September 1987 -  Honeckers erste Reise in die BRD

Kalender September 1987
Erste vorsichtige Annäherungen zwischen Ost und West machten sich deutlich bemerkbar. Wie wichtig der geplante Besuch von DDR-Staatschef in der Bundesrepublik war, zeigte sich vor allem daran, dass bei Demonstrationen unabhängiger Friedensgruppen in der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin gegen die atomare Rüstung in Ost und West seitens der Sicherheitsorgane des Landes nicht eingeschritten wurde. Beobachter sahen den Grund dafür in der bevorstehenden Reise des Staatschefs Honecker in die BRD. Zwei Tage nach den Demonstrationen, am 7. September, reiste Erich Honecker in die Bundesrepublik. Dort hielt er sich fünf Tage auf. Er war der erste DDR-Staatschef, der der Bundesrepublik einen Besuch abstattete. Nach 38 Jahren seit der Gründung der beiden deutschen Staaten! Eine kleine Sensation war es auch, dass zum ersten Mal Offiziere der Nationalen Volksarmee der DDDR an einem NATO-Manöver in der Bundesrepublik als Beobachter teilnehmen durften. Tags zuvor, am 6. September, – als wollten auch die Sportler der DDR ihren Beitrag leisten und das Ansehen ihres Landes hochhalten – war die DDR mit zehn Titeln die erfolgreichste Mannschaft bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in der italienischen Hauptstadt Rom geworden. Sport war ein der DDR ein Politikum.
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Was geschah im Januar 1987

1. September
West-Berlin 1987 – Der Vorsitzende Richter am Bundesverwaltungsgericht in West-Berlin, Günter Korbmacher, war durch Schüsse ins linke Bein verletzt worden, als Angehörige der linksterroristischen Revolutionären Zellen ein Attentat verübten. Zuständig war Korbmacher u. a. für Asylangelegenheiten.
2. September
BRD 1987 – In der Landeshauptstadt München war der Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende Helmut Kohl mit dem bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß zusammengetroffen. Zwischen den beiden Schwesterparteien war es in den vergangen Wochen zu erheblichen Spannungen gekommen. Es gab unterschiedliche Standpunkte, vor allem in Fragen der Abrüstung.
2. September
BRD 1987 – In Frankfurt am Main (Hessen) hatte die Polizei den von Demonstranten seit Tagen besetzten Börneplatz geräumt. Bei Bauarbeiten für ein Kundenzentrum der Stadtwerke auf dem Gelände hatte man Häuserreste des ehemaligen Judenviertels gefunden. Die Besetzer wollten daraufhin einen dauerhaften Baustopp zwangsweise bewirken.
2. September
BRD/West-Berlin 1987 – Der Globalvertrag zwischen den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF und dem Deutschen Sportbund über Exklusiv-Übertragungsrecht von Sportveranstaltungen war vom Bundeskartellamt in West-Berlin für unrechtmäßig erklärt worden. In wesentlichen Punkten hatte er dem Kartellgesetz widersprochen. Es hieß, dass private Anbieter dadurch „unbillig behindert“ werden würden.
2. September
Reitsport 1987 – Der bislang erfolgreichste bundesdeutsche Springreiter, Paul Schockemöhle, hatte seinen Rücktritt vom aktiven Wettkampfsport bekanntgegeben.
3. September
Burundi 1987 - In dem ostafrikanischen Binnenstaat Burundi war es zu einem erneuten Militärputsch gekommen, bei dem Major Pierre Buyuya (Tutsi) an die Macht kam.
3. September
Burundi/Uganda 1987 – Der Staatschef von Burundi, Jean-Baptiste Bagaza war während eines Auslandsaufenthaltes durch einen Militärputsch gestürzt worden. Die Macht als Präsident und Regierungschef hatte Pierre Buyoya übernommen. Bagaza hatte im Nachbarstaat Uganda politisches Asyl bekommen.
4. September
BRD 1987 – Das Oberste Gericht der UdSSR hatte den bundesdeutschen Sportflieger Mathias Rust zu vier Jahren Arbeitslager verurteilt. Rust war am 28. Mai mit seiner Cessna auf dem Roten Platz in Moskau gelandet.
4. September
Belgien 1987 – Per Gesetz war das Rauchen in allen überdachten Örtlichkeiten, die der Öffentlichkeit zugänglich waren, landesweit weitgehend verboten worden. Bis zu umgerechnet 900 DM beliefen sich die Geldstrafen, die bei Missachtung des Gesetzes drohten. Kritiker hatten bemängelt, dass die Definition öffentlicher Gebäude Unklarheiten beinhaltete.
5. September
BRD 1987 – Die FDP hatte auf ihrem zweitägigen Parteitag in Kiel über Fragen der Innen-, Rechts- und Frauenpolitik beraten. Die Delegierten hatten die Bemühungen des Koalitionspartners CDU/CSU zur Beschneidung des Demonstrationsrechtes abgelehnt. Ebenso wurde die Verschärfung des Abtreibungsrechts abgelehnt.
5. September
DDR 1987 – In der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin war es zu Demonstrationen unabhängiger Friedensgruppen gegen die atomare Rüstung in Ost und West gekommen. Die Sicherheitsorgane des Landes waren nicht eingeschritten. Den Grund dafür sahen Beobachter in der bevorstehenden Reise von Staats- und Parteichef Erich Honecker in die Bundesrepublik.
6. September
Türkei 1987 – Es hatten sich 50,24 Prozent der Stimmberechtigten in einem Referendum für die Aufhebung des Betätigungsverbots von Oppositionspolitikern ausgesprochen. Nach dem Militärputsch im September 1980 war 241 Parlamentariern verboten worden, in irgendeiner Form politische aktiv zu werden.
6. September
Argentinien 1987 – Die radikale Bürgerunion von Staatspräsident Raúl Alfonsín hatte bei den Teil-Wahlen zum argentinischen Parlament ihre absolute Mehrheit verloren. Hingegen hatten die Peronisten erhebliche Gewinne erzielen können.
6. September
USA 1987 – Im John-Hopkins-Hospital in Baltimore (US-Bundesstaat Maryland) war es einem Ärzteteam gelungen, in einer 22-stündigen Operation die aus Ulm stammenden siamesischen Zwillingsbrüder Patrick und Benjamin Binder zu trennen. An der erfolgreichen Operation hatte ein 70-köpfiges Ärzteteam gearbeitet, unter anderem der afroamerikanische Arzt Ben Carson.
6. September
Leichtathletik 1987 – Die erfolgreichste Mannschaft bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften war die DDR geworden. Sie hatte zehn Titel gewonnen.
7. September
BRD/DDR 1987 – Der DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker war in die Bundesrepublik gereist, wo er sich fünf Tage aufhielt. Er war der erste DDR-Staatschef, der die BRD besuchte.
7. September
Syrien 1987 – Der Siemens-Techniker Alfred Schmidt, der vor rund siebeneinhalb Monaten von schiitischen Extremisten entführt worden war, wurde in der syrischen Hauptstadt Damaskus freigelassen. Ebenfalls verschleppt worden war der Hoechst-Manager Rudolf Cordes, von dem es jedoch weiterhin kein Lebenszeichen gab.
7. September
NATO/DDR 1987 – Zum ersten Mal hatten Offiziere der Nationalen Volksarmee der DDR an einem NATO-Manöver in der BRD als Beobachter teilgenommen.
7. September
Libyen/Tschad 1987 – Truppen des Tschad hatten die libysche Grenze überschritten und den Luftwaffenstützpunkt Maatam-as-Sarrat erobert. Dabei waren möglicherweise 1730 Libyer umgekommen. Es waren 313 in Gefangenschaft geraten.
8. September
Dänemark 1987 – Die bürgerliche Regierungskoalition unter Ministerpräsident Poul Schlüter von den Konservativen hatte bei den vorgezogenen Parlamentswahlen starke Verluste verzeichnen müssen. Jedoch war Schlüter als Chef einer Vierparteien-Minderheitsregierung im Amt geblieben.
8. September
BRD/DDR/Literatur 1987 – Der Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau (Hessen) war dem DDR-Lyriker Wilhelm Bartsch verliehen worden.
9. September
BRD/International 1987 – Forscher hatten bei einer Tagung im Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven auf zu erwartende Klimaveränderungen in den kommenden 50 Jahren hingewiesen. Die Ursache dafür war der steigende Kohlendioxidgehalt in der Erdatmosphäre.
9. September
Fußball 1987 – Die bundesdeutsche Fußball-Nationalmannschaft hatte in Düsseldorf die Elf aus England 3:1 besiegt.
10. September
Vatikan/Nordamerika 1987 – Auf seiner zweiten Nordamerika-Reise hatte Papst Johannes Paul II. neun US-amerikanischen Städte und einem Indianerdorf im Nordwesten von Kanada einen Besuch abgestattet. Das Kirchenoberhaupt hatte die amerikanischen Vertreter der katholischen Kirche zur stärkeren Ausrichtung ihrer Lehre an den Glaubensgrundsätzen des Vatikans als bisher aufgefordert.
10. September
BRD/West-Berlin 1987 – Jährlich wurden an fast 269.000 Menschen bösartige Krebs- bzw. Tumorbildungen diagnostiziert. Das ging aus Angaben des statistischen Bundesgesundheitsamtes in West-Berlin hervor.
11. September
BRD 1987 – Zum Schaffen des Schweizer Malers Paul Klee (1879 bis 1940) hatte in der Nürnberger Kunsthalle eine umfassende Retrospektive begonnen.
11. September
BRD 1987 – Vertreter der Wirtschaft hatten in Bonn vermehrte Anstrengungen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit in der Informations- und Kommunikationstechnik gefordert. Staat und Wirtschaft müssten gemeinsam mit der Europäischen Gemeinschaft (EG) Konzeptionen erarbeiten. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass die BRD in diesen zukunftsträchtigen Technologien gegenüber US-amerikanischen und japanischen Unternehmen weiter in Rückstand geriet.
12. September
BRD 1987 – Am Vorabend der Landtagswahl in Schleswig-Holstein war ein Bericht bekannt geworden, der vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ stammte und in dem der Pressereferent in der Kieler Staatskanzlei, Reiner Pfeiffer, behauptet hatte, dass er im Auftrag des CDU-Ministerpräsidenten Uwe Barschel eine Verleumdungskampagne gegen den SPD-Spitzenkandidaten Björn Engholm geführt hatte. Barschel habe Engholm bespitzeln lassen.
12. September
Europa 1987 – Bei einem Treffen im dänischen Nyborg hatten die Finanzminister und Notenbankpräsidenten der Europäischen Gemeinschaft (EG) eine verstärkte währungspolitische Zusammenarbeit im Rahmen des Europäischen Währungssystems (EWS) vereinbart. Eine Stabilisierung der Wechselkurse war u. a. das Ziel dieser Vereinbarung.
12. September
BRD 1987 – In Hamburg war das Stück „Parzifal“ von Tankred Dorst und Robert Wilson im Thalia-Theater zur Uraufführung gelangt.
13. September
Iran/Irak/UNO 1987 – UN-Generalsekretär Javier Pérez de Cuéllar hatte bei einem Besuch in Teheran (Iran) die Führung des Landes dazu gedrängt, den vom Sicherheitsrat geforderten Waffenstillstand anzunehmen. Dieser Forderung wollte der Iran allerdings nur Folge leisten, wenn der Irak in einer neuen Entschließung als Angreifer genannt werden würde.
13. September
Neukaledonien/Frankreich 1987 – Es hatten sich 98,3 Prozent der Stimmberechtigten bei einem Referendum im französischen Überseeterritorium Neukaledonien für die weitere Zugehörigkeit zu Frankreich ausgesprochen.
13. September
BRD 1987 – Die SPD war aus der Landtagswahl in Schleswig-Holstein als stärkste Partei hervorgegangen. Es gab keine Mehrheit mehr für die beabsichtigte Koalition aus CDU und FDP.
13. September
BRD 1987 – Trotz leichter Verluste hatte die SPD bei der Bürgerschaftswahl in Bremen dennoch die absolute Mehrheit behaupten können.
13. September
BRD/Sowjetunion 1987 – In Saarbrücken war die erste deutsch-sowjetische Länderpartnerschaft zwischen dem Saarland und der Sowjetrepublik Georgien geschlossen worden. U. a. waren der Austausch von Schülern, Lehrern, Künstlern und Wissenschaftlern geplant. Außerdem sollte es Kontakte zwischen Betrieben geben. Weiterhin war ein Erfahrungs- und Informationsaustausch auf den Gebieten Technik und Umweltschutz vorgesehen.
14. September
DDR 1987 – In einem offenen Brief an Staats- und Parteichef Erich Honecker hatten Friedensgruppen in der DDR den Widerruf des Schießbefehls an der innerdeutschen Grenze gefordert. In dem Brief, den der Liedermacher Stephan Krawczyk in der Sophienkirche verlesen hatte, war auch die Abschaffung des Wehrkunde-Unterrichts und der paramilitärischen Ausbildung gefordert worden.
15. September
BRD/Albanien 1987 – Albanien und die Bundesrepublik hatten diplomatische Beziehungen vereinbart. Das war das Ergebnis jahrelanger Verhandlungen. Albanien hatte damit seinen bisherigen Isolationskurs aufgegeben. Außerdem waren die Wiedergutmachungsforderungen für Folgeschäden des Zweiten Weltkriegs beigelegt, die von der Regierung in Tirana gestellt worden waren.
15. September
BRD/International 1987 – Es war deutschen Hackern gelungen, in ein geheimes Computernetz für Weltraumforschung einzudringen sowie in die elektronische Datenverarbeitung der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA.
16. September
Spanien/BRD 1987 – Der spanische Ministerpräsident Felipe Gonzalez Marquez war zu einem Arbeitsbesuch in die Bundesrepublik gereist. Bei seinem Besuch in Bonn hatten Wirtschaftsfragen im Mittelpunkt seiner Gespräche gestanden.
16. September
Tibet/BRD 1987 – Das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der im nordindischen Exil lebende Dalai-Lama, war zu einem Besuch in die Bundesrepublik gereist.
16. September
Libyen/Tschad 1987 – Der libysche Revolutionsführer Oberst Muammar al Gaddafi hatte den Krieg mit dem Tschad offiziell für beendet erklärt nach dem erzwungenen Rückzug seiner Truppen.
16. September
International 1987 – Nach drei Tagen war eine internationale Konferenz zum Schutz der Ozonschicht im kanadischen Montreal zu Ende gegangen. Vertreter aus 46 Staaten hatten ein Abkommen unterzeichnet. Darin verpflichteten sie sich zu einer schrittweisen Reduzierung der Produktion des für die Zerstörung der Ozonschicht verantwortlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffs (FCKW).
17. September
USA/Nicaragua 1987 – Das US-amerikanische Repräsentantenhaus hatte für in Nicaragua kämpfenden Contra-Rebellen im Wert von umgerechnet 6,3 Millionen DM Hilfslieferungen gebilligt. Sie sollten keinesfalls für Waffen ausgegeben werden, sondern nur für Lebensmittel, Medikamente und Kleidung.
17. September
BRD 1987 – Mit Genehmigung des hessischen Umweltministers nahm die Hanauer Brennelementefabrik Nukem ihren Betrieb wieder auf. Sie war teilweise am 22. August stillgelegt worden wegen Sicherheitsmängeln.
18. September
BRD 1987 – Wissenschaftler hatten bei Erbendorf in der Oberpfalz (Bayern) mit einer Bohrung begonnen, die Erkenntnisse über den Aufbau und die Entwicklung der Erdkruste bringen sollten. Eine noch nicht erreichte Bohrtiefe von 14 km war geplant, die bislang weltweit noch erreicht wurde.
18. September
BRD 1987 – Unter dem Titel „Gaukler 87“ war in Köln ein internationales Pantomimenfestival eröffnet worden.
19. September
BRD 1987 – Durch den Flügelstreit zwischen „Fundamentalisten“ und „Realos“ war die zweitägige außerordentliche Bundesversammlung der Grünen in Oldenburg (Niedersachsen) bestimmt worden. Es war keine Einigung über den Kurs der Partei erzielt worden. Nach dem Willen der Delegierten sollte der Konflikt eines „Strategiekongresses“ im Frühjahr 1988 beigelegt werden.
20. September
DDR 1987 – Der Erfurter Propst Heino Falcke hatte auf der in Görlitz (heute Sachsen) tagenden Synode des evangelischen Kirchenbundes gefordert, dass über die Konflikte in der DDR-Gesellschaft eine offene Diskussion geführt werden müsse. Schwierigkeiten im Lande müssten freimütig angesprochen werden können. Das müsste auch die SED-Führung akzeptieren.
20. September
BRD 1987 – In Frankfurt am Main war die 52. Internationale Automobilausstellung (IAA) zu Ende gegangen. Sie war am 10. September eröffnet worden. Diese Messe war von rund 1,1 Millionen Menschen besucht worden. Dies ging aus Angaben der Veranstalter hervor.
20. September
BRD 1987 – In Kassel (Hessen) war die „documenta 8“ zu Ende gegangen. Die Kunstausstellung war von mehr als 480.000 Besuchern gesehen worden.
21. September
Iran/International 1987 – Ein US-Hubschrauber hatte im Persischen Golf ein iranisches Landungsschiff unter Beschuss genommen. Angaben aus Washington zufolge, hatte die Besatzung versucht, Minen zu legen in internationalen Gewässern.
21. September
DDR/BRD 1987 – Es war zwei DDR-Grenzsoldaten gelungen, nach Niedersachsen zu flüchten. Sie hatten die Sperranlangen im Landkreis Helmstedt unverletzt überwunden. Im Jahr 1987 war damit bereits 23 DDR-Bürgern die Flucht nach Niedersachsen geglückt.
21. September
BRD 1987 – Der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) hatte in einem in Bonn veröffentlichten Positionspapier das geltende Kartellrecht als unzureichend bezeichnet. U. a. würde es keine ausreichende Handhabe gegen die wachsende Konzentration im Handel bieten.
21. September
BRD 1987 – In der Hamburger Fischauktionshalle wurde das 40-jährige Bestehen des deutschen Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ begangen.
22. September
BRD/Europa 1987 – Die Bundesregierung hatte eine Verordnung über die Strahlengrenzwerte in Lebensmitteln beschlossen. Die auslaufenden Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft (EG) sollten Ende Oktober durch diese Verordnung ersetzt werden.
22. September
BRD/Justiz 1987 – Der zum Bertelsmann-Konzern gehörenden Gruner + Jahr AG & Co. (Hamburg) war vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Beteiligung am Hamburger „Zeit“-Verlag G. Bucerius untersagt worden. Die gerichtlichen Auseinandersetzungen über das Fusionsvorhaben hatten eine siebenjährige Dauer.
22. September
BRD 1987 – Weltweit gab es an jedem Tag mehr als 1.100 Verkehrstote. Das besagten Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden. Jährlich belief sich die Zahl der Verletzten auf rund 12 Millionen Menschen.
22. September
Spanien 1987 – In Guardamar del Segura, einem beschaulichen Ort in der autonomen Region Valencia, waren Trümmer der aus iberischer Zeit stammenden Dama de Guardamar entdeckt worden. In der Folgezeit waren die Teile zur Büste zusammengesetzt worden.
23. September
BRD/Chile 1987 – Eine deutsch-chilenische Lehrerin, die 1986 unter dem Vorwurf des Terrorismus festgenommen worden war, wurde in Chile wieder freigelassen. BRD-Außenminister Hans-Dietrich Genscher und Norbert Blüm hatten sich als Mitglieder der Bundesregierung für die Freilassung der Lehrerin stark gemacht.
23. September
DDR/Bulgarien 1987 – DDR-Staatsratsvorsitzender Erich Honecker war zu einem Staatsbesuch nach Bulgarien gereist. Die Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit war der Schwerpunkt der Gespräche mit der bulgarischen Führung gewesen.
23. September
BRD 1987 – Der Privatsender RTLplus hatte mit der Ausstrahlung eines „Frühstücksfernsehens“ begonnen. Damit war der Sender die erste deutsche Fernsehanstalt mit so einem Format.
23. September
Fußball 1987 – Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hatte in Hamburg die Mannschaft aus Dänemark 1:0 besiegt.
24. September
UNO/BRD 1987 – Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher hatte in einer Ansprache vor der UNO-Vollversammlung in New York die Großmächte aufgefordert, weitere Abrüstungsschritte zu unternehmen.
24. September
BRD/Frankreich 1987 – Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Staatspräsident François Mitterrand hatten gemeinsam das deutsch-französische Großmanöver „Kecker Spatz“ besucht, das in Bayern durchgeführt wurde.
24. September
Australien/Großbritannien 1987 – Ein Gericht in Australien hatte die Veröffentlichung der Memoiren eines früheren britischen Geheimdienstbeamten für zulässig erklärt. Gegen diese Veröffentlichung war von der britischen Regierung Klage erhoben worden. Die Londoner Führung hatte die Klage mit der Verpflichtung zur Verschwiegenheit der ehemaligen Geheimdienstler durch Eid begründet.
25. September
BRD 1987 – Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel, hatte zum 2. Oktober seinen Rücktritt erklärt. Damit hatte Barschel die politische Verantwortung für die „Pfeiffer-Affäre“ übernommen. Allerdings hatte er jede persönliche Schuld bestritten.
25. September
Fidschi-Inseln 1987 – Der rechtsgerichtete Oberst Sitivena Rabuka hatte kurz vor der Regierungsbildung auf den Fidschi-Inseln einen Militärputsch durchgeführt. Gestürzt hatte er den gewählten Ministerpräsidenten Timoci Bavadra bereits Mitte Mai.
25. September
BRD/Antarktis 1987 – Das bundesdeutsche Forschungsschiff „Polarstern“ war in Bremerhaven zu einer Expedition in die Antarktis ausgelaufen. Die Erforschung des Ozonlochs war das Ziel der Forschungsreise.
26. September
BRD 1987 – Die neue Vorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller in der IG Druck und Papier war die West-Berliner Autorin Anna Jonas geworden.
26. September
BRD 1987 – Als Nachfolger von Frank Elstner hatte TV-Entertainer Thomas Gottschalk in der Hofer Freiheitshalle zum ersten Mal die Fernsehsendung „Wetten, dass…?“ moderiert, die vom Zweiten Deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde.
26. September
Fußball 1987 – Der Deutsche Fußball-Bund hatte eine Satzungsänderung beschlossen, nach der Fußballvereine keine Firmennamen tragen durften. Ausnahmen waren Bayer Leverkusen oder Bayer Uerdingen. Diese Klubs durften ihren Namen weiterhin tragen.
27. September
USA/Polen 1987 – Bei seinem Besuch in Polen hatte US-Vizepräsident George Bush den polnischen Staatschef Wojciech Jaruzelski sowie auch den Arbeiterführer Lech Walesa getroffen. Nach der Lockerung der wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber Polen wollte Bush auch eine Normalität der bilateralen Beziehungen anstreben.
27. September
Kolumbien 1987 – Mehr als 400 Menschen waren bei einem Erdrutsch am Rande der Stadt Medellin ums Leben gekommen. Eine Bergung der Verschütteten war nicht möglich gewesen. Deshalb war das Stadtviertel zum Friedhof erklärt worden.
27. September
Ägypten 1987 – In der Hauptstadt Kairo war von der Cairo Transport Authority die erste Metro-Linie in Afrika eröffnet worden.
28. September
Brasilien 1987 – Als eine Frau einem Arzt in der Stadt Goiânia einen Behälter ins Krankenhaus brachte, hatte der Mediziner die Vermutung von radioaktiven Einflüssen bei mehreren erkrankten Menschen. Sie waren Strahlendosen des Stoffes Caesium-137 ausgesetzt gewesen, wie sich herausstellte. Damit war der Goiânia-Unfall an die Öffentlichkeit gelangt.
28. September
USA/Iran/UNO 1987 – Der US-amerikanische Verteidigungsminister Caspar Weinberger hatte in Washington die Vereinten Nationen zur Verhängung eines Waffenembargos gegen den Iran aufgefordert. Dies sollte Teheran zu einem Waffenstillstand im Golfkrieg mit dem Irak zwingen.
28. September
Tunesien 1987 – Gegen 90 Fundamentalisten waren wegen angeblicher Umsturzpläne vom tunesischen Staatsgerichtshof in der Hauptstadt Tunis drastische Strafen verhängt worden. Es waren sieben Personen zum Tode verurteilt worden. Aus Sorge vor Unruhen hatte es eine dreimalige Verschiebung der Urteilsverkündung gegeben.
28. September
DDR 1987 – Bei Wittenberge (Brandenburg) war die neue Elbbrücke in Betrieb genommen worden. Sie war nach einer Bauzeit von sechs Jahren fertiggestellt worden. Sie war innerhalb der DDR mit 1030 m die längste Eisenbahnbrücke.
29. September
USA/International 1987 – In Washington hatte die Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank begonnen. Der Sprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, hatte sich auf der Konferenz für einen teilweisen Schulden-Erlass für Länder der Dritten Welt ausgesprochen.
29. September
Finnland/DDR 1987 – In der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin war der finnische Staatspräsident Maunu Koivisto eingetroffen.
29. September
BRD/West-Berlin 1987 – Zum 100. Mal war am Deutschen Herzzentrum in West-Berlin ein menschliches Herz transplantiert worden.
30. September
BRD 1987 – Der Generalbundesanwalt Kurt Rebmann hatte den Vertrieb des vom Neuen Malik Verlag veröffentlichten Buches „Das Info – Briefe von Gefangenen aus der RAF“ untersagt. Unter anderem waren Sicherheitsbedenken als Begründung angegeben worden.

Nachrichten September 1987 in der Presse Deutschland
Profis kontra Perspektivteam auf der Illoshöhe
NOZ - Neue Osnabrücker Zeitung
Sein größter Sieg mit dem VfL: Rolf Meyer jubelt mit seinen Teamkollegen den 5:4-Pokalerfolg am 23. September 1978 beim FC Bayern München.... >>>
Ein blauer, ein grauer und ein gelber Lappen
Badische Zeitung
So wurde mir am 14. September 1978 ein gelber Führerschein zur Fahrgastbeförderung ausgestellt. Bei einem Taxiunternehmen in Esslingen wurde ... >>>

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