bestimmungen für die Begrüßung des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler erlassen. Wenn Hitler eine Reichswehrabteilung mit „Heil“ grüßte, so hatte die Truppe künftig mit „Heil mein Führer“ zu antworten.
7. Februar
Spanien/Deutsches Reich 1935 – Das Deutsche Reich hatte mit Spanien ein Abkommen über die Aufnahme einer regelmäßigen Flugverbindung zwischen den beiden Ländern geschlossen.
7. Februar
Deutsches Reich/Film 1935 – In Berlin hatte der deutsche Kriegs- und Abenteuerfilm „Mein Leben für Maria Isabell“ seine Uraufführung. Die Hauptrollen spielten Viktor de Kowa, Bernhard Minetti und Veit Harlan. Der Film war unter der Regie von Erich Waschnek entstanden. Grundlage des Films war der Roman „Die Standarte“ von A. Lernet-Holenia. Die Musik hatte Herbert Windt geschrieben.
7. Februar
Italien 1935 – Die gesamte italienische Presse hatte anlässlich des zehnten Jahrestages der faschistischen Miliz im Land die „Zehn Gebote für Schwarzhemden“ veröffentlicht. Darin hatte es unter anderem geheißen: „Der faschistische Milizsoldat darf nicht an den dauerhaften Frieden glauben; Mussolini hat immer Recht“ und „Etwas steht über allem: Das Leben des Duce“.
7. Februar
Deutsches Reich 1935 – In der „Fränkischen Tageszeitung“ hatte der nationalsozialistische Politiker Julius Streicher erklärt: „...es gibt keinen, der besser den Juden gerecht zu werden vermag, als ich.“ Die „Fränkische Tageszeitung“ war neben dem „Stürmer“ (Herausgeber Julius Streicher) die führende antisemitische Zeitung in Deutschland gewesen.
7. Februar
Deutsches Reich/Buchhandel 1935 – Der Roman „Der Lockruf der Erde“ von Theo Benkert war im Groten Verlag erschienen. Das Sachbuch über den Rundfunk „Wir schalten um!“ von Reinhold Scharnke hatte der Schildhorn Verlag, Berlin, herausgegeben und bei Zsolnay war der Roman „Die Häuser im Kol“ von Robert Seitz veröffentlicht worden.
8. Februar
Deutsches Reich 1935 – Im Deutschen Reich war das Gesetz über die Devisenwirtschaft veröffentlicht worden. Es schrieb die totale staatliche Regulierung des Außenhandels fest.
8. Februar
Berlin 1935 – Im Alter von 87 Jahren war in Berlin der Maler Max Liebermann gestorben. Liebermann gehörte zu den bedeutendsten impressionistischen Künstlern. Er war ehemaliger Präsident und Ehrenpräsident der Preußischen Akademie der Künste. Liebermann hatte sehr unter der Verfemung durch die Nazis zu leiden gehabt.
8. Februar
Berlin/Film 1935 – Der deutsche Operetten-Film „Frühjahrsparade“ mit Paul Hörbiger in der Hauptrolle hatte in Berlin seine Uraufführung. Regie hatte Geza von Bolvary geführt. Der Film war auf der Biennale in Venedig mit der Goldenen Medaille für den besten Musikfilm ausgezeichnet worden. In dem Film der im österreichisch-ungarischen Milieu spielt, waren zudem Franziska Gaal, Wolf Albach-Retty, Theo Lingen, Adele Sandrock, Hans Richter, Hans Moser und viele andere zu sehen.
8. Februar
Deutsches Reich 1935 – Jede Auslandszahlung von mehr als 10 RM pro Monat musste nach dem zusammenfassenden Gesetz über die Devisenwirtschaft in den Reisepass eingetragen werden.
8. Februar
Deutsches Reich 1935 – Im Zentralverlag der NSDAP war das „Nationalsozialistische Handbuch für Recht und Gesetzgebung“ von Reichsminister Hans Frank erschienen. Das Buch war das erste parteiamtliche Werk über die Neuordnung des Rechtslebens im Deutschen Reich gewesen.
8. Februar
Preußen 1935 – Das „Jahrbuch 1935 der Zeugen Jehovas“ war in Preußen verboten worden.
9. Februar
Eiskunstlaufsport 1935 – In der österreichischen Hauptstadt Wien hatte die Norwegerin Sonja Henie zum neunten Mal in Folge bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften den Titel gewonnen.
9. Februar
Bayern 1935 – Der bayerische Verwaltungsgerichtshof in München hatte in einem Musterprozess die Entscheidung gefällt, dass eine Frau, die „ohne zwingende Gründe“ die Ehe mit einem „Angehörigen einer fremden Rasse“ eingeht und zu diesem Zweck auch den Glauben wechselte, im Sinne des Gesetzes nicht mehr als „unbescholten“ gelten konnte.
10. Februar
Deutsches Reich 1935 – Der Münchener Kardinal Michael von Faulhaber hatte in einer aufsehenerregenden Predigt gegen die von den Nationalsozialisten geförderte Einheitsschule protestiert. Er hatte sich für den Erhalt der konfessionell gebundenen Schulen eingesetzt.
10. Februar
Archäologie 1935 – Bei Ausgrabungsarbeiten zwischen Bagdad (Irak) und dem Persischen Golf hatten Archäologen die Ruinen einer fast 5700 Jahre alten Stadt entdeckt. Es waren neben Häusern und Haushaltsgegenständen auch die Wände eines Tempels und einige Grabstätten erhalten.
10. Februar
Deutsches Reich 1935 – Der Historiker Wilhelm Mommsen war vom „Völkischen Beobachter“ als politisch unzuverlässig bezeichnet worden. Etwa zeitgleich war der Historiker Hermann Oncken von seinem Posten an der Berliner Universität suspendiert worden. Dieser Vorgang war von dem jungen Historiker Walter Frank gefördert worden. Frank war „Referent für Geschichte beim Beauftragten des Führers für die weltanschaulische Erzienung“ bei Alfred Rosenberg gewesen.
10. Februar
Berlin/Theater 1935 – In den Berliner Kammerspielen hatte das Bergwerksstück „Die Front unter Tage“ von Josef Wiessalla seine Uraufführung.
11. Februar
Japan 1935 – Nördlich der japanischen Hauptstadt Tokio, in Schizuoka, hatte sich ein schweres Erdbeben ereignet, bei dem amtlichen Meldungen zufolge 25 Menschen ums Leben gekommen waren.
11. Februar
Bayern 1935 – Die Halbmonatsschrift „Lutherische Kirche“ vom 1. Februar 1935 und die Zeitschrift „Deutsche Wochenschau“ Nr. 5 vom 31. Januar 1935 waren für Bayern verboten worden.
11. Februar
Sopade 1935 – Das Zentralkomitee der KPD hatte in einem offenen Brief den Vorstand der Sopade (so nannte sich der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, SPD, bis zum Frühjahr 1938 im Prager Exil, danach bis 1940 im Pariser Exil) eingeladen, einen gemeinsamen Appell an die deutschen Arbeiter zur Bildung von Einheits-Komitees herauszugeben, um eine offene Kampagne gegen die nationalsozialistischen Kandidaten in den bevorstehenden Vertrauensrätewahlen zu organisieren. Die SPD hatte dies am 14. Februar abgelehnt.
11. Februar
Berlin 1935 – Zur Erstaufführung im Staatstheater Berlin war die 15. Auflage von E. G. Kolbenheyers „Heroische Leidenschaften“ erschienen.
11. Februar
Deutsches Reich/Buchhandel 1935 – Im Wilhelm Korn Verlag, Breslau, war das erste Buch von Waldemar Augustiny, „Die Fischer von Jarsholm“, ein Roman aus Schleswig-Holstein, erschienen.
12. Februar
Großbritannien/Palästina 1935 - „Der „Zentrale britische Fond für deutsche Juden“ hatte in London zum dritten Mal zu einer Spendenaktion zur Unterstützung der nach Palästina ausgewanderten Juden aufgerufen. Seit der Machtübernahme Adolf Hitlers 1933 waren etwa 20.000 Juden nach Palästina ausgewandert.
12. Februar
USA 1935 – Das größte Marinaluftschiff der Welt, die US-amerikanische „Macon“ war bei einem schweren Sturm 100 Seemeilen südöstlich von San Francisco (US-Bundesstaat Kalifornien) ins Meer gestürzt und versunken. Von 83 Mann Besatzung hatten 81 Mann überlebt. Die Katastrophe hatte dennoch das Ende der Starrluftschifffahrt in den USA zur Folge.
12. Februar
Deutsches Reich 1935 – Der Leiter der Reichswirtschaftskammer, Ewald Hecker, hatte die gewerbliche Wirtschaft zur Mithilfe bei der Rückgliederung des Saarlandes aufgerufen.
12. Februar
Berlin/Film 1935 – In Berlin war der Film „Wenn ein Mädel Hochzeit mach“ uraufgeführt worden. Unter der Regie von Carl Boese waren Lucie Englisch, Kurt Vespermann und andere zu sehen. Zum ersten Mal war Werner Eisbrenner mit seiner Filmmusik vertreten gewesen.
12. Februar
Deutsches Reich/Sportbehörde 1935 – Die Oberste Nationale Sportbehörde für die deutsche Kraftfahrt (ONS) hatte das Werk „Der Kraftfahrsport im neuen Deutschland“ herausgegeben.
12. Februar
Deutsches Reich/Buchhandel 1935 – Im Oldenbourg Verlag, München, war das zweibändige Werk „Geschichte Englands“ von George Macaulay Trevelyan erschienen.
12. Februar
Deutsches Reich 1935 – Die Kunstmappe „Bauertum als Heger deutschen Blutes“ von Wolf Willrich, eine Sammlung von 51 Zeichnungen, wandte sich gegen die „Mitgestalten der Entartungskunde der Systemzeit“.
13. Februar
Deutsches Reich 1935 – Im Reichserziehungsministerium war das Amt „K“ für körperliche Erziehung eingerichtet worden.
13. Februar
Deutsches Reich/Medizin 1935 – Der Pathologe und Bakteriologe Gerhard Domagk hatte die Sulfonamide in die Chemotherapie bakterieller Infektionen eingeführt.
13. Februar
USA 1935 – Wegen Entführung und Ermordung des Lindbergh-Babys war in Flemington (US-Bundesstaat New Jersey) Bruno Hauptmann zum Tode verurteilt worden.
13. Februar
Deutsches Reich/Film 1935 – Die Reichsregierung hatte unter dem Motto „Das Ideal des deutschen Volkes ist die Arbeit, sein Wille die Leistung und seine Sehnsucht der Friede“ die deutsche Jugend zum zweiten Reichsberufswettbewerb vom 18. bis 23. März aufgerufen.
13.Februar
Deutsches Reich 1935 – Sämtlichen Beamten und Lehrpersonen war von Reicherziehungsminister Bernhard Rust die Teilnahme an den Veranstaltungen des Deutschen Philologenverbandes verboten worden. Der Grund hatte in den von der nationalsozialistischen Ideologie abweichenden Erziehungsprinzipien des Verbandes gelegen.
13. Februar
Deutsches Reich 1935 – Der deutsche Film „Winternachtstraum“ hatte in Heidelberg seine Uraufführung gehabt. Die Hauptrollen spielten Magda Schneider, Hans Moser und Theo Lingen. Der Film war unter der Regie von Geza von Bolvary entstanden. Die Musik hatte Franz Grothe komponiert.
13. Februar
Düsseldorf 1935 – An der Verwaltungsakademie Düsseldorf war eine eisenbahwissenschaftliche Woche abgehalten worden.
14. Februar
Deutsches Reich 1935 –In Berlin hatten sich die Reichsleiter der NSDAP unter dem Vorsitz des stellvertretendem Parteiführer Rudolf Heß und in Anwesenheit Adolf Hitlers zu einer Konferenz getroffen.
14. Februar
Berlin 1935 – In Berlin war die Internationale Automobil- und Motorradausstellung eröffnet worden. In seiner Ansprache hatte Adolf Hitler u. a. gefordert: „Es muss möglich sein, dem deutschen Volk einen Kraftwagen zu schenken, der im Preis nicht mehr kostet als früher ein mittleres Motorrad und dessen Brennstoffverbrauch mäßig ist.“ Damit wurde der Volkswagen vorbereitet.
14. Februar
München 1935 – In München waren vier katholische Lehrerinnen aufgrund von Beschuldigungen der Nachbarn verhaftet worden. Im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Einheitsschule hatten sich die vier Frauen über das Vorgehen der Nationalsozialisten beklagt.
14. Februar
Schwimmen 1935 – In Bochum hatte die Krefelderin Martha Genenger mit 2:49,2 min einen Weltrekord über 200-m-Brustschwimmen aufgestellt.
14. Februar
Rennrodeln 1935 – Auf seinem Kongress in St. Moritz hatte der Bob-Weltverband FIBT eine Sektion Rennrodeln eingerichtet. Um die Zulassung dieser Sportart bei olympischen Spielen hatte der Verband das Internationale Olympische Komitee vergeblich gebeten.
14. Februar
Berlin/Film 1935 – In Berlin kam der Film „Alles um eine Frau“ zur Uraufführung. Regie hatte Alfred Abel geführt. Unter anderem spielten Charlotte Susa, Gustav Diessl, Paul Hartmann und Hubert von Meyerinck. Die Musik hatte Gerd van Stetten geschrieben.
14. Februar
Deutsches Reich/Buchhandel 1935 – Im Berliner Zsolnay Verlag war das 9. Tausend des Mathematik-Handbuches „Vom Einmaleins zum Integral“ von Egmont Colerus erschienen. Bei Knaur waren Neuausgaben aller Luis-Trenker-Bücher zum Einheitspreis von 2,85 RM herausgegeben worden.
15. Februar
Deutsches Reich/Saarland 1935 – Nach der Wiedereingliederung des Saarlandes ins Deutsche Reich waren die Saargruben in deutsches Eigentum übergegangen.
15. Februar
Bobfahren 1935 – Der deutsche Viererbob mit Steuermann Hans Kilian war in St. Moritz Weltmeister geworden.
15. Februar
Spanien 1935 – Ein Kriegsgericht in Oviedo hatte Gonzalez Pena zum Tode und zu 200 Millionen Peseten (68 Millionen RM) verurteilt. Pena war einer der Führer des Oktoberaufstandes in der spanischen Provinz Asturien 1934 gewesen. Der Aufstand richtete sich gegen die rechte Regierung des Ministerpräsidenten Alejandro Lerroux y García.
15. Februar
Deutsches Reich 1935 – Die von der Reichsregierung in London und Paris überreichten Vorschläge zur allgemeinen Rüstungsbeschränkung und zum Abschluss eines Ostlokarnopaktes und einer internationalen Konvention gegen Luftangriffe hatte die Reichsregierung hinhaltend beantwortet.
15. Februar
Bayern 1935 – Der bayerische Kultusminister Hans Schemm hatte 16 Lehrerbildungsanstalten des Landes aufgelöste und drei Hochschulen für Lehrerbildung (HfL) gegründet.
15. Februar
Deutsches Reich/Buchhandel 1935 – Die Werke „Der Geiger“ von Reinhold Conrad Muschler, „Annabelle“ von Hans Bethge, „Der guten Frauen allerschönster Kranz“ von Rudolf Presber und „Jack Maifool“ von Erwin Hess waren im Paul Neff Verlag, Berlin, erschienen.
15. Februar
Deutsches Reich/Buchhandel 1935 – In der Reihe „Klassiker der Musik“ war die Biographie „Johann Sebastian Bach“ von Hans Joachim Moser erschienen.
15. Februar
Deutsches Reich/Theater 1935 – Das Schauspiel „Flugstaffel Kramm“ von Hildegard Geppert war am Stadttheater Kiel uraufgeführt worden.
15. Februar
Bobfahren 1935 – Bei den Viererbob-Weltmeisterschaften in St. Moritz (Schweiz) hatte Deutschland mit Hanns Kilian am Steuer den Titel gewonnen.
16. Februar
Indien 1935 – In Alipore (Indien) waren zwei Inder zum Tod verurteilt worden. Angeblich hatten sie einen Großgrundbesitzer durch Infizierung von Pestbazillen umgebracht.
16. Februar
Tischtennis 1935 – In London hatte der Tischtennis-Weltverband ITTF festgelegt, dass es nur noch „Spieler“ geben sollte. Die Termini „Amateur“ und „Professional“ waren aus den Statuten gestrichen worden.
16. Februar
Deutsches Reich/Theater 1935 – Am Neuen Schauspielhaus Königsberg war das Schauspiel „Scipio“ von Albrecht Haushofer uraufgeführt worden. Das Schauspiel „Fahnen in Gottes Wind“ von Gert von Klass hatte seine Uraufführung am Stadttheater Magdeburg und am Deutschen Nationaltheater Weimar wurde die Trägodie eines Kaisers, „Tilé Kolup“ von Heinrich Lilienfein zur Uraufführung gebracht.
16. Februar
Literatur 1935 – Im Fiba Verlag, Wien, war die Biographie „Theodor Herzl“ von Alex Bein erschienen.
17. Februar
Portugal 1935 – In Portugal war António Oscar de Fragoso Carmona erneut zum Staatspräsidenten gewählt worden. Dieses Amt hatte Carmona seit 1928 inne gehabt.
17. Februar
Deutsches Reich 1935 – Im Deutschen Reich hatte zugunsten des Saarlandes ein „Eintopftag“ stattgefunden.
17. Februar
Deutsches Reich 1935 – Im Deutschen Reich war durch eine neue Arbeitszeitordnung der Achtstundentag als verbindliche Arbeitszeit eingeführt worden.
17. Februar
Europa 1935 – Über Nord-, Mittel- und Osteuropa hatte ein Orkan gewütet, der sieben Menschenleben forderte. Es hatte zahlreiche Verletzte gegeben und erhebliche Sachschäden.
17. Februar
Fußball 1935 – Deutschland hatte in Amsterdam (Niederlande) ein Länderspiel gegen die Niederlande 3:2 gewonnen.
17. Februar
Eiskunstlauf 1935 – In der ungarischen Hauptstadt Budapest war der Österreicher Karl Schäfer zum sechsten Mal Weltmeister im Eiskunstlauf geworden.
17. Februar
Deutsches Reich/Theater 1935 – Am Staatstheater Danzig war der Schwank „Herr Schwiebus wird Apostel“ von Hermann Hermecke zur Uraufführung gebracht worden.
17. Februar
Frankreich 1935 – Nach einem Beschluss des Obersten Gerichtshofs in Paris war der Urheberschutz des „Copyrigths“ auf die Herstellung von Damenkleidern ausgedehnt worden. In der Modebranche waren bisher Plagiate nicht geahndet worden.
17. Februar
Somaliland 1935 – Aus Italien waren 3.000 faschistische Milizionäre nach Somaliland verschifft worden. Im Laufe des Monats folgten weitere 10.000 nach. Hintergrund waren die Spannungen zwischen Italien und Abessinien um den italienischen Kolonialbesitz am Horn von Afrika gewesen.
17. Februar
Sowjetunion 1935 – In der Sowjetunion hatte ein neues Musterstatut für Kollektivwirtschaften ehemaligen reichen Bauern und deren Söhnen den Eintritt in Kolchosen erlaubt, „vorausgesetzt, dass sie ihren Klassenstandpunkt überwunden haben“. Der Privatbesitz von Land sollte außerdem schrittweise eingeführt werden.
18. Februar
Berlin 1935 – In Berlin-Plötzensee waren wegen „Verrats militärischer Geheimnisse“ Benita von Falkenhayn-Berg und Renate von Natzmer hingerichtet worden. Das Urteil war zwei Tage zuvor vom Volksgerichthof gefällt worden. Beide adelige Frauen hatten für den polnischen Nachrichtendienst spioniert.
18. Februar
Kanada 1935 – In Kanada hatte das Parlament die Einführung einer Arbeitslosenversicherung beschlossen.
18. Februar
Italien 1935 – In Italien wurde für Arbeitnehmer die 40-Stunden-Woche eingeführt. Außerdem sollte das Wochenende zur politischen und militärischen Schulung verwendet werden, das galt für alle Personen bis zum 55. Lebensjahr.
18. Februar
USA 1935 – Die New Yorker Fahrstuhlführer beendeten einen eintägigen Lohnstreik. Dieser hatte vorübergehend zum Zusammenbruch aller Büroarbeiten in zahlreichen Wolkenkratzern geführt.
18. Februar
Eishockey 1935 – In München hatte der SC Rießersee das Endspiel um die deutsche Eishockey-Meisterschaft 2:1 gegen den EV Füssen vor 5.000 Zuschauern gewonnen.
18. Februar
Deutsches Reich 1935 – Von der Reichsmusik- und der Reichstheaterkammer waren zehn Bestimmungen „zur Bekämpfung kulturschändlicher Entstellung bayerischer Volksbräuche und -sitten“ erlassen worden. Danach hatte u. a. jeder „Auftretende“ laut §1 eine Zulassungsurkunde vorweisen müssen.
18. Februar
Deutsches Reich 1935 – Der bayerische Landesteil Pfalz war dem Wirtschaftsgebiet Saarland-Pfalz zugeteilt worden. Sitz des Treuhänders der Arbeit war Saarbrücken geworden.
19. Februar
USA 1935 – Im überwiegend von Schwarzen bewohnten New Yorker Stadtteil Harlem hatten die Nachrichten vom italienisch-abessinischen Konflikt Unruhen hervorgerufen. Aus Solidarität mir der schwarzen Bevölkerung Abessiniens war hier ein Boykott italienischer Gaststätten, Eisverkäufer und Straßenhändler organisiert worden.
19. Februar
Deutsches Reich/Theater 1935 – Am Stadttheater Bochum gelangte das Drama „Prinz von Preußen“ von Hans Schwarz zur Uraufführung.
20. Februar
Deutsches Reich/Saarland 1935 – Die Reichsregierung hatte die Zollgrenze zwischen dem Deutschen Reich und dem Saarland aufgehoben, um die Wiedereingliederung des Saarlandes ins Deutsche Reich zu vollenden.
20. Februar
Tschechoslowakei 1935 – Der Bund der Landwirte hatte in Prag ein Fusionsangebot des Vorsitzenden der Sudetendeutschen Partei (SDP), Konrad Henlein, abgelehnt.
20. Februar
Honduras 1935 – Im Westen von Honduras hatte eine US-amerikanische Forschungsexpedition eine etwa 1700 Jahre alte Stadt entdeckt. Sie war durch ein unmittelbar vorhergehendes Erdbeben freigelegt worden. Die Stadt galt als das bedeutendste Zentrum der mittelalterlichen Mayakultur, das bisher gefunden worden war.
20. Februar
Dresden 1935 – Nach Georg Büchners Version von Victor Hugos „Marie Tudor“ war an der Dresdener Staatsoper die Oper „Der Günstling oder die letzten Tage des großen Herrn Fabiano“ von Rudolf Wagner-Régeny und Caspar Neher uraufgeführt worden.
21. Februar
Deutsches Reich 1935 – Die Sitzung des Danziger „Volkstages“ (Lokalparlament der Freien Stadt) war durch Schlägerei zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten gesprengt worden. Die Nationalsozialisten hatten die Auflösung dieses Parlamentes angestrebt.
21. Februar
Deutsches Reich 1935 – Der jüdische Schriftsteller und Philosoph Martin Buber hatte von der Gestapo ein totales Redeverbot erhalten.
21. Februar
Deutsches Reich 1935 – Die Leitung der „Bekennenden Kirche“, die sich gegen eine Vereinnahmung des Protestantismus durch den Nationalsozialismus wandte, hatte das „Neuheidentum“ im Deutschen Reich verurteilt.
21. Februar
Deutsches Reich/Polen 1935 – In einem Gespräch mit dem polnischen Botschafter war ein Luftpaktkommuniqué zwischen Polen und Deutschland unterzeichnet worden.
21. Februar
Deutsches Reich 1935 – Reichsführer Adolf Hitler besichtigte in Frankfurt an der Oder Infanterie- und Artelleriekasernen.
21. Februar
Deutsches Reich 1935 – Das Reichsministerium hatte den Plänen zur Errichtung eines Hafens in Fallersleben am Mittellandkanal zugestimmt. Dieser würde die einzige Umschlagstelle im Regierungsbezirk Lüneburg sein.
21. Februar
Deutsches Reich 1935 – Auf der Sitzung des Reichverkehrsrates war u. a. über die Errichtung der Saale-Talsperre bei Hohenwarte und die Auflockerung der Großkonzerne in der Seeschifffahrt beraten worden. Erhalten bleiben sollten die Hamburg-Amerika-Linie und der Norddeutsche Lloyd.
21. Februar
Preußen 1935 – Die Zeitschrift „Der deutsche Tischlermeister“ Nr. 7 vom 14. Februar 1935 war für Preußen verboten worden.
21. Februar
Frankreich 1935 – Der französische Parfümeur Armand Petitjean hatte in Paris das Unternehmen Lancôme gegründet, das sehr schnell für seine Produkte bekannt wurde. (1964 war die Luxusmarke an L'Oréal-Konzern verkauft worden.)
22. Februar
Bulgarien 1935 – Der Vorsitzende der verbotenen Sozialdemokratischen Partei, Kresto Pastuchoff, war von der bulgarischen Regierung auf eine Insel im Schwarzen Meer verbannt worden. Pastuchoff hatte als prominenter Kritiker des autoritären Regimes in Bulgarien gegolten.
22. Februar
Deutsches Reich 1935 – Im Emsland hatten die Arbeiten zur Urbarmachung von Moorgebieten begonnen. Dabei waren zunächst Freiwillige des Arbeitsdienstes, später auch inhaftierte Zwangsarbeiter eingesetzt worden.
22. Februar
Frankreich/Film 1935 – Der französische Film „Toni“ von Jean Renoir war in Paris zur Uraufführung gekommen.
22. Februar
Frankreich 1935 – Frankreich war von einer Grippeepidemie heimgesucht worden, die, nachdem sie zuerst in der Armee aufgetreten war, nun auch unter der Zivilbevölkerung zahlreiche Menschenleben gefordert hatte.
22. Februar
Deutsches Reich/Musik 1935 – Die NS-Regierung hatte die „Comedian Harmonists“ verboten.
22. Februar
Deutsches Reich/Film 1935 – In Nürnberg war der Ufa-Film „Frischer Wind aus Kanada“ uraufgeführt worden. In den Hauptrollen waren Dorit Kreysler, Paul Hörbiger, Oskar Sima, Harald Paulsen, Hans Brausewetter, Aribert Wäscher, Grethe Weiser, Werner Finck und Hans Richter zu sehen.
22. Februar
Deutsches Reich/Literatur 1935 – Im Bruckmann Verlag, München, war „Deutsche Einheit. Idee und Wirklichkeit vom Heiligen Reich bis Königsgrätz“ von Heinrich Ritter von Srbik erschienen.
22. Februar
Österreich 1935 – Der österreichische Bundeskanzler Kurt Schuschnigg war mit seinem Außenminister Egon Berger-Waldenegg zu einem Staatsbesuch in der französischen Hauptstadt Paris eingetroffen. Die Gespräche mit der französischen Regierung hatten sich vor allem um den Abschluss eines mitteleuropäischen Nichtangriffspaktes gedreht.
23. Februar
Leipzig/Musik 1935 – In der freien Bearbeitung von Hans Joachim Moser war am Opernhaus Leipzig die Oper „Arminius und Thusnelda“ von Georg Friedrich Händel uraufgeführt worden.
23. Februar
Paraguay 1935 – Das südamerikanische Land Paraguay hatte den Völkerbund verlassen. Der Schritt hatte im Zusammenhang mit dem seit 1932 geführten sogenannten Chaco-Krieg zwischen Paraguay und Bolivien gestanden.
24. Februar
München 1935 – Im Münchener Hofbrauhäus hatten führende Vertreter der NSDAP den 15. Jahrestag der Verkündung des 25-Punkte-Programms der Partei gefeiert. Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hatte in einer Ansprache betont, dass die ersten beiden Regierungsjahre nur eine Ankündigung dessen seien, was einmal sein werde. Er erklärte prophetisch: „ Ihr kehrt niemals mehr zurück. Das, was heute ist, wird nimmer vergehen und das, was war, wird niemals wieder sein.“ Möglichen Gegnern seiner Regierung hatte er erklärt: „Ich habe die Demokratie durch ihren eigenen Wahnsinn besiegt, uns aber kann kein Demokrat besiegen...heute haben wir die Macht, und ihr habt nichts! Ihr besiegt uns wirklich nicht.“
24. Februar
Schweiz 1935 – Es hatte sich 54 Prozent der Befragten bei einer Volksabstimmung in der Schweiz gegen und 46 Prozent für eine Erhöhung der Wehrausgaben des neutralen Staates ausgesprochen.
24. Februar
Frankreich/Deutsches Reich 1935 – Mehrere französische Zeitungen hatten über forcierte Luftrüstung im Deutschen Reich berichtet. Demnach stellten 13.000 Arbeiter bei Junkers täglich 14 Kampfflugzeuge her, während bei Heinkel angeblich alle zwei Tage eine Maschine gebaut worden war.
24. Februar
Deutsches Reich 1935 – In Stuttgart hatte Daimler-Benz einen „Autobahnomnibus“ mit 12-Zylinder-Dieselmotor und einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h vorgestellt.
24. Februar
Automobilrennsport 1935 – Auf Alfa Romeo hatte der Italiener Tazo Nuvolari den Großen Preis von Pau, das erste Rennen der Automobil-Rennsaison gewonnen.
25. Februar
Indien 1935 – Die britische Kolonialregierung hatte in Neu-Delhi die Reduzierung ihrer Truppen in Indien abgelehnt und in diesem Zusammenhang eine stärkere „Indianisierung“ der indischen Armee.
25. Februar
Bayern 1935 – Das Werk „Köpfe“ von Maximilian Harden war in Bayern verboten worden.
25. Februar
Deutsches Reich 1935 – In Münster war ein westfälischer Vikar wegen einer „politischen Kanzelrede“ zu 200 Mark Geldstrafe verurteilt worden. In einer Predigt hatte er von einem „Märtyrertod“ des Engelbert Dollfuß gesprochen. Der österreichische Bundeskanzler Dollfuß war am 25. Juli 1934 bei einem nationalsozialistischen Putschversuch umgebracht worden.
26. Februar
Deutsches Reich 1935 – Vor dem Reichskabinett hatte Adolf Hitler die offizielle Einrichtung einer Luftwaffe als dritten Teil der deutschen Wehrmacht neben Heer und Kriegsmarine verkündet, die danach ab 1. März offiziell aufgebaut wurde. Dem Vorgang war eine Weisung Werner von Blombergs an Hermann Göring vorausgegangen.
26. Februar
Deutsches Reich 1935 – Im Deutschen Reich wurde die Einführung eines Arbeitsbuches per Gesetz bestimmt. Es galt als amtlicher Ausweis über Bildung und berufliche Entwicklung sowie als Kontrollmittel.
26. Februar
Türkei 1935 – Die neugewählte türkische Nationalversammlung hatte die obligatorische Einführung von Familiennamen beschlossen.
26. Februar
Schwimmen 1935 – Der US-Amerikaner Ralph Flanagan hatte in Miami Beach (US-Bundesstaat Florida) den Weltrekord im Kraulschwimmen über eine Meile (1609m) um mehr als 18 sec auf 20:48,3 min verbessert.
26. Februar
USA 1935 – In New York hatte der Bürgermeister der Stadt, Fiorello H. La Guardia, eine Weiterführung des Boykotts gegen deutsche Waren auf einer Festveranstaltung des jüdischen Kongresses zu Ehren des 1934 aus Deutschland ausgebürgerten jüdischen Physiknobelpreisträgers Albert Einsteins gefordert.
26. Februar
Deutsches Reich 1935 – Der Verbrauch heimischer, nichtflüssiger Treibstoffe wie Holzgas, Speichergas, Dampf und Elektrizität sollte durch Änderungen des Kraftfahrzeugsteuergesetzes gefördert werden.
26. Februar
Großbritannien 1935 – Im britischen Daventry war in einem Radar-Feldversuch die Ortung eines Flugzeugs gelungen.
26. Februar
Deutsches Reich 1935 – Am Schauspielhaus Frankfurt am Main war das Volksstück „Die elf Teufel“ von Georg Fraser uraufgeführt worden.
26. Februar
Deutsches Reich/Literatur 1935 – Im Bruckmann Verlag, München, war das Buch „Das Britische Weltreich. Sein Gefüge und seine Probleme“ von Johannes Soye erschienen.
27. Februar  
USA 1935 – Im Kairo-Museum in Chicago war eine sechs Meter hohe Statue des ägyptischen Königs Tutanchamun aufgestellt worden. Die Statue des 1337 v. Chr. gestorbenen Herrschers war in dem 1922 entdeckten Grab nur bruchstückweise erhalten gewesen. Sie war anschließend in den USA rekonstruiert worden.
27. Februar
Hamburg/Theater 1935 – Das Schauspiel „Spitzbuben der Tugend“ von Waldemar Glaser war am Hamburger Thalia-Theater uraufgeführt worden.
27. Februar
Essen/Kunst 1935 – Im Essener Folkwang-Museum war die Ausstellung „Bild und Buch“ eröffnet worden.
27. Februar
USA/Film 1935 – Die US-amerikanische Screwball-Komödie des Regisseurs Frank Capra, „Es geschah in einer Nacht“, war als erster von bis heute nur drei Filmen bei der Oscar-Verleihung in allen fünf Hauptkategorien ausgezeichnet worden.
28. Februar
Deutsches Reich/Musik 1935 – Der Dirigent Wilhelm Furtwängler und Reichspropagandaminister Joseph Goebbels waren zu einer Aussprache im „Fall Hindemith“ (Komponist Paul Hindemith) zusammengetroffen, wobei Furtwängler Frieden mit dem Regime suchte.
28. Februar
Frankreich 1935 – Die französische Regierung hatte per Gesetz in Départements mit hoher Arbeitslosenzahl Arbeitslager eingerichtet. Dort waren Arbeitslose mit Rodungen und dem Bau von Waldwegen beschäftigt worden.
28. Februar
Deutsches Reich 1935 – Anlässlich des 10. Todestages von Reichspräsident Friedrich Ebert war ein Flugblatt mit dem Text „Von Ebert zu Hitler, welcher Weg in den Abgrund! Volk, besinne dich, Volke wehre dich, Volk mach dich frei!“
28. Februar
Deutsches Reich/Saargebiet 1935 – Im Saargebiet war das französische Grubenpersonal ausgeschieden.
28. Februar
Deutsches Reich 1935 – Auf der konstituierenden Sitzung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Textilstoffe war der IG-Farben-Direktor Wilhelm Otto zum Vorsitzenden des Hauptausschusses gewählt worden.
28. Februar
 Berlin/Film 1935 – Der Ufa-Film „Die törichte Jungfrau“ mit Karin Hardt, Rolf Wanka, Käthe Haack, Erika von Thellmann, Günter Lüders und anderen war in Berlin zur Uraufführung gekommen. Die Regie hatte Richard Schneider-Edenkoben. Der Film wurde als „künstlerisch wertvoll“ eingestuft. Selbigen Tags hatte in Berlin der Film „Ein falscher Fuffziger“ seine Uraufführung. Die Hauptrolle spielte Lucie Englisch. Der Film war unter der Regie von Carl Boese entstanden. Außerdem waren Georg Alexander, Theo Lingen, Käthe Haack, Adele Sandrock, Hubert von Meyerinck und andere zu sehen.
28. Februar
Deutsches Reich/Literatur 1935 – Im Leipziger Weise Verlag war „Mein Fahrrad und ich“ von Rolf Italiaander erschienen und die Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart hatte „Kleine Weltlaterne“ von Peter Bamm mit Zeichnungen von Olaf Gulbransson herausgegeben.
28. Februar
Wissenschaft 1935 – Dem US-amerikanischen Chemiker Wallace Hume Carothers war im Auftrag der DuPont-Werke (Chemiekonzern, USA) die Entwicklung von Nylon gelungen.

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