Januar 1926 -

Kalender Januar 1926
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Wichtige Ereignisse im Januar 1926

1. Januar
Heinrich Häberlin wird Bundespräsident der Schweiz
1. Januar
Zwangskollektivierung Kirgisistans
1. Januar
Im Deutschen Reich wird der Einkommensfreibetrag von 960 auf 1200 Reichsmark angehoben
6. Januar
Die Deutsche Lufthansa wird gegründet.
2. Januar

In Rumänien akzeptierte König Ferdinand I. den Thronverzicht von Kronprinz Karl.
2. Januar
Im Ärmelkanal kam es zu einem schlimmen Sturm, bei dem ein schwedisches Schiff in Seenot geriet. Es konnte einen Seenotruf absetzen und die Mannschaft wurde bereits 30 Minuten danach geborgen.
3. Januar
In Griechenland wurde von Ministerpräsident General Theodoros Pangalos die Diktatur ausgerufen.
3. Januar
Die erste Vorsitzende des Roten Frauen- und Mädchenbundes wurde die deutsche KPD-Politikerin Clara Zetkin.
4. Januar
In Budapest wurde Prinz Ludwig Windischgrätz verhaftet. Er wurde in Zusammenhang mit einer ungarischen Geldfälscheraffäre gebracht, bei der gefälschte 1000-Franc-Noten in Umlauf gebracht worden waren.
4. Januar
In Bulgarien trat das Kabinett Alexander Zankow zurück. Danach bildete Andreas Ljapcev eine neue Regierung. Zankow konnte wegen seiner harten Haltung gegenüber den Agrariern und den Kommunisten keine Mehrheit mehr finden.
5. Januar
Laut Anordnung des preußischen Innenministers Carl Severing waren auch 1926 alle Karnevalsveranstaltungen unter freiem Himmel verboten.
5. Januar
Mit Ausnahme des Artikels 1, der besagte, dass Griechenland eine Republik war, wurden alles Artikel der Verfassung von der griechischen Regierung aufgehoben.
7. Januar
Die Beratungen über die Abfindungen der ehemals regierenden Fürstenhäuser begannen im Rechtsausschuss des deutschen Reichstags.
7. Januar
Die Sperrung des Vermögens von Prinz Ludwig Windischgrätz wurde von der Staatsanwaltschaft in Pest in Ungarn beantragte.
8. Januar
Über die Regierungsbildung im Deutschen Reich berieten der deutsche Reichspräsident Paul von Hindenburg und der zurückgetretene Reichskanzler Hans Luther.
8. Januar
Ab 20. Januar hoben das Deutsche Reich und die Schweiz das Passvisum auf. Der Visumzwang blieb nur für Stellensuchende bestehen.
9. Januar
Der Auswärtige Ausschuss des Deutschen Reichstages beriet über die Stellenbesetzung beim Völkerbund nach Aufnahme des Deutschen Reiches.
9. Januar
In der Zeitschrift „Der Tag“ äußerte sich der Reichstagsabgeordnete Alfred Hugenberg (DNVP) abfällig über den Parlamentarismus. Die rechten Parteien der Weimarer Republik waren skeptisch bis ablehnend gegenüber dem parlamentarischen System.
10. Januar
Die Deutsche Zentrumspartei sprach sich auf einer Tagung dafür aus, eine neue Regierung auf breitester Grundlage zu bilden.
10. Januar
Die britische Rheinflotte verließ Köln im Rahmen der Räumung der ersten Rheinlandzone.
11. Januar
Der deutsche Reichspräsident Paul von Hindenburg verlangte eine Entscheidung über die Möglichkeit einer großen Koalition.
11. Januar
Der Rücktritt des ungarischen Reichsverwesers Miklos Horthy wurde in Budapest von den Sozialdemokraten wegen der Falschgeldaffäre verlangt.
12. Januar
Gegen die Preissenkungsaktion der Reichsregierung fanden auf einer Versammlung des Reichsverbands des Deutschen Handwerks Proteste statt.
12. Januar
Die Schiffe, die im Eis des finnischen Meerbusens eingeschlossen waren, wurden mit Flugzeugen mit Nahrungsmitteln versorgt.
13. Januar
Weil Säure aus den Schloten der Industrie das Mauerwerk des Kölner Doms angegriffen hatten, brachte die Zentrumsfraktion im preußischen Landtag eine Anfrage über die Gefährdung des Kölner Doms ein.
13. Januar
Wegen zwölffachen Mordes bzw. Anstiftung zum Mord während der Räteunruhen 1919 wurde vor dem Schwurgericht in München der Prozess gegen die beiden Angehörigen des Freikorps Lützow, Leutnant a.d. Georg Pölzing und den ehemaligen Vizewachtmeister Erich Prüfert begonnen. Die beiden Angeklagten wurden am 20. Januar freigesprochen.
14. Januar
Die USA erhöhten das Budget für die Marine um 16 Millionen Dollar auf 317 Millionen Dollar.
14. Januar
In Köln wurde der erste Einheitspreisladen nach amerikanischen Vorbild, in dem alle Waren nur 25 oder 50 Pfennig kosten, eröffnet.
15. Januar
Die zweite Regierung Rudolf Ramek trat in Österreich ihr Amt an. Bundeskanzler Ramek war am 14. Januar zwecks Umbildung des Kabinetts zurückgetreten.
15. Januar
Wegen der schlechten Absatzlage für Kohle entließ die Zeche Kaiserstuhl bei Dortmund 1500 Arbeiter.
16. Januar
Nachdem der apostolische Administrator Eduard Graf O’Rourke zum ersten Bischof von Danzig ernannt wurde, überreichte er dem Präsidenten des Danziger Senats die päpstliche Bulle über die Errichtung des Bistums Danzig und seine Ernennungsurkunde zum Bischof.
16. Januar
In den Hamburger Kammerspielen wurde das Schauspiel „Alle Kinder Gottes haben Flügel“ von Eugene O'Neill erstmals in Deutschland aufgeführt. Alfred Wolfenstein hatte das Schauspiel in die deutsche Sprache übersetzt.
17. Januar
Gegen die Abfindung der Fürsten fand in der Westfalenhalle in Dortmund eine Kundgebung der SPD statt. Die 15 000 Anwesenden forderten die Partei auf, einen Volksentscheid gegen diese Abfindungen vorzubereiten.
17. Januar
Außenminister Gustav Stresemann erklärte auf einer Feier der deutschen Volkspartei (DVP) in München: „Wir stehen auf der Brücke vom alten zum neuen Deutschland“.
18. Januar
Aufgrund von Bedenken der Bayerischen Volkspartei gegen die Zusammensetzung des zweiten Kabinetts Hans Luthers wurden die Verhandlungen über die Regierungsbildung im Deutschen Reich abgebrochen.
18. Januar
Gegen die hohe Zahl der Besatzungssoldaten in Rheinland erhob die deutsche Reichsregierung durch ihre Botschafter in London, Paris und Brüssel Einspruch.
19. Januar
Der Parteivorstand der SPD wollte an dem Volksbegehren zur entschädigungslosen Enteignung der Fürsten teilnehmen.
19. Januar
Die Sozialdemokraten lehnten den erneuten Vorschlag der KPD, eine Einheitsfront zu bilden, ab.
20. Januar
Der keiner Partei angehörende deutsche Politiker Hans Luther bildete ein Minderheitskabinett bestehend aus den bürgerlichen Parteien DDP, Zentrum, DVP und BVP.
20. Januar
Laut Presse hatte 1918 die Vermögensmasse des preußischen Königshauses 1055 Millionen Reichsmark (RM) betragen.
21. Januar
In Berlin trat das neue Reichskabinett zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.
21. Januar
Das US-Team MacNamara/Horn siegte im 15. Berliner Sechstagerennen mit 569 Punkten.
22. Januar
Aus Protest gegen die geplante Börsensteuer stellten die Börsenmakler in Paris den Handel an der Wertbörse ein.
22. Januar
Der Bildhauer Stanislaus Cauer, der Maler Peter Feddersen und der Architekt Wilhelm Kreis wurden Mitglieder der Preußischen Akademie der Künste.
23. Januar
Vom Reichstag wurde ein Ausschuss zur Untersuchung der sich wiederholenden Fememorde eingesetzt. Fememorde waren eine Praxis illegaler, militanter, rechtsradikaler Organisationen gegenüber abtrünnigen Mitgliedern.
23. Januar
Der Ausschuss für die Vorbereitung des Volksbegehrens zur entschädigungslosen Enteignung der Fürsten, einigte sich auf einen Gesetzesentwurf.
24. Januar
Zwischen der Sowjetunion und China wurde, nachdem die Sowjetunion ein Ultimatum gestellt hatte, ein Abkommen unterzeichnet, um den Konflikt über die chinesische Ostbahn, die unter sowjetischer Verwaltung stand, beizulegen.
24. Januar
Die Tragödie „Die Schwester“ von Hermann Kasach wurde im Stadttheater von Heilbronn uraufgeführt.
25. Januar
Auf der am 23. Januar begonnenen Tagung des Katholischen Deutschen Frauenbundes wurde Gerta Krabbel zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt.
25. Januar
Im Auditorium Maximum der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin sprach der deutsche Physiker Albert Einstein über die Relativitätstheorie, die er 1905 und 1915 entwickelt hatte und die noch umstritten ist.
26. Januar
In seiner Regierungserklärung bekannte sich der deutsche Reichskanzler Hans Luther zu einer Außenpolitik auf Grundlage des Vertrags von Locarno.
26. Januar
Für das Volksbegehren zur Fürstenenteignung beschlossen SPD und KPD die Plakate gemeinsam zu finanzieren, ansonsten aber unabhängig voneinander zu handeln.
27. Januar
In der Debatte, die auf die Regierungserklärung von Reichskanzler Hans Luther folgte, kam es zu einer Diskussion über den Beitritt des Deutschen Reiches zum Völkerbund. Dem Deutschen Reich war die Aufnahme 1925 zugesichert worden. Einige Parteien verlangten vor den Eintritt Zugeständnisse der Alliierten in der Frage der Besetzung des Rheinlands.
27. Januar
In London wurde zwischen Großbritannien und Italien ein Schuldenabkommen unterzeichnet. Die Schulden von Italien in Höhe von über 610 Millionen Pfund sollten bis 1988 in unterschiedlichen Jahresraten beglichen werden.
28. Januar
Die Neuregelung der Befehlsbefugnis in der Reichswehr, die beinhaltet, dass unter dem Reichspräsidenten der Reichswehrminister die gesamte Befehlsgewalt ausübte, wurde vom deutschen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg unterzeichnet.
28. Januar
In Clausthal und Lautenthal wurden vier neue Schachtanlagen zur Förderung von Blei, Zink und Kupfer von den Oberharzer Bergwerken erschlossen.
29. Januar
Um einen Einheits-Gebrauchtwagen herzustellen, schlossen sich mehrere deutsche Automobilfirmen zusammen.
29. Januar
Die Uraufführung des Dramas „Ostpolzug“ von Arnolt Bronnen fand im Staatlichen Schauspielhaus in Berlin statt. Fritz Kortner spiele die einzige Rolle in dem Stück.
30. Januar
Die Erste Westdeutsche Funkausstellung wurde im Ehrenhof des Messegebäudes in Köln eröffnet.
30. Januar
Die Operette „Paganini“ von Franz Lehar wurde in Berlin erstmals in Deutschland aufgeführt.
31. Januar
Die letzten belgischen und britischen Truppen räumten die Kölner Zone um Mitternacht. Damit war die Besetzung beendet.
31. Januar
Die sächsische SPD beschloss die Herbeiführung der Auflösung des Landtags.

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