Februar 1934 -

Kalender Februar 1936
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Wichtige Ereignisse im Februar 1936

1. Februar
In Aachen und Münster fand gleichzeitig die Uraufführung der preußischen Biedermeierkomödie „Der alte Wrangel“ von Otto Brües statt.
1. Februar
Im Berliner Sportpalast eröffnete Reichsjugendführer Baldur von Schirach die dritten Reichsberufswettkämpfe der Hitlerjugend (HJ), ein Leistungswettbewerb der in der HJ organisierten Berufsschüler.
1. Februar
In der Berliner Deutschlandhalle gewann die deutsche, nur aus Soldaten bestehende, Springreitermannschaft den Großen Preis von Deutschland vor Polen und Italien.
2. Februar
Die Grüne Woche in Berlin, die am 25. Januar eröffnet worden war, ging zu Ende. 285 000 Menschen besuchten die größte deutsche Landwirtschaftsausstellung, 40 000 mehr als im Vorjahr 1935.
2. Februar
Unter dem Vorsitz von Heinrich Mann wurde in Paris ein „Komitee zur Verbreitung der deutschen Volksfront“ von Vertretern der KPD, der SPD, der sozialistischen Arbeiterpartei und der Revolutionären Sozialisten Deutschlands gebildet.
2. Februar
Bei der Verbrechenbekämpfung und der psychiatrischen Diagnose wurde ein neuer elektrischer Blutdruckschreiber verwendet.
2. Februar
Beim Skispringen der Nationen in Garmisch-Partenkirchen gewann der Schwede Sven Ivan Eriksson vor dem Norweger Virger Ruud und dem US-Amerikaner Roy Michelsen.
2. Februar
In mehreren deutschen Filmtheatern wurde der US-amerikanische Spielfilm „Anna Karenina“ uraufgeführt. Der Film wurde 1935 bei der internationalen Filmkunstausstellung in Venedig zum besten Film des Jahres gekürt. Greta Garbo spielte unter der Regie von Clarence Brown die Hauptrolle.
3. Februar
In Borkenberge in Westfalen wurde die erste deutsche Reichssegelflugschule eröffnet. Interessierte Jugendliche sollten in Ihr auf eine Ausbildung im Flugwesen und in der Luftwaffe vorbereitet werden.
3. Februar
Die Leitung der deutschen Wirtschaftsgruppe Gaststätten und Beherbergungsgewerbe teilte mit, dass für den Eintopfsonntag am 9. Februar, der zugunsten des Winterhilfswerks durchgeführt wurde, drei Eintopfgerichte für die deutschen Gaststätten vorgeschrieben waren.
3. Februar
In Neubabelsberg bei Potsdam übergab die UFA das erste „Filmmuseum der Welt“ seiner Bestimmung.
4. Februar
Lucie Englisch und Elisabeth Flickenschild spielten die Hauptrollen in dem bayerischen Lustspielfilm „Der ahnungslose Engel“, der in München seine Uraufführung hatte. Regie führte Franz Seitz.
4. Februar
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler stiftete „für Verdienste um die in Deutschland übertragenen Olympischen Spiele“ ein deutsches Olympia-Ehrenzeichen.
4. Februar
Der Leiter der NSDAP-Landesgruppe Schweiz, Wilhelm Gustloff, wurde in seiner Wohnung in Davos vom dem Jugoslawen David Frankfurter ermordet.
5. Februar
Sämtliche Veranstaltungen des Reichsverbandes jüdischer Kulturbünde wurden vom deutschen Reichspropagandaminister, Joseph Goebbels, verboten.
5. Februar
In Paris erklärte Otto Habsburg-Lothringen, dass eine Wiederaufrichtung des Habsburger Thrones in Österreich durchaus denkbar sei.
5. Februar
Der Konstrukteur und Luftfahrtpionier August von Parseval wurde 75 Jahre alt. Er hatte 1890–1892 das erste deutsche Flugzeug gebaut und hatte 1897 die für militärische Zwecke genutzten „Drachenballons“ (Fesselballon) konstruiert.
5. Februar
Der Stummfilm „Modern Times“ von Charlie Chaplin wurde in den USA uraufgeführt.
5. Februar
In Sibirien stiegen innerhalb von zwei Tagen die Temperaturen von minus 40 Grad auf 5 Grad plus.
7. Februar
Das Innenministerium und das Finanzministerium Preußens verfügten eine Beschränkung der Gemeindeausgaben zugunsten des Aufbaus der deutschen Wehrmacht.
7. Februar
Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie in Berlin meldete neue Erfolge in der Zwillingsforschung.
8. Februar
Jawaharlal Nehru wurde Vorsitzender der national-indischen Kongresspartei und somit Nachfolger von Mahatma Gandhi.
8. Februar
Eine Klage der sozialdemokratischen Gewerkschaftsorganisation „Allgemeiner Arbeiterverband“ gegen die am 17. Dezember 1935 verfügte Auflösung des Verbandes wurde von Landgericht Danzig abgelehnt. Der Grund für das Verbot der Gewerkschaft war deren kritische Äußerungen über die Politik der nationalsozialistischen Regierung von Danzig.
9. Februar
Vom deutschen Reichserziehungsminister, Bernhard Rust, wurden Richtlinien für die „gesundheitliche“ Auslese zum Hochschulstudium erlassen. Danach war u. a. untauglich, wer "dauernde Scheu und Mangel an Willen zu Leibesübungen, körperlicher Härte und Einsatzbereitschaft“ an den Tag legte.
9. Februar
Das Wehrpflichtalter in Ägypten wurde von 19 auf 18 Jahre herabgesetzt und auf im Land ansässige Beduinen und Sudanesen ausgedehnt. Das Heer wurde um 6000 Mann auf 18 000 Mann verstärkt. Gründe für diese Maßnahmen waren der Einfall Italiens in Abessinien (Äthiopien) und die Lösung Ägyptens vom militärischen „Schutz“ Großbritanniens.
9. Februar
Der seit vier Wochen andauernde Generalstreik in Teilen Syriens gegen die französische Kolonialbesatzung weitete sich auf das ganze Land aus.
9. Februar
Ein Brand in der Londoner Filmstadt Elstree richtete einen Schaden von umgerechnet sechs Millionen Reichsmark an.
10. Februar
Bei einem Besuch in Wldadiwostok sagte der sowjetische Volkskommissar und Vertraute von Regierungschef Josef W. Stalin, Lasar M. Kaganowitsch, die Sowjetunion sei dafür gerüstet, eine Offensive der Japaner abzuwehren.
10. Februar
Der Archäologe Hans Spethmann hielt in Essen einen Vortrag über die Ausgrabungen nahe der Stadt Xanten.
11. Februar
Der österreichische Vizekanzler, Ernst Rüdiger Starhemberg, äußerte sich in einem Interview mit dem „Daly Telegraph“ positiv über eine Habsburger Thronbesteigung in Österreich, sah für die nächste Zukunft jedoch keine Realisierungsmöglichkeiten in dieser Richtung.
12. Februar
Die US-Regierung berichtete, dass die Zahl der Lynchmorde vom 15 im Jahr 1934 auf 30 im Jahr 1935 gestiegen war.
12. Februar
In Mailand wurde die Oper „Il Campiello“ von Ermanno Wolf-Ferrari uraufgeführt.
12. Februar
In Schwerin fand die Trauerfeier für den ermordeten Landesgruppenleiter Schweiz der NSDAP, Wilhelm Gustloff, statt.
13. Februar
Die Auflösung der rechtsradikalen Organisation „Action Française“ wurde durch die französische Regierung angeordnet.
13. Februar
Der britische Außenminister, Anthony Eden, betonte im Unterhaus die Souveränitätsrechte Großbritanniens über die Falklandinseln. Er wies darauf hin, dass es unzulässig wäre, wenn Argentinien auf seinen Briefmarken die Falklandinseln als eigenes Territorium darstelle.
13. Februar
Das deutsche Propagandaministerium wies die deutsche Presse an, dass Reklame für Charlie Chaplin „absolut unerwünscht“ sei.
13. Februar
In Berlin fand die Uraufführung des Spielfilme „Der schüchterne Casanova“ mit Fita Benkhoff und Adele Sandrock unter der Regie von Carl Lamac statt.
14. Februar
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler sprach mit dem deutschen Botschafter in Rom, Ulrich von Hassell, über die von Italien erhoffte politische Rückendeckung bei der geplanten militärischen Besetzung des Rheinlandes.
14. Februar
Laut dem Befehlshaber der deutschen Polizei, SS-Gruppenführer Kurt Daluege, waren fast alle maßgebenden Stellen bei der Polizei mit NS-Parteigenossen besetzt.
14. Februar
Die Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Japan verschlechterten sich nach einem Zwischenfall an der mandschurisch-mongolischen Grenze weiter.
15. Februar
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler eröffnete in Berlin die Internationale Automobil- und Motorrad-Ausstellung.
15. Februar
In Abessinien (Äthiopien) gewannen die italienischen Invasionstruppen nach fünftägigen Kämpfen die „Schlacht von Enderta“ und zwangen die Abessinier zur Aufgabe der stark befestigten Stellungen am Bergmassiv Ambar Aradam.
15. Februar
Das Deutsche Reich und die USA unterzeichneten ein Abkommen, das Versuchsflüge über den Atlantik vorsah, um eine regelmäßige Luftlinie über den Ozean einzurichten.
16. Februar
In Spanien siegte die Volksfront der Linksparteien bei den Parlamentswahlen.
16. Februar
In Paris fand eine Protestkundgebung gegen den Überfall auf den französischen Sozialistenführer, Leon Blum, statt. Die Volksfrontparteien (Kommunisten, Sozialisten und Liberale) hatten zu der Kundgebung aufgerufen und laut Polizei nahmen 200 000 Menschen daran teil.
16. Februar
In New York kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Polizei und 12 000 Arbeitslosen. Die Arbeitslosen wollten einen Protestmarsch durchführen, der allerdings „wegen des verschneiten Zustands der Straßen“ verboten wurde. 100 Personen wurden verletzt, 13 Führer wurden wegen „unordentlichen Betragens“ vorübergehend von der Polizei festgenommen.
16. Februar
Mit der Schlussfeier in Garmisch-Partenkirchen wurden die IV. Olympischen Winterspiele 1936 beendet.
16. Februar
In Berlin wurde der Spielfilm „Der Kurier des Zaren“ mit Adolf Wohlbrück und Theo Linden unter der Regie von Richard Eichberg uraufgeführt.
17. Februar
Der Völkerbund begrenzte die legale Jahresproduktion an Rauschgiften auf 35 t.
17. Februar
An der Staatsoper in Berlin wurde die Neufassung von Werner Egks „Zaubergeige“ uraufgeführt. Die Inszenierung übernahm Rudolf Hartmann.
18. Februar
Ein Militärputsch unter Führung von Oberst Rafael Franco stürzte die Regierung in Paraguay. Franco nannte als Grund für die Machtübernahme die Unzufriedenheit des Heeres mit den Bedingungen des Friedensprotokolls mit Bolivien vom 12. Juni 1935.
18. Februar
In Leipzig wurde der deutsche Spielfilm „Der Raub der Sabinerinnen“ unter der Regie von Robert Adolf Stemmle mit Grethe Weiser in der Hauptrolle uraufgeführt.
18. Februar
In Düsseldorf wurden Verkehrssünder erstmals mit versteckten Kameras fotografiert.
19. Februar
Der Führer der Republikanischen Linken, Manuel Azaña, erhielt in Spanien den Auftrag, eine neue Regierung zu bilden.
19. Februar
Der britische Generalmajor Neill Malcolm wurde zum neuen Flüchtlingskommissar des Völkerbundes ernannt. Er wurde somit Nachfolger von James MacDonald, der am 31. Dezember 1935 zurückgetreten war.
20. Februar
Auf Erlass des Reichspropagandaministeriums durften alle Reichsministerien, Berufsorganisationen, Sportverbände und Wirtschaftsunternehmen, Einladungen an die Presse nur nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen im Reichspropagandaministerium aussprechen.
20. Februar
Im Rheinland und in Westfalen verhaftete die Geheime Staatspolizei (Gestapo) zahlreiche Geistliche und Laienführer des Katholischen Jungmännerverbandes, die angeblich zusammen mit kommunistischen Organisationen „hochverräterische Unternehmen“ geplant haben sollten.
21. Februar
Der bisher in Hamburg tätige Dirigent Karl Böhm übernahm die Leitung der Dresdener Oper.
21. Februar
In der Sowjetunion wurde der zweite Fünfjahresplan verabschiedet. Im Jahr 1936 sollte die Produktion von Gebrauchsgütern wie Grammofonen, Fahrrädern und Radioapparaten erhöht werden.
21. Februar
In Köln wurden unter der Leitung von Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Robert Ley, die ersten 30 von insgesamt 500 jungen Männern ausgewählt, die an den Schulungskursen in den neuen NSDAP-Ordensburgen teilnehmen sollten. Neben körperlicher Gesundheit und rassischer Reinheit mussten die Anwärter aktive Mitarbeit in der NSDAP nachweisen können.
23. Februar
Um Ägypten gegen den italienischen Expansionsdrang abzusichern, stellte die Regierung 100 000 ägyptische Pfund für Verteidigungsanlagen an der ägyptisch-libyschen Grenze bereit.
23. Februar
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gewann in Barcelona ein Länderspiel gegen Spanien mit 2:1. Josef Fath aus Worms schoss beide Tore für die deutsche Mannschaft.
24. Februar
Der britische Außenminister, Anthony Eden, widersprach der verbreiteten Ansicht, dass die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Italien wirkungslos seien. Er wies auf den Kaufkraftverlust Italiens hin, der es Italien bald unmöglich machen werde, Einkäufe in Ausland zu tätigen.
24. Februar
Bei den diesjährigen Rosenmontagszügen im Deutschen Reich war die Kleidung des „Negus“ Kaiser Haile Selassie I. Von Abessinien (Äthiopien) als Faschingskostüm sehr beliebt.
25. Februar
Die Reichsleitung des deutschen Arbeitsdienstes gab die Personengruppen bekannt, die von der Einberufung zum Reichsarbeitsdienst am 1. April 1936 betroffen waren.
25. Februar
Um einen Anreiz für die Flaschenrückgabe zu schaffen, mussten die deutschen Brauereien, die Bier in Leihflaschen verkauften, ab sofort ein Flaschenpfand von mindestens zehn Reichspfennigen erheben.
26. Februar
Nach dem Wahlsieg der Liberalen verübten in Tokio junge Offiziere einen Militärputsch.
27. Februar
Das Beistandsabkommen mit der Sowjetunion wurde von der französischen Nationalversammlung mit 353 gegen 164 Stimmen angenommen.
27. Februar
Das Deutsche Verkehrsluftschiff LZ 129 wurde auf der Werft in Friedrichshafen der Öffentlichkeit vorgestellt.
27. Februar
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gewann ein Länderspiel gegen Portugal in Lissabon mit 3:1.
29. Februar
Der US-Kongress verabschiedete das zweite Neutralitätsgesetz. Das erste Neutralitätsgesetz aus dem Jahr 1935 wurde damit bis zum Mai 1937 verlängert. Danach durften u. a. keine Kredite oder Anleihen an kriegsführende Staaten gegeben werden.
29. Februar
Der tschechoslowakische Staatspräsident, Eduard Bene, enthob Ministerpräsident Milan Hodža seines Amtes als Außenminister. Nachfolger wurde der Geschichtsprofessor Kamill Krofta.


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