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Das Jahr 2001: Politik in Deutschland.

Am 16 Januar sagte Bundesaußenminister Joschka Fischer im OPEC-Prozess als Zeuge vor dem Landgericht in Frankfurt aus. Hauptaugenmerk der Befragung war seine Beziehung zu dem ehemaligen Terroristen Hans-Joachim Klein. Als Konsequenz forderte die Opposition den Rücktritt Fischers, da eine Vergangenheit als Straßenaktivist nicht zu dulden sei. Frankreichs
Premierminister Lionel Jospin ging am 1. Februar mit Bundeskanzler Gerhard Schröder die Vereinbarung ein, Atommüll zweimal jährlich von La Hague nach Gorleben zu bringen. Am 26. März protestierten Ärzte mit Kundgebungen und Praxisschließungen gegen die von der Regierung verfolgte Gesundheitspolitik. Die Honorare sanken stetig, weiterhin wurde kritisiert, dass die Arzneimittelbudgets zu tief angesetzt waren.
Am 28. April wurde bekannt, dass Walther Leisler Kiep, der die Position des Ex-Schatzmeisters inne hatte, in eine Transaktion von einer Million Mark verwickelt war. Dies geschah im Zusammenhang mit der CDU-Spendenaffäre, die bundesweit für Aufsehen sorgte. Das Schwarzgeldkonto der CDU wurde unter dem Namen "Norfolk" geführt, befand sich in der Schweiz und wurde bereits 1992 aufgelöst. Der Geschäftsführer der CDU sagte in einer Stellungsnahme, dass er die politische Bedeutung unterschätzt habe. Das neue Bundeskanzleramt wurde am 2. Mai in Berlin eröffnet, zwei Jahre nachdem die Regierung von Bonn nach Berlin umgezogen war. Am 10. Juni verkündete der Bürgermeisterkandidat in Berlin für die SPD, dass er homosexuell sei. Somit war er der erste Politiker der öffentlich zu seiner Homosexualität stand und darauf aufmerksam machte.

PDS verurteilt Mauerbau (Juli / August / September)
Am 2. Juli verurteilte die PDS innerhalb einer Erklärung des Vorstandes der Partei den Mauerbau. Allerdings kam es zu keiner offiziellen Entschuldigung für die Toten an der Grenze.
Die Entwürfe für die neue Währung, dem Euro, wurden am 30 August der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 16. September äußerte sich Bundeskanzler Gerhard Schröder zu den vorausgegangenen Terroranschlägen auf die USA und schloss eine militärische Unterstützung nicht aus. Die Angst vor einem Angriff in Afghanistan wuchs und viele Menschen flohen aus dem Land. Weiterhin entschieden sich Pakistan und der Iran dazu, die Grenzen zum Nachbarland zu schließen.

Verfahren gegen Schäuble wird eingestellt (Oktober / November / Dezember)
Am 19. Oktober beschloss der Bundestag, dass Prostituierte von nun an sozialversichert ihrem Beruf nachkommen können, da "gewerbsgemäße Unzucht" als legale Beschäftigung gilt. Das Ermittlungsverfahren gegen die ex-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister und den ehemaligen CDU-Vorsitzenden Wolfgang Schäuble wurde am 1. November eingestellt. Beiden wurde zuvor vorgeworfen eine Falschaussage über die Umstände einer Übergabe von einer Spende über 100.000 Mark durch Karlheinz Schreiber gemacht zu haben. Der Bundestag gab am 22. Dezember bekannt, dass ein Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan gebilligt wird. Dieser fand im Rahmen der ISAF statt. Das Mandat wurde am 20. Dezember vom UN-Sicherheitsrat erteilt.
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