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Politjahr 1917 Politik in Deutschland

Situation zwischen Amerika und Deutschland verschärft sich (Januar / Februar / März)
Kaiser Wilhelm II. ruft am 5. Januar zum fortwährenden Kampf gegen die Entente auf. Die parteiinterne Opposition und der Vorstand der SPD treffen sich am 7. Januar. Dies ist der Beginn der letzten Etappe der Spaltung der SPD. Die Bereitschaft der USA, Deutschland anzugreifen
steigt am 17. Januar weiter, als der US-Geheimdienst eine Botschaft an die mexikanische Regierung entschlüsselt, in der Deutschland um ein Bündnis mit Mexiko, im Falle eines Angriffs der USA bittet. Der
uneingeschränkte U-Boot-Krieg beginnt am 1. Februar in den Gebieten im Mittelmeer und um Großbritannien. Am 2. März ruft die Presse dazu auf, keine so genannten "Jammerbriefe" an die Front zu senden um die Soldaten nicht zu demotivieren.

Auf mögliches Kriegsende wird nicht eingegangen (April / Mai / Juni)
Die Kartoffelration wird am 1. April auf 2,5 kg die Woche und die Brotration auf 170 g pro Tag gekürzt. Die USA erklären am 6. April dem Deutschen Reich den Krieg. Weiterhin wird die USPD unter dem
Vorsitzenden Hugo Haase in Gotha gegründet. Das Dreiklassenwahlrecht soll nach dem Kriegsende aufgehoben werden. Dies verspricht Kaiser Wilhelm II. in seiner Botschaft zu Ostern dem Volk. Am 15. Mai hält Bethmann Hollweg eine Rede über die momentane Kriegssituation und die gegenwärtige Kriegspolitik. Allerdings vermeidet er es auf ein mögliches Ende des Krieges einzugehen. Unter Philipp Scheidemann trifft die deutsche Delegation am 3. Juni in Stockholm ein.

Großer Bombenangriff auf London (Juli / August / September)
Insgesamt 47 Todesopfer erliegen dem größten deutschen Luftangriff am 7. Juli auf London. Etwa 20 Maschinen bombardieren die britische Hauptstadt. Am 19. Juli wird die Friedensresolution die von Erzberger eingebracht wurde, angenommen. Die Mehrheitsparteien SPD, Deutsche Fortschrittspartei und Zentrum stimmen für die Friedensresolution. Zuvor wurde im interfraktionellen Ausschuss abgestimmt. Ein Verständigungsfrieden ohne Annexionen wird von der Resolution gefordert. In Wilhelmshaven demonstrieren am 2. August etwa 400 Matrosen für den Frieden. Am 25. August werden fünf Anführer des Matrosenaufstandes, zum Tode verurteilt. Die Vaterlandspartei wird am 2. September in Königsberg unter Wolfgang Kapp und Admiral Alfred von Tirpitz gegründet. Der "Siegfrieden" wird am 24. September auf der ersten Großkundgebung der Vaterlandspartei gefordert.

Georg Graf von Hertling wird Reichskanzler (Oktober / November / Dezember)
Es kommt am 6. Oktober zu starken Auseinandersetzungen über die Propaganda des Alldeutschen Verbands und der neuen Vaterlandspartei. Reichskanzler Michaelis wird am 22. Oktober das Vertrauen entzogen, aufgrund seines Vorgehens gegen die USPD und seiner Interpretation der Friedensresolution. Georg Graf von Hertling wird am 1. November von Kaiser Wilhelm II. zum Reichskanzler ernannt. Am 15. Dezember wird der Waffenstillstand zwischen Deutschland und Russland bis zum 14. Januar verlängert.
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