Juni 2015 – Katastrophen, Attentate und todbringende Hitze

Kalender Juni 2015
In China hatte ein Zyklon das Flusskreuzfahrtschiff „Dong Fang Zhi Xing“ getroffen und es zum Kentern gebracht. Mehr als 4.000 Einsatzkräfte hatten wenigsten 14 Menschen retten können. An Bord hatten sich 406 chinesische Passagiere befunden. In Südkorea grassierte der MERS-CoV-Virus, der bereits 30 Menschen infiziert hatte. Zur Vorsicht vor weiteren Ansteckungen waren mehr als 500 Schulen im Land geschlossen geblieben. Ein Großfeuer in Ghana hatte mehr 90 Menschen getötet, die in der Tankstelle vor strömenden Regen Schutz gesucht hatten, in der das Feuer ausgebrochen war. In Deutschland erwartete man derweil die Ankunft der ersten Lufthansa-Sondermaschine mit 30 Särgen aus Marseille. Elf Wochen zuvor war eine Germanwings-Maschine in den südfranzösischen Alpen abgestürzt. Die Katastrophe hatte alle 150 Menschen an Bord das Leben gekostet. In Pakistan kämpften die Menschen gegen die schwere Hitzewelle an, die tagelang andauerte und mehr als 1.000 umgebracht hatte. Selbstmordanschläge in Somalia und in Afghanistan sorgten ebenfalls für traurige Schlagzeilen.
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Ereignisse & Schlagzeilen Juni 2015

1. Juni
In Island wurde unter dem Gletscher Langjökull der mit 500 Metern Länge und 30 Metern Tiefe der größte Eistunnel Europas eröffnet worden.
1. Juni
In China war das 1994 gebaute Flusskreuzfahrtschiff „Dong Fang Zhi Xing“ der Chongqing Eastern Shipping Corporation auf dem Jangtsekiang von einem Zyklon getroffen worden und gekentert. An Bord hatten sich 406 chinesische Passagiere befunden, fünf Reisebüro-Mitarbeiter und 47 Besatzungsmitglieder. Zu den bisher 14 Menschen, die gerettet werden konnten, gehörte u. a. der Kapitän des Schiffes, Zhang Shunwen und der Chefingenieur. Am Unglücksort waren mehr als 4.000 Einsatzkräfte tätig.
1. Juni
In Großbritannien hatten unabhängige Investigativjournalisten das Ergebnis einer forensischen Analyse veröffentlicht, aus der hervorging, dass die von der russischen Regierung veröffentlichten Satellitenbilder zum Absturz des Fluges von MH17 über der Ostukraine durch den Kreml mit Photoshop manipuliert worden waren. Damit sollte eine Schuld der ukrainischen Regierung suggeriert werden. Die ukrainische Regierung hatte Russland beschuldigt, mit der Lieferung von Raketenabwehrsystemen an die Separatisten für die Katastrophe mitverantwortlich zu sein, da das Flugzeug abgeschossen worden war.
2. Juni
Aus Nordkorea war bekannt geworden, dass beim Gottesdienstbesuch von Mitgliedern der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages mit dem Vorsitzenden Hartmut Koschyk (CDU) in der Kathedrale von Jangchung in Pjöngjang der nordkoreanische „Priester“ seine „Predigt“ dem „Heiligen Krieg“ gegen Südkorea gewidmet hatte. Nordkorea hatte sich vom Besuch der deutschen Parlamentariergruppe ein Engagement der deutschen Wirtschaft erhofft. Allerdings hatte der Vorsitzende der Parlamentariergruppe den Eindruck gewonnen, dass die Schattenwirtschaft in dem weitestgehend isolierten Land zugenommen hatte.
3. Juni
Der amtierende Verteidigungsminister von Lettland, Raimonds Vejonis (ZSS) war bei den lettischen Präsidentschaftswahlen vom Parlament im fünften Wahlgang zum neuen Staatspräsidenten gewählt worden.
3. Juni
In Südkorea waren infolge eins Ausbruchs des MERS-CoV-Virus 30 Menschen infiziert worden. Mehr als 1.300 Menschen befanden sich unter Quarantäne. Mehr als 500 Schulen des Landes waren vorsorglich geschlossen geblieben.
3. Juni
In der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart hatte der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag begonnen.
4. Juni
In Ghana war es bei einem Großfeuer an einer Tankstelle am Kwame Nkrumah Circle in Accra zu Explosionen gekommen, wobei mehr als 90 Menschen ums Leben kamen. Sie hatten vor dem starken, strömenden Regen Schutz an der Tankstelle gesucht. Vermutlich waren viele Menschen, die durch die Explosionen bewusstlos waren, im nahen Abwasserkanal ertrunken. Dieser war durch die starken Regenfälle überflutet gewesen.
4. Juni
In der Ukraine hatte es entgegen des Deeskalationsabkommens „Minsk II“ vom Februar 2015 heftige Kämpfe mit schweren Waffen zwischen Regierungssoldaten und pro-russischen Rebellen der proklamierten Volksrepublik Donezk gegeben. Dabei waren mindestens fünf ukrainische Soldaten, 14 Rebellen und mehrere Zivilisten ums Leben gekommen.
5. Juni
In Afghanistan hatte die US-Luftwaffe im Distrikt Alisher rund 35 km östlich von Chost bei einem Drohnenangriff auf eine Beerdigung eines Taliban-Kommandeurs mindestens 34 Menschen getötet.
5. Juni
In den USA hatte die unabhängige Personalbehörde für die US-Administration (United States Office of Personnel Management, OPM) einen Cyberangriff bekanntgegeben. Dabei hatten die Täter wahrscheinlich Zugriff auf Daten von rund vier Millionen US-Bürger erlangt.
6. Juni
In Afghanistan hatten Kämpfer der Taliban in einer Großoffensive den zentralen Bezirk Yamgun in der Provinz Badachschan von der afghanischen Nationalarmee erobert. Der Bezirk war im Juni 2013 von der ISAF wieder der afghanischen Kontrolle übergeben worden.
6. Juni
Im kanadischen Edmonton hatte die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2015 begonnen.
6. Juni
In
Saudi-Arabien hatten die Huthi-Rebellen als Reaktion auf die saudische Militärintervention im Jemen erstmals eine ballistische Boden-Boden-Rakete vom Typ SS-1 (NATO-Code: Scud) auf die saudi-arabische Stadt in der Provinz Asir abgefeuert. Dort befand sich auch ein Luftwaffenstützpunkt. Zwei saudische Flugabwehrraketen vom Typ „Patriot“ waren abgefangen worden.
6. Juni
Im Berliner Olympiastadion fand das UEFA-Champions-League-Finale zwischen Juventus Turin und dem FC Barcelona statt. Vor mehr als 70.000 Zuschauern hatte die Mannschaft der Spanier das Spiel mit 1:3 gewonnen und sich damit den UEFA Super Cup 2015 und die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2015 qualifiziert.
7. Juni
In der Türkei wurden bei der 18. Allgemeinen Wahl die 550 Abgeordneten der Großen Nationalversammlung gewählt. Die Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) unter ihrem Vorsitzenden Ahmet Davutoglu (vormals Recep Erdogan) konnte 40,93 Prozent der Stimmen holen, gefolgt von der Republikanischen Volkspartei (CHP) unter Kemal Kilicdaroglu mit 25,08 Prozent.
7. Juni
Auf Schloss Elmau in Bayern hatte der zweitägige G7-Gipfel unter großem Polizeiaufgebot begonnen. Teilnehmende Staaten waren Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, USA und Großbritannien. Russland war von der Tagung ausgeschlossen worden.
7. Juni
In Luxemburg hatte die wahlberechtigte Bevölkerung in drei Punkten (Ausländerwahlrecht, Begrenzung der Ministermandate, Wahlrecht ab 16 Jahren) über eine Änderung ihrer Verfassung in einem Referendum abgestimmt. Bei einer für voraussichtlich stattfindenden Verfassungsreform im Jahr 2017 sollten diese Abstimmungsergebnisse Berücksichtigung finden.
7. Juni
Bei den Parlamentswahlen in Mexiko konnte die Regierungspartei Partido Revolucionario Institucional (PRI) von Präsident Pena Nieto ihre Mehrheit verteidigen. Sie stellte die Mehrzahl der Sitze in der Abgeordnetenkammer zusammen mit der Verbündeten Partido Verde Ecologista de México (PVEM).
8. Juni
In Rom hatten zwei Nonnen drei Tage ohne Nahrung und Wasser in einem Lift festgesteckt. Die Hilferufe der beiden Frauen hatte niemand gehört, weil die religiöse Einrichtung zu der Zeit leer gewesen war. Erst nach dem Wochenende alarmierte eine Putzfrau die Polizei. Nach ihrer Rettung kamen die beiden Nonnen mit einem Schock ins Krankenhaus.
8. Juni
Ein russischer Bomber vom Typ Tu-95 war beim Start über die Piste hinausgerollt und beschädigt worden. Bei dem Unfall in Belogorsk im Fernen Osten waren einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums zufolge mindestens fünf Soldaten verletzt worden. Die Tupolew-Maschine hatte zu diesem Zeitpunkt keine Munition an Bord gehabt.
8. Juni
In Belgien hatte die Polizei in einer Reihe von Razzien 16 mutmaßliche Islamisten verhaftet. Es hatte sich Polizeiangaben zufolge überwiegend um Personen tschetschenischer Herkunft gehandelt.
8. Juni
Zum ersten Mal hatten Russland und Ägypten ein gemeinsames Militärmanöver begonnen. Begründet wurde es mit den Konflikten im Jemen und in Syrien. Das Manöver hatte unweit des russischen Marinestützpunktes Tartus in Syrien stattgefunden.
9. Juni
Auf dem Düsseldorfer Flughafen wurde die erste Lufthansa-Sondermaschine mit 30 Särgen aus Marseille erwartet. Elf Wochen nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich hatte die Überführung der Opfer begonnen. Die sterblichen Überreste weiterer Opfer der Flugzeugkatastrophe sollten bis zum Ende des Monats überführt werden. Bei dem Unglück vom 24. März 2015 waren alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen.
9. Juni
In Daara (Syrien) hatten syrische Rebellen den wichtigsten Armee-Stützpunkt großteils eingenommen. Die islamistischen Kämpfer kontrollierten nun das Lager im Süden Syriens weitgehend. Bei den Kämpfen waren 20 Regierungssoldaten und 14 Oppositionskämpfer ums Leben gekommen. Seitens der staatlichen Nachrichtenagentur Sana wurde dagegen berichtet, dass die Armee bei Kämpfen gegen Dschihadisten mehr als 40 Kämpfer getötet hatte, die zu der mit dem Terrornetzwerk Al Kaida verbundenen Al-Nusra-Front gehörten.
9. Juni
Die libysche Stadt Sirte wurde von den Terror-Kämpfer des Islamischen Staates (IS) vollständig erobert, die sich nicht nur in Syrien und dem Irak ausgebreitet hatten.
10. Juni
In Österreich war der Landeshauptmann der Steiermark, Franz Voves (SPÖ) von seinem Amt zurückgetreten, ebenso als SPÖ-Landesvorsitzender. Designierter Landeshauptmann einer Koalitionsregierung aus SPÖ und ÖVP wurde Hermann Schützenhöfer (ÖVP).
11. Juni
Im österreichischen Telfs-Buchen hatte die 63. Bilderberg-Konferenz begonnen. Die Konferenz dauerte bis zum 14. Juni. Teilnehmer waren rund 140 Personen aus Wirtschaft, Militär, Politik, Medien, Hochschulen und Adel aus 22 Ländern. Den Vorsitz der Konferenz hatte der Franzose Henri de Castries.
11. Juni
Wegen Bestechlichkeit, Machtmissbrauchs und Verrats von Staatsgeheimnissen war in China der frühere chinesische Spitzenpolitiker und Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas, Zhou Yongkang, zu lebenslänglicher Haft, dem Verlust seiner bürgerlichen Rechte auf Lebenszeit und dem Einzug seines persönlichen Vermögens verurteilt worden.
11. Juni
Im Nordosten Nigerias hatte die Islamistenmiliz Boko Haram drei Dörfer niedergebrannt und die Bevölkerung ermordet. Angaben von Einwohnern zufolge waren mindestens 43 Menschen umgebracht worden.
11. Juni
In Neapel (Italien) waren bei einem Erdrutsch 15 Menschen ums Leben ums Leben gekommen. Weitere zehn Menschen waren verletzt worden. Etwa ein Dutzend Menschen waren noch vermisst worden.
12. Juni
In Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, hatten die 1. Europaspiele begonnen. Die sportlichen Wettkämpfe mit olympischem Charakter dauerten bis 28. Juni 2015.
12. Juni
In Libyen, wo nach dem Sturz von Muammar Gaddafi in weiten Teilen des Landes Gesetzlosigkeit herrschte, hatten sich zwei rivalisierende Regierungen mit eigenen Parlamenten und Truppen. Kämpfer des Islamischen Staates (IS) versuchten mit großer Brutalität im Land Fuß zu fassen. Bei einer Kundgebung gegen den IS in der Hafenstadt Derna hatten die IS-Kämpfer sieben Menschen erschossen.
12. Juni
Bei einem saudi-arabischen Luftangriff wurde die Altstadt von Sanaa getroffen. Drei Häuser aus dem elften Jahrhundert, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörten, waren zerstört worden. Bei dem Angriff kamen fünf Menschen ums Leben.
12. Juni
Das Ausspähen des Handys von Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ sich Angaben der Bundesanwaltschaft nicht zweifelsfrei nachweisen. Die Ermittlungen wurden eingestellt.
12. Juni
Der moldauische Regierungschef Chiril Gaburici war nach Vorwürfen, er habe sein Abiturzeugnis gefälscht, von seinem Amt zurückgetreten.
13. Juni
In der mazedonischen Hauptstadt Skopje hatten mehrere tausend Demonstranten den Rücktritt des Regierungschef sowie des Vorsitzenden der an der Regierung beteiligten Albanerpartei gefordert.
14. Juni
In Georgien waren bei schweren Überschwemmungen 19 ums Leben gekommen. Weitere sechs Menschen wurden noch vermisst. Bei den Überschwemmungen war u. a. der Zoo stark zerstört worden.
15. Juni
In Willow, nördlich von Anchorage (US-Bundesstaat Alaska) nahm die Ausbreitung der Buschfeuer immer weiter zu.
15. Juni
Nepal hatte zwei Monate nach dem schweren Erdbeben mehrere beschädigte historische Stätten wieder geöffnet, unter denen sich sechs der sieben geschlossen UNESCO-Welterbestätten des Kathmandutals befanden. Das Erdbeben hatte mehr als 8.000 Todesopfer gefordert.
16. Juni
Der Angeklagte Sanel M. war vom Darmstädter Landgericht im Prozess um den Todesfall Tugce zu einer Jugendstrafe von drei Jahren verurteilt worden wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Der 18-jährige Verurteilte hatte angekündigt, in Revision gehen zu wollen.
17. Juni
In Ungarn hatte die Fidesz-KDNP-Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orbán beschlossen, die Staatsgrenzen zum Nachbarland Serbien zu schließen. Außerdem sollten vier Meter hohe Metallzäune errichtet werden. Der Schritt war mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen begründet worden, die illegal über die sogenannte Westbalkanroute in den Schengen-Raum einreisten. Dies bestätigte die Grenzschutzagentur Frontex.
17. Juni
Gemeinsam mit dem Sender ProSieben hatte der Fernsehmoderator Stefan Raab die Beendigung seiner Karriere zum Jahresende 2015 angekündigt.
18. Juni
Von der Europäischen Kommission war die deutsche Stadt Essen zur Umwelthauptstadt Europas 2017 ernannt worden.
18. Juni
In Charleston (US-Bundesstaat South Carolina) hatte der 21-jährige Dylann Roof bei einem Attentat in der Emanuel Afriacan Methodist Episcopal Church neun Afroamerikaner erschossen. Unter den Todesopfern hatte sich auch der Politiker und Senater Clemenata C. Pinckney befunden.
18. Juni
In Dänemark hatte die rechtspopulistische Dänische Volkspartei bei der Parlamentswahl deutlich gewonnen. Die Liberale Partei hatte massive Verluste zu verzeichnen. Auch die Sozialdemokraten mussten leichte Verluste hinnehmen, ihr bisheriges Regierungsbündnis hatte die Mehrheit verloren.
18. Juni
In Rom hatte
Papst Franziskus seine Enzyklika „Laudatio si“ zum Thema Umwelt- und Klimaschutz veröffentlicht.
19. Juni
Der US-Staat Hawaii hatte als erster Staat der USA das Mindesalter für den Erwerb von Zigaretten von 18 auf 21 Jahre heraufgesetzt.
19. Juni
In Dänemark war die Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt nach der Verkündung des Wahlergebnisses bei der Parlamentswahl von ihren Ämtern zurückgetreten.
20. Juni
Bei der U-20-Fußball-Weltmeisterschaft in Neuseeland hatte Serbien gegen Brasilien mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen.
20. Juni
Die Deutsche Basketball-Meisterschaft der Herren hatte Bamberg durch einen Sieg in der Finalserie der Baskeball-Bundesliga gegen Bayern München gewonnen.
20. Juni
In Österreich hatte die Amokfahrt von Graz Entsetzen hervorgerufen. Dabei waren drei Menschen getötet worden. Weitere 36 Menschen waren verletzt worden. Der 26-jährige Täter konnte festgenommen werden.
21. Juni
In Albanien hatten Kommunalwahlen stattgefunden. Es waren die ersten nach der Zustimmung zur Reform der Verwaltungsgliederung Albaniens im letzten Jahr.
22. Juni
Zum neuen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker war der russische Dirigent Kirill Petrenko gewählt worden. Im Jahr 2018 soll der die Nachfolge von Sir Simon Rattle übernehmen.
22. Juni
Die Europäische Union hatte mit der Miltäroperation „European Unin Naval Force-Mediterranean“ (EUNAVFOR MED) im südlichen Mittelmeer begonnen. Sie war unter der Führung der italienischen Marine begonnen worden, die auch den Flugzeugträger Cavour (550) einsetzte. An der Operation zur Seenotrettung von Migranten und der Bekämpfung von Schleusern und deren Infrastruktur hatten sich 14 Mitgliedsstaaten beteiligt. Die deutsche Marine war mit der Fregatte „Schlesweig-Holstein“ (F216) und dem Tender „Werra“ (A 514) bei der Aktion dabei.
22. Juni
In Kabul, der Hauptstat Afghanistans, hatten mehrere Kämpfer der deobandisch-islamistischen Taliban während der Vereidigung des neuen Verteidigungsministers Mohammed Masum Stanekzais das afghanische Unterhaus (Wolesi Dschirga) gestürmt. Zuvor hatte sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto am Westtor des Parlaments in die Luft gesprengt. Bei dem Angriff waren zwei Menschen ums Leben gekommen. Dem später als Nationaheld gefeierten afghanischen Unteroffizier Esa Khan war es gelungen, sechs Taliban-Kämpfer aufzuhalten.
23. Juni
Vom Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guayana war der Erdbeobachtungssatellit „Sentinel-2A“ erfolgreich mit einer Vega-Rakete in den Orbit gestartet.
23. Juni
In Frankreich war durch die Veröffentlichung weiterer Dokumente von Wikileaks bekannt geworden, dass der US-amerikanische Geheimdienst National Security Agency (NSA) über mehrere Jahre die drei französischen Präsidenten Jacques Chirac, Nicolas Sarkozy und Francois Hollande abgehört haben soll.
23. Juni
In Ungarn war von der Fidesz-KDNP-Regierung unter Ministerpräsidenten Viktor Orbán die Suspendierung der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 (Dublin III) beschlossen worden. Damit war die Rücknahmeregelung von Asylbewerbern in der Europäischen Union außer Kraft gesetzt worden. Einen Tag später hatte die ungarische Regierung auf Druck der EU die Maßnahmen wieder relativiert und hatte von „technischen Gründen“ gesprochen, weil die Aufnahmekapazitäten erschöpft seien.
24. Juni
In Deutschland waren gegen die fünf Automobilzulieferer Autoneum, die Carcoustics aus Leverkusen, Greiner Perfoam aus Österreich, die Ideal Automotive aus Burgebach und die deutsche Tochter der International Automotive Components (IAC) vom Bundeskartellamt Bußgelder in Höhe von 75 Millionen Euro verhängt worden wegen illegaler Preisabsprachen.
24. Juni
In Brüssel (Belgien) hatten sich die Verteidigungsminister der NATO-Mitgliedsstaaten auf eine Aufstockung der NATO Response Force (NRF) von derzeit 13.000 auf 40.000 Soldaten geeinigt.
24. Juni
In Somalia waren bei einem Selbstmordanschlag der islamistischen Al-Shabaab-Miliz auf den Konvoi des Botschafters der Vereinigten Arabischen Emirate in Somalia, Mohamed al-Othmani, mindestens zehn Menschen getötet worden. Der Botschafter selbst war unverletzt geblieben. Die Al-Shabaab-Miliz hatte erst zu Beginn der Woche ein Ausbildungszentrum des somalischen Militärgeheimdienstes in Mogadischu verübt und außerdem ein Tagungshaus in der Stadt Adaado angegriffen.
25. Juni
In Pakistan hatte die Hitzewelle im Süden des Landes, die bereits mehrere Tage andauerte, mehr als 1.000 Todesopfer gefordert. Die Hafenstadt Karatschi war besonders schwer von der Hitze betroffen. Dort hatte man mehrere Tage lang Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius gemessen. Die strengen Fastenregeln des Ramadan waren etwas gelockert worden. In einigen Städten war der Strom 17 Stunden lang ausgefallen, womit die Nutzung von Ventilatoren oder Wasserkühlern verhindert wurde.
25. Juni
In den USA war vom Obersten Gerichtshof des Landes die Gesundheitsreform – Obamacare – von Präsident Barack Obama für gesetzeskonform erklärt worden. Damit hatten Millionen US-amerikanische Bürger ihren Versicherungsschutz behalten.
25. Juni
In Deutschland hatten Forscher vom Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart (SMNS) das Fossil einer 240 Millionen Jahren alten Ur-Schildkröte bei Grabungen in Vellberg (Baden-Württember) entdeckt. Die Paläontologen Rainer Schoch vom SMNS und Hans-Dieter Sues vom Smithsonian Institution (National Museum of Natural History, USNM) in Washington D. C. Hatten ihre Untersuchungsergebnisse hierzu veröffentlicht. Sie hatten dem Fossil den Gattungsnamen Pappochelys gegeben.
26. Juni
In Somalia waren bei einem bewaffneten Angriff der Al-Shabaab auf den Militärstützpunkt der Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) mindestens 45 Soldaten aus Burundi umgekommen. Die Angreifer erbeuteten zudem umfangreiches Militärmaterial.
26. Juni
In der Nähe der französischen Stadt Lyon hatte der islamistische Einzeltäter Yassin Salhi seinen Vorgesetzten einer Logistikfirma enthauptet, mehrere Sauerstoffflaschen zur Explosion gebracht und damit einen Brand ausgelöst. Der Täter war von einem Feuerwehrmann überwältigt worden.
26. Juni
Der Leitindex Shanghai Composite (SSE) an der Shanghai Exchange hatte erneut um 7,4 Prozent verloren und war auf 4193 Punkte eingebrochen. Mehr als 2.000 Aktientitel hatten die automatischen Limitgrenze von maximal zehn Prozent erreicht.
26. Juni
Im russischen Sotschi war es nach heftigen Regenfällen zu Überschwemmungen gekommen. Ein Mensch ertrank. Mehr als 400 Häuser waren zerstört worden. Von den Wassermassen waren auch der Olympiapark und der Sochi Autodrom betroffen. Der Bahnhof und der Flughafen waren gesperrt worden.
26. Juni
In Kuwait hatte sich der Selbstmordattentäter Fahad Suleiman Abdulmohsen Al-Gabbaa alias Abu Suleiman Al-Muwahhid von der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) während des Freitagsgebets in der Imam Dscha'far as-Sadiq-Moschee im Stadtbezirk Sawabir in die Luft gesprengt. Dabei waren 26 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 227 Menschen waren verletzt worden.
26. Juni
I tunesischen Port El-Kantaoui hatte der Attentäter Seifeddine Yavoubi alias Abu Yahya al-Qayrawani mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr am Badestrand und im RIU Imperial Marhaba Inn und im El Mouradi Palm Marina mindestens 37 Menschen erschossen und weitere 36 Menschen verletzt. Unter den Opfern hatten sich auch Touristen aus Belgien, Deutschland und Großbritannien befunden. Zu dem Anschlag hatte sich die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekannt.
26. Juni
In den USA hatte der Oberste Gerichtshof des Landes unter Leitung von Richter Anthony Kennedy im Fall „Obergefell v. Hodges“ durch Urteil die Homo-Ehe in allen 50 US-Bundesstaaten erlaubt. Es hatte zuletzt Verbote in 13 US-Bundesstaaten gegeben.
27. Juni
In Bayern war das seit 1981 im Betrieb befindliche Kernkraftwerk Grafenrheinfeld des Betreibers E.ON stillgelegt worden.
27. Juni
Im Rahmen der Griechischen Staatsschuldenkrise hatten die Regierungen der Mitglieder der Eurozone eine Verlängerung der Hilfsprogramme für das Land abgelehnt.
28. Juni
In
Griechenland hatte die Regierung unter Ministerpräsidenten Alexis Tsipras die Einführung von Kaptialverkehrskontrollen beschlossen. Damit sollte der Zusammebruch des Finanzsystems und ein Ansturm auf die Banken verhindert werden. Vorerst waren alle Banken und die Athener Börse geschlossen geblieben.
28. Juni
In Frankfurt am Main hatte die Europäische Zentralbank (EZB) die Nothilfen für griechische Banken auf 90 Milliarden Euro begrenzt.
28. Juni
In Dänemark war der Parteichef der dänischen Liberalen (Venstre), Lars Lökke Rasmussen, von der Königin Margarethe II. zum neuen Ministerpräsidenten Dänemarks ernannt worden. Rasmussen stand einer Minderheitsregierung vor. Sie verfügte in der Folketing nur über 34 von 179 Sitzen.
28. Juni
Von der italienischen Küstenwache koordiniert hatten internationale Hilfskräfte in 21 Einsätzen insgesamt 2.900 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer vor der Küste Libyens geborgen.
29. Juni
Die griechische Regierung hatte die Verweigerung von Zahlungen von 1,6 Milliarden Euro der griechischen Staatskasse an den Internationalen Währungsfond angekündigt. Damit würde Griechenland erstmals in Zahlungsverzug geraten.
29. Juni
Bei einem Autobombenanschlag im Kairoer Stadtteil Heliopolis war der ägyptische Generalstaatsanwalt Hischam Barakat schwer verletzt worden. Wenig später war im Krankenhaus gestorben. Zu seinem Nachfolger war Zakari Abd El-Aziz Osman ernannt worden.
29. Juni
Im Jemen waren 28 Menschen bei einem Autobombenanschlag der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) auf das Haus von Faisal und Hamid Dschajasch ums Leben gekommen. In dem Haus hatte eine Trauerfeier einflussreicher schiitischer Huthi-Führer stattgefunden.
29. Juni
Durch die Veröffentlichung weiterer Dokumente von Wikileaks war in Frankreich bekanntgeworden, dass der US-amerikanische Geheimdienst National Security Agency (NSA) von 2004 bis 2012 gegen die wichtigsten Unternehmen in Frankreich Wirtschaftsspionage verübt hatte. Entsprechende Erkenntnisse waren auch den Nachrichtendiensten von Australien, Großbritannien, Kanada und Neuseeland übermittelt worden.
29. Juni
Der Gouverneur des US-amerikanischen Außengebietes Alejandro García Padilla hatte eingeräumt, dass Puerto Rico den aufgehäuften Schuldenberg von 72 Milliarden Dollar nicht zurückzahlen können werde. Aufgrund seines Sonderstatus konnte die Insel nicht mit Hilfsgelder aus Washington hoffen. Von Ökonomen war bemängelt worden, dass nur 40 Prozent der erwachsenen Bevölkerung arbeiten würde oder auf Jobsuche sei. Sie erwarteten zehnjährige Strukturreformen, um das Territorium wieder wettbewerbsfähig machen zu können.
30. Juni
In Indonesien war rund zwei Minuten nach dem Start ein Transportflugzeug der indonesischen Luftwaffe vom Typ C-130B Hercules von der Luftwaffenbasis Soewondo abgestürzt. Dabei waren alle 113 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Drei Menschen am Boden waren ebenfalls getötet worden.
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