August 1971 - Mauerbau gefeiert

Kalender August 1971
Die Sowjetunion untermauerte ihre Stellung als führender kommunistischer Staat. Ihre osteuropäischen Verbündeten hatte sie aufgefordert, den sowjetischen Stand der Beziehungen zwischen Moskau und Peking zum Maßstab der eigenen Beziehungen zu machen. Dieses „Weisung“ war vor allem an Rumänien gerichtet gewesen, das als einziger Ostblockstaat gute Beziehungen zur Volksrepublik China pflegte. Der rumänische Parteichef Nicolae Ceausescu hatte in einer Rede vor der Militärakademie in der Hauptstadt Bukarest die freundschaftlichen Beziehungen seines Landes zur Volksrepublik China verteidigt. Zugleich hatte er den Moskauer Anspruch als Zentrum des Weltkommunismus zurückgewiesen. Ein höriger Verbündeter war indessen die DDR. Dort wurde am 13. August anlässlich des 10. Jahrestages des Mauerbaus dieses Ereignis mit Veranstaltungen und Aufmärschen der Kampfgruppen gefeiert. Nebenan, in West-Berlin, hatte der Regierende Bürgermeister Klaus Schütz dazu aufgerufen, die Auswirkungen der Trennung so erträglich wie möglich zu gestalten.
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Wichtige Ereignisse im August 1971

1. August
Pakistan/Indien 1971 – Der pakistanische Staatspräsident Aga Muhammad Yahya Khan hatte Indien mit Krieg gedroht. Bedeuten würde die Annexion Ostpakistans durch Indien einen „totalen Krieg“ auf dem Subkontinent.
1. August
BRD 1971 – Mit dem Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg und Niedersachsen war es auf den bundesdeutschen Autobahnen zu den größten Staus des Jahres gekommen.
1. August
USA/International 1971 – In New York hatten bekannte Rockmusiker zugunsten der bengalischen Flüchtlinge ein Wohltätigkeitskonzert gegeben.
1. August
Automobilrennsport 1971 – Der Brite Jackie Stewart hatte auf Tyrell auf dem Nürburgring mit großem Vorsprung vor dem Franzosen François Cevert den 33. Großen Preis von Deutschland gewonnen.
2. August
Sowjetunion 1971 – Auf der Krim hatte eine überraschend einberufene Gipfelkonferenz von sieben kommunistischen Staaten stattgefunden, an der Rumänien nicht teilnahm. Einer Meldung des SED-Zentralorgans „Neues Deutschlands“ zufolge war vor allem die Frage der Einberufung einer gesamteuropäischen Konferenz über Sicherheit in Europa behandelt worden.
2. August
USA/China 1971 – US-Außenminister William P. Rogers hatte mitgeteilt, dass die Vereinigten Staaten in der Vollversammlung der UNO ihre Stimme für die Aufnahme der Volksrepublik China in die Weltorganisation geben werde.
2. August
Sudan/Sowjetunion/Bulgarien 1971 – Die sudanesische Regierung hatte ihre Botschafter aus Moskau und Sofia abberufen und gleichzeitig den sowjetischen und bulgarischen Geschäftsträger aus der sudanesischen Hauptstadt Khartum ausgewiesen. Dschafar Muhammad An Numairi, der Staatschef des Sudan, hatte die Verantwortung für eine Putsch der Kommunistischen Partei des Sudan angelastet.
2. August
BRD 1971 – Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) hatte die Ausstrahlung eines neuen politischen Magazins bekanntgegeben. Es hatte den Titel „Kennzeichen D“.
3. August
USA/BRD 1971 – Zur Unterhaltung der in München (Bayern) ansässigen Sender „Radio Free Europe“ und „Radio Liberty“ hatte der Senat in Washington eine Vorlage über 120 Millionen DM bewilligt.
3. August
Leichtathletik 1971 – Bei den panamerikanischen Spielen in Cali (Kolumbien) war der Jamaikaner Don Quarrie als zweiter Läufer die Weltrekordzeit von 19,8 sec über 200 m gelaufen.
4. August
Malawi/Südafrika 1971 – Der Botschafter von Malawi, Joe Kachingwe, war in Pretoria (Südafrika) von der südafrikanischen Regierung als Missionschef akkreditiert worden.
4. August
Frankreich 1971 – Verteidigungsminister Michel Debré hatte bekanntgegeben, dass die erste Einheit von neun ballistisch-strategischen sogenannten Boden-Boden-Raketen in Dienst gestellt worden waren. Damit war die französische Atomstreitkraft ergänzt worden.
4. August
UNO 1971 – In New York hatte der UN-Sicherheitsrat die Entsendung einer Sonderkommission nach Guinea beschlossen. Diese sollte den Wahrheitsgehalt der guinesischen Behauptung prüfen, dass dem Land eine Invasion drohen würde. Guinea hatte Portugal beschuldigt, Vorbereitungen für einen Angriff auf das westafrikanische Land zu treffen.
4. August
BRD 1971 – Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hatte die „Thesen gegen den Missbrauch der Demokratie“ veröffentlicht. In den neun Thesen war betont worden, dass Demokratie kein Religionsgesetz wäre und dass eine pseudoreligiöse Verfälschung des Demokratiebegriffs den demokratischen Staat gefährden würde.
4. August
BRD 1971 – Die Zeiss Ikon AG hatte die Stilllegung ihres Tochterunternehmens (Photoapparatewerk Voigtländer) beschlossen.
4. August
Großbritannien/Musik 1971 – Der Ex-Beatle Paul McCartney hatte eine neue Pop-Gruppe zusammengestellt. Seine Frau Linda spielte darin Piano, McCartney war erster Gitarrist. Außerdem gehörte der US-amerikanische Schlagzeuger Denny Seiwell dazu. Die Gruppe hatte noch keinen Namen.
4. August
BRD 1971 – In der bayerischen Landeshauptstadt München wurde der erste Banküberfall mit Geiselnahme in Deutschland begangen. Täter war u. a. Dimitri Todorov. Bei dem Schusswechsel waren die Geisel und ein Mittäter getötet worden. Der Überfall war auf eine Filiale der Deutschen Bank verübt worden.

5. August
USA/China 1971 – Angaben des Pentagon zufolge erreichte die Volksrepublik China die erste Phase der Entwicklung von Mittelstreckenwaffen. Mit einer Reichweite von rund 1.100 bis 2.800 km verfügte Peking demnach über 20 Mittelstreckenraketen.

5. August
Großbritannien 1971 – In London war das Gesetz über die „Arbeitsbeziehungen in der Industrie“ verabschiedet worden.
5. August
BRD 1971 – Die Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH hatte in Hamburg das erste rund 20 m lange Rumpfheck des europäischen Airbus A 300b fertiggestellt.
5. August
Leichtathletik 1971 – Der Kubaner Pedro Perez Duenas hatte bei den panamerikanischen Spielen in Cali (Kolumbien) mit 17,40 m Weltrekord im Dreisprung erzielt.
6. August
Marokko 1971 – König Hasan II. von Marokko hatte eine neue provisorische Regierung unter dem bisherigen Finanzminister Muhammad Karim Lamrani ernannt. Ziel der Übergangsregierung war, ein breit angelegtes Wirtschafts- und Sozialprogramm in Gang zu bringen.
6. August
Großbritannien 1971 – Nach einer Weltumseglung von 292 Tagen war der Schotte Chay Blyth im südenglischen Hamble eingetroffen.
7. August
Europa 1971 – Die acht sozialistischen Länder, die im Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) zusammengeschlossen waren, hatten die Einführung einer kollektiven Währung beschlossen. Diese sollte auf dem Rubel basieren. Der „Transfer“-Rubel sollte den multilateralen Handel im RGW möglich machen.
7. August
USA/Raumfahrt 1971 – Der US-amerikanische Mondflug „Apollo 15“ war mit einer sicheren Landung im Pazifik zu Ende gegangen. Jedoch hatte sich einer der drei Fallschirme der Kapsel nicht geöffnet.
Wer hat im August 1971 Geburtstag


8. August
Großbritannien 1971 – In der nordirischen Hauptstadt Belfast war bei Zusammenstößen zwischen Mitgliedern der IRA und dem britischen Militär eine Person getötet worden. Weitere zwölf Menschen waren teils lebensgefährlich verletzt worden.
9. August
Indien/Sowjetunion 1971 – Der sowjetische Außenminister Andrei A. Gromyko und sein indischer Amtskollege Swaran Singh hatten in Neu-Delhi einen „Vertrag über Frieden, Freundschaft und Zusammenarbeit“ unterzeichnet.
9. August
Nordirland 1971 – Premierminister Brian Faulkner hatte ein Sondergesetz in Kraft gesetzt. Dieses ermöglichte die Internierung von verdächtigen Personen auch ohne Gerichtsurteil.
9. August
Polen/BRD 1971 – Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes hatte ein massives Ansteigen der Aussiedlerzahlen aus Polen bekanntgegeben.
9. August
Schwerathletik 1971 – In Tallin (heute Hauptstadt von Estland) hatte Jan Talts (Sowjetunion) einen Weltrekord im Gewichtheben aufgestellt. Die bestehende Marke (582,5 kg) hatte er im Dreikampf um 2,5 kg auf 585 kg verbessert.
9. August
USA/China 1971 – Der chinesische Ministerpräsident Zhou Enlai hatte in einem Interview mit der „New York Times“ betont, dass die Volksrepublik China den Eintritt in die UNO so lange verweigere, wie Nationalchina (Taiwan) in der Weltorganisation säße.
10. August
Vatikan 1971 – Meldungen, nach denen der Vatikan eine Untersuchung gegen den schweizerischen Theologen Hans Küng eingeleitet hatte, waren von der Vatikan-Zeitung „Osservarore Romano“ bestätigt worden.
11. August
Sowjetunion/International 1971 – Die Sowjetunion hatte ihre osteuropäischen Verbündeten aufgefordert, den sowjetischen Stand der Beziehungen zwischen Moskau und Peking zum Maßstab der eigenen Beziehungen zu machen. Diese Mahnung war vor allem an Rumänien gerichtet gewesen, was es als einziger Ostblockstaat gute Beziehungen zur Volksrepublik China pflegte.
11. August
Japan 1971 – Japan war das Land mit der weltweit am schnellsten expandierenden Volkswirtschaft. Dies hatte die US-amerikanische Zeitschrift „Fortune“ festgestellt. Nach Angaben des Magazins war es japanischen Unternehmen 1970 erstmals gelungen, die Briten von der Führungsposition in der Weltrangliste der 200 größten nichtamerikanischen Industrieunternehmen zu verdrängen.
11. August
BRD/Schweiz 1971 – Zwischen der Bundesrepublik und der Schweiz war ein Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet worden.
11. August
Segeln 1971 – Das britische Team unter Führung des Premierministers Edward Heath hatte bei den Segelregatten des Admiral‘s Cup gewonnen.
12. August
Australien 1971 – Der ehemalige Premierminister John G. Gorton war vom amtierenden Premier William McMahon aus dem Kabinett entlassen worden.
12. August
International 1971 – In Montreal (Kanada) war die Tarifkonferenz der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) ohne Erfolg zu Ende gegangen. Für das Scheitern der Konferenz war die Deutsche Lufthansa verantwortlich, die die Einführung von Billigtarifen im Nordatlantik-Linienflugverkehr gefordert hatte.
12. August
BRD 1971 – In den Hamburger Schulen waren die sogenannten Klick-Klack-Kugeln aufgrund der Verletzungsgefahr verboten worden.
13. August
Großbritannien 1971 – Der irische Premierminister Jack Lynch hatte der nordirischen Regierung vorgeworfen, für die jüngsten Gewalttaten in Nordirland voll verantwortlich zu sein. Lynch hatte zum Sturz von Premierminister Brian Faulkner aufgerufen.
13. August
West-Berlin/BRD/DDR 1971 – Der Regierende Bürgermeister von West-Berlin, Klaus Schütz, hatte anlässlich des zehnten Jahrestages des Mauerbaus dazu aufgerufen, die Auswirkungen der Trennung so erträglich wie möglich zu gestalten. In der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin war der Tag mit Feierlichkeiten und Aufmärschen der Kampfgruppen begangen worden.
14. August
Bahrain/Großbritannien 1971 – Das Staatsoberhaupt des Emirats, Scheich Isa Ibn Salman Al Chalifa, hatte die Unabhängigkeit seines Landes von Großbritannien proklamiert.
14. August
Sowjetunion 1971 – Der sowjetische Schriftsteller und Nobelpreisträger Alexandr I. Solschenizyn hatte beim Chef der sowjetischen Geheimpolizei scharfen Protest eingelegt. Agenten des KGB hatten das von ihm bewohnte Landhaus durchsucht und ein Freund, der sie dabei überrascht hatte, war schwer verprügelt worden.


15. August
USA 1971 – US-Präsident Richard M. Nixon hatte ein wirtschafts- und währungspolitisches Sanierungsprogramm verkündet.
15. August
Leichtathletik 1971 – In der finnischen Hauptstadt Helsinki waren die Leichtathletik-Europameisterschaften zu Ende gegangen, die am 10. August begonnen hatten.
15. August
Automobilrennsport 1971 – Nach dem Großen Preis von Österreich in Zeltweg hatte der Brite Jackie Stewart als Automobil-Weltmeister der Formel I festgestanden.
16. August
USA/Europa 1971 – Nach der Ankündigung eines umfassenden wirtschafts- und währungspolitischen Notprogramms in den Vereinigten Staaten hatten sämtliche europäischen Devisenbörsen geschlossen.
16. August
Malawi/Südafrika 1971 – Der Präsident der Repbulik Malawi, Hastings Kamuzu Banda, war als erster Staatschef eines schwarzafrikanischen Landes zu einem offiziellen Besuch in Südafrika eingetroffen. Gegen den Protest der Organisation Afrikanischer Staaten hatte Banda Wirtschaftshilfe von Pretoria angenommen.
17. August
USA/International 1971 – Von der US-amerikanischen Abschussbasis Wallops Island war der französische Wettersatellit „Eole“ gestartet worden.
16. August
Fußball 1971 – Die Mannschaften von Mexiko und der DDR hatten sich im spanischen Guadalajara bei einem Fußball-Länderspiel 0:1 getrennt.
17. August
USA/BRD 1971 – Nach der Analyse des wirtschaftspolitischen Notprogramms von US-Präsident Richard M. Nixon hatte die Bonner Regierung mit gravierenden Behinderungen für die deutsche Exportwirtschaft gerechnet.
17. August
USA 1971 – Die amerikanische Handelsbilanz erreichte im zweiten Quartal 1971 ein Rekorddefizit von 5,77 Milliarden Dollar (20,2 Milliarden DM). Dies war aus Angaben des US-Handelsministeriums hervorgegangen. In der US-Wirtschaftsgeschichte war dies das schlechteste Quartalsergebnis.
18. August
Griechenland 1971 – Die Militärregierung in Athen hatte auf Druck des griechischen Journalistenverbandes erhebliche Änderungen am Entwurf eines Pressegesetzes vorgenommen. Der neue Entwurf hatte darauf verzichtet, dass die Journalisten jedes Jahr eine Loyalitätserklärung gegenüber der Regierung unterzeichneten.
18. August
USA/Frankreich 1971 – Als Reaktion auf die währungspolitischen Entscheidungen in den USA hatte die französische Regierung die Einführung eines gespaltenen Devisenmarktes beschlossen. Auf dem Markt für kommerzielle Transaktionen sollten feste Paritäten gültig sein, auf dem für finanzielle Transaktionen sollten Kursschwankungen möglich sein.
19. August
Europa 1971 – In Brüssel (Belgien) waren die Verhandlungen über eine gemeinsame Währungspolitik der sechs EWG-Staaten gescheitert. Der Entschluss Frankreichs, einen gespaltenen Devisenmarkt einzuführen, war von den anderen Staaten abgelehnt worden.
19. August
Südvietnam 1971 – Weil der jetzige Präsident, Nuyen Van Thieu, sich unlauterer Mittel im Wahlkampf bediente, hatte General Duong Van Minh auf eine Kandidatur für das Amt des Staatspräsidenten verzichtet. Damit war Nguyen Van Thieu der einzige Präsidentschaftskandidat für die im Oktober angesetzte Wahl geblieben.
20. August
Rumänien 1971 – Parteichef Nicolae Ceausescu hatte in einer Rede vor der Militärakademie in der Hauptstadt Bukarest die freundschaftlichen Beziehungen seines Landes zur Volkrsrepublik China verteidigt. Zugleich hatte er den Moskauer Anspruch als Zentrum des Weltkommunismus zurückgewiesen.
20. August
BRD/Europa 1971 – Nach dem Scheitern der Brüsseler Verhandlungen über eine gemeinsame Währungspolitik der EWG-Staaten, hatte die Bonner Regierung am frei schwankenden Wechselkurs der DM festgehalten.
20. August
Leichtathletik 1971 – Im niederländischen Sittard war Ellen Tittel aus der Bundesrepublik mt 4:35,4 min Weltrekord über eine Meile gelaufen.
21. August
Philippinen 1971 – Bei einem Attentat auf deine Wahlversammlung der Liberalen Partei in der Hauptstadt Manila waren acht Menschen umgekommen. Weitere 96 Menschen waren verletzt worden. Zu den Verletzten hatten alle acht Kandidaten der Oppositionspartei für die Wahl am 8. November gehört. Der Generalsekretär der Liberalen, Benigno Aquino, hatte die Politik von Präsident Ferdinando Edralin Marcos für das Attenat verantwortlich gemacht.
21. August
Europa 1971 – In Brüssel (Belgien) hatten die Benelux-Staaten die Bildung eines Währungsblocks beschlossen. In dem sollte das Kursverhältnis zwischen dem Gulden (hfl) und dem belgisch-luxemburgischen Franc (bfr) auf 13,81 bfr je hfl festgelegt werden. Gegenüber der Außenwelt hatten die Währungen gemeinsam geschwankt.
22. August
Bolivien 1971 – Die linksgerichtete Regierung von Präsident Juan José Torres Gonzales war nach mehrtägigen Kämpfen durch einen Putsch der politischen Rechten gestürzt worden.
23. August
Indien 1971 – Wegen starker Regenfälle waren zahlreiche Todesopfer unter den bengalischen Flüchtlingen zu beklagen.
23. August
Philippinen 1971 – Staatspräsident Ferdinando Edralin Marcos hatte den Ausnahmezustand über sein Land verhängt. Begründet hatte er den Schritt mit einem drohenden „leninistisch-maoistischen Aufstand“, der von einer „ausländischen Macht“ unterstützt werden würde.
23. August
Südkorea 1971 – Es war zu einer Massenflucht aus einem Militärgefängnis gekommen. Dabei waren zwölf Wärter ermordet worden. Nach einer anschließenden Amokfahrt durch die Hauptstadt Seoul hatten sich 15 der entflohenen Häftlinge selbst in die Luft gesprengt.
24. August
Griechenland 1971 – In der Hauptstadt Athen war das Kabinett zurückgetreten. Mit diesem Schritt sollte Ministerpräsident Georgios Papadopoulos die Möglichkeit gegeben werden, die Regierung umzubilden.
24. August
Uganda/Tansania 1971 – An der Grenze zwischen Uganda und Tansania war es zwischen den Truppen beider Länder zu Gefechten gekommen. Die Regierung in Daressalam hatte Uganda des Einmarsches in Tansania beschuldigt.
24. August
Republik Jemen 1971 – In der Arabischen Republik war eine neue Regierung gebildet worden. Politische Beobachter hatten die Ernennung von Abdahhlah Abdel Majid al-Asnags zum Außenminister im Zeichen der zunehmenden Spannungen zwischen den beiden jemenitischen Staaten gesehen. Asnag galt als ein Politiker, der einen bewaffneten Kampf mit der Volksrepublik Jemen befürwortete.
25. August
Schwimmen 1971 – Der US-Amerikaner Mark Spitz hatte bei den US-amerikanischen Schwimmmeisterschaften in Houston (US-Bundesstaat Texas) seinen Weltrekord über 100 m Schmetterling um sechs Zehntelsekunden auf 55,00 sec verbessert.
26. August
BRD/USA/Film 1971 – Der US-amerikanische Spielfilm „Love Story“ von Arthur Hiller war in der Bundesrepublik erstaufgeführt worden. In den Hauptrollen waren Ali MacGraw und Ryan O‘Neil zu sehen.
27. August
Japan 1971 – Die Regierung hatte die Freigabe des Yen-Wechselkurses beschlossen. Die Bank von Japan hatte zuvor auf dem Devisenmarkt zur Stützung des US-Dollar interveniert und esb war der Ankauf der Rekordsumme von 1,2 Milliarden Dollar (4,2 Milliarden DM) erfolgt.
27. August
West-Berlin 1971 – Auf dem Berliner Messegelände war die erste internationale Funkausstellung eröffnet worden.
28. August
Tschad/Libyen 1971 – Die diplomatischen Beziehungen zu Libyen waren einen Tag nach dem gescheiterten Putschversuch gegen den Präsidenten des Tschad, N‘Garta Tombalbaye, wegen Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Tschad abgebrochen worden.
28. August
USA 1971 – Die „National Science Foundation“ hatte einen Bericht über die Lage von Wissenschaft und Forschung in den Vereinigten Staaten unter der Nixon-Regierung veröffentlicht. Danach waren die staatlichen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stark rückläufig gewesen.
28. August
BRD 1971 – In Hamburg waren die Fusionsverhandlungen zwischen den Werften Howaldtswerke-Deutsche Werft AG und Blohm & Voss AG gescheitert. Beide Unternehmen, die bei einem Zusammenschluss den größten europäischen Werftkonzern dargestellt hätten, wollten zunächst an einer selbständigen Weiterarbeit festhalten.
28. August
Italien/Griechenland 1971 – Das griechische Fährschiff „Heleanna“ war vor der italienischen Adriaküste vollständig ausgebrannt.
28. August
Schwimmen 1971 – Die US-Amerikanerin Ellie Daniel hatte in Houston (US-Bundesstaat Texas) mit 2:18,4 min einen Weltrekord über 200 m Schmetterling geschwommen.
29. August
Südvietnam 1971 – Die Anhänger von Staatspräsident Nguyen Van Thieu hatten bei den Parlamentswahlen eine solide Mehrheit von 60 Prozent der Stimmen erreicht. Die Parlamentswahl hatte als Prüfstein für das Abschneiden Nguyen Van Thieus bei der Präsidentschaftswahl am 3. Oktober gegolten.
29. August
Frankreich 1971 – Die Regierung hatte sich entschlossen, den Kernwaffenversuchen, die seit Juni im Pazifik über dem Mururoa-Atoll in Französisch-Polynesien durchgeführt wurden, für das Jahr 1971 ein Ende zu setzen. Für den Fall der Fortsetzung hatte Peru damit gedroht, die diplomatischen Beziehungen abzubrechen.
29. August
Frankreich 1971 – Staatspräsident Georges Pompidou hatte die Mitgliedsstaaten der EWG zu gemeinsamen Anstrengungen im Kampf gegen das Rauschgiftproblem aufgefordert. Pompidou hatte die Koordination von Maßnahmen zur Prävention durch Aufklärung der Jugend und zur Repression durch die Spezialpolizei aufgefordert.
30. August
Indien 1971 – Premierministerin Indira Gandhi hatte den indisch-sowjetischen Freundschaftsvertrag als ein Mittel bezeichnet, andere Staaten von „opportunistischen Abenteuern“ gegen ihr Land abzuhalten. Frau Gandhi hatte betont, dass der Vertrag kein Abweichen von der Politik der Blockfreiheit Indiens darstellen würde.
31. August
Nicaragua 1971 – Der Kongress hatte die Verfassung des Landes außer Kraft gesetzt und Präsident Anastasio Somoza Debayle alle Macht übertragen.
31. August
Pakistan 1971 – Staatschef Aga Muhammad Yahya Khna hatte Abdul Motaleb Malik zum ersten zivilen Gouverneur in Ostpakistan seit Beginn des Bürgerkriegs ernannt. Regierungsangaben zufolge war die ein Beitrag zu den Bemühungen um Wiederherstellung der Demokratie.
31. August
Schwimmen 1971 – Mit 2:03,3 min hatte Hans Fassnacht (BRD) in Landskrona (Schweden) Weltrekord über 200 m Delphin geschwommen.
 


August 1971 in den Nachrichten

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