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September 1958 – Wachsende Zahl an DDR-Flüchtlinge

September 1958
Der Regierende Bürgermeister von West Berlin, Willy Brandt, berichtete am 4. September 1958 vor dem Abgeordnetenhaus über eine stetig wachsende Zahl von Flüchtlingen aus der DDR und rief die DDR-Bewohner gleichzeitig auf, „so lange zu bleiben, wie es geht“. Laut Brandts Aussagen sind im Vormonat 16.000 Flüchtlinge aus der Sowjetzone nach Berlin gekommen. Die Auslastung der Flüchtlingslager in Westberlin waren so stark, dass Flüge zur Ausreise nach Westdeutschland geplant waren.
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Wichtige Ereignisse im September 1958

1. September
Der ische Außenminister Aiichiro Fudschijama erklärte, dass sein Land jede direkte und indirekte Beteiligung am Formosa-Konflikt ablehne.
2. September
In der Volksrepublik China nahm die erste Fernsehstation in der Hauptstadt Peking ihren Betrieb auf.
3. September

Musik 1958 – In der österreichischen Hauptstadt Wien wurde die musikalische Komödie „Madame Scandaleuse“ von Peter Kreuder uraufgeführt.
5. September
Der frühere sowjetische Ministerpräsident Nikolai A. Bulganin, der am 27. März entmachtet worden war, wurde nun auch seiner Funktionen als Präsidiumsmitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei enthoben.
6. September
Tunesien und Marokko traten der Arabischen Liga als ordentliche Mitglieder bei.
7. September
Der indische Ministerpräsident Jawaharlal Nehru sprach sich für eine friedliche Eingliederung der zu Formosa gehörenden Inseln Quemoy und Matsu in die Volksrepublik China aus. Am selben Tag wurde bekannt gegeben, dass Einheiten der US-amerikanischen Flotte zum Geleitschutz für die Versorgung Quemoys eingesetzt wurden.
8. September
DDR 1958 – In der DDR wurde die Fluggesellschaft Interflug gegründet.
8. September
USA 1958 – In den USA wurde die Ernie Ball Incorporation gegründet.
9. September
Mehr als zwei Monate nach dem Beschluss des Bundestages in Bonn übermittelte die Bundesregierung den vier Siegermächten eine Erklärung darüber, dass die Errichtung eines Viermächte-Gremiums auf Botschafterebene gewünscht wurde, das Vorschläge zur Lösung der deutschen Frage erarbeiten sollte.
10. September
Nach zwei Tagen Verhandlung einigten sich Indien und Pakistan auf eine Regelung der meisten umstrittenen Grenzfragen um Ostpakistan sowie den Austausch von Enklaven.
11. September
Der FDP-Vorsitzende Reinhold Maier sprach sich für eine von allen Parteien gemeinsam erarbeitete Außenpolitik der Bundesrepublik aus.
12. September
Laut Erklärung des britischen Außenministeriums hätte Großbritannien keinerlei Verpflichtung, an der Seite der USA im Quemoy-Konflikt militärisch zu intervenieren.
13. September
US-Präsident Dwight D. Eisenhower bat den sowjetischen Parteichef Nikita S. Chruschtschow, dass dieser seinen Einfluss auf die Volksrepublik China geltend mache, damit diese ihre militärischen Operationen einstelle und den Konflikt mit Formosa (Taiwan) friedlich beizulegen versuche.
14. September
BRD 1958 – Als erste deutsche Flugkörper nach dem Zweiten Weltkrieg stießen zwei Raketen des deutschen Konstrukteurs Ernst Mohr im Cuxhavener Wattengebiet bei ihren Starts in die Hochatmosphäre vor.
15. September
Bundeskanzler Konrad Adenauer trag bei einem Staatsbesuch in Frankreich erstmals mit dem neuen französischen Präsidenten Charles de Gaulle zusammen.
16. September
In New York wurde die 13. ordentliche Vollversammlung der Vereinten Nationen eröffnet. Der libanesische Außenminister, Charles Malik, wurde zu ihrem Präsidenten gewählt.
17. September
Die ische Regierung erklärte, dass sie von nun an die Flagge der Volksrepublik China schützen würde. betreibe kein „Zwei-China-Politik“, setze sich nicht für die Unabhängigkeit Formosas (Taiwans) ein und werde keiner gegen die Volksrepublik China gerichteten südostasiatischen Organisation beitreten.
18. September
Der Premierminister der Südafrikanischen Union, Hendrik Frensch Verwoerd, der am 2. September gewählt worden war, erklärte vor dem Parlament, dass seine Regierung die Umwandlung des Staates von einem Dominion des Commonwealth in eine Republik anstrebe.
19. September
In Kairo wurde die Bildung einer Übergangsregierung der Algerischen Republik mit Ferhat Abbas an der Spitze bekannt gegeben.
20. September
Der libanesische Ministerpräsident Sami as-Sulh erklärte seinen Rücktritt und floh in die Türkei. Sein Nachfolger wurde am 24. September der bisherige Führer der Aufständischen in Tripoli, Raschid Karami.
21. September
In Kiel endete nach vier Tagen der Bundesparteitag der CDU.
22. September
Bulgarien beschuldigte die jugoslawischen Behörden, die bulgarisch fühlende Bevölkerung in Makedonien zu benachteiligen und zu verfolgen. Das werden zu einer Massenauswanderung nach Bulgarien führen.
23. September
Die UN-Vollversammlung in New York lehnte den Antrag Indiens ab, die Frage der Vertretung der Volksrepublik China in dem Gremium auf die Tagesordnung zu setzen.
24. September
Bei der Umbildung der DDR-Regierung in Ost Berlin wurden acht Ministerien, die für verschiedene Wirtschaftsbereich zuständig waren, aufgelöst und der Staatlichen Planungskommission unterstellt. Gleichzeitig wurde der stellvertretende Ministerpräsident Franz Selbmann seines Amtes enthoben.
25. September
US-Außenminister John Foster Dulles erklärte, die Bedeutung der Küsteninseln Quemoy und Matsu für Formosa (Taiwan) sei vergleichbar mit der Berlins für den Westen.
26. September
In Moskau unterzeichneten Vertreter Österreichs und der Sowjetunion ein Abkommen über die Lieferung von 0,5 Millionen Tonnen sowjetischen Erdöls jährlich an Österreich in der Zeit von 1959 bis 1965.
27. September
US-Außenminister John Foster Dulles wies in einer Ansprache vor der Atlantic Treaty Association in Boston darauf hin, dass die USA von der NATO keine militärische Hilfe im Fernen Osten erwarteten.
28. September
In Frankreich sprachen sich bei der Volksabstimmung 79,25 Prozent der Wähler für die Annahme der neuen Verfassung aus.
29. September
Auf einer Pressekonferenz erklärte Generalissimus Chiang Kai-shek, dass die taiwanischen Truppen auch ohne US-amerikanische Hilfe, die Küsteninseln Quemoy und Matsu verteidigen und Vergeltungsschläge gegen die Volksrepublik China führen würden.
30. September
Im September waren rund 327.560 Bundesbürger arbeitslos, was einer Arbeitslosenquote von 17 Prozent entsprach, der niedrigsten seit zehn Jahren.

September 1958 in den Nachrichten

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