Wichtige Ereignisse im April 1998

2. April
In Bordeaux in Frankreich wurde der französische Nazi-Kollaborateur und spätere Haushaltsminister Maurice Papon wegen seiner Mitschuld an Judendeportationen zu zehn Jahren Haft verurteilt.
2. April
Der Parteichef der rechtsextremen Front National, Jean-Marie Le Pen, wurde in Versailles wegen Körperverletzung zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Er hatte im Mai 1977 eine sozialistische Politikerin geschlagen.
3. April
Vom Landgericht Berlin wurden die PDS-Politiker Gregor Gysi und Lothar Bisky zu Geldstrafen in Höhe von 8000 bez. 6000 DM verurteilt. Sie hatten 1994 die Räume des Bundesinnenministeriums in Berlin aus Protest gegen eine Steuerforderung an die PDS in Höhe von 67 Millionen DM besetzt.
6. April
In Moskau erlitt der russische Präsident Boris Jelzin im Streit um das Beutekunst-Gesetz durch das Verfassungsgericht eine Niederlage. Das Moskauer Gericht verpflichte Jelzin in einem Grundsatzurteil, unverzüglich zu unterzeichnen. Dadurch wurden die Kulturgüter, die im Zweiten Weltkrieg aus Deutschland in die Sowjetunion gebracht worden waren, zum Eigentum Russlands erklärt. Das Gesetz trat am 21. April 1998 in Kraft.
7. April
Auf einer Tagung in Brüssel verlängerte die Westeuropäische Union (WEU) das Mandat für ihre Polizeitruppe in Albanien um ein Jahr bis April 1999. Gleichzeitig wurde eine Erhöhung der Berater und Ausbilder von 60 auf 100 Mann beschlossen.
8. April
In Paris billigte die Nationalversammlung mit der Mehrheit der Linken ein neues Ausländerrecht. Dieses sah schärfere Maßnahmen gegen illegale Einwanderung vor und gleichzeitig Erleichterungen der Lebensbedingungen für Ausländer, die in Frankreich waren.
11. April
In Peking trafen sich zum ersten Mal seit fast vier Jahren Regierungsvertreter aus Nord- und Südkorea zu direkten Gesprächen. Am 18. April wurden die Gespräche ergebnislos abgebrochen.
12. April
Auf der Autobahn Hannover-Berlin bei Peine ereignete sich ein Unfall, bei dem acht Menschen ums Leben kamen. Ein Fahrer war mit Tempo 140 in eine Baustelle gerast, geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit zwei Fahrzeugen.
13. April
In Deutschland endeten die Ostermärsche der Friedensbewegung. Von Karfreitag bis Ostermontag hatten in 70 Orten Aktionen stattgefunden, die durchweg keine große Beteiligung fanden.
14. April
Aufgrund von Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen legte der frühere Wiener Erzbischof Kardinal Hans Hermann Groer alle seine kirchlichen Funktionen nieder.
16. April
In Braunschweig wurde der evangelische Pastor Klaus Geyer als erster Geistlicher in Deutschland wegen Totschlags an seiner Frau zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt.
17. April
Estland hinterlegte beim Europarat in Straßburg die Ratifizierungsurkunde zur Abschaffung der Todesstrafe. Nur 28 der 40 Mitgliedsstaaten des Europarates haben die Todesstrafe offiziell abgeschafft.
21. April
In Diyarbakir in der Türkei wurde der islamistische Bürgermeister von Istanbul, Recep Tayyip Erdogan, von einem Staatssicherheitsgericht zu zehn Monaten Haft verurteilt. Ihm wurde angelastet, zu einem religiös motivierten Aufstand aufgerufen zu haben.
25. April
In Sevilla in Spanien löste der Bruch eines Auffangbeckens für giftige Abfälle einer Schwefelkiesmine eine ökologische Katastrophe aus.
27. April
Der kanadische Premierminister Jean Chretien rief bei einem zweitägigen Besuch auf Kuba in Havanna Staatschef Fidel Castro zur Öffnung des Landes auf. Kanada ist einer der wichtigsten Handelspartner Kubas.
28. April
Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschied, dass Krankenkassen ihren Patienten auch Kosten erstatten müssen, wenn diese sich im europäischen Ausland behandeln lassen.

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