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Die Kunst in den achtziger Jahren

In den 80er Jahren konzentrierte sich der Kunstmarkt vorwiegend auf Westeuropa und Nordamerika.
Diese wurde zu dieser Zeit auch stark von den unterschiedlichen gesellschaftlichen Strömungen geprägt, die sich oftmals zwangsläufig aus der geopolitischen Nachkriegsordnung ergaben.
Allerdings übten auch noch Kunststile, die in den 60er und 70er Jahren dominierten, einen starken Einfluss auf dieses Jahrzehnt aus. Hierzu gehörten beispielsweise Pop Art, Konzeptkunst sowie ebenfalls Minimal Art.
In den 1980er Jahren prägte vor allem auch der Begriff "Neue Wilde" die damalige Kunstszene. Hierbei
handelte es sich um drei unabhängige und unterschiedliche Künstlergruppen, die in den frühen 80er in Hamburg, Köln und Berlin tätig waren.
Diese Gruppen stellten eine Gegenbewegung zur intellektuell geprägten Minimal Art und Concept Art dar. Diese Kunstströmungen setzten sich einerseits mit stark reduzierten Formen und andererseits mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen jener Zeit auseinander.
Eine gesellschaftliche Minderheit, welche die Kunstszene der damaligen Zeit ebenfalls inspirierte, stellte die Gruppe der Homosexuellen dar. Diese erlangten in den 80er Jahren ein größeres Selbstbewusstsein, so dass diese auch in der Kunst vermehrt sichtbar gemacht wurden. Zu erwähnen ist hierbei der Künstler Salomé, welcher sich mit relativ offenen Inszenierungen der schwulen Sexualität auseinander setzte.
Großer Beliebtheit erfreuten sich im damaligen Jahrzehnt auch comicartige Kunstelemente. Diese kamen in der Bildenden Kunst häufig zum Einsatz und brachten die Bedeutung eines Werkes zum Teil auch spielerisch auf den Punkt.
Eine weitere Strömung richtete sich bewusst gegen die etablierte Malerei und bisher angesehene Kunststile. Man bekannte dich hierbei zur dilettantischen Malerei, in dem man offensichtlich falsch malte und viele Motive überzogen darstellte.
Ein Name, der in Verbindung mit den 80er Jahren unbedingt genannt werden sollte, ist Keith Haring. Jener Künstler wurde stark vom Graffiti beeinflusst, was sich in zahlreichen seiner Werke widerspiegelte.
Erste Aufmerksamkeit erlangte der Künstler durch seine Kreidezeichnungen auf abgedeckten Werbeflächen. Im Jahr 1984 bemalte Keith Haring bereits Wände in Rio de Janeiro, Manhattan, Melbourne uns Sydney.
Ein Jahr darauf, begann der Künstler erstmals auf Leinwand zu malen.
Haring eröffnete 1986 sogar den Pop Shop, in dem seine Werke sowie deren Vervielfältigungen zum Verkauf angeboten wurden.
Allerdings wirkte Keith Haring nur für relativ kurze Zeit als Künstler, da er im Jahr 1990 an der Immunschwächekrankheit Aids verstarb.

Insgesamt gesehen, kann man die 1980er Jahre als ein Jahrzehnt bezeichnen, in welchem man sich gegen die bisher gewohnten Kunststile auflehnte. Dies führte, in vielen Fällen, zum Entstehen neuer Kunststile, welche sich zum Teil noch in der heutigen Zeit, großer Beliebtheit erfreuen.

Bücher zur Kunst der 80er Jahre

Kunst und ihre Diskurse. Österreichische Kunst in den 80er und 90er Jahren. Info
Klopfzeichen. Kunst und Kultur der 80er Jahre in Deutschland Info
Die Re- Dekade. Kunst und Kultur der 80er Jahre Info
Spanisches Kaleidoskop. Junge Kunst der 80er Jahre Info
Kunst und ihre Diskurse. Österreichische Kunst in den 80er und 90er Jahren. Info
Grammatik einer Landschaft. Literatur aus der DDR in den 80er Jahren Info

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