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Juni 1923 -

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Wichtige Ereignisse im Juni 1923

1. Juni
Mit Wirkung vom heutigen Tage bis zum 30. September 1924 besetzten französische Soldaten die Betriebsräume des „Düsseldorfer Tagesblattes“. Ende Januar 1924 verboten sie auch das Erscheinen der „Essener Volkszeitung“.
1. Juni
Die Eisenbahntarife im Deutschen Reich stiegen im Personenverkehr um 100 Prozent und im Güterverkehr um 50 Prozent.
1. Juni
Auf Erlass der Interalliierten Rheinlandkommission durften in dem besetzten Gebiet Kohlen und Koks Transporte nur noch mit einem besonderen Erlaubnisschein durchgeführt werden, sonst wurden sie beschlagnahmt.
1. Juni
In München wurde die freie Kunstausstellung eröffnet.
2. Juni
Die französische Besatzungsbehörde verhängte über die Stadt Duisburg eine Buße von 100 Millionen Mark wegen Sabotageakten an Eisenbahn- und Telegrafenlinien. Am Vortag waren in Mettmann rund 100 Millionen Mark beschlagnahmt worden, weil die Stadt eine derartige Bußgeldzahlung nicht erbracht hatte.
2. Juni
Der ehemalige österreichische Außenminister Ottokar Theobald Graf Czernin von und zu Chudenitz beschuldigte den Sozialdemokraten Karl Renner des Landesverrats. Dieser sollte im März 1919 als Staatskanzler versucht haben, eine britische Besetzung Österreichs herbeizuführen. Nach einer Erklärung Renners am 4. Juni wurde Ottokar Theobald Graf Czernin von und zu Chudenitz zur Zurücknahme seiner Verleumdung aufgefordert.
2. Juni
Das polnische Parlament (Sejm) sprach der neuen Regierung unter Wincenty Witos gegen die Stimmen der Minderheiten das Vertrauen aus. Die antideutsche Haltung Polens schlug sich in dem scharfen Vorgehen gegen die deutsche Minderheit nieder. Ausweisungen zahlreicher Deutscher und Verbote deutscher Zeitungen in Polen waren die Folge.
2. Juni
Das Bühnenspiel „Gilles und Jeanne“ von Georg Kaiser wurde im Alten Theater in Leipzig uraufgeführt.
2. Juni
Das Schäferspiel „Sylvia“ von Christian Fürchtegott Gellert wurde im Stadttheater in Heidelberg uraufgeführt.
3. Juni
In Köln trafen fast täglich Transporte mit aus dem besetzten Ruhrgebiet ausgewiesenen Eisenbahnern ein. Auch aus anderen Orten wurden Massenausweisungen gemeldet.
3. Juni
Die Schweizer lehnten in einer Volksabstimmung mit 356 910 gegen 258 422 Stimmen die Änderung der Alkoholgesetzgebung ab. Sie zielte auf die Einschränkung des Schnapskonsums und der Obstbrennerei ab. Damit hatten sich die Schweizer Bürger gegen das Votum aller Parteien und der Presse entschieden.
4. Juni
Der sogenannte Fuchs-Machhaus-Prozess begann vor dem Münchener Volksgericht. Der Schriftsteller und Theaterdirektor Georg Fuchs wurde des Hochverrats beschuldigt. Hugo Machhaus hatte am 4. Mai in der Untersuchungshaft Selbstmord begangen. Fuchs und andere Mittelsmänner sollten von dem französischen Agenten Augustin Richert hohe Summen zur Weitergabe an rechtsradikale Verbände erhalten haben, um diese zu einem separatistischen Rechtsputsch zu bewegen.
4. Juni
Über einige Berliner Bezirke wurde wegen eines Tollwutfalls eine Hundesperre verhängt. Hundebesitzer durften ihre Hunde nur noch mit Maulkorb und an der Leine ausführen.
5. Juni
Die Londoner Zeitung „Daily News“ bezeichnete die Lage der Arbeiter im Ruhrgebiet in einem Bericht als trostlos. Wegen der rasanten Preissteigerung konnten die Arbeiter auch mit vor wenigen Tagen erhöhten Löhnen den Lebensunterhalt ihrer Familien nicht bestreiten.
5. Juni
Die deutsche Reichsregierung und der Arbeitgeberverband der nordwestlichen Gruppe des Vereins Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller (Arbeno) unterzeichneten ein Abkommen zur Lohnsicherung.
5. Juni
Die Operette „Die Tugendprinzessin“ von Georg Okonkowski und Rudolph Schanzer wurde bei ihrer Premiere im Berliner Künstlertheater zu einem Publikumserfolg.
5. Juni
„Der Tod des Empedokles“ von Friedrich Hölderlin in der Bearbeitung von Wilhelm von Scholz wurde im Staatstheater in Berlin inszeniert.
5. Juni
Zehn politische Essays von Georg Lukacs erschienen unter dem Titel „Geschichte und Klassenbewusstsein“.
6. Juni
Wegen der ständig steigenden Preise wuchs unter den Arbeitern die Bereitschaft zur Radikalisierung. In Leipzig kam es zu von Kommunisten und radikalen Sozialisten verursachten Unruhen, bei denen sechs Menschen getötet und über 100 verletzt wurden. Im Oberschlesien brach ein Bergarbeiterstreik aus, der bis zum 16. Juni dauerte.
6. Juni
Der französische Ministerpräsident Raymond Poincaré und sein belgischer Kollege Georges Theunis hielten nach einer Unterredung in Brüssel an den früheren Beschlüssen zur Ruhrbesetzung fest. Voraussetzung für jegliche Beratung über die Reparationsfrage wäre die Aufgabe des passiven Widerstands der Deutschen.
7. Juni
Die Reichsregierung machte in einem Memorandum an die Alliierten Zugeständnisse, die über die Note vom 2. Mai hinausgingen. So bot sie Pfänder für die Reparationszahlungen wie u. a. Zoll- und Steuereinnahmen an.
7. Juni
In München forderten Deutschvölkische Studenten Studienbeschränkungen für jüdische Studenten und Dozenten.
7. Juni
Von Hans von Hülsen erschien der Roman „Christopherus“ und von Roda Roda „Die schöne Hedy Herz“.
8. Juni
In der britischen Presse war zu vernehmen, dass die neuen deutschen Reparationsvorschläge ein ehrliches und annehmbares Angebot seien.
8. Juni
Helene Lange erhielt die Ehrendoktorwürde der Staatswissenschaften der Universität Tübingen.
8. Juni
Arnold Schönbergs Guree-Lieder für Soli, Chor und Orchester wurden von den Berliner Philharmonikern uraufgeführt.
9. Juni
Die bulgarische Regierung unter Alexandar Stamboliski wurde durch einen Militärputsch gestürzt. Die meisten Minister wurden verhaftet. Stamboliski gelang die Flucht in seinen Heimatort Slawowiza, wo er am 14. Juni ermordet wurde. Alexandar Zankow bildete eine neue Regierung.
9. Juni
US-Präsident Warren G. Harding lehnte den Vorschlag einiger Senatoren, eine internationale Konferenz zur Abschaffung von Giftgasen und Unterseebooten einzuberufen, als unzeitgemäß ab.
10. Juni
Bei den Landtagswahlen in Oldenburg erhielten die SPD 12 Mandate, die DVP 12 Mandate, das Zentrum 10 Mandate, die DDP 9 Mandate, die DNVP 3 Mandate und die KPD 2 Mandate. Die Kräfteverhältnisse waren in etwa gleich geblieben.
10. Juni
Die rheinischen Wirtschaftsvertreter versicherten dem Reichskanzler bei seinem Besuch in Elberfeld ihre Treue zum Deutschen Reich.
10. Juni
In Dortmund wurde nach der Ermordung zweier Franzosen vom französischen Militär der Belagerungszustand verhängt. Dabei wurden sechs deutsche Zivilisten erschossen.
10. Juni
In München fand auf dem Königsplatz eine Gedächtnisfeier der NSDAP und vaterländischer Verbände für den von den Franzosen hingerichteten Albert Leo Schlageter statt
11. Juni
Reichskanzler Wilhelm Cuno besuchte bis zum 12. Juni Hessen und Baden.
11. Juni
Ein US-Dollar war derzeit 83 000 Mark wert.
12. Juni
Der oberschlesische Bergarbeiterstreik hatte sich derart ausgeweitet und verschärft, dass in der Presse von einem Generalstreik geschrieben wurde. Mit dem Streik sollte eine der inflatorischen Preissteigerung entsprechende Lohnerhöhung erreicht werden.
13. Juni
Die Interalliierte Rheinlandkommission hatte verfügt, dass Waren, die aus dem unbesetzten Deutschen Reich in das besetzte Gebiet transportiert wurden, zollpflichtig waren.
13. Juni
In Magdeburg wurde im Zusammenhang mit der Verhaftung 30 Deutschvölkischer ein rechtsradikaler Geheimbund aufgedeckt, zu dem auch Reichswehrsoldaten gehören sollten.
13. Juni
Ein US-Dollar war derzeit 100 000 Mark wert.
14. Juni
Nachdem die Franzosen die Bahnhöfe im Raum Dortmund-Bochum besetzt hatten, kam der gesamte Eisenbahnverkehr im Ruhrgebiet zum Erliegen.
14. Juni
In China kam es unter der Führung des Generals Ts'ao K'un zu einem Staatsstreich. Präsident Li Yüan-hung floh nach seinem erzwungenen Rücktritt aus Peking.
14. Juni
Der Film „Der rote Reiter“ mit Fern Andra in der Hauptrolle wurde im Marmorhaus in Berlin uraufgeführt.
14. Juni
Russiche Tanzszenen „Les Noces“ von Igor Strawinsky wurden im Théâtre Gaieté Lyrique in Paris von dem weltberühmten Ensemble „Ballets Russes“ uraufgeführt.
15. Juni
Die deutsche Reichsregierung ließ fast allen europäischen Regierungen und der Regierung der USA Protestnoten wegen der Morde an sechs Deutschen in Dortmund überreichen.
15. Juni
In der Zeitung „Vorwärts“ wurde die deutsche Reichsregierung aufgefordert, aktiv und energisch auf die sofortige Anpassung der Löhne und Gehälter an die Preisentwicklung hinzuwirken. Sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Dienst war dies unbedingt notwendig.
15. Juni
Der französische Ministerpräsident Raymond Poincaré sagt vor der Kammer zur Ruhrpolitik, dass die deutsche Regierung Mord- und Sabotageakte ermutige und Frankreich mit lächerlichen Vorschlägen provoziere. Deshalb war man gezwungen, den Druck des Besatzungsregimes zu verstärken und zu verlängern.
15. Juni
Derzeit kostete im besetzten Ruhrgebiet ein Liter Milch 1200 Mark.
16. Juni
In Niederplanitz attackierte der sächsische Ministerpräsident Erich Zeigner (SPD) in einer öffentlichen Rede die Reichsregierung wegen Unzuverlässigkeit von Reichswehr und warf der Großindustrie Korruption vor.
16. Juni
Fünf Zechen Direktoren wurden von einem französischen Kriegsgericht in Werden wegen ihrer Weigerung, Kohlen an Frankreich zu liefern, zu hohen Haft- und Geldstrafen verurteilt.
16. Juni
Das Ensemble der Berliner Staatsoper begann ein zweiwöchiges Gastspiel in Oslo mit den Opern „Mona Lisa“ von Max von Schillings und „Salome“ von Richard Strauss.
17. Juni
Das neue Flaggschiff der Hamburg-Amerika-Linie, die „Albert Ballin“ (20815 BRT), wurde in Dienst gestellt und lief am 4. Juli zur Jungfernfahrt nach New York aus.
17. Juni
Nach einem starken Erdbeben brach im Nordosten Siziliens der Vulkan Ätna aus. Die vom Lavastrom bedrohte Ortschaft Linguaglossa musste in aller Eile evakuiert werden.
17. Juni
Ein Liederzyklus nach der Dichtung von Rainer Maria Rilke „Das Marienleben“ von Paul Hindemiths wurde in Donaueschingen uraufgeführt.
18. Juni
In Berlin kostete eine Schrippe derzeit rund 260 Mark.
18. Juni
Die Märchenoper „Der goldene Hahn“ von Nikolai Rimskijkorsakow wurde in der Berliner Staatsoper zum ersten Mal in Deutschland aufgeführt.
19. Juni
Der Reichstag in Berlin ratifizierte die Ausdehnung des Rapallovertrags auf die übrigen Sowjetrepubliken. Im Rapallovertrag war u. a. der Verzicht auf Reparationen festgelegt.
19. Juni
Die Gehälter der deutschen Beamten wurden wegen der Teuerung anghoben.
20. Juni
Vor der Komintern hielt Karl Radek, sowjetisches Präsidiumsmitglied er Komintern, in Moskau eine Rede zum Tod von Albert Leo Schlageter, in der er eine völkisch-kommunistische Einheitsfront propagierte.
20. Juni
Eine fanatische Sikh-Sekte wurde in Britisch Indien zur ungesetzlichen Vereinigung erklärt. Die Militärpolizei verhaftete 180 der 800 Sektenmitglieder.
20. Juni
Die Zahl der Arbeitslosen stieg über eine halbe Million.
20. Juni
In Frankfurt am Main wurde „Die Geschichte vom Soldaten“ mit der Musik von Igo Strawinski und dem Text von Charles Ferdinand Ramuz erstaufgeführt.
21. Juni
Nach mehrtägiger Debatte um den Tod Albert Leo Schlageters im preußischen Landtag musste sich Innenminister Severing besonders gegen die Angriffe der Deutschnationalen behaupten.
21. Juni
Das größte Schiff der Norddeutschen Lloyd, die „München“ (13325 BRT) wurde in Dienst gestellt und lief bald darauf zur Jungfernfahrt nach New York aus.
22. Juni
Reichspräsident Friedrich Ebert (SPD) erließ eine verschärfte Devisenverordnung, die den Handel mit ausländischen Zahlungsmitteln den amtlichen Berliner Börsennotierungen unterwarf, um Devisenspekulationen Einhalt zu gebieten.
22. Juni
Siegmund Fränkel, Vizepräsident der Handelskammer München, wurde am Isartor Platz von Nationalsozialisten überfallen, verprügelt und als „Saujud“ beschimpft.
22. Juni
Im Rokokosaal des Potsdamer Stadtschlosses begann der 4. deutsche Volksbühnentag. Der Verband hatte 88 Vereine mit 450000 Mitgliedern.
22. Juni
Der Film „Der allmächtige Dollar“ von Eduard von Winterstein wurde in Berlin uraufgeführt.
23. Juni
In Bielefeld erklärten die Vertreter aller in deutschen Gewerkschaftsbund organisierten Verbände, dass der passive Widerstand im besetzten Ruhrgebiet erst nach dem Rückzug der Franzosen und Belgier beendet werden dürfte.
23. Juni
Das Reichsfinanzausgleichsgesetz regelte den Anteil der Länder und Gemeinden am Steueraufkommen.
24. Juni
Die interalliierte Rheinlandkommission verfügte die Beschlagnahmung sämtlicher Kohlenvorräte im besetzten Ruhr- und Rheingebiet. Damit sollte einerseits die deutsche Industrie zum Stillstand gebracht werden und anderseits die französische Wirtschaft beruhigt werden, die Kohlenengpässe befürchtete.
24. Juni
In der britischen Zeitung „The Observer“ wurde ein französischer Geheimbericht veröffentlicht. Dadurch wurde die von den Franzosen betriebene verdeckte Annexionspolitik durch die Förderung des rheinischen Separatismus offenkundig. Es handelte sich um einen Bericht des Präsidenten der Rheinlandkommission, Paul Tirard vom 16. April über die Beziehungen zu dem Separatisten Hans Adam Dorten.
25. Juni
Der preußische Innenminister Carl Severing erklärte vor dem rheinischen Provinziallandtag, dass die von den Franzosen angestrebte Loslösung des Rheinlands vom Deutschen Reich absolute indiskutabel sein.
25. Juni
Der österreichische Gewerkschaftskongress in Wien stellte einen Rückgang der Mitgliederzahl aufgrund der Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit fest.
26. Juni
Innerhalb von vier Tagen wurden 1500 Eisenbahnerfamilien aus dem besetzten Rheinland ausgewiesen.
26. Juni
Der britische Premierminister Stenley Baldwin teilte dem Unterhaus mit, die Regierung beabsichtige die Luftwaffe für defensive Zwecke erheblich zu vergrößern. In den folgenden zwei Jahren sollten 34 neue Geschwader (je 12 Flugzeuge) gebaut werden.
26. Juni
In Marl und Buer (Gelsenkirchen) wurden im Zusammenhang mit dem verschärften Belagerungszustand drei Deutsche erschossen. Vorausgegangen war die Erschießung zweier belgischer Wachposten durch einen Deutschen in der Nähe von Marl.
27. Juni
Papst Pius XI. appellierte an die Gläubigermächte des Deutschen Reichs, die Reparationsfrage im Geist des Christentums noch einmal zu überprüfen. Gleichzeitig schlug er vor, die Besetzung des Ruhrgebiets durch weniger „gehässige Sicherungen“ zu ersetzen.
27. Juni
Der seit 13 Monaten inhaftierte Patriarch Tichon wurde nach einer Loyalitätserklärung gegenüber der Sowjetregierung aus der Haft entlassen.
27. Juni
Zwischen dem Deutschen Reich und Lettland wurde ein Wirtschaftsabkommen geschlossen.
28. Juni
Die bürgerlichen Parteien stellten gegen den sächsischen Ministerpräsidenten Erich Zeigner (SPD) einen Misstrauensantrag, der mit 48 gegen 43 Stimmen abgelehnt wurde. Grund für den Antrag war die Rede Zeigners, in der er die Großindustrie der Korruption im Ruhrkampf beschuldigt hatte.
28. Juni
In Elberfeld bekundeten die Eisen- und Stahlindustriellen dem Reichskanzler ihren Villen zum fortgesetzten Abwehrkampf gegen die Besatzung.
28. Juni
Das Drama „Die große Landstraße“ von August Strindberg wurde im Schauspielhaus in Frankfurt uraufgeführt.
29. Juni
Frankreichs Ministerpräsident Raymond Poincaré rechtfertigte vor dem französischen Senat im Hinblick auf den Appell von Papst Pius XI. erneut die Ruhrbesetzung. Frankreich würde ein so kostbares Pfand wie das Ruhrgebiet nicht aufgeben, ehe das Deutsche Reich seine Reparationsschuld gezahlt habe.
29. Juni
In Meersburg am Bodensee starb der Schriftsteller Fritz Mauthner in Alter von 74 Jahren. Sein vierbändiges Werk „Der Atheismus und seine Geschichte im Abendland“ war zwischen 1920 und 1923 erschienen.
29. Juni
Das Legendenspiel „Der Tänzer unser lieben Frau“ von Franz Johannes Weinrich wurde in der Staatsoper in Berlin als Ballett aufgeführt.
30. Juni
Auf einen belgischen Soldatenzug wurde bei der Duisburger Rheinbrücke ein Bombenattentat verübt. Dabei starben zehn Menschen. Franzosen und Belgier machten deutsche Saboteure für den Anschlag verantwortlich und forderten Genugtuung. 20 Duisburger Bürger wurden als Geiseln festgenommen.
30. Juni
Ein französisches Kriegsgericht in Mainz fällt 7 Todesurteile wegen Sabotage.
30. Juni
Die Regierung legte ein Weißbuch über die Gewalttaten des französisch-belgischen Militärs der Öffentlichkeit vor.
30. Juni
Im vergangenen Monat war der US-Dollar durchschnittlich 110 000 Mark wert.

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