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März 1934 -

Kalender März 1936
In Berlin an.
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Wichtige Ereignisse im März 1936

1. März
Im Falle eines japanischen Angriffs sagte der Generalsekretär der sowjetischen KPdSU, Josef W. Stalin der Mongolischen Volksrepublik den Beistand der Sowjetunion zu.
1. März
In Leipzig fand bis zum 9. März die internationale Frühjahrsmesse statt. Auf der Messe zeigten 8163 Firmen aus dem In- und Ausland ihre neuesten Produkte.
1. März
In Berlin wurde der Film „Mädchenjahre einer Königin“ von Regisseur Erich Engels mit Jenny Jugo in der Hauptrolle uraufgeführt.
2. März
In Panama schlossen die USA und Panama einen Vertrag, der die Rechte des mittelamerikanischen Landes in der seit 1903 von den USA verwalteten Kanalzone erweitert.
2. März
Das Fußball-Endspiel um den Bundespokal endete zwischen den Vertretungen des Südwestens und Sachsen in Frankfurt am Main mit 2:2 nach Verlängerung. Das Wiederholungsspiel fand Anfang 1937 statt.
2. März
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler gab bei einer Geheimkonferenz in Berlin seinen Entschluss bekannt, am 7. März deutsche Truppen in das laut den Bestimmungen der Verträge von Versailles und Locarno entmilitarisierte Rheinland zu entsenden.
3. März
Ein Regierungs-Erlass verpflichtete die sowjetischen Bauern zum unbezahlten Straßenbaudienst.
3. März
In Berlin fand die Premiere des Kriegsfilms „Im Trommelfeuer der Westfront“ von Regisseur Charles Willy Kayser statt.
3. März
Die Uraufführung des Films „Der sterbende Schwan“, das Tanzgedicht der russischen Tänzerin Anna Pawlowa fand in London statt.
4. März
Der erste Anthrazit Gas-Triebwagen wurde auf der Oderbruch Bahn in der Mark Brandenburg getestet.
4. März
Die Ausstellung „Entartete Kunst“, die bis zum 31. März dauerte, wurde im Weißen Saal der Polizeidirektion München eröffnet.
4. März
Das Luftschiff LZ 129 „Hindenburg“ startete in Friedrichshafen am Bodensee zu seinem ersten Probeflug.
4. März
Auf der neuen Ausbürgerungsliste, die der deutsche Reichsinnenminister Wilhelm Frick veröffentlicht hatte, befanden sich auch die Namen des Schriftstellers Arnold Zweig und des sozialdemokratischen Politikers Kurt Schumacher.
5. März
In Genf sagte der Außenminister der Schweiz, Guiseppe Motta, dass ein weiterer Verbleib seines Landes im Völkerbund äußerst ungewiss sei im Falle eines Austritts Italiens.
5. März
Weltweit gab es rund 36,6 Millionen Telefonapparate, mit denen Jährlich etwa 50 Milliarden Gespräche geführt wurden.
6. März
Eine amtliche Bekanntmachung lautete, dass der Reichstag morgen, Samstag Mittag, 12:00 Uhr einberufen worden sei. Der einzige Tagesordnungspunkt war die „Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung“.
6. März
Die Reichsregierung forderte die deutsche Wirtschaft, die Bauern und alle zuständigen Behörden zur Mitarbeit bei der Einstellung von 1,3 Millionen Jugendlichen auf, die Ostern die Schule verlassen sollten und eine Lehrstelle suchten.
8. März
Der französische Ministerpräsident Albert Sarraut protestierte in einer Rundfunkansprache an das französische Volk gegen die Besetzung des Rheinlandes und gegen den mit ihr verbundenen Bruch des Locarno-Vertrags. Die Truppenstärke an der französischen Ostgrenze wurde erhöht.
8. März
Zum Heldengedenktag dankte Reichskriegsminister Werner von Blomberg beim Staatsakt in der Berliner Oper Unter den Linden dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in Namen der Wehrmacht für den Einmarsch deutscher Truppen in die entmilitarisierte Zone des Rheinlandes.
9. März
Der britische Außenminister Anthony Eden sprach vor dem Unterhaus sein Bedauern über die einseitige Aktion des Deutschen Reiches in der Rheinlandfrage aus. Das deutsche Vorgehen kompliziere und verschärfe die internationale Lage und habe das Vertrauen in jede Verpflichtung, die die deutsche Regierung in Zukunft übernehmen könnte, aufs tiefste erschüttert.
9. März
Der tschechoslowakische Ministerpräsident Milan Hodža weilte zu einem Staatsbesuch in Wien. Damit begann eine Phase der engen Zusammenarbeit zwischen Österreich und der CSR.
10. März
In Paris fand en ohne das Deutsche Reich zweitägige Beratungen der Locarno-Vertragsstaaten, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Polen und der CSR statt. Es zeigte sich eine gegensätzliche Haltung zur deutschen Rheinlandbesetzung bei den Franzosen und Briten. Großbritannien wollte einen Unterschied zwischen dem Angriff auf ein anderes Land und der Besetzung eigenen Staatsgebietes machen. Frankreich betonte, dass die Schutz- und Bestandsgarantien des Locarno-Vertrages von 1925 auch für die Verletzung der entmilitarisierten Rheinlandzone gelten müsste.
10. März
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnete die Aufstellung eines Nationalsozialistischen Reiterkorps (NSRK) an. Alle 18- bis 20-jährigen SS-Mitglieder mussten dem Reiterkorps angehören.
10. März
In der Berliner Deutschlandhalle wurde der Reichstags-Wahlkampf von Propagandaminister Josef Goebbels eröffnet.
10. März
Eine Untersuchung des britischen Gesundheitsamtes ergab, dass Herzerkrankungen die häufigste Todesursache in Europa waren.
11. März
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erklärte dem britischen Journalisten Ward Price in einem Presseinterview, dass das Deutsche Reich Nichtangriffspakte im West und im Osten (Österreich und die CSR eingeschlossen) unterzeichnen wollte. Das Deutsche Reich sei bereit, in den Völkerbund zurückzukehren, wenn seine koloniale Gleichberechtigung hergestellt würde.
11. März
In Berlin fand die Uraufführung des Ufa-Films „Die letzten vier von Santa Cruz“ von Regisseur Werner Klingler statt. Die Hauptrollen spielten Beppo Brehm und Irene von Mayendorff.
12. März
Die Verhandlungen der Locarno-Mächte ohne das Deutsche Reich, waren von Paris nach London verlegt worden. Damit sollte die Vermittlerrolle Großbritanniens und eine eventuelle Teilnahme des Deutschen Reiches erleichtert werden. Die Locarno-Mächte verurteilten den Einmarsch deutscher Truppen ins Rheinland. Der britische Außenminister, Anthony Eden, schlug dem Reich vor, deutsche Truppen bis auf einen symbolischen Rest wieder aus dem Rheinland zurückzuziehen. Das Deutsche Reich lehnte diesen Vorschlag in einer Stellungnahme ab, sagte aber zu, keine weiteren Truppen zu entsenden.
12. März
Mit Olga Tschechowa und Anton Pointer in den Hauptrollen wurde die historische Komödie „Der Favorit der Kaiserin“ von Werner Hochbaum in Berlin uraufgeführt. Der Film handelte von der Zarin Elisabeth von Russland.
12. März
Das Hoheitszeichen der NSDAP wurde auch Hoheitszeichen des Deutschen Reiches.
13. März
Die Höchstzahlen der Studienplätze wurden an den Universitäten der deutschen Großstädte für das Sommersemester 1936 niedriger festgesetzt als im Vorjahr.
14. März
Der Völkerbund trat in London zusammen. Das Deutsche Reich wurde als Unterzeichner des Versailler und des Locarno Vertrages eingeladen, an den Sitzungen des Rates teilzunehmen, um Beschlüsse über den deutschen Einmarsch in die entmilitarisierte Rheinlandzone mitzutragen.
14. März
In den spanischen Städten Cadiz, Granada, Madrid und Toledo fanden politisch motivierte Streiks und zum Teil schwere, von den Kommunisten angefachte Straßenschlachten gegen Polizei und Faschisten statt. In Madrid wurden von Demonstranten u. a. zwei katholische Kirchen verbrannt.
14. März
In Spanien wurde der Führer der Faschistenpartei, José Antonio Primo de Rivera, verhaftet, weil seine Partei als illegal bezeichnet wurde.
15. März
Im jugoslawischen Planica fand die erste Skiflugwoche statt. Der Österreicher Josef Bradl stellte auf der Großschanze mit 101,5 m einen neuen Weltrekord auf.
15. März
In Budapest verlor die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit 2:3 gegen Ungarn.
15. März
Durch eine Aufklärungskampagne der Polizei im Rundfunk und durch Kurzfilme im Kino sollte die deutsche Bevölkerung auf kriminelle Gefahren aufmerksam gemacht werden.
15. März
Das Deutsche Reich wollte an den Londoner Verhandlungen teilnehmen, wenn unverzüglich Verhandlungen über Vorschläge zur allgemeinen Friedenssicherung aufgenommen würden.
15. März
Der US-amerikanische Spielfilm „Gold nach Singapur“ von Tay Garnett mit Jean Harlow und Clark Gable in den Hauptrollen hatte in Berlin Premiere.
16. März
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler verlieh der Wehrmacht Truppenfahnen und stiftete Auszeichnungen für langjährige treue Dienste aus Anlass des ersten Jahrestages der „Wiedergeburt der deutschen Wehrhoheit“.
16. März
Die Sitzung des Völkerbundsrates in London wurde ohne Ergebnis abgebrochen. Es konnte keine Mehrheit für Sanktionen gegen das Deutsche Reich wegen der Rheinlandbesetzung gefunden werden.
17. März
Im britischen Unterhaus wurde von einer neu entwickelten U-Boot-Abwehrwaffe berichtet. Deren elektrische Strahlen konnten angeblich nahezu jedes Unterseeboot ausfindig machen.
17. März
Die Spielbank von Monte Carlo gab bekannt, dass die Bank in den letzten zwölf Monaten 22mal gesprengt worden war.
17. März
In Dublin verlor die Fußball-Nationalmannschaft der Schweiz mit 0:1 gegen Irland.
18. März
Joachim von Ribbentrop, der vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler zum Sonderbotschafter ernannte worden war, flog zu Gesprächen mit den Mitgliedern des Völkerbundsrates über die Rheinlandfrage nach London.
18. März
Der sowjetisch-türkische Freundschafts- und Beistandspakt vom 16. März 1916 wurde um zehn Jahre verlängert.
19. März
Die Locarno-Signatur Staaten, Belgien, Frankreich, Großbritannien und Italien forderten auf der Londoner Sitzung des Völkerbundsrates das Deutsche Reich in einem Memorandum zur unverzüglichen Aufnahme von Verhandlungen über eine Revision der Rheinlandbestimmungen des Locarno-Vertrages auf.
19. März
Der deutsche Sonderbotschafter, Joachim Ribbentrop, versuchte vor dem Völkerbundsrat in London das Vorgehen des Deutschen Reiches im Rheinland zu rechtfertigen. Der Rat sprach das Deutsche Reich dennoch schuldig durch den Einmarsch seiner Truppen in das Rheinland, den Artikel 43 des Versailler Vertrages gebrochen zu haben.
20. März
Vom heutigen Datum bis zum 20. April 1936 wurde der Jahrgang 1926 in das Jungvolk der Hitlerjugend aufgenommen. Für Jungen betrug die Probezeit zwei bis sechs Monate, für Mädchen drei Monate. In dieser Zeit hatten Jungen und Mädchen einen Heimnachmittag pro Woche, Jungen zwei Fahrten oder Wanderungen und zwei Appelle monatlich, Mädchen zwei Appelle in drei Monaten zu absolvieren.
21. März
In den nächsten Jahren wollte die Aktion Kraft durch Freude (KdF) fünf Seebäder für je 20 000 erholungssuchende Arbeiter einrichten.
21. März
Ernst Reclam, der Seniorchef des Leipziger Verlages Philipp Reclam Jun., feierte seinen 60. Geburtstag.
22. März
Abessinien (Äthiopien) protestierte beim Völkerbund gegen italienische Bombenangriffe auf Rote-Kreuz-Ambulanzen im Lande.
22. März
Der britische Fliegerleutnant Timothy Rose stelle auf der Strecke London-Kapstadt einen neuen Distanzflugrekord auf. Für den Hinflug benötigte er 3 Tage, 17 Stunden und 38 Minuten. Auf dem Rückflug war er 6 Tage, 6 Stunden und 37 Minuten unterwegs.
23. März
Im britischen Unterhaus wurde die Abschaffung der Kindersklaverei in der britischen Kronkolonie Hongkong gefordert.
24. März
Der neue britische Riesendampfer „Queen Mary“ der Cunard-Linie stach von der Werft an der Clydebank in der Nähe der Stadt Glasgow zu seiner Jungfernfahrt nach Southampton in See.
24. März
Italienische Wissenschaftler fanden bei Messungen heraus, dass der Schiefe Turm von Pisa sich nicht mehr wie bisher durchschnittlich 1 mm Pro Jahr neigt, sondern sogar 2 mm.
24. März
Der deutsche Automobilrennfahrer Hans Stuck stellte auf der Autobahn zwischen Frankfurt am Main und Heidelberg fünf Geschwindigkeits-Weltrekorde auf.
25. März
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnete auf einer Wahlkampfrede in Berlin die Bildung eines Fliegergeschwaders an.
25. März
In London unterzeichneten Frankreich, Großbritannien und die USA ein Abkommen zur Begrenzung der Kriegsflotten, des gegenseitigen Informationsaustausches über neue Flottenbauvorhaben und über eine Begrenzung der Tonnage und der Geschützkaliber.
25. März
Der 1926 geschlossene Neutralitäts- und Beistandspakt zwischen der Sowjetunion und Afghanistan wurde um zehn Jahre verlängert.
26. März
Das Reichskriegs- und das Reichsinnenministerium ordnete neue Wehrpässe für die deutschen Soldaten an.
26. März
In Essen fand eine Kohletagung statt. Dabei wurde auf die herausragende Bedeutung der Kohle für die deutsche Energiewirtschaft hingewiesen. Die Reichsbahn deckte ihren Energiebedarf zu 95 Prozent mit Kohle.
26. März
Um den Fremdenverkehr zu beleben, wurde in Italien eine Reise-Lira eingeführt, deren Wertverhältnis zu ausländischen Währungen ständig den Kursschwankungen angepasst wurde.
26. März
In den USA und Großbritannien wurde ein jüdisches Flüchtlingshilfswerk gegründet, das in den nächsten vier Jahren jährlich 25 000 jungen Juden zur Flucht aus dem Deutschen Reich verhalf.
28. März
Mit dem als „Deutscher Volkstag für Ehre, Freiheit und Frieden“ ausgerufenen Abschlusstag endete der Wahlkampf. Dieser war von den nationalsozialistischen Medien in bisher unbekannter Weise unterstützt worden. Ab 18:30 Uhr wurden in allen deutschen Städten Aufmärsche veranstaltet, ab 19:50 Uhr läuteten die Glocken „mit ehernem Mund“ den Friedensappell des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler im Kölner Gürzenich ein.
29. März
Bei der Reichstagswahl im Deutschen Reich wählten 99 Prozent der Stimmberechtigten die NSDAP. Dadurch bekundeten sie zugleich ihre Zustimmung zu der Rheinlandpolitik Adolf Hitlers.
29. März
SS-Wachverbände, deren Aufgabe die Bewachung der Konzentrationslager im Deutschen Reich war, wurden in SS-Totenkopf-Verbände umbenannt.
29. März
Die Bauarbeiten am olympischen Dorf in Döberitz bei Berlin waren abgeschlossen.
30. März
In Zukunft waren schulische Förderung, Auszeichnungen und Stipendien den Mitgliedern der Hitlerjugend vorbehalten.
30. März
Das Gesetz zur Änderung des Finanzausgleichs hob die Beteiligung der Länder an der Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuer auf.
30. März
Das deutsche Luftschiff LZ 129 „Hindenburg“ startete von Friedrichshafen am Bodensee zu seiner ersten Südamerikareise nach Rio de Janeiro.
31. März
Nach zwei Jahren der Suche wurde der neue Dalai Lama, ein zweijähriger Bauernsohn gefunden und wurde in der tibetischen Hauptstadt Lhasa auf den Thron gehoben.
31. März
Um die Filmstudios gleichmäßig auszulasten, erließ die deutsche Reichsfilmkammer Richtlinien zur Reorganisation der Arbeit in der Filmindustrie.
31. März
An der Dresdener Staatsoper fand die Uraufführung der Oper „Der verlorene Sohn“ von Robert Heger statt.

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