März 1971 - Deutsche Geschichte wurde Thema in der Kunst

Kalender März 1971
Mehr als zwanzig Jahre lag das Ende des Zweiten Weltkrieges zurück. Die Aufarbeitung dieser Ereignisse war längst noch nicht abgeschlossen. Immerhin kamen immer wieder Prozesse gegen mutmaßliche in die Schlagzeilen. Auch wenn der Leiter der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltung, Rückerl, in einem Interview davon sprach, dass nationalsozialistische Verbrechen mit der Zeit immer weniger Aussicht auf Aufklärung und Bestrafung hätten, so war dieses Thema der deutschen Geschichte doch noch nicht gänzlich abgehakt. In der Kunst war die Aufarbeitung der Vergangenheit bisher noch wenig thematisiert worden. Zwei Ausstellungen im März allerdings befassten sich mit den Schrecken der grausamen Vergangenheit. Der Württembergische Kunstverein Stuttgart hatte beispielsweise die erste DDR-Ausstellung in der Bundesrepublik eröffnet. Sie hatte unter dem Motto gestanden „Fünf Städte mahnen“. Zu sehen war das Ausmaß der Zerstörung der Städte Dresden, Leningrad, London, Rotterdam und Warschau im Zweiten Weltkrieg. Und in West-Berlin verdeutlichte die Ausstellung „1871 – Fragen an die deutsche Geschichte“ das Entstehen und die Entwicklung des deutschen Nationalstaats. Sie wurde im ehemaligen Reichstagsgebäude gezeigt. Zu allen Zeiten hatte Kunst Bezug auf die historischen Ereignisse genommen. Nun, nach noch nicht ganz dreißig Jahren des Kriegsendes, war es höchste Zeit dafür geworden.
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Wichtige Ereignisse im März 1971

1. März
BRD 1971 – Der Rechtsanwalt Otto Schily hatte bei der Prozesseröffnung gegen den Terroristen Horst Mahler, der wegen versuchten Mordes angeklagt war, das Schwurgericht wegen Befangenheit abgelehnt und hatte die Einstellung des Verfahrens beantragt. Laut Schily hatten die „Pressekampagne“ und abwertende Äußerungen von Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher im Vorfeld der Verhandlung einen fairen Prozess unmöglich gemacht.
1. März
Schweiz 1971 – In Genf war die Speicherringanlage der Europäischen Organisation für Kernforschung fertiggestellt worden.
1. März
BRD 1971 – In der Bundesrepublik war eine neue Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) in Kraft getreten.
1. März
BRD 1971 – In der bayerischen Landeshauptstadt München und in Kiel (Schleswig-Holstein) hatte der Kartenvorverkauf für die XX. Olympischen Sommerspiele begonnen, die 1972 in der Bundesrepublik stattfanden. Rund 3,4 Millionen Eintrittskarten zwischen 5 DM und 80 DM waren im freien Handel zu haben. Die 160.000 Karten für die Eröffnungs- und Schlussfeier waren ausschließlich über die Fernsehlotterie „Glücksspirale“ verlost worden.
2. März
Pakistan 1971 – In Ostpakistan waren schwere Unruhen ausgebrochen, weil der pakistanische Präsident Aga Muhammad Yahya Khan die Wiedereröffnung der Nationalversammlung auf unbestimmte Zeit verschoben hatte.
2. März
Norwegen 1971 – Die Regierung unter Ministerpräsident Per Borten war zurückgetreten. Borten hatten einen vertraulichen Bericht des norwegischen Botschafters in Brüssel an die Öffentlichkeit weitergeleitet. Das Schreiben hatte Bedingungen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft für einen möglichen Beitritt Norwegens beinhaltet. Bortens Nachfolger, Trygve Martin Bratteli, hatte am 13. März sein Kabinett vorgestellt.
3. März
Polen 1971 – Nach acht Jahren hatten Kirche und Regierung wieder erste Kontakte aufgenommen. Ministerpräsident Piotr Jaroszewicz und der Primas der katholischen Kirche, Kardinal Stefan Wysznynski, hatten über die Normalisierung der Beziehungen zwischen Staat und Kirche und den ehemals deutschen Kirchenbesitz in den polnischen Westgebieten gesprochen.
4. März
Sowjetunion 1971 – Es hatten 200 sowjetische Juden in einer Petition an die Delegierten des bevorstehenden XXIV. Parteitages der KPdSU in Moskau Unterstützung für ihre Ausreisebemühungen gefordert. Sechs Tage später waren 100 jüdische Sowjet-Bürger in einen Hungerstreik getreten, um ihre Ausreise nach Israel damit erzwingen zu können.

5. März
Vietnam/China 1971 – Während eines Besuchs in Nordvietnam vom 5. bis 8. März hatte der chinesische Ministerpräsident Zhou Enlai der Regierung in Hanoi weitere Unterstützung im Vietnamkrieg zugesichert.
5. März
BRD 1971 – Ein Frankfurter Schwurgericht hatte den ehemaligen SS-Anthropologen, Hans Fleischhacker, freigesprochen. Fleischhacker war die Beihilfe zur Ermordung von 115 Häftlingen im Konzentrationslager Auschwitz vorgeworfen worden.
5. März
BRD 1971 – In Dortmund (Nordrhein-Westfalen) hatten die Bürger mit der „Aktion Roter Punkt“ gegen Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr protestiert.
5. März
West-Berlin/DDR 1971 – In der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin hatten eine Delegation des West-Berliner Senats und DDR-Regierungsvertreter Verhandlungen über Besuchsmöglichkeiten von West-Berlinern in der DDR aufgenommen.
6. März
BRD 1971 – In Bremen hatten Ärzte, Kaufleute und Juristen den Verein „Hilfsaktion Krebsbekämpfung“ gegründet.
6. März
USA/Raumfahrt 1971 – Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA (National Aeronautics and Space Administration) hatte bekanntgegeben, dass die von der „Apollo-14“-Besatzung mitgebrachten Mondsteine auf ein Alter von 3,5 bis 4,5 Millionen Jahre geschätzt worden waren. Es waren die ältesten Gesteinsproben, die man bisher auf dem Mond fand.
6. März
Automobilrennsport 1971 – In Kyalami (Südafrika) hatte der US-Amerikaner Mario Andretti auf Ferrari das Grand-Prix-Rennen von Südafrika gewonnen.
7. März
Großbritannien 1971 – Es hatten 94 Prozent der Mitglieder der britischen Postgewerkschaft für den Abbruch des Streiks gestimmt. Der Streik dauerte seit dem 20. Januar. Die britische Regierung war den Forderungen nach einer Lohnerhöhung um 15 Prozent nicht nachgekommen.
7. März
Großbritannien 1971 – In der britischen Hauptstadt London hatten 3.000 Frauen von „Women‘s Liberation Movement“ (Bewegung für die Befreiung der Frau) für die Gleichberechtigung der Frau demonstriert.
Wer hat im März 1971 Geburtstag


8. März
Pakistan 1971 – In Ostpakistan hatte die „Woche des zivilen Ungehorsams“ begonnen. Dazu hatte Mujib Rahman, Führer der Oppositionspartei, als Protest gegen die Verhängung des Kriegsrechts aufgerufen. Es wurden keine Steuern abgeführt, Ämter, Schulen und Gerichte waren geschlossen geblieben.
8. März
Boxen 1971 – Im Madison Square Garden, New York, hatte Joe Frazier (USA) seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Muhammad Ali durch Sieg nach Punkten gewonnen.
9. März
Türkei 1971 – In Ankara waren vier US-Soldaten, die am 4. März von der terroristischen „Türkischen Volksbefreiungsfront“ entführt wurden, bedingungslos freigelassen worden.
9. März
BRD 1971 – Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD hatten sich auf einen Gesetzentwurf geeinigt, der die die Altersversorgung der Bundesminister verbesserte. Damit sollten die Minister auch dann Rente bekommen, wenn sie bei ihrem Ausscheiden jünger als 55 Jahre waren oder nur ein Jahr im Amt waren.
10. März
Indien 1971 – Bei den Unterhauswahlen hatte die Kongresspartei von Ministerpräsidentin Indira Gandhi eine Zweidrittelmehrheit erreicht.
10. März
Australien 1971 – Der bisherige Außenminister William McMahon war als Ministerpräsident vereidigt worden. Sein Vorgänger John G. Gorton, der aufgrund von parteiinternen Differenzen zurückgetreten war, war zum neuen Verteidigungsminister ernannt worden.
10. März
USA 1971 – Das Wahlalter war durch eine Verfassungsänderung in den Vereinigten Staaten auf 18 Jahre herabgesetzt worden.
10. März
BRD 1971 – Alle noch geltenden Beschränkungen für den Bezug von DDR-Publikationen waren vom Deutschen Bundestag aufgehoben worden.
10. März
Skisport 1971 – Die Ősterreicherin Annemarie Pröll hatte sich den Sieg im Weltcup der Damen im alpinen Skisport gesichert.
11. März
Europa 1971 – In Brüssel (Belgien) hatte die Europäische Kommission Frankreich wegen angeblicher Verstöße gegen den EURATOM-Vertrag vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt.
11. März
Spanien 1971 – In Valencia erfolgte die Gründung der Polytechnischen Universität Valencia.
11. März
BRD/DDR 1971 – Die Bonner Regierung hatte beschlossen, allen Unternehmen des gewerblichen Güterfernverkehrs, die durch die Schikanen der DDR-Behörden auf den Zufahrtsstraßen von und nach West-Berlin behindert wurden, pro Stunde Wartezeit an den Grenzübergangen 10 DM Entschädigung zu zahlen. Die Fachvereinigung Güterfernverkehr hatte sich enttäuscht gezeigt von dieser Regelung.
11. März
BRD/DDR 1971 – Die erste DDR-Ausstellung in der Bundesrepublik war vom Württembergischen Kunstverein Stuttgart eröffnet worden. Sie dauerte bis zum 18. April. Unter dem Motto „Fünf Städte mahnen“ präsentierte die Ausstellung die Zerstörung der Städte Dresden, Leningrad, London, Rotterdam und Warschau im Zweiten Weltkrieg.
12. März
Türkei 1971 – Nach monatelangen innenpolitischen Spannungen hatte das Militär unter Führung von General Tagmac und Nihat Erim die Regierung unter Ministerpräsident Süleyman Demirel zum Rücktritt gezwungen.
12. März
BRD 1971 – In der Bundesrepublik waren reflektierenden Autokennzeichen zugelassen worden.
13. März
Syrien 1971 – Für sieben Jahre war Hafis Asad zum Präsidenten des Landes gewählt worden.
13. März
Südafrika 1971 – Der frühere Präsident des verbotenen Panafrikanischen Kongresses, Robert Sobukwe, hatte die Genehmigung zur Ausreise aus Südafrika erhalten. Sobukwe war zu einer dreijährigen Haftstrafe wegen Aufwiegelung verurteilt und danach weitere sechs Jahre ohne Gerichtsurteil festgehalten worden.
14. März
West-Berlin 1971 – Die SPD hatte bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus mit 50,4 Prozent die absolute Mehrheit errungen.
14. März
BRD 1971 – In Wiesbaden (Hessen) war die Verkaufsmesse JUMA 71, „Junge Welt – junger Markt“, eröffnet worden.
14. März
Eisschnelllauf 1971 – Beim Kampf um den „Goldenen Schlittschuh“ in Inzell (Bayern) hatten Erhard Keller (BRD) mit 38,42 sec über 500 m und der Niederländer Ard Schenk mit 1:19,1 min über 1000 m Weltrekorde aufgestellt.
14. März
Skisport 1971 – Den Weltcup der Herren im alpinen Skisport hatte der Italiener Gustav Thöni gewonnen.


15. März
Pakistan 1971 – Staatspräsident Aga Muhammad Yahya Khan war zu einem kurzen Besuch in der ostpakistanischen Hauptstadt Dacca eingetroffen. Er wollte den Oppositionschef Mujib Rahman dazu bewegen, die Staatskrise zwischen Ost und West beizulegen.
15. März
Südvietnam/Laos 1971 – Unter schwerem gegnerischen Feuer hatte die südvietnamesischen Invasionstruppen den Rückzug aus Laos angetreten.
15. März
Spanien 1971 – In Bilbao war das Hauptquartier der baskischen Untergrundorganisation ETA (Euzkadi ta Azkatasuna, Baskenland und Freiheit) von der Polizei ausgehoben worden. Dabei waren 40 Personen verhaftet worden.
15. März
Frankreich/Sowjetunion 1971 – In Paris hatten Frankreich und die Sowjetunion ein Abkommen über die Anreicherung von französischem Uran in sowjetischen Aufbereitungsanlagen unterzeichnet. Damit war Frankreich von Moskau als eigenständige Atommacht anerkannt worden.
15. März
BRD 1971 – In einer Erklärung hatte sich der Bundesvorstand der SPD von weiten Teilen der politischen Grundsätze der Jungsozialisten distanziert. Mit dem Godesberger Parteiprogramm hatten sich nicht übereingestimmt.
15. März
BRD 1971 – Die Uhrenfabrik Staiger im Schwarzwald hatte das erste serienreife elektronisch gesteuerte Quarz-Uhrwerk mit integrierten Schaltungen in Europa präsentiert.
16. März
DDR/Chile 1971 – Die DDR und Chile hatten diplomatische Beziehungen aufgenommen. Damit war die DDR bisher von insgesamt 16 Staaten anerkannt worden.
16. März
Ceylon 1971 – Ministerpräsidentin Sirimawo Bandaranaike hatte in Ceylon (Sri Lanka) nach heftigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Guerilla-Einheiten den Ausnahmezustand verhängt.
16. März
Frankreich 1971 – Der Flugverkehr, der seit dem 21. Februar eingestellt war, war wieder aufgenommen worden. Die drei Luftverkehrsgesellschaften Air France, Air Inter und UTA sowie die Gewerkschaften des fliegenden Personals hatten sich auf ein Abkommen für fünf Jahre geeinigt. Es sah a. u. die Verbesserung der Arbeitsbedingungen vor und hatte beide Seiten verpflichtet, bis 1975 keine Streiks und Aussperrungen zu unternehmen.
16. März
Italien 1971 – Der Gebrauch empfängnisverhütender Mittel und die Werbung für Geburtenkontrolle war erlaubt worden. Der Verfassungsgerichtshof hatte das bisher geltende Verbot durch zwei Artikel des Strafgesetzbuchs und des Polizeigesetzes für verfassungswidrig erklärt.
17. März
Finnland 1971 – Die Koalitionsregierung aus Sozialdemokraten und Kommunisten unter Ministerpräsident Ahti Karjalainen war zurückgetreten. Die kommunistischen Abgeordneten hatten gegen eine Gesetzesvorlage zur Aufhebung des Preisstopps gestimmt. Am 26. März hatte Karjalainen eine Minderheitsregieurng ohne Kommunisten gebildet.
17. März
USA/China 1971 – Die US-Regierung hatte auf die Verlängerung einer seit 20 Jahren geltenden Bestimmung verzichtet. Diese hatte für China-Reisen eine besondere Genehmigung vorgesehen. Damit hatte Washington auf die Annäherung zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China reagiert.
17. März
BRD 1971 – Zwei Drittel der bundedeutschen Erwerbstätigen befürworteten die Einführung einer flexibleren Altersgrenze. Eine Rentenkürzung hingegen war von den meisten Befragten abgelehnt worden. Dies hatten zwei Repräsentativerhebungen ergeben, die vom Infas-Institut im Auftrag des Bundesarbeitsministerium in Bonn durchgeführt worden waren.
17. März
BRD 1971 – In Dormagen am Rhein (Nordrhein-Westfalen) war die bisher größte Kläranlage Europas in Betrieb genommen worden.
17. März
Frankreich 1971 – Der zweite und letzte Band der Memoiren des ehemaligen Staatspräsidenten Charles de Gaulle war erschienen.
18. März
Schweden 1971 – Mit Rücksicht auf ihre Neutralitätspolitik hatte sich die Regierung des Landes gegen eine Mitgliedschaft in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft entschieden.
18. März
Europa 1971 – In der belgischen Hauptstadt Brüssel hatte sich der Ständige Ausschuss der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft für Beschäftigungsfragen konstituiert. Dieser sollte die Koordination einer gemeinsamen Arbeitsmarktpolitik der sechs Mitgliedsstaaten übernehmen.
18. März
BRD/Sowjetunion 1971 – Der Deutsche Akademische Austauschdienst hatte zum ersten Mal 20 mit 1000 DM dotierte Stipendien für einen Russisch-Sprachkurs in Moskau angeboten.
18. März
BRD/Island 1971 – Zwischen der Bundesrepublik und Island war ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen worden.
18. März
Peru 1971 – Bei einem Bergrutsch am Cerro Chungar waren große Gesteinsmassen in den See Yanahuani gestürzt und hatten 200 Menschen in den Tod gerissen.
19. März
BRD 1971 – Die Lebenshaltungskosten lagen um mehr als 4 Prozent höher als vor zwölf Monaten. Das hatte der Konjunkturrat der öffentlichen Hand, dem der Bundeswirtschafts- und –finanzminister sowie Vertreter der Bundesländer und Gemeinden angehörten, hatte das bekanntgegeben.
20. März
BRD 1971 – Es hatten Hauptleute und Kompaniechefs öffentlich die Situation in der Bundeswehr kritisiert.
20. März
BRD 1971 – In der bayerischen Landeshauptstadt München war im Haus der Kunst die „Aktiva 71“ eröffnet worden. Sie dauerte bis zum 9. Mai. Die Ausstellung informierte über Werke junger deutscher Künstler.
21. März
BRD 1971 – Die CDU unter Helmut Kohl hatte bei den Landtagswahlen mit 50,0 Prozent der Stimmen gesiegt.
21. März
BRD 1971 – Der Leiter der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg, Oberstaatsanwalt Rückerl, hatte in einem Interview mit dem Deutschlandfunk erklärt, dass die Ermittlungsarbeit der Stelle 1981 eingestellt werden würden, da mit der Zeit immer weniger Aussicht der Aufklärung von NS-Verbrechen bestünde.
21. März
West-Berlin 1971 – Im ehemaligen Reichstagsgebäude war die Ausstellung „1871 – Fragen an die deutsche Geschichte“ eröffnet worden, die das Entstehen und die Entwicklung des deutschen Nationalstaats verdeutlicht hatte.
22. März
BRD 1971 – Drei Angehörige des Sozialdemokratischen Hochschulbundes (SHB) und ein Mitglied des MSB Spartakus, der der DKP nahestand, waren auf der Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Studentenschaften (VDS) in den Vorstand gewählt worden.
23. März
Argentinien 1971 – Präsident Roberto M. Levingston war vom Militär abgesetzt worden. Zu seinem Nachfolger war Alejandro A. Lanusse ernannt worden.
23. März
Großbritannien 1971 – Im nordirischen Belfast war Brian Faulkner als Nachfolger von Robert Chichester-Clark zum Premierminister gewählt worden.
23. März
Europa 1971 – In Brüssel (Belgien) hatten 100.000 Bauern aus allen Ländern der Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegen die Agrarpolitik der EWG demonstriert.
24. März
BRD 1971 – Im Deutschen Bundestag hatte Bundeskanzler Willy Brandt seine Politik der inneren Reformen erläutert.
24. März
BRD 1971 – Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel hatte entschieden, dass nur Frauen den Beruf der Hebamme erlernen konnten. Dies war im „Hebammengesetz“ so festgelegt worden. Das Gericht hatte damit die Klage eines 38-jährigen Filmvorführers abgelehnt, der von der Marburger Landeshebammenschule nicht zur Ausbildung zugelassen worden war.
24. März
BRD 1971 – In einem Aufruf hatte der Bayernbund e. V. erklärt, dass man um den Bestand des bayerischen Kulturgutes fürchten müsste. Zugezogene Bürger aus dem Westen und Norden der Bundesrepublik würden durch ihre fremde Wesensart und Sprache eine Beeinträchtigung die bayerische Eigenart und Eigenständigkeit sein.
24. März
Europa 1971 – In der belgischen Hauptstadt Brüssel hatten sich die Landwirtschaftsminister der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft auf eine Anhebung der Agrarpreise um 2 bis 6 Prozent geeinigt.
25. März
Jugoslawien/Italien 1971 – Der jugoslawische Staatspräsident Josip Broz Tito war zu einem Staatsbesuch in Italien eingetroffen. Titos Reise war ursprünglich bereits für Dezember 1970 geplant gewesen, war jedoch von der Belgrader Regierung abgesagt worden, nachdem der italienische Außenminister Also Moro angeblich Ansprüche angemeldet hatte jugoslawische Gebiete.
25. März
Türkei 1971 – In Ankara hatte Ministerpräsident Nihat Erim sein neues Kabinett vorgestellt.
25. März
BRD 1971 – In Frankfurt am Main (Hessen) war vom Deutschen Sportbund (DSB) das Jahr der ersten Trimm-Dich-Kampagne, die 1970 ins Leben gerufen worden war, unter dem Motto „Millionen Herzen schlagen länger – Milliarden Mark werden gespart“ eröffnet worden. Es sollte eine Animation sein, um breite Bevölkerungsschichten zu mehr Bewegung anzuregen.
26. März
Ostpakistan 1971 – Mujib Rahman hatte die unabhängige ostpakistanische Republik „Bangladesch“ ausgerufen.
27. März
Indien 1971 – Die indische Regierung hatten den ostpakistanischen Unabhängigkeitsbestrebungen weitreichende Unterstützung zugesagt.
27. März
BRD 1971 – Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) hatte gemeldet, dass sich nur jeder hundertste Autofahrer anschnallen würde, obwohl jedes vierte Fahrzeug mit Sicherheitsgurten versehen war.
28. März
USA 1971 – US-Außenminister William P. Rogers hatte der bundesdeutschen Regierung in einem offiziellen Brief an Bundeskanzler Willy Brandt bescheinigt, dass Washington die aktive Bonner Außenpolitik sehr begrüße. Dadurch hätte sich eine Intensivierung der amerikanisch-deutschen Beziehungen ergeben.
28. März
BRD 1971 – Mit 41 zu 34 Stimmen hatte sich der Landeshauptausschuss der Freien Demokraten in Rheinland-Pfalz gegen die Verlängerung des seit fast 20 Jahren bestehenden Regierungsbündnisses mit der CDU ausgesprochen.
29. März
Jugoslawien/Vatikan 1971 – Der jugoslawische Staatspräsident Josip Broz Tito war im Rahmen einer Italien-Reise in Rom zu einer Unterredung mit Papst Paul VI. zusammengetroffen.
29. März
USA/Südvietnam 1971 – Von einem Militärgericht in Fort Benning (US-Bundesstaat Georgia) war der US-Leutnant William L. Calley des Mordes an 22 Zivilisten in dem südvietnamesischen Dorf My Lai für schuldig befunden worden.
29. März
BRD 1971 – Als erste Landesregierung hatte Hessen ein Sofortprogramm für die soziale Integration ausländischer Arbeitnehmer veröffentlicht. Im Laufe des Jahres sollten war für diese Bevölkerungsgruppe u. a. der Bau von 650 Wohnungen vorgesehen.
30. März
USA 1971 – In Los Angeles waren Charles Manson, Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie van Houten des Mordes an der Schauspielerin Sharon Tate am 9. August 1969 und an sechs weiteren Personen für schuldig befunden und zum Tode verurteilt worden.
31. März
BRD 1971 – Als erstes Umweltschutzgesetz der sozialliberalen Koalition war in der BRD das Gesetz gegen Fluglärm rechtswirksam geworden.
31. März
Ostblock 1971 – Nach Abschluss des Warschauer und Moskauer Vertrags (1970) hatten im Außenministerium der CSSR jetzt auch die Gespräche über ein deutsch-tschechoslowakischen Abkommen begonnen. Es diente der Regelung der Beziehungen der beiden Länder auf dem Hintergrund der Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs.
31. März
BRD 1971 – Die niedersächsische Landesregierung hatte den Staatsvertrag über das gemeinschaftliche Oberverwaltungsgericht und den Dienststrafhof für die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein gekündigt. Damit hatte Hannover auf die Kieler Ablehnung von Roetger Groß als neuem Gerichtspräsidenten reagiert.


März 1971 in den Nachrichten

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