Mai 1983 - 

Kalender Mai 1983
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Was geschah im Mai 1983

1. Mai
Am St. James Theatre in New York wurde das Musical „My One and Only“ von George Gershwin uraufgeführt.
2. Mai

Die fünf führenden bundesdeutschen Wirtschaftsforschungsinstitute legten ihr Frühjahrsgutachten vor. Sie erwarteten für 1983 ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent, 2,35 Millionen Arbeitslose, einen Preisanstieg von 3,5 Prozent und einen Lohnzuwachs von 2 Prozent.
3. Mai
Felipe Gonzales Marqués, der Ministerpräsident Spaniens, besuchte zwei Tage lang die Bundesrepublik und West Berlin. Das wichtigste Thema bei seinen Gesprächen mit Bundeskanzler Helmut Kohl und anderen Politikern war der geplante Beitritt Spaniens zur Europäischen Gemeinschaft.
4. Mai
Bundeskanzler Helmut Kohl gab unter dem Titel „Programm der Erneuerung: Freiheit, Mitmenschlichkeit, Verantwortung“ seine zweite Regierungserklärung ab. Er kündigte marktwirtschaftliche Prinzipien und eine konsequente Sparpolitik als Mittel zur Lösung des Arbeitslosenproblems an.
5. Mai
Die Hitler-Tagebücher, die vom Magazin „stern“ veröffentlicht worden waren, stellten sich als eine Fälschung heraus, die der Kunstfälscher Kujau für 9,3 Millionen DM an den „stern“ verkauft hatte.
6. Mai
In Finnland wurde eine neue Mitte-links-Regierung ohne die Kommunisten knapp sieben Wochen nach den Parlamentswahlen gebildet. Der Sozialdemokrat Kalevi Sorsa blieb Ministerpräsident. Er kann sich auf 123 von 200 Abgeordneten stützen.
7. Mai
In Cannes begannen die 36. Internationalen Filmfestspiele. Am 19. Mai wurde der japanische Film „Naramaya-Bushi-Ko“ von Sohei Imamura mit der „Goldenen Palme“ ausgezeichnet.
8. Mai
Erstmals fand ein als Stadtmarathon konzipierte Lauf in München statt. Der München-Marathon etablierte sich zu einem Marathon mit den meisten Teilnehmern in Deutschland.
9. Mai
Die medizinische Fakultät der Semmelweis-Universität in Budapest in Ungarn wollte zu Beginn des Herbstsemesters 120 Studenten aus der Bundesrepublik, der Schweiz und Österreich aufnehmen. Gegen eine monatliche Studiengebühr von 720 DM sollen Studenten die Möglichkeit zur Berufsausbildung erhalten, die in ihren Heimatländern aufgrund des Numerus clausus keinen Studienplatz erhalten hatten.
10. Mai
Sowjetische und afghanische Truppen töteten bei einem Angriff gegen Muslim-Rebellen Tausende von Kämpfern und Zivilisten.
11. Mai
Neuer Staatssekretär im Innenministerium wurde Franz Kroppenstedt. Herbert Hellenbroich wurde Nachfolger von Richard Meier als Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Reinhold Baumann wurde Bundesbeauftragter für Datenschutz und somit Nachfolger von Hans-Peter Bull.
12. Mai
In Ost Berlin auf dem Alexanderplatz demonstrierten fünf Bundestagsabgeordnete der Grünen für Abrüstung in Ost und West. Sie wurden von der DDR-Polizei festgenommen, aber nach wenigen Stunden wieder auf freien Fuß gesetzt.
13. Mai
Der Kroate Mika Spiljak wurde für ein Jahr zum Staatspräsidenten Jugoslawiens gewählt. Er wurde Nachfolger des Serben Petar Stambolic.
14. Mai
Um die Gefahr von mehreren Dörfern abzuwenden, wurde der Lavastrom des sizilianischen Vulkans Ätna, der seit sechs Wochen aktiv war, durch Sprengladungen in ein künstliches Bett umgeleitet.
15. Mai
Der US-Amerikaner Tom Petranoff stellte beim Leichtathletik-Sportfest in Los Angeles mit 99,72 m einen Weltrekord im Speerwurf auf. Er überbot damit den alten Rekord um 3 m.
16. Mai
Der französische Schriftsteller Manès Sperber erhielt für seine Romantrilogie „Wie eine Träne im Ozean“ den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1983.
17. Mai
Der Libanon und Israel unterzeichneten ein Abkommen über den Abzug aller im Libanon stationierten israelischen Streitkräfte.
18. Mai
In der konstituierenden Sitzung des zehnten rheinland-pfälzischen Landtages wurde Bernhard Vogel (CDU) erneut zum Ministerpräsidenten gewählt. Neuer Justizminister und Nachfolger von Wolfgang Schreckenberger wurde Heribert Bickel.
19. Mai
Peter Boenisch, der frühere Chefredakteur der „Bild“-Zeitung wurde Regierungssprecher in Bonn.
20. Mai
Durch einen Sieg nach Punkten gewann im Dunes Hotel in Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) gewann Larry Holmes den Schwergewichtskampf gegen Tim Witherspoon und errang damit den Weltmeistertitel.
21. Mai
Rund 5000 Menschen demonstrierten in Bad Hersfeld gegen ein Ehemaligentreffen von Soldaten der Waffen-SS. Das Ensemble der Bad Hersfelder Festspiele gehörte zu den Initiatoren der Demonstration.
22. Mai
Auf einer Kundgebung in Potsdam, die von der FDj organisiert worden war, demonstrierten etwa 250.000 Menschen „gegen NATO-Hochrüstung“.
23. Mai
Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff besuchte bis zum 24. Mai die Türkei, um über die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen und die türkischen Arbeiter in der Bundesrepublik zu sprechen.
24. Mai
In Österreich wurde einen Monat nach den Parlamentswahlen die neue sozial-liberale Regierung aus SPÖ und FPÖ vereidigt. Neuer Bundeskanzler war Fred Sinowatz.
25. Mai
In Jordanien wurde 35 km südlich der Hauptstadt Amman der neue Flughafen eröffnet. Der Queen Alia International Airport erhielt seinen Namen zum Andenken an die dritte Frau von König Hussein von Jordanien, die bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war.
25. Mai
Der diesjährige Deutsche Fußballmeister HSV gewann in der griechischen Hauptstadt Athen den Europa-Pokal durch ein Tor von Felix Magath im Spiel gegen Juventus Turin.
26. Mai
Im Grenzgebiet zum Irak führten türkische Sondereinheiten militärische Strafaktionen gegen kurdische Freischärler durch.
27. Mai
In Italien beteiligten sich mehr als 14 Millionen Arbeitnehmer an einem Generalstreik und legten damit das öffentliche Leben im ganzen Land lahm. Die drei größten Gewerkschaften Italiens hatten zu dem Streik aufgerufen, um den Abschluss neuer Tarifverträge zu erzwingen.
28. Mai
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Jochen Vogel traf sich in der Nähe von Ost Berlin mit dem DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker. Sie sprachen u. a. über die Genfer Raketenverhandlungen der Großmächte.
29. Mai
In Williamsburg in den USA berieten die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Industrieländer. Zur gleichen Zeit lud der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) in Tremsbüttel bei Hamburg ebenfalls eine international besetzte wirtschaftspolitische Runde ein.
30. Mai
Der dreitägige neunte Weltwirtschaftsgipfel in Williamsburg in den USA endete mit einer allgemeinen Erklärung zur gemeinsamen Wirtschaftspolitik.
31. Mai
Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher besuchte bis zum 1. Juni Rumänien. Dort erhielt er die Zusicherung, dass finanzielle Auflagen für ausreisewillige Deutsche gemildert werden würden. Die Handelsbeziehungen und der Kulturaustausch sollten verstärkt werden.

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