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April 1992 - Erdbeben in Deutschland, der Ätna-Ausbruch auf Sizilien

Kalender April 1992
Meldungen über Erdbeben waren ja schon oft in den Schlagzeilen. Doch die Erdbeben waren immer weit weg. Nun war auch Deutschland betroffen. Ein Erdbeben der Stärke 5,5 auf der Richter-Skala hatte weite Teile des Niederrheingebietes erschüttert. Besonders betroffen war die Bucht bei Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Aber auch die Niederlande waren erschüttert worden. Das Epizentrum lag 4 km südwestlich von Roermond (niederländische Provinz Limburg). Der Herd des Bebens befand sich in 18 km Tiefe und es dauerte 15 Sekunden, davon ca. 12 Sekunden mit spürbarer Stärke. In Nordrhein-Westfalen waren 30 Menschen verletzt worden, die Ursache waren zumeist herabfallende Dachziegel. Sachschäden waren auch im Kölner Dom zu verzeichnen. Entlang der Maas und der Rur waren lange Spalten und Erdrutsche entstanden. An einigen Stellen waren Sandfontänen ausgetreten. Ausläufer des Bebens waren noch in Berlin, Mailand und London spürbar gewesen. Der Sachschaden in Deutschland war auf mehr als 150 Millionen DM beziffert worden. Doch in Italien hatten die Menschen am selben Tag (13. August) mit dem Ausbruch des Ätna auf Sizilien zu kämpfen. Dem 3323 Meter hohen, aktivsten Vulkan Europas wollten italienische und US-amerikanische Militäreinheiten durch den Abwurf von Betonblöcken beikommen, um die Lavamassen umzuleiten. Der Versuch misslang. Die Natur ließ sich nicht einfach überlisten.
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Wichtige Ereignisse im April 1992

1. April
BRD 1992 – Die zweite Stufe der Verpackungsverordnung war in Kraft getreten, damit konnte der Kunde die Umverpackungen im Laden lassen.
1. April
BRD/International 1992 – Der Fernsehsender DW-TV (Deutsche Welle) hatte seinen Sendebetrieb aufgenommen.
1. April
Jordanien 1992 – König Hussein von Jordanien hatte das seit 1967 geltende Kriegsrecht aufgehoben.
1. April
Spanien 1992 – Der spanische König Juan Carlos I. hatte das Alhambra-Edikt von 1492 widerrufen, in dem die Vertreibung der Juden angeordnet worden war.
2. April
Frankreich 1992 – Die französische Premierministerin Edith Cresson war von ihrem Amt zurückgetreten.
2. April
BRD 1992 – In einer Sondersitzung des Deutschen Bundestages war der CDU-Generalsekretär Volker Rühe als Verteidigungsminister vereidigt worden.
3. April
BRD 1992 – Im Rahmen der EG-Steuerharmonisierung hatte die Bundesregierung zum 1. Januar 1993 den Wegfall einiger Bagatellsteuern, u. a. auf Salz, Zucker, Tee und Glühbirnen beschlossen.
3. April
Albanien 1992 – Nach dem Wahlsieg der Demokratischen Partei vom 22. März 1992 war der albanische Staatspräsident als letzter kommunistischer Staatschef des Landes, Ramiz Alia, zurückgetreten.
4. April
BRD 1992 – In Hamburg war die Pröpstin Maria Jespen von der Nordelbischen Landessynode mit klarer Mehrheit zur ersten evangelisch-lutherischen Bischöfin der Welt gewählt worden.
4. April
BRD 1992 – Rückwirkend zum 1. Februar hatten sich Arbeitgeber und die Gewerkschaften Handel, Banken und Versicherung (HBV) auf Einkommensverbesserungen von 5,4 Prozent für die rund 450.000 Bankangestellten in Deutschland geeinigt.
5. April
Peru 1992 – Staatspräsident Alberto Fujimori hatte das Parlament aufgelöst und eine Notstandsregierung gebildet. Bei diesem „Eigenputsch“ war zudem die Verfassung suspendiert worden.
5. April
BRD 1992 – Die regierende SPD unter Ministerpräsident Björn Engholm hatte bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein knapp die absolute Mehrheit der Mandate behauptet.
5. April
BRD 1992 – Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hatte die CDU unter Ministerpräsident Erwin Teufel die absolute Mehrheit verloren.
6. April
USA/Bosnien-Herzegowina 1992 – Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union (EU) hatten die Republik Bosnien und Herzegowina anerkannt.
6. April
Italien 1992 – Die Regierungskoalition hatte bei den Parlamentswahlen Stimmenverluste erlitten.
6. April
Portugal/Europa 1992 – Portugal war dem Wechselkursmechanismus des Europäischen Währungssystems beigetreten.
7. April
USA/Europa 1992 – Die USA hatten Slowenien und Kroatien als unabhängige Staaten anerkannt.
8. April
Frankreich 1992 – Der französische Staat hatte beim Auktionshaus Douot die Originalpartitur des „Bolero“ von Maurice Ravel für rund 530.000 DM erworben.
9. April
Großbritannien 1992 – In London hatten die Konservativen unter Premier John Major die Parlamentswahl gewonnen.
9. April
BRD1992 – Das Bundesgerichtsverfassungsgericht hatte grundlegende Teile des Parteienfinanzierungsgesetzes für verfassungswidrig erklärt. Bis 1993 mussten vom Gesetzgeber Neuregelungen geschaffen werden.
9. April
Albanien 1992 – Als erstes nichtkommunistische Staatsoberhaupt hatte Sali Berisha die Macht übernommen.
10. April
BRD 1992 – Auf dem ehemaligen NVA-Übungsplatz Zingst (Insel Rügen, Mecklenburg-Vorpommern) war um 7:30 Uhr zum letzten Mal eine Rakete des Typs MMR06-M gestartet worden. Seit Oktober 1988 waren insgesamt 62 dieser Flugkörper zu Messungen der Windgeschwindigkeit und der Temperatur in der Hochatmosphäre von Zingst gestartet worden.
10. April
BRD 1992 – Der Untersuchungsausschuss des Brandenburgischen Landtags hatte ein Gutachten der Gauck-Behörde über die Stasi-Kontakte von Ministerpräsident Manfred Stolpe beraten. Stolpe beteuerte seine Unschuld.
11. April
BRD 1992 – Auf der Mitgliederversammlung der Berliner Akademie der Künste war Walter Jens als Präsident im Amt bestätigt worden.
12. April
Frankreich 1992 – In Marne-la-Valée, in der Nähe von Paris, war der Freizeitpark Euro-Disneyland eröffnet worden.
13. April
BRD 1992 – Ein Erdbeben der Stärke 5,5 auf der Richter-Skala hatte weite Teile des Niederrheingebietes erschüttert. Besonders betroffen war die Bucht bei Heinsberg (Nordrhein-Westfalen).
13. April
Italien 1992 – Italienische und US-amerikanische Militäreinheiten hatten durch den Abwurf von Betonblöcken versucht, den Lavastrom des Ätna (Sizilien) umzuleiten. Dem 3323 Meter hohen, aktivsten Vulkan Europas war damit jedoch nicht beizukommen gewesen.
13. April
BRD 1992 – Die Bundesrepublik Deutschland hatte sich offiziell um die Ausrichtung der Olympischen Spiele im 2000 beworben.
13. April
Großbritannien 1992 – Nach der klaren Niederlage seiner Partei bei den Parlamentswahlen am 9. April 1992 hatte Labour-Chef Neil Kinnock seinen Rücktritt bekanntgegeben.
14. April
BRD 1992 – Das neue Bundesland Brandenburg hatte als erstes ostdeutsches Bundesland einen Entwurf für eine Landesverfassung verabschiedet.
14. April
Europa 1992 – Die Länder der Europäischen Gemeinschaft (EG) und der Europäischen Freihandelszone (EFTA) hatten einen Vertrag zur Schaffung eines Europäischen Wirtschaftsraumes parafiert.
15. April
BRD 1992 – Bei einer Schlagwetter-Explosion im Bergwerk Haus Aden bei Bergkamen (Nordrhein-Westfalen) waren sechs Bergleute ums Leben gekommen.
16. April
Afghanistan 1992 – Der kommunistische Staatspräsident von Afghanistan, Mohammad Nadschibullah, war zurückgetreten.
17. April
Türkei 1992 – Bei einem Einsatz der türkischen Polizei gegen die linksextremistische Untergrund-Organisation „Dev Sol“ waren elf mutmaßliche Terroristen getötet worden.
17. April
OSZE/Armenien 1992 – Armenien war der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beigetreten.
18. April
Mauretanien 1992 – Staatspräsident des nordwestafrikanischen Landes Mauretanien war Maaouya Ould Sid’Ahmed Taya geworden.
18. April
Basketball 1992 – Mit einem 84:76-Sieg war der TSV Bayer 04 Leverkusen im dritten Spiel des Play-off-Finales gegen Alba Berlin zum zehnten Mal Deutscher Basketball-Meister geworden.
19. April
Eishockey 1992 – Mit dem Spiel gegen Russland und dem neuen Rekord von 320 Länderspielen hatte der Eishockey-Nationalspieler (BRD) seine internationale Karriere beendet.
20. April
Spanien 1992 – In Sevilla im Süden des Landes war die Weltausstellung „Expo 92“ eröffnet worden.
20. April
Tischtennis 1992 – Mit einem 3:1-Sieg gegen den Belgier Jean-Michel Saive war Jörg Roßkopf (BRD) als erster deutscher Tischtennisspieler in Stuttgart (Baden-Württemberg) Europameister geworden.
20. April
Großbritannien/Musik 1992 – Im Londoner Wembley-Stadion hatte das „Freddie Mercury Tribute Concert für Aids Awareness“ stattgefunden.
21. April
BRD/Rumänien 1992 – In der rumänischen Hauptstadt Bukarest hatten Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher und sein rumänischer Amtskollege Adrian Nastase einen deutsch-rumänischen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet.
22. April
Mexiko 1992 – In der Stadt Guadalajara waren durch eine Serie von Explosionen in den Abwasserkanälen rund 230 Menschen getötet worden. Tausende Menschen waren verletzt worden. Entlang einer acht Kilometer langen Linie waren sehr große Schäden entstanden. Ursache waren Gasdämpfe, die durch ein Leck in einer Benzinleitung in die Kanäle gelangt waren.
22. April
Slowenien 1992 – Neuer Ministerpräsident des Landes war Janez Drnovsek geworden.
23. April
Myanmar 1992 – General Than Shwe war nach dem Rücktritt von Saw Maung, dessen rechte Hand er war, als Vorsitzender der Junta nachgerückt. Er war in Personalunion Regierungschef, Verteidigungsminister und Oberbefehlshaber der Streitkräfte geworden. Saw Maung war aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Nach dem Machtwechsel hatten die Militärs die Rückkehr zur Demokratie angekündigt.
23. April
Russland/BRD 1992 – Deutsch-russische Regierungskommissionen hatten die Wiederherstellung der Wolgarepublik der Deutschen in Russland vereinbart.
23. April
Schach 1992 – Der deutsche Schachspieler Robert Hübner hatte beim „Chess meeting ‘92“ in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) einen sensationellen Sieg über Weltmeister Garri Kasparow errungen.
25. April
Fußball 1992 – Nach einem Beschluss des DFB-Beirates spielte die zweigeteilte zweite Fußball-Bundesliga mit 24 Mannschaften in der Saison 1992/93 in einer Gruppe. Diese sollte zur Saison 1994/95 auf 18 Klubs minimiert werden.
26. April
Mali 1992 – Der frühere Oppositionsführer Alpha Oumar Konare hatte die ersten freien Präsidentschaftswahlen des westafrikanischen Mali gewonnen.
26. April
Mazedonien 1992 – Die Balkanrepublik hatte sich vom serbisch-jugoslawischen Dinar getrennt.
27. April
Serbienund Montenegro 1992 – Serbienund Montenegro hatten die Bundesrepublik Jugoslawien gegründet. Diese war erst 1996 von den EU-Staaten anerkannt worden.
27. April
BRD 1992 – Im öffentlichen Dienst hatte seit 1974 der erste flächendeckende Arbeitskampf begonnen.
27. April
BRD 1992 – Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher hatte zum 17. Mai seinen Rücktritt angekündigt.
28. April
Italien 1992 – Der christdemokratische Staatspräsident Francesco Cossiga war zurückgetreten. Am 26. Mai war Luigi Scalfaro der neunte Präsident Italiens geworden.
29. April
USA 1992 – In Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) war es sechs Tage lang zu anhaltenden, gewalttätigen Rassenunruhen gekommen. Dabei waren mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen.
30. April
BRD/Film 1992 – In Oberhausen (Nordrhein-Westfalen) hatten die 38. Internationalen Kurzfilmtage begonnen. Die Veranstaltung dauerte bis zum 6. Mai. Es waren rund 130 Filme gezeigt worden.

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