Wichtige Ereignisse im März 1998

2. März
Die SPD-Spitze nominierte einen Tag nach dem Erfolg bei der Landtagswahl in Niedersachsen den niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder zum Kanzlerkandidaten der Partei für die Bundestagswahl am 27. September.
3. März
Von Bundesverteidigungsminister Volker Rühe wurden die Vorwürfe der Wehrbeauftragten Claire Marienfeld, dass die Bundeswehr in ihrer Pflege der Tradition nicht genügend Distanz zur Wehrmacht übe, zurück. Er teilte jedoch deren Auffassung, dass die meisten rechtsextremistischen Vorfälle Ausdruck einer politisch-moralischen Desorientierung der jungen Soldaten sei.
6. März
In Deutschland waren Maria bez. Marie und Alexander im Jahr 1997 die beliebtesten Vornamen. Die Sprachforscher vermuten, dass der Trend zu christlichen und antiken Namen anhält.
7. März
Die ehemaligen SS-Offiziere Erich Priebke und Karl Hass wurden in einem Berufungsverfahren von einem Militärgericht in Rom wegen Beteiligung am Massaker in den adreatinischen Höhlen zu lebenslanger Haft verurteilt. Priebke und Hass hatten die Beteiligung an der Erschießung von 335 Zivilisten im Jahr 1944 beteiligt gewesen zu sein. Priebke war 1997 zu 15 und Hass zu zehn Jahren Haft verurteilt wurden. Beiden war aus humanitären Gründen zehn Jahre Haft erlassen worden. Das milde Urteil hatte in der italienischen Öffentlichkeit Empörung ausgelöst.
8. März
Die neue Formel-1-Saison begann mit einem Doppelsieg des McLaren-Mercedes-Teams. Mikka Häkkinen gewann beim Großen Preis von Australien in Melbourne vor David Coulthard. Heinz-Harald Frentzen gelegte auf Williams-Renault Platz drei. Weltmeister Jacques Villeneuve wurde Fünfter. Michael Schumacher schied mit seinem Ferrari mit Motorschaden in der sechsten Runde aus.
9. März
Das öffentliche Leben kam in Mittleren Westen der USA wegen tagelanger Schneefälle zum Erliegen. In den Bundesstaaten Nebraska und Kansas sind viele Fernstraßen gesperrt. Sechs Menschen kamen ums Leben.
9. März
Bundespräsident Roman Herzog gedachte während seines Südafrika-Besuches in der Schwarzensiedlung Soweto den Opfern der Rassentrennung.
12. März
Von der norwegischen Regierung wurden fünf russische Diplomaten wegen Spionage des Landes verwiesen. Fünf Tage später wurden von Moskau zwei norwegische Diplomaten mit ähnlicher Begründung aus dem Land gewiesen.
13. März
Ein deutscher Entwicklungshelfer wurde in Nairobi bei einem Raubüberfall erschossen. Er war das vierte ausländische Opfer in Kenia innerhalb von vier Wochen.
14. März
Sonia Gandhi, die Witwe des 1991 ermordeten Ministerpräsidenten Rajiv Gandhi, die selbst in Italien geboren wurde, übernahm den Vorsitz der indischen Kongresspartei. Sie war außerdem Vorsitzende der Gesamtfraktion ihrer Partei in beiden Kammern des Parlamentes.
16. März
Der Nationale Volkskongress in Peking wählte den scheidenden Ministerpräsidenten mit 89 Prozent der Stimmen zum neuen Parlamentspräsidenten. Li war einer der Hauptverantwortlichen für die Niederschlagung der Demokratiebewegung im Jahr 1989. Staatspräsident Jiang Zemin wurde mit 98 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt. Neuer Ministerpräsident wurde der Wirtschaftsreformer Zhu Rongji.
20. März
Der Castor-Transport mit Atommüll aus süddeutschen Atomkraftwerken erreichte nach mehr als 17 Stunden Fahrt das Zwischenlager in Ahaus. Massiver Polizeischutz wurde für die letzten Kilometer vom Bahnhof zum Brennelemente Lager wurde aufgeboten. Der Castor-Behälter enthielt 60 Tonnen hoch radioaktiven Atommüll, der in Ahaus mehrere Jahrzehnte lang gelagert werden sollte.
21. März
Die seit fünf Tagen verschwundene elfjährige Christina aus Strücklingen in Niedersachsen wurde 15 km von ihrem Elternhaus entfernt tot in einem Waldstück aufgefunden. Die Polizei konnte den Täter aufgrund seines genetischen Fingerabdrucks ermitteln.
22. März
Die SPD konnte ihren Aufwärtstrend bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein bestätigen. Sie erreichte 42,4 Prozent der Stimmen und blieb so stärkste Kraft.
23. März
In Russland wurde der langjährige Ministerpräsident Wiktor Tschernomyrdin und das gesamte Kabinett überraschend von Präsident Boris Jelzin entlassen. Energieminister Sergej Kirijenko wurde geschäftsführender Ministerpräsident.
26. März
Der Bundestag stimmte dem Beitritt Polens, Tschechiens und Ungarns zur NATO mit 555 gegen 37 Stimmen bei 30 Enthaltungen zu. Auch 14 Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen stimmen entgegen ihrer Parteilinie der Erweiterung der NATO zu.
26. März
Präsident Boris Jelzin, Bundeskanzler Helmut Kohl und Staatspräsident Jacques Chirac einigten sich bei einem Dreiergipfel in Moskau auf eine enge Einbindung Russlands in Europa.
27. März
Der russische Präsident Boris Jelzin ernannte Sergej Kirijenko zum neuen Ministerpräsidenten und wies dabei Kritik aus dem Parlament wegen des Alters des Ministerpräsidenten zurück.
28. März
Thomas Drach, der seit zwei Jahren wegen seiner Beteiligung an der Reemtsma-Entführung gesucht wurde, wurde in Buenos Aires festgenommen. Zwei der Entführer des Multimillionärs Jan Philipp Reemtsma, der im Jahr 1996 nach 33 Tagen in Geiselhaft für 30 Millionen DM Lösegeld freigelassen wurde, wurden bereits zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

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