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Oktober 1950  – Aufrüstung im Gange?

Oktober 1950
Kirchenpräsident Martin Niemöller sagte auf dem zweiten evangelischen Landesmännertag für Hessen und Nassau, dass die Aufrüstung in der Bundesrepublik Deutschland bereits begonnen hätte. Er wisse das durch einen Brief eines Generals, der am 1. Oktober die Leitung eines Organisationsstabes zur Aufstellung deutscher Truppen für eine europäische Armee übernommen habe. Diese Behauptung wurde vom Bundeskanzleramt energisch dementiert. Der Sicherheitsberater des Bundeskanzlers, der ehemalige Wehrmachtsgeneral Graf Gerhard von Schwerin, der seit September im Amt war, wurde mit sofortiger Wirkung entlassen. Er habe „in einigen Punkten eine Tätigkeit entfaltet, die über die ihm erteilten Aufgaben hinausging“. Er hatte in einem Presseinterview über die Frage einer bundesdeutschen Wehrpflicht gesprochen und hatte behauptet, den Gesetzesentwurf dafür bereits in der Schublade zu haben.
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Wichtige Ereignisse im Oktober 1950

1. Oktober
Die Truppen von Südkorea überschritten die Grenze zu Nordkorea, den 38. Breitengrad.
1. Oktober
Bei einer Volksabstimmung in der Schweiz wurde mit großer Mehrheit ein Volksbegehren der Sozialdemokraten zum Schutz vor Bodenspekulationen abgelehnt.
1. Oktober
In West Berlin trat eine neue Verfassung in Kraft.
1. Oktober
Anlässlich einer Rede zum Erntedankfest stellte Bundesernährungsminister Wilhelm Niklas fest, dass Hamsterkäufe ein Diebstahl an der ärmeren Bevölkerung seien.
1. Oktober
In West Berlin wurde die Deutsche Industrieausstellung 1950 in den Messehallen am Funkturm eröffnet. Sie dauerte bis zum 15. Oktober.
2. Oktober
Die Türkei akzeptierte die Einladung des westlichen Militärbündnisses an der Planung der Verteidigung für den Mittelmeerraum teilzunehmen. Am 5. Oktober akzeptierte auch Griechenland die Einladung. Das Gesuch der Türkei, in die NATO aufgenommen zu werden, wurde jedoch abgelehnt.
2. Oktober
Gegen die Insel Ambon, das Zentrum der Republik Süd-Molukken, wurde von der indonesischen Regierung eine Militäraktion begonnen.
2. Oktober
Mit Ausnahme von Arbeitern der Wasser-, Gas- und Elektrizitätswerke und einem Teil das Eisenbahnpersonal, traten die Arbeiter im Saargebiet in einen eintägigen Generalstreik. Der Streik ist gegen die steigenden Lebenshaltungskosten gerichtet. Außerdem fordern die Streikenden kollektive Lohnabkommen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
3. Oktober
Der frühere Diktator Brasiliens, Getulio Dornelles Vargas wird mit großer Mehrheit erneut zum Präsidenten gewählt.
3. Oktober
Laut Ansicht des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Erich Ollenhauer, müsste das Parlament neu gewählt werden, bevor der Bundestag über eine Beteiligung bundesdeutscher Soldaten an einer internationalen Streitmacht entscheiden könnte.
4. Oktober
Dem Chef der sowjetischen Kontrollkommission in der DDR, Wassili I. Tschuikow, wurde von den drei westlichen Hochkommissaren in Deutschland ein Protest der Bundesregierung übermittelt. Darin ging es gegen das Görlitzer Abkommen, in dem die DDR die Oder-Neiße-Linie als deutsch-polnische Grenze anerkannt hatte.
4. Oktober
Neun Angehörige der Sekte Zeugen Jehovas wurden vom obersten Gericht der DDR zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie sollen für die USA spioniert haben, die Kampagne zur Ächtung von Atombomben sabotiert und die Wahlen zur Volkskammer am 15. Oktober verunglimpft haben.
4. Oktober
Die Bundesregierung in Bonn verschärfte die Wirtschaftsgesetze gegen Preistreiber. Obwohl die Regierung gegen eine Teuerung vorgehen wollte, sind die Preise für Kartoffeln und Schweinefleisch stark angestiegen.
5. Oktober
Die Zeitschrift „Der Spiegel“ hatte in der Ausgabe von 27. September behauptet, dass Bonn nur durch Bestechung zur Bundeshauptstadt gewählt worden war. Die Bayernpartei beantrage daraufhin einen Untersuchungsausschuss, der vom Bundestag eingesetzt wurde.
5. Oktober
In Köln fand die Hauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften statt.
5. Oktober
Laut einer Mitteilung des österreichischen Finanzministeriums wurde der Wechselkurs für den gesamten Warenverkehr vereinheitlicht. Es soll jedoch weiterhin Prämienkurse für den Reise- und Kapitalverkehr geben. Der Einheitskurs des Schilling gegenüber der DM liegt nun bei 508,57 Schilling für 100 DM und der Prämienkurs bei 619,05 Schilling für 100 DM.
6. Oktober
Ein Aufruf der österreichischen Kommunisten zu einem Generalstreik am 4. Oktober blieb fast unbeachtet. Daraufhin geben sie ihren Kampf gegen das Lohn-Preis-Abkommen auf.
7. Oktober
Zum Jahrestag der Gründung der DDR hielt Ministerpräsident Otto Grotewohl eine Rede. Darin lehnte er Wahlen für Gesamtdeutschland und die Wiederherstellung der deutschen Einheit unter dem Besatzungsstatut der Westmächte von 1949 ab.
7. Oktober
Den Truppen der Vereinten Nationen wird durch eine Resolution der UN-Vollversammlung zum Koreakrieg gestattet, den 38. Breitengrad zu überschreiten und in Nordkorea einzumarschieren.
8. Oktober
Oberst Paul Magloire siegte bei den Präsidentschaftswahlen auf Haiti.
8. Oktober
Im Karlsruher Kronprinzenpalais wurde mit einer Feierstunde der Bundesgerichtshof eröffnet.
9. Oktober
Aus Protest gegen die Haltung der Mehrheit der Regierung zur deutschen Wiederbewaffnung und gegen den Führungsstil von Bundeskanzler Konrad Adenauer traf Bundesinnenminister Gustav Heinemann zurück. Robert Lehr wurde sein Nachfolger.
9. Oktober
Das DDR-Planungsministerium teilte mit, dass der Zwei-Jahres-Plan 1949/50 zum Wiederaufbau der Wirtschaft bereits in eineinhalb Jahren erfüllt worden war.
9. Oktober
In Göttingen starb der deutsche Philosoph Nikolai Hartmann mit 68 Jahren. Er entwickelte in seinem Werk eine umfassende realistische Erkenntnistheorie, Ontologie und Ethik.
9. Oktober
In Heroldsbach in Bayern kam es zu einem Massenandrang der Gläubigen anlässlich des Jahrestages der angeblichen Marienerscheinungen.
9. Oktober
Der 100. Geburtstag des Bavaria-Standbildes wurde in München mit Illumination, Feuerwerk und Festreden gefeiert.
10. Oktober
Das Gesuch Frankreichs, Truppen der USA im Kampf gegen die Unabhängigkeitsbewegungen in Indochina einzusetzen, wurden von der US-Regierung abgelehnt.
10. Oktober
Am Potsdamer Platz in West Berlin wurde eine große Leuchtschrifttafel errichtet, die Nachrichten in den Osten der Stadt übermitteln soll. Ost Berlin antwortete darauf mit lautstarker Musik, unter anderem mit dem Schlager „Ami, go home“. Die Propaganda-Aktionen fanden anlässlich der DDR-Wahlen am 15. Oktober statt.
10. Oktober
Im Iran fand die Verlobung zwischen dem Schah des Iran, Mohammed Resa Pahlawi und Soraya Esfandjari statt.
11. Oktober
Bundeskanzler Konrad Adenauer wies in einer Rundfunkrede Gerüchte zurück, dass es bereits feste Vereinbarungen mit den Westmächten über die Aufstellung bundesdeutscher Truppen geben solle.
11. Oktober
Der französische Schriftsteller und Regisseur Jean Cocteau kam zur deutschen Erstaufführung seines Films „Orphee“ nach Hamburg.
12. Oktober
Der sowjetische Delegierte legte sein Veto gegen die Verlängerung der Amtszeit von UN-Generalsekretär Trygve Lie um fünf Jahre vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ein.
12. Oktober
Die Bundesregierung und der Bundestagsausschuss für gesamtdeutsche Fragen riefen die Bürger der Ostzone dazu auf, die Wahlen in der DDR am 15. Oktober zu boykottieren, mit Nein zu stimmen oder die Stimmzettel ungültig zu machen, wenn dies ohne Gefahr möglich sei.
12. Oktober
Nach einer Woche wurde der Streik der Arbeiter in der Wasserstraßenverwaltung durch eine neue Lohnvereinbarung beendet. Der Streik hatte vorübergehend die Binnenschifffahrt im Bundesgebiet stark beeinträchtigt.
12. Oktober
In den USA wurde der Jahrestag der Entdeckung Amerikas feierlich begangen. Der genuesische Seefahrer Christoph Kolumbus landete am 12. Oktober 1492 in Guanahani (San Salvador). Man glaubte lange Zeit, dass er der erste Europäer war, der seinen Fuß auf amerikanischen Boden setzte.
13. Oktober
Die Regierungen der drei südwestdeutschen Bundesländer kamen zu keiner Einigung über die Bildung eines gemeinsamen Staates. Am 24. September hatte sich die Mehrheit der Bevölkerung für einen Südweststaat ausgesprochen.
14. Oktober
Der Preis für das Standardmodell eines VW-Käfers wurde vom Volkswagenwerk von 4800 auf 4400 DM gesenkt. Das Exportmodell wurde um 300 DM auf 5150 reduziert. Als Begründung wurde angegeben, dass trotz gestiegener Materialkosten, die Produktivität sich so stark erhöht habe, dass eine Preissenkung möglich war.
15. Oktober
US-Präsident Harry S. Truman traf sich auf Wake Island mit dem Oberbefehlshaber der UN-Truppen in Korea, General Douglas MacArthur. Das Gespräch drehte sich angeblich um Meinungsverschiedenheiten in der Fernostpolitik der USA.
15. Oktober
Der Vatikan veröffentlichte Informationen über die Verfolgung der katholischen Kirche in Osteuropa. Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten seien rund 11000 Priester und Mönche hingerichtet, inhaftiert oder deportiert worden. Drei Bischöfe wurden hingerichtet, ein Kardinal zu lebenslänglicher Haft und zwei Erzbischöfe zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt und ein weiterer unter Hausarrest gestellt. Weiterhin seien hunderte von Geistlichen ausgewiesen worden.
15. Oktober
Die jugoslawische Regierung hob alle Privilegien bei der Verteilung von Lebensmitteln und Konsumgütern auf. Dadurch sollte verhindert werden, dass wie in der Sowjetunion eine privilegierte bürokratische Kaste entstehe. Ministerpräsident Josip Tito eröffnete, dass er die US-Regierung um die Lieferung von Nahrungsmitteln bitten werde, da die eigene Ernte zur Versorgung der Bevölkerung nicht ausreiche.
15. Oktober
Bei den Wahlen in der DDR zur Volkskammer, für die Landtage, Kreise und Gemeinden wählten 99,7 Prozent die Kandidaten der Nationalen Front.
15. Oktober
Der US-amerikanische Hochkommissar in Deutschland, John McCloy ordnete die sofortige Entlassung des ehemaligen Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, Ernst Freiherr von Weizsäcker an. Dieser war wegen seiner Tätigkeit im Dritten Reich zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.
15. Oktober
Das Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsbeschädigte gab an, dass seit Anfang des Jahres 117 950 Flüchtlinge aus der DDR in die Bundesrepublik kamen.
15. Oktober
Der deutsche Schwergewichtsmeister der Berufsboxer, Hein ten Hoff, verteidigte in Dortmund seinen Titel gegen Herausforderer Heinz Neuhaus durch ein Unentschieden.
16. Oktober
Zwischen den USA und Indonesien wurde ein Abkommen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit geschlossen. Die Vereinigten Staaten sollen technische Berater entsenden und Werkzeuge und andere Waren liefern.
16. Oktober
Bundestagspräsident Erich Köhler trat aus gesundheitlichen Gründen zurück. Am 19. Oktober wurde Hermann Ehlers zu seinem Nachfolger gewählt.
16. Oktober
Ein Vertrag über die Errichtung der Österreichisch-Bayerischen Kraftwerke AG wurde in München unterzeichnet. Der Vertrag beinhaltet die Nutzung der Wasserkraft im deutsch-österreichischen Grenzgebiet vor allem an Inn und Salzach.
17. Oktober
Thailand und die USA schlossen ein militärisches Hilfsabkommen. Die USA werden Waffen und Kriegsmaterial liefern und die thailändische Armee durch Offiziere und Techniker unterstützen. Thailand im Gegenzug erleichtert den USA den Ankauf von Rohstoffen.
17. Oktober
Zum Schutz der Bundeshauptstadt sollte eine etwa 400 Mann starke polizeiliche Sondereinheit aufgestellt werden, wie von der Bundesregierung bestätigt wurde. Die Truppe wurde vorübergehend in der Bonner Ermekeilkaserne untergebracht.
17. Oktober
„Der Diamantenkönig von Europa“ wurde vom Arnsberger Landgericht zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. In der Nachkriegszeit hatte der Mann in 46 deutschen Städten von den Ehefrauen inhaftierter Nationalsozialisten Schmuck und Wertgegenstände entgegengenommen. Diese wollte er angeblich zur Befreiung ihrer Männer verwenden.
18. Oktober
In Finnland befanden sich etwa 100.000 Arbeiter seit zwei Monaten im Streik, der beendet wurde, als ihnen Lohnerhöhungen von 3 bis 4 Prozent zugesichert wurden.
19. Oktober
Die UN-Truppen in Korea eroberten die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang.
19. Oktober
Vom politischen Sonderausschuss der UN-Vollversammlung wurde die Unabhängigkeit Libyens zum 1. Januar 1952 beschlossen. Libyen was ehemals eine italienische Kolonie.
19. Oktober
Vorwürfe, dass die DDR-Volkspolizei einen paramilitärischen Charakter habe, wurden von der sowjetischen Regierung zurückgewiesen. Die sowjetische Regierung ihrerseits beschuldigte die Westmächte eine Remilitarisierung der Bundesrepublik Deutschland zuzulassen.
19. Oktober
Der britische Schatzkanzler Sir Stafford Cripps trat aus gesundheitlichen Gründen zurück. Sein Nachfolger wurde Hugh Gaitskell.
19. Oktober
Rückwirkend zum 1. Oktober trat das Versorgungsgesetz für Kriegsopfer in Kraft, das von Bundestag einstimmig verabschiedet wurde. Die KPD-Abgeordneten enthielten sich der Stimme. Je nach Umfang der Erwerbsminderung sollen Kriegsbeschädigte Grundrenten zwischen 15 und 75 DM sowie Ausgleichsrenten zwischen 40 und 90 DM erhalten. Die Kosten beliefen sich auf 3,2 Milliarden DM im Jahr.
20. Oktober
Auf Druck der vietnamesischen Unabhängigkeitsbewegung Vietminh setzen die französischen Truppen in Indochina ihren Rückzug aus dem Norden Vietnams fort.
20. Oktober
Der erste gesamtdeutsche Parteitag der CDU wurde in Goslar eröffnet. Er soll bis zum 22. Oktober andauern. Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard kündigte Steuererhöhung oder Neueinführungen an, um den deutschen Beitrag zur westeuropäischen Verteidigung bezahlen zu können.
21. Oktober
Die Außenminister der Ostblockstaaten veröffentlichten zum Abschluss ihrer Konferenz in Prag eine Erklärung über Maßnahmen zur Lösung der Deutschlandfrage.
21. Oktober
Der Bundesfinanzhof, die oberste gerichtliche Instanz der Bundesrepublik Deutschland in Steuer-, Zoll- und anderen Finanzangelegenheiten, wurde in München eröffnet.
22. Oktober
Bundespräsident Theodor Heuss übernimmt anlässlich der ersten Hauptversammlung des deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) in der Jugendburg Stahleck die Schirmherrschaft über die Organisation.
22. Oktober
In Stuttgart endete die Deutsche Gartenschau, die seit dem 3. Juni von 1,85 Millionen Gästen aus dem In- und Ausland besucht worden war.
23. Oktober
Nach Ansicht der CSU-Landesgruppe wurden die Gelder, die die Bundesrepublik Deutschland für den Unterhalt der Besatzungstruppen aufbringen musste, missbräuchlich verwendet. Die CSU-Landesgruppen richtete eine entsprechende Anfrage an den Bundestag.
24. Oktober
Der Ministerpräsident von Frankreich, Rene Pleven, präsentierte einen Plan für die Aufstellung einer europäischen Armee unter Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland, den sogenannten Plevenplan.
24. Oktober
Chinesische Truppen erhielten den Befehl zum Einmarsch in Tibet. Nach Ansicht der Volksrepublik China gehört Tibet zu dem Territorium der Volksrepublik.
24. Oktober
Zum 5. Jahrestag der UNO-Gründung legte US-Präsident Harry S. Truman einen Abrüstungsplan vor, in dem allerdings keine konkreten Vorschläge enthalten sind.
24. Oktober
Der frühere US-amerikanische Militärgouverneur in Deutschland, Lucius D. Clay, weihte in West Berlin die Freiheitsglocke auf dem Turm des Rathauses von Schöneberg ein.
24. Oktober
In London wurde der 1851 erbaute Kristallpalast von einem Großfeuer zerstört.
25. Oktober
Bie einer Parteisäuberung in den nächsten sechs Monaten, so beschloss das Politbüro der SED in Ost Berlin, sollten etwa 10 Prozent der SED-Mitglieder ausgeschlossen werden.
25. Oktober
In der Möhlstrasse in München, die als Schmuggelzentrum bekannt war, führte die Polizei eine Razzia durch. Zwölf Personen wurden festgenommen und ein umfangreiches Warenlager wurde beschlagnahmt.
26. Oktober
In Korea stießen Einheiten der UN-Truppen bis an die chinesisch-koreanische Grenze vor.
26. Oktober
Der CDU-Politiker Theodor Blank wurde Leiter des Amtes für die Unterbringung der Besatzungstruppen.
26. Oktober
Im gesamten Bundesgebiet fanden Kundgebungen und Gedenkstunden statt, um an die deutschen Kriegsgefangenen zu erinnern, die noch nicht zurückgekehrt sind. Um 12 Uhr ruht für zwei Minuten der gesamte Verkehr und die Kirchenglocken werden geläutet.
26. Oktober
Vom Bundestag wurde ein Gesetz zur Errichtung eines Bundeskriminalamtes verabschiedet. Es soll Verbrechen bekämpfen, die über die Zuständigkeit eines Bundeslandes hinausgehen.
27. Oktober
In Bonn wurde von Vertretern von Bund und Ländern die Aufstellung einer 30.000 Mann starken Bereitschaftspolizei, die unter der Bundesregierung stehen sollte, beschlossen.
27. Oktober
In der Bundesrepublik fiel der erste ergiebigere Schnee des Winters 1950/51. In weiten Teilen Südwestdeutschlands und Hessens entstand eine geschlossene Schneedecke.
28. Oktober
Nach dem Rücktritt der sozialdemokratischen Minderheitsregierung in Dänemark nach der Niederlage bei der Abstimmung über die Aufhebung der Rationierung von Butter am 26. Oktober, bildete der Vorsitzende der Bauernpartei, Erik Eriksen, eine Koalitionsregierung mit den Konservativen.
29. Oktober
Der schwedische König Gustav V. starb im Alter von 92 Jahren auf Schloss Drottningholm. Sein Sohn Gustav VI. Adolf wurde sein Nachfolger.
30. Oktober
In Polen wurde eine Währungsreform durchgeführt. Die neue Währungseinheit ist der goldgedeckte Zloty. Das Geld wurde im Verhältnis 100:1 umgetauscht.
31. Oktober
Der Sultan von Marokko, Muhammad V. forderte in einem Brief an die Regierung in Paris die Unabhängigkeit Marokkos im Rahmen der französischen Union.
31. Oktober
Die Zahl der Arbeitslosen in der Bundesrepublik Deutschland erreichte mit 1,23 Millionen ihren Jahrestiefstand.

Oktober 1950 in den Nachrichten

Ausstellung beim Jahrmarkt soll Erinnerungen wecken
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Juli gemäß einiger Paragraphen die Urloffener die Erlaubnis bekämen, jährlich einen Meerrettichmarkt abzuhalten – erstmals am 22. Oktober 1950. 
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