Mai 1991 - Deutsche Boxer siegreich

Kalender Mai 1991
In Göteburg in Schweden fanden am 12. Mai 1991 die Europameisterschaften der Amateurboxer statt. Deutschland belegte hinter der Sowjetunion den zweiten Platz. Die Boxer des Deutschen Amateur-Box-Verbandes gewannen zwei Goldmedaillen, vier Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen. Die Goldmedaillen gewannen der Berliner Sven Ottke im Mittelgewicht und der Leverkusener Dariusz Michalczewski im Halbschwergewicht.
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Wichtige Ereignisse im Mai 1991

1. Mai
Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Ost- und Westdeutschland veranstaltete Maikundgebungen mit rund 600.000 Arbeitnehmern. Die Themen der Ansprachen waren die sozialen Probleme in den neuen Bundesländern. In Berlin-Kreuzberg kam es bei einer „revolutionären 1.-Mai-Demo“ zu schweren Ausschreitungen.
1. Mai
In seiner Sozialenzyklika „Centesimus annus“ befürwortet Papst Johannes Paul II. zwar Marktwirtschaft und Privateigentum. Er warnt aber vor einer „radikalen kapitalistischen Ideologie“.
1. Mai
Der Bürgerkrieg im Libanon wurde mit der Entwaffnung der christlichen und der drusischen Milizen durch die Armee beendet.
2. Mai
Von der indonesischen Regierung wurde 36.356 Mitgliedern der Kommunistischen Partei verboten, an den Wahlen im Mai 1992 teilzunehmen.
2. Mai
In Ostdeutschland erschien die Boulevard-Zeitung „Super“ in einer Startauflage von 500.000 Exemplaren.
3. Mai
Die Konservativen erlitten bei den Kommunalwahlen in England und Wales schwere Verluste. Die oppositionelle Labour Party gewann 6,5 Prozente der Stimmen hinzu und erhielt insgesamt 38 Prozent der Stimmen.
3. Mai
Außer in den Grenzgebieten wurde in Thailand vom Militär das Kriegsrecht in 21 Provinzen aufgehoben. Es war am 23. Februar nach einem Militärputsch verhängt worden.
3. Mai
Der Leichnam von Kardinal und Primas der ungarischen Katholiken, József Mindszenty, wurde in seine Heimat überführt. Er war 1975 im Exil in Österreich gestorben.
3. Mai
In Windhoek in Namibia wurde von der UNESCO eine Erklärung zur Pressefreiheit herausgegeben. Demnach ist die Pressefreiheit „der Eckstein für Demokratie und wirtschaftliche Entwicklung“.
4. Mai
US-Präsident George Bush musste wegen eines leichten Herzanfalls, den er beim Joggen erlitten hatte, zwei Tage lang im Krankenhaus behandelt werden.
4. Mai
In Bangladesch fand ein nationaler Trauertag im Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe vom 29. April 1991 statt.
4. Mai
Bei der Weltmeisterschaft im Eishockey, die in Finnland stattfand, gewann Schweden zum fünften Mal den Titel durch einen 2 : 2 Sieg über die UdSSR.
4. Mai
In Rom fand der 36. Grand Prix Eurovision de la Chanson statt, der von der schwedischen Sängerin gewonnen wurde.
5. Mai
Die jugoslawische Bundesarmee wurde vom Staatspräsidium ermächtigt, in den Nationalitätenkonflikt einzugreifen, da dieser in einen Bürgerkrieg auszuarten droht.
5. Mai
Die USA stellten ihre finanziellen Hilfen für Jugoslawien ein. Als Begründung gaben sie an, dass keine freien und fairen Wahlen stattgefunden hätten.
5. Mai
In Vietnam billigte der Staatsrat einen Verfassungsentwurf, den die Regierung vorgelegt hatte. Er sah unter anderem eine stärkere Trennung zwischen der Kommunistischen Partei und den Staat vor und außerdem Erleichterungen bei der Gründung von privaten Wirtschaftsunternehmen.
5. Mai
Auf ihrem Parteikongress bekannte sich die PDS, die Nachfolgepartei der SED, zum Grundgesetz. Weiterhin empfahl sie einen radikalen Bruch mit dem marxistisch-leninistischen Parteiverständnis.
5. Mai
Auf ihrem 21. Parteitag im thüringischen Oberhof beschloss die Exil-CDU der früheren DDR ihre Arbeit zur Wiedervereinigung, die sie seit 1950 ausübte, einzustellen.
5. Mai
In der New Yorker Carnegie Hall fanden anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens zwei Galakonzerte statt.
6. Mai
Der deutsch-sowjetische Vertrag über die Truppenstationierung und den Abzug der Truppen trat in Kraft.
6. Mai
In Brasilien nahm das größte Wasserkraftwerk der Welt seine Arbeit auf.
6. Mai
Schweden und China gewannen jeweils drei Titel bei den Tischtennis-Weltmeisterschaften in Chiba in Japan. Das Herrendoppel mit den Düsseldorfern Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner scheiterte im Viertelfinale.
6. Mai
In Shuzuoka in Japan stellte der Finne Seppo Räty mit 91,98 m einen neuen Weltrekord auf. Zuvor hatte der Brite Stev Backley den Weltrekord mit 90,98 m gehalten. Räty verbesserte seine eigene Bestweite damit um 5,06 m.
7. Mai
In Kolumbien wurden die letzten beiden noch kämpfenden Rebellengruppen von der Regierung zu einem Gespräch aufgefordert. Drei andere Guerillaorganisationen hatten zuvor ihren Kampf eingestellt. Ihnen war Amnestie und Beteiligung am politischen Leben zugesichert worden.
7. Mai
Am 12. Oktober 1990 wurde Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei einem Attentat in Oppenau mit zwei Schüssen schwer verletzt. Er war seitdem auf den Rollstuhl angewiesen. Nun wurde der 37-jährige Täter vom Landgericht Offenburg in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen.
8. Mai
Der SPD-Politiker Andreas von Schoeler wurde mit den Stimmen von SPD und Grünen zum Oberbürgermeister von Frankfurt am Main gewählt. Er wurde somit Nachfolger von Volker Hauff, der Anfang März zurückgetreten war.
8. Mai
Das Landgericht Düsseldorf verurteilte den Schatzmeister der CDU, Walther Leisler Kiep, wegen fortgesetzter Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe von 675.000 DM. Es war der letzte der großen Parteispendenprozesse.
8. Mai
In Ägypten wurde der Ausnahmezustand, der vor zehn Jahren verhängt wurde, verlängert. Er war nach der Ermordung des damaligen Präsidenten Anwar As Sadat verhängt worden und hatten es ermöglicht, Militär zur Erhaltung der inneren Sicherheit einzusetzen.
8. Mai
In Ginuea-Bissau wurde vom Parlament eine Verfassungsänderung verabschiedet. Sie beinhaltete die Einführung eines Mehrparteiensystems. In den folgenden Monaten entstanden in dem Land neun unabhängige Parteien.
9. Mai
Der tschechoslowakische Staatspräsident Václav Havel erhielt den internationalen Karlspreis der Stadt Aachen.
9. Mai
Die Mehrheit der Bergarbeiter, die seit Wochen in verschiedenen Kohlenrevieren in der Sowjetunion gestreikt hatten, nahmen ihre Arbeit wieder auf. Am 1. Mai hatte der russische Parlamentspräsident Boris Jelzin ein Abkommen über die Übernahme der regionalen Kohleindustrie unterzeichnet. Es garantierte den Betrieben wirtschaftliche Unabhängigkeit.
9. Mai
Vom Bundeskabinett wurde eine neue Verpackungsordnung beschlossen. Industrie und Handel mussten ab Dezember Transportverpackungen zurücknehmen und wiederverwenden. Ab April 1992 erhielten Kunden das Recht, die Verkaufsverpackungen in den Geschäften zurückzulassen.
10. Mai
Anlässlich des Besuches von Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) in Halle fanden wütende Demonstrationen statt.
10. Mai
Auf ihrer dritten Regionalkonferenz stimmten die Regierungschefs der neuen Länder und Berlins einstimmig dafür, dass der Parlaments- und Regierungssitz nach Berlin verlegt werde.
10. Mai
Als erster sowjetischer Außenminister besuchte Alexander Bessmertnych Israel. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern waren 1967 abgebrochen worden.
11. Mai
In Frankfurt am Main gründeten fundamentalistische Grüne um Jutta Ditfurth auf einer zweitägigen Bundesversammlung die ökologische Linke/Alternative Liste.
11. Mai
Obwohl die niedersächsische Landesregierung für den Bau einer Mercedes-Teststrecke bei Papenburg entschied, hielten die Grünen in Niedersachsen an der rot-grünen Koalition in Hannover fest.
11. Mai
Doe Handball-Damenmannschaft TV Lützellinden gewann als erste westdeutsche Damen-Handballmannschaft den Europapokal der Landesmeister mit einem 21:15 und 22:25 Sieg über den Titelverteidiger Hypobank Südstadt Wien.
12. Mai
Die liberale Kongresspartei gewann in Nepal in freien Wahlen die absolute Mehrheit.
12. Mai
Mit der Vernichtung der letzten Mittelstreckenrakete vom Typ SS-20 erfüllte die Sowjetunion das INF-Abkommen mit den USA aus dem Jahr 1987.
13. Mai
In Johannesburg in Südafrika wurde die Bürgerrechtlerin Winnie Mandela wegen Einführung und Beihilfe zur schweren Körperverletzung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Sie wurde bis zu Berufungsverhandlung gegen Kaution auf freiem Fuß belassen.
14. Mai
In Washington erklärte Präsident George Bush, dass die USA auf den Einsatz chemischer Waffen verzichten würden. Sie wollten ihre Giftarsenale innerhalb von 10 Jahren nach dem Abschluss eines internationalen Abkommens vernichten.
14. Mai
Auf seiner ersten Arbeitssitzung im Berliner Reichstagsgebäude beschloss der Deutsche Bundestag zum 1. Juli einen 7,5 prozentigen Solidaritätszuschlag auf die Lohn-, Einkommens- und Körperschaftssteuer. Die Opposition kritisierte das Gesetz als sozial unausgewogen. Außerdem wurden die Steuern auf Benzin, Gas und Tabak erhöht.
14. Mai
24 Privatwohnungen und Firmensitze wurden von der Polizei und der Staatsanwaltschaft auf der Suche nach verschwundenen 22 Milliarden DM aus dem Firmen-Imperium des früheren DDR-Devisenerschaffers Alexander Schalck-Golodkowski durchsucht.
15. Mai
Bei der turnusmäßigen Wahl zum Staatspräsidenten von Jugoslawien erhielt der kroatische Vertreter, Stjepan Mesi c, nicht die erforderliche Mehrheit.
15. Mai
In Moskau tragen sich der chinesische KP-Chef Jiang Zemin und der sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow. Sie unterzeichnete während des Treffens ein Grenzabkommen.
15. Mai
In Rotterdam gewann Manchester United durch ein 2:1 gegen den FC Barcelona den Fußball-Europapokal der Pokalsieger.
16. Mai
Der französische Ministerpräsident Michel Rocard trat zurück. Staatspräsident François Mitterrand ernannte Edith Cresson zu seiner Nachfolgerin.
16. Mai
In Frankfurt am Main trat Bundesbankpräsident Karl Otto Pöhl zum 31. Juli von seinem Amt zurück. Sein Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertreter Helmut Schlesinger.
17. Mai
Bei einer Volksbefragung stimmten die Wiener gegen die Ausrichtung einer „Doppel-Weltausstellung“ 1995 in Wien und Budapest.
18. Mai
König Hassan II. von Marokko nahm das geplante UNO-Referendum über das politische Schicksal der Westsahara an.
19. Mai
In einer Volksabstimmung stimmten 94,3 Prozent der kroatischen Bürger für die Unabhängigkeit Kroatiens von Jugoslawien.
19. Mai
In Nürnberg fand der Sudetendeutschen Tag statt. Die Vertriebenen forderten Grenzrevisionen gegenüber den östlichen Nachbarstaaten der Bundesrepublik, die von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zurückgewiesen wurden.
20. Mai
Mit einem Reise- und Passgesetz wurden den Bürgern der UdSSR ab Januar 1993 freie Reisemöglichkeiten ins Ausland gewährt.
20. Mai
Der UN-Sicherheitsrat beschloss mit Stimmenthaltung Kubas die Einrichtung eines Fonds zur Wiedergutmachung. Der Irak soll in diesen Fond als Reparationsleistungen für den Golfkrieg einen Teil seiner Öleinnahmen abführen.
20. Mai
In Cannes fanden seit dem 9. Mai die 44. Internationalen Filmfestspiele statt. Die amerikanische Produktion „Barton Fink“ von Joel und Ethan Coen wurde mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.
20. Mai
In Berlin wurde Steffi Graf aus Brühl zum fünften Mal Internationale Deutsche Tennismeisterin mit einem Dreisatz-Erfolg über die Spanierin Arantxa Sanchez-Vicario.
21. Mai
In Indien wurde auf einer Wahlkampfveranstaltung der ehemalige indische Ministerpräsident und Vorsitzende der Kongresspartei Rajiv Gandhi ermordet.
21. Mai
Nach schweren militärischen Niederlagen seiner Armee im Bürgerkrieg trat der Staatschef von Äthiopien Mengisto Haile Mariam zurück. Danach floh er nach Simbabwe.
21. Mai
In Damaskus unterzeichneten die Präsidenten von Syrien und dem Libanon ein Freundschafts- und Kooperationsabkommen.
21. Mai
In Rheinland-Pfalz wurde die CDU/FDP-Regierung durch eine Koalition aus SPD und FDP abgelöst. Rudolf Scharping wurde erster sozialdemokratischer Ministerpräsident des Landes.
21. Mai
Bei einem zweitägigen Besuch in Washington warb Bundeskanzler Helmut Kohl um US-amerikanische Investitionen in den neuen Bundesländern. Außerdem sprach er über die europäische Sicherheitspolitik und über die transatlantische Partnerschaft.
21. Mai
In Berlin wurden der frühere Ministerpräsident der DDR, Willi Stoph, und der ehemalige Verteidigungsminister Heinz Keßler verhaftet. Die Verhaftung stand im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen des Schießbefehls an der früheren innerdeutschen Grenze.
21. Mai
Das Halten und Züchten sogenannter Kampfhunde bedarf in Hamburg in Zukunft behördlicher Genehmigung.
22. Mai
Nach wochenlangen Demonstrationen gegen seine Regierung trat der südkoreanische Regierungschef Ro Jai Bong zurück. Sein Nachfolger wurde am 24. Mai der frühere Erziehungsminister Chung Won Shik.
22. Mai
Tunesische Behörden berichteten, dass ein von Fundamentalisten geplanter Putsch verhindert wurde. Es wurden 100 Soldaten und 200 Zivilisten festgenommen.
22. Mai
In 50 M Tiefe unter dem Ärmelkanal wurde drei Monate früher als geplant der erste der beiden Eisenbahnröhren des Kanaltunnels zwischen Frankreich und Großbritannien durchbrochen. Der Durchbruch im Versorgungstunnel war bereits im Dezember 1990 gelungen.
22. Mai
Inter Mailand gewann den Fußball-UEFA-Pokal durch ein 2 : 0 und 0:1 gegen den AS Rom.
23. Mai
In Washington nannte US-Außenminister James Baker die israelische Siedlungspolitik in den besetzten arabischen Gebieten das „größte Hindernis für eine Friedenslösung“ in Nahen Osten. Diese Kritik wurde von Israel zurückgewiesen.
23. Mai
Nach Aussage des Außenministers von Neuseeland, Donald McKinnon, soll in Zukunft das Anti-Nuklear-Gesetz, das Kriegsschiffen der USA die Benutzung neuseeländischer Häfen verbot, gemäßigter ausgelegt werden.
23. Mai
Mit Akten, die in Berlin entdeckt wurden, konnten Zwangsadoptionen in der ehemaligen DDR nachgewiesen werden.
23. Mai
Der vierte Kongress der Volksdeputierten Russlands stimmte den Verfassungsänderungen zu, die erforderlich wurden, um ein Präsidialsystem in der Sowjetrepublik zu schaffen.
24. Mai
Laut Bundesverteidigungsminister Gerhard Stoltenberg (CDU) in in Bonn sollten in Westdeutschland 213 Bundeswehrstandorte geschlossen werden.
24. Mai
Fußballprofi Karl-Heinz Körbel von der Frankfurter Eintracht spielte beim 3 : 2 über Bayer 05 Ürdingen zum 600 Mal in der Bundesliga. Zum Saisonende wollte er zurücktreten. Er führt die Liste der Spieler mit den häufigsten Bundesligaeinsätzen vor Manfred Kaltz mit 581 und Klaus Fichtel mit 552 Spielen an.
25. Mai
In der „Operation Salomon“ wurden 14.400 Juden aus dem vom Bürgerkrieg erschütterten Äthiopien nach Israel ausgeflogen.
25. Mai
Nach wochenlangen Unruhen wurden in Kamerun sieben der zehn Provinzen unter Militärverwaltung gestellt.
25. Mai
FDP-Politiker schlugen die Einführung einer Wehrsteuer vor. Sie sollte von denjenigen gezahlt werden, die weder Wehr- noch Ersatzdienst leisten.
25. Mai
Willi Piecyk wurde Nachfolger des künftigen SPD-Bundesvorsitzenden Björn Engholm als Landeschef der Sozialdemokraten. Bisher war er der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende von Schleswig-Holstein.
25. Mai
Der FC Hansa Rostock wurde Meister der Fußball-Oberliga-Nordost. Er stieg ebenso wie der Tabellenzweite Dynamo Dresden in die Bundesliga auf.
26. Mai
In der Sowjetrepublik Georgien wurde zum ersten Mal ein Präsident direkt vom Volk gewählt. Der bisherige Parlamentspräsident Swiad Gamsachurdia erhielt 87 Prozent der abgegebenen Stimmen.
26. Mai
Über Thailand stürzte aus unbekannten Ursachen eine Boeing 767 der österreichischen Lauda Air nach einer Explosion ab. Es starben alle 223 Menschen an Bord.
26. Mai
Auf dem ersten gesamtdeutschen Kongress des Verbandes deutsche Schriftsteller, der seit dem 24. Mai tagte, wurde Uwe Friesel als Bundesvorsitzender wiedergewählt.
26. Mai
In Düsseldorf gewann Schweden durch ein 2:1 gegen Jugoslawien zum zweiten Mal den World-Team-Cup im Tennis. Die Deutschen schieden ohne Boris Becker in der Vorrunde nach drei Niederlagen aus.
27. Mai
Die Inselrepublik Belau im Westpazifik klagte vor einem US-amerikanischen Gericht auf Achtung ihres Selbstbestimmungsrechts. Es war von der ehemaligen UNO-Treuhandmacht USA im Oktober 1990 eingeschränkt worden.
28. Mai
Die Hauptstadt Äthiopiens, Addis Abeba, wurde von Rebellentruppen eingenommen.
28. Mai
In Brüssel beschlossen die Verteidigungsminister des westlichen Militärbündnisses NATO auf ihrer Frühjahrstagung, die Streitkräfte angesichts der Veränderungen in Osteuropa neu zu strukturieren. Die Zahl der in Deutschland stationierten Divisionen soll von 23 auf 16 verringert werden. Außerdem wurde die Aufstellung einer schnellen Eingreiftruppe geplant
28. Mai
Hamburg war das erste Bundesland, das der Scientology-Sekte die Rechtsfähigkeit als Verein entzog.
28. Mai
An der norwegischen Küste wurden in den Lachsfarmen mindestens 150 t der Zuchtfische durch Algen getötet.
29. Mai
Auf dem SPD-Parteitag in Bremen wurde der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Björn Engholm zum Parteivorsitzenden gewählt. Später sprachen sich die Delegierten mit einer einzigen Stimme Mehrheit für in Bonn als künftigen Sitz von Parlament und Regierung aus.
29. Mai
In Vich in Katalonien wurden neun Menschen durch eine Autobombe getötet und 43 wurden schwer verletzt. Die mutmaßlichen Attentäter, die Angehörige der baskischen Untergrundorganisation ETA waren, wurden am nächsten Tag festgenommen. Zwei von ihnen wurden während eines Schusswechsels mit der Polizei getötet.
29. Mai
In Colorado Springs stellte US-Präsident George Bush einen Rüstungskontrollplan für den Nahen Osten vor. Dieser sah ein Atom- und Chemiewaffenverbot vor.
29. Mai
Roter Stern Belgrad gewann in Bari in Italien gegen Olympique Marseille den Fußball-Europapokal der Landesmeister durch ein 5 : 3 nach Verlängerung und Elfmeterschießen.
29. Mai
Durch ein 19:15 und 22:18 gegen den SC Leipzig wurde der TuS Walle Bremen erster gesamtdeutscher Damen-Handballmeister.
30. Mai
In Lille fand ein deutsch-französisches Gipfeltreffen statt. Frankreichs Staatspräsident François Mitterrand gab Bundeskanzler Helmut Kohl den neuen französischen Abrüstungsplan bekannt. Er bezog sich vor allem auf chemische und biologische Waffen.
31. Mai
In Mecklenburg-Vorpommern verließen sieben Abgeordnete den Landtag und gaben ihr Mandat auf. Sie waren wegen ihrer Mitarbeit für den ehemaligen DDR-Staatssicherheitsdienst belastet worden. Es handelte sich um vier CDU, einen SPD, zwei Linke Liste /PDS Abgeordnete.
31. Mai
In Lissabon wurde der Friedensvertrag für Angola unterzeichnet.

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Mai 1991 Deutschland in den Nachrichten

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DiePresse.com
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