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Februar 2016 - Wissenschaft und Technik auf dem Vormarsch

Kalender Februar 2016
Die Geschwindigkeit, mit der Wissenschaft und Technik voranschritten, zeigte sich einmal mehr, als in Nordkorea eine modifizierte Unha-3-Rakete den Erdbeobachtungssatelliten Kwanmyonsong-4 (Leuchtender Stern 4) erfolgreich auf eine Erdumlaufbahn gebracht worden war. Durch die fortschreitende Entwicklung der Langstreckenraketen in Nordkorea befürchteten Japan, Südkorea und die Vereinigten Staaten, dass diese auch als Interkontinental-Raketen mit einem Nuklearsprengkopf ausgestattet werden könnten. Erneut war der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen. Eine Wissenschaftsmeldung erreichte die Welt aus den USA. Physiker hatten dort den ersten direkten Nachweis von Gravitationswellen mithilfe des Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory (LIGO) bekanntgegeben. Zwar war dieser Nachweis schon im September 2015 anhand der gemessenen Kollision zweier Schwarzer Löcher in rund 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung, jedoch mussten die Daten erst ausreichend analysiert und ausgewertet werden. Ganz andere Probleme hatten die Menschen im Pazifik. Dort wütete der Zyklon Winston und hinterließ auf den Fidschi-Inseln eine Spur der Verwüstung. In den USA hatte man ebenfalls mit Tornados zu kämpfen, besonders der Bundesstaat Louisiana war davon betroffen.  
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Wichtige Ereignisse im Februar 2016

1. Februar
In den Vereinigten Staaten hatten mit der Abstimmung im Bundesstaat Iowa die Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl begonnen.
1. Februar
Die sich immer weiter ausbreitende Zika-Virus-Epidemie, die vor allem in Brasilien enorme Ausmaße annahm, wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum internationalen Notfall erklärt. 
1. Februar
Die britische Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA) hatte erstmals Genversuche an menschlichen Embryonen erlaubt. Die Versuche sollten einzig Forschungszwecken dienen und beispielsweise Einblicke in die frühe menschliche Entwicklung liefern. Nur nicht lebensfähige Embryonen waren zur Forschung zugelassen.
2. Februar
Während des Daallo Airlines Fluges 159 vom Aden Adde International Airport (Mogadischu, Somalia) zum Ambouli International Airport (Dschibuti) war bei einer Explosion im Luftraum der somalischen Provinz Shabeellaha Dhexe eine Person getötet worden. Zwei weitere erlitten Verletzungen. Der Kapitän des Flugzeuges hatte dieses nach einer Rückkehr zum Startflughafen notlanden können.
2. Februar
Der EU-Ratspräsident Donald Tusk und der britische Premierminister David Cameron hatten sich auf eine Liste von Reformen geeinigt, mit denen der britischen Regierung spezielle Befugnisse und Sonderregelungen innerhalb der Europäischen Union zugestanden werden sollten. Damit sollte ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union verhindert werden. Am 18. und 19. Februar würde es über die von Tusk gemachten Vorschläge zudem beim EU-Gipfel zu Verhandlungen kommen. 
3. Februar
Die Fusionsanlage Wendelstein 7-X des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in der Außenstelle Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) hatte mit Erzeugung des ersten Wasserstoff-Plasmas ihren wissenschaftlichen Experimentierbetrieb aufgenommen. Unter anderem sollte mithilfe der Anlage des Stellarator-Typs die prinzipiellen Kraftwerkstauglichkeit von Kernfusionsreaktoren untersucht und demonstriert werden. 
4. Februar
Vertreter der USA, Japans und zehn weiterer Pazifik-Anrainerstaaten hatten im neuseeländischen Auckland das Abkommen zur Transpazifischen Partnerschaft (TPP) unterzeichnet. Mit dem TPP sollten Zölle sowie Handelsbarrieren zwischen den Vertragspartnern gelockert bzw. abgeschafft werden. China gehört nicht zu den Unterzeichner-Ländern.
4. Februar
In Marokko war mit der Eröffnung von Noor I die erste von vier Teilanlagen des Sonnenwärmekraftwerks Ouarzazate in Betrieb gegangen. Es sollte mit einer geplanten Gesamtleistung von 580 Megawatt das größte Kraftwerk seiner Art werden.
5. Februar
Der Inselstaates Taiwan war von einem Erdbeben der Stärke 6,4 auf der Momenten-Magnituden-Skala erschüttert worden. Der Süden des Landes war davon am schwersten betroffen. Mindestens 29 Menschen waren bei dem Erdbeben umgekommen. Weitere mehr als 500 Personen hatten größtenteils leichte Verletzungen erlitten.
5. Februar
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte nach heftiger Kritik das zunächst als vertraulich geltende Agreement on Net Financial Assets (ANFA) veröffentlicht. Dieses erlaubte den nationalen Zentralbanken des Eurosystems den Aufkauf von Anleihen des eigenen Staates.
5. Februar
Die Regierung von Simbabwe unter Präsident Robert Mugabe hatte wegen der anhaltenden Dürre und einer drohenden Hungersnot den Notstand für die besonders betroffenen ländlichen Gebiete ausgesprochen. Unter der Lebensmittelknappheit litten bereits mehr als 2,4 Millionen Menschen.
6. Februar
Nach einem Rechtsstreit mit der Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) hatte das US-Verteidigungsministerium 198 von mehr als 1900 Fotos freigegeben. Diese zeigen die von US-Soldaten misshandelten Häftlinge im Irak und in Afghanistan im Zeitraum von 2004 bis 2006. Wegen dieser Gewalttaten waren bisher elf US-Soldaten verurteilt worden.
6. Februar
Zum zweiten Mal hatte in der Hamburg Messe die Verleihung der Goldenen Kamera stattgefunden. Die Auszeichnung wurde zum 51. Mal verliehen, sie wurde von Thomas Gottschalk moderiert.
7. Februar
Das Parlament in Algerien hatte einer umfassenden Verfassungsreform zugestimmt. Diese sah unter anderem die Aufnahme der Presse- und Versammlungsfreiheit in die Verfassung vor, sowie eine Begrenzung der Amtszeit des Staatspräsidenten und die Aufwertung des Tamazight zur offiziellen Landessprache.
7. Februar
In den USA hatten die Denver Broncos mit einem 24:10-Sieg gegen die Carolina Panthers den Super Bowl 50 (Super Bowl L) gewonnen.
7. Februar
In Nordkorea hatte eine modifizierte Unha-3-Rakete den Erdbeobachtungssatelliten Kwangmyongsong-4 (Leuchtender Stern 4) erfolgreich auf eine Erdumlaufbahn gebracht. Durch die fortschreitende Entwicklung der Langstreckenraketen in Nordkorea befürchteten Japan, Südkorea und die USA, dass diese auch als Interkontinental-Raketen mit einem Nuklearsprengkopf ausgestattet werden könnten. Erneut war der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen.
7. Februar
In Tunesien war eine 200 km lange Grenzbefestigung zwischen Ras Ajdir und Dahibah fertiggestellt worden. Diese Anlage bestand aus Sandwällen und Wassergräben. Sie sollte Terroristen und Schmuggler daran hindern, die Grenze aus Libyen kommend zu überqueren. Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tunes Afrique Presse (TAP) zufolge war eine weitere elektronische Aufrüstung geplant, die mithilfe deutscher und US-amerikanischer Militärtechniker realisiert werden sollte.
8. Februar
In der Türkei waren Angaben des staatlichen Fernsehsenders TRT zufolge bei Gefechten zwischen türkischen Streitkräften und Kämpfern der PKK bis zu 60 Menschen ums Leben gekommen. Die Tat war von der prokurdischen HDP als „Massaker“ an Zivilisten bezeichnet worden.
8. Februar
Aufgrund des Sturmtiefs Ruzica hatte der Mainzer Carneval-Verein (MCV) den Mainzer Rosenmontagszug abgesagt. Auch andere Straßenumzüge waren wegen der Sturmwarnungen abgesagt worden.
8. Februar
In Kanada hatte Premierminister Justin Trudeau die Einstellung der im Rahmen der Operation Impact durch die Royal Canadian Air Force durchgeführten Luftangriffe gegen Stellung des Islamischen Staates (IS) zum 22. Februar 2016 bekanntgegeben.
8. Februar
Auf dem Inselstaat Haiti hatte Präsident Michel Mertelly sein Amt ohne einen gewählten Nachfolger niedergelegt. Seit Dezember 2015 waren bereits zwei angesetzte Stichwahlen um das Präsidentenamt wegen Manipulation abgesagt worden.+9. Februar
Im bayerischen Bad Aibling stießen zwei Meridian-Züge der Bayerischen Oberlandbahn frontal zusammen. Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben. Etwa 80 weitere Menschen wurde teilweise schwer verletzt. Die Ermittler waren von einem menschlichen Fehler eines Fahrdienstleiters im Relaisstellwerk von Bad Aibling ausgegangen.
9. Februar
In den USA hatte der Direktor der United States Intelligence Community (IC), James R. Clapper, die mögliche Wiederaufnahme der Plutonium-Produktion in der nordkoreanischen Kerntechnik-Anlange Nyongbyon bekanntgegeben. Der ostasiatische Staat würde bei hinreichend langer Betreibung des Hauptreaktors nach nur wenigen Wochen waffenfähiges und somit zum Einsatz in Atomwaffen geeignetes Plutonium herstellen können.
9. Februar
Die Klimaschutzpläne von US-Präsident Barack Obama zur Eindämmung der CO2-Emissionen durch US-amerikanische Kraftwerke müssten vorerst nicht umgesetzt werden. Das hatte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten bekanntgegeben. Offene Klagen gegen die Pläne, die noch auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft werden mussten, waren der Grund für den Beschluss.
10. Februar
In Nigeria waren bei einem Selbstmordanschlag zweier Frauen in einem Flüchtlingscamp im Bundesstaat Borno 58 Menschen umgekommen. Weitere 80 Menschen waren verletzt worden.
10. Februar
Die Verteidigungsminister der NATO-Bündnispartner hatten bei einem Treffen in Brüssel beschlossen, als Reaktion auf Russlands Eingreifen in den Ukraine-Konflikt als auch dessen „bedrohliche“ Außenpolitik den Ausbau militärischer Präsenz eigener Truppen an der Grenze zu Russland sowie im östlichen NATO-Gebiet. Danach sollten in Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Rumänien bis zu jeweils 1000 Soldaten stationiert werden, zusätzliches militärisches Material eingelagert und die regionale Infrastruktur ausgebaut werden. Abgeschlossen sein sollten die Planungen zum Vorgehen bis zum nächsten NATO-Gipfeltreffen im Juli 2016 in Warschau.
11. Februar
In Berlin hatten die 66. Internationalen Filmfestspiele begonnen.
11. Februar
Im Topo-Chico-Gefängnis von Monterrey (Mexiko) waren bei einer Revolte mehr als 50 Menschen umgekommen. Die Revolte wurde auf einen Konflikt zwischen den Los Zetas und dem Golf-Kartell zurückgeführt. Das Gefängnis galt seit Langem als überbelegt.
11. Februar
Der erste direkte Nachweis von Gravitationswellen mithilfe des Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory (LIGO) wurde von Physikern in den USA bekanntgegeben. Der Nachweis war schon am 14. September 2015 anhand der gemessenen Kollision zweier Schwarzer Löcher in rund 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung erfolgt. Die Daten mussten jedoch erst ausreichend analysiert und ausgewertet werden.
12. Februar
Die EU-Handelskommission Cecilia Malmström (ALDE) hatte neue Antidumping-Untersuchungen gegen chinesische Stahlimporte eingeleitet und Einfuhren von kaltgewalztem Flachstahl aus der VR China und Russland mit vorläufigen Einfuhrzöllen belegt. Mit diesen Maßnahmen sollte die europäische Stahlindustrie besser geschützt werden. Außerdem waren die bestehenden Strafzölle auf Solarmodule erneut verlängert worden.
12. Februar
Bei einem islamistischen Angriff auf das Camp der Multidemensionalen Integrierten Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali (MINUSMA) waren fünf Blauhelmsoldaten aus Guinea umgekommen. Weitere 30 waren verletzt worden.
12. Februar
In der bayerischen Landeshauptstadt hatte die 52. Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel „Bayerischer Hof“ begonnen.
12. Februar
Zum ersten Mal seit dem Morgenländischen Schisma und der Spaltung des Christentums in orthodoxe und katholische Kirche hatten sich die beiden Kirchenoberhäupter, Papst Franziskus und Patriarch Kyrilll I. im Protokollsaal des Flughafens von Havanna (Kuba) getroffen. Sie berieten über die Christenverfolgung in den Krisenherden im Nahen Osten, Afrika und Asien.
13. Februar
Der erst vor wenigen Tagen von kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) eingenommene Luftwaffenstützpunkt Menagh, südlich von A'zaz (Syrien), wurde von der türkischen Luftwaffe angegriffen. Während andere beteiligte Parteien (z. B. USA) die YPG als wichtige Verbündete im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) ansahen, wurden die von der Partei der Demokratischen Union (PYD) unterstützten Kurdenmilizen im syrisch-türkischen Grenzgebiet nach wie vor als direkte Bedrohung angesehen.
13. Februar
In Brasilien unterstützten rund 220.000 Soldaten Tausende von Mitarbeitern der Gesundheitsbehörden im ganzen Land beim Aktionstag „Zika Zero“ zur Aufklärung der Bevölkerung im Kampf gegen die Verbreitung des Zika-Virus. Dessen Übertragung erfolgte durch die Gelbfiebermücke und möglicherweise auch durch die Asiatische Tigermücke. In den betroffenen Gebieten sollten 50.000 Soldaten mit Insektiziden Moskitos und Eiablageplätze dauerhaft unschädlich machen.
14. Februar
Die Royal Saudi Air Force hatte im Rahmen ihrer Beteiligung an der von den Vereinigten Staaten geführten Internationalen Allianz gegen den Islamischen Staat (IS) Kampfflugzeuge auf den auch von der NATO genutzten türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik verlegt.
14. Februar
In der Hauptstadt von Haiti, Port-au-Prince, war der bisherige Senatspräsident Jocelerme Privert zum Übergangspräsidenten gewählt worden.
14. April
Der französische Ministerpräsident Manuel Valls hatte am Rand der Münchner Sicherheitskonferenz angekündigt, dass Frankreich nicht bereit sei, weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Er forderte eine klare Umsetzung der zuvor ausgehandelten Strategien zur Reduzierung des Flüchtlingsstrom nach Europa. Er lehnte auch ein System ab, dass die Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb der Europäischen Union vorsah.
14. April
Zwischen der Demokratischen und der Republikanischen Partei war ein Streit entbrannt, in dem die Republikaner unter Mitch McDonnell auf ein mögliches einjähriges Blockieren der von US-Präsident Barack Obama vorgesehenen Kandidatennominierung anzielten, um eine mögliche Neubesetzung des Postens des verstorbenen Surpreme-Court-Richters Antonin Scalia entscheidend beeinflussen zu können. Dementgegen hatte Obama eine zeitnahe Entscheidung angekündigt.
14. Februar
In der Zentralafrikanischen Republik wurde die Stichwahl zur Präsidentenwahl 2015 ausgetragen sowie die Wiederholung der Parlamentswahlen vom 30. Dezember 2015. Diese waren wegen „Unregelmäßigkeiten“ annulliert worden. Die Stichwahl um das Präsidentenamt wurde zwischen Georges Dologuelé und Faustin Archange Touadera ausgetragen.
14. Februar
Patriot-Flugabwehrraketen der saudischen Streitkräfte hatten eine mutmaßliche durch Huthi-Rebellen in Sanaa (Jemen) auf Dschazan abgeschossene ballistische Rakete vom Typ Scud zerstört.
15. Februar
In Syrien waren bei einem mutmaßlich russischen Raketenangriff auf ein Krankenhaus der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF) in Ma'arat Al Numan mindestens neun Menschen umgekommen. Bei einem weiteren Luftangriff auf ein Krankenhaus in der Stadt A'zaz waren mehr als 14 Personen ums Leben gekommen.
15. Februar
Die bestehenden Sanktionen, die infolge des brutalen Vorgehens von Polizisten gegen Demonstranten bei der Präsidentschaftswahl 2010 in Weißrussland verhängt worden waren und seit Anfang 2012 bestanden, wurden nun einer Mitteilung des Rates für Auswärtige Angelegenheiten in der EU zufolge zum 29. Februar vollständig aufgehoben. Allerdings war vorerst ein Waffenembargo für ein weiteres Jahr bestehen geblieben.
15. Februar
In Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) hatte die 58. Verleihung der Grammy Awards stattgefunden.
15. Februar
In der tschechischen Hauptstadt Prag hatten sich die Regierungschefs der vier Mitgliedsstaaten (Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn) auf einem Gipfeltreffen der mitteleuropäischen Vesegrád-Gruppe für eine Abriegelung der Balkanroute für Migranten in Mazedonien und Bulgarien ausgesprochen, sofern Griechenland und die Türkei den Zustrom weiterer Menschen nicht begrenzen würden.
15. Februar
Der Vorsitzende des bosnischen Staatspräsidiums, Dragan Cović, hatte offiziell den Antrag auf Mitgliedschaft in der Europäischen Union (EU) eingereicht.
16. Februar
Die Französische Nationalversammlung hatte für eine dreimonatige Verlängerung des Ausnahmezustandes bis zum 26. Mai 2016 gestimmt. Der Ausnahmezustand bestand seit den Terroranschlägen vom 13. November 2015. Den Behörden waren durch die Verlängerung weiterhin zusätzliche Rechte beim Vorgehen gegen Privatpersonen und vermutete Gefährder eingeräumt.
17. Februar
In Rancho Mirage (US-Bundesstaat Kalifornien) fand das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der ASEAN-Staaten mit den Vereinigten Staaten statt. Es war das erste Treffen der ASEAN-Gruppe auf US-amerikanischem Boden. Die Vereinigten Staaten, selbst kein Mitglied der ASEAN-Gruppe, fungierten durch US-Präsidenten Barack Obama als Gastgeber.
17. Februar
In der Türkei waren bei einem Autobombenanschlag auf einen Militärkonvoi der türkischen Streitkräfte 28 Menschen ums Leben gekommen. Weitere rund 80 Menschen wurden verletzt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und Ministerpräsident Ahmed Davutoglu machten die kurdische PYD für den Anschlag verantwortlich. Diese ihrerseits hatte die Beteiligung abgestritten. Zwei Tage später hatte sich die Terrororganisation Teyrebazen Azadiya Kurdistan (TAK) zu dem Bombenanschlag bekannt.
18. Februar
In Brüssel (Belgien) hatte das zweitägige Gipfeltreffen des Europäischen Rates unter dem Vorsitz von Donald Tusk begonnen. Im Mittelpunkt hatten das geplante Referendum der Briten über einen Verbleib Großbritanniens in der EU und das Beraten von gefassten und geplanten Beschlüssen zur Lösungsfindung bei der anhaltenden Flüchtlingskrise gestanden.
18. Februar
In Uganda fanden Präsidentschafts- und Parlamentswahl statt. Während der Wahlen war es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen.
18. Februar
In Ghana waren bei einem Zusammenstoß eines Überlandbusses der staatlichen Metro Mass Transit Busses mit einem Lastkraftwagen 61 Menschen ums Leben gekommen. Weiter 25 Menschen waren verletzt worden.
18. Februar
Nach der Fusion der staatseigenen Großreedereien COSCO und der China Shipping Group (mit der Tochter CSCL) zur China Cosco Shipping Corporation (COSCOCS) hatte diese den Betrieb mit rund 180.000 Mitarbeitern und einer Flotte von 830 Schiffen aufgenommen.
19. Februar
Der ständige NATO-Einsatzverband Standing NATO Maritime Group 2, derzeit mit dem Flaggschiff „Bonn“ (A 1413) unter der Führung des deutschen Konteradmirals Jörg Klein, hatte seinen geplanten Einsatz zur Aufklärung, Überwachung und Beobachtung von Boots- und Schiffsbewegungen im Ägäischen Meer zwischen Griechenland und der Türkei begonnen. Die Mission sollte in Kooperation mit der EU-Frontex-Mission „Poseidon Sea“ zur Eindämmung des unkontrollierten Flüchtlingsstroms in Richtung Europa beitragen.
19. Februar
Nahe der Grenze zu Nigeria hatten zwei Selbstmordtäter auf einem Gemüsemarkt in Meme 24 Menschen getötet und weitere 112 Menschen verletzt. Es wurde vermutet, dass die Täter Angehörige der Terrorgruppe Boko Haram waren.
19. Februar
In Libyen hatten F-15E-Kampfflugzeuge der US-Luftwaffe ein rund 70 Kilometer westlich von Tripolis gelegenes Trainingscamp der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bombardiert. Dabei waren mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Der Angriff hatte als erste Präventionsmaßnahme gegolten, die ein weiteres Ausbreiten der Islamisten in der ebenfalls von Bürgerkrieg erfassten Region vermeiden sollte.
20. Februar
In der Zentralafrikanischen Republik war der frühere Regierungschef Faustin-Archange Touadéra mit mehr als 62 Prozent der Stimmen als Sieger der Präsidentschafts-Stichwahl vom 14. Februar hervorgegangen.
20. Februar
In mehreren Städten im nordindischen Bundesstaat Haryana war es zu gewaltsamen Ausschreitungen mit zehn Toten und rund 150 Verletzten gekommen. Die Jat hatten für ihre Volksgruppe Arbeitsplatzquoten in Behörden und im Bildungswesen gefordert. Es war eine Ausgangssperre verhängt worden, zudem waren waren Soldaten der indischen Armee eingesetzt worden. Tausende Demonstranten hatten die Zentralverwaltung abgeriegelt und zehn Bahnhöfe in Brand gesetzt. Außerdem hatte ein Teil der Demonstranten die Wasserversorgung der indischen Hauptstadt Neu Delhi über den Haryana-Kanal lahmgelegt.
21. Februar
In Syrien waren bei einer Anschlagserie mit einer Autobombe und zwei Selbstmordattentätern in Sayyidah Zaynab rund zehn Kilometer südlich der Hauptstadt Damaskus mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen.
21. Februar
In der syrischen Stadt Homs waren mindestens 57 Menschen im überwiegend von Alawiten bewohnten Stadtteil Sahraa getötet worden. Die Stadt war im syrischen Bürgerkrieg bis 2014 eine Hochburg der Freien Syrischen Armee gewesen. Sie wurde seitdem wieder großteils von Regierungstruppen kontrolliert.
21. Februar
In Bolivien sollte ein Referendum zur Verfassungsänderung eine weitere Amtszeit des Präsidenten Evo Morales (MAS) über den nächsten Wahltermin im Jahr 2019 hinaus ermöglichen.
21. Februar
Bei den Präsidentschaftswahlen in Niger hatte Präsident Mahamadou Isoufou (PNDS-Tarayya) eine zweite fünfjährige Amtszeit angestrebt, während sein größter oppositioneller Gegenkandidat, der frühere Premierminister des Landes, Hama Amadou (MODEN-FA Lumana Africa), sich in Haft befand. Zeitgleich hatten auch die Parlamentswahlen stattgefunden.
21. Februar
Nach Serbien hatte auch Mazedonien afghanischen Flüchtlingen die Ein- und Durchreise untersagt. Die Grenze durfte nur noch von Flüchtlingen aus den Bürgerkriegsstaaten Syrien und dem Irak passiert werden.
21. Februar
In Bautzen (Sachsen) war ein erneuter Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft verübt worden. Schaulustige zeigten unmissverständliche Freude und behinderten die Löscharbeiten.
21. Februar
Der Zyklon Winston, der stärkste je über Fischi gemessene Wirbelsturm, hatte den pazifischen Inselstaat überquert und schwere Verwüstungen angerichtet. Mindestens 42 Menschen waren dabei zu Tode gekommen. Auch andere Südpazifik-Nationen wie Tonga und Niue waren von dem Zyklon schwer getroffen worden.
22. Februar
Die Regierung von Simbabwe hatte sieben Diamantenminen in der östlichen Marange-Region beschlagnahmt. Deren Lizenzen waren ausgelaufen. Eine erst vor einem Monat gegründete staatseigene Gesellschaft war der neue Betreiber der Minen.
23. Februar
In den Vereinigten Staaten, vor allem im Bundesstaat Louisiana hatten mehrere Tornados schwere Schäden angerichtet. Drei Menschen waren dabei ums Leben gekommen.
24. Februar
Im Distrikt Myagdi (Nepal) waren beim Absturz des Tara Air-Fluges 193 alle 23 Insassen ums Leben gekommen.
25. Februar
Beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm war die 17-jährige Jamie-Lee Kriewitz als Siegerin hervorgegangen.
25. Februar
Auf den Fidschi-Inseln hatte das dortige Fremdenverkehrsamt wenige Tage, nach dem Zyklon Winston bei seinem Weg über den Pazifikstaat schwere Verwüstungen hinterlassen hatte, gemeldet, dass der Flugbetrieb wiederhergestellt sei. Viele Hotels seien bereits wieder geöffnet.
26. Februar
In Somalia war bei einem durch die Islamistenmiliz Al-Shabaab durchgeführten Angriff auf ein Hotel im Regierungsviertel der Hauptstadt Mogadischu mehr als 20 Menschen umgekommen.
26. Februar
Bei den Parlamentswahlen im Iran hatte sich früh eine Wahlbeteiligung von mehr als 70 Prozent der rund 55 Millionen stimmberechtigten Wähler abgezeichnet. Wegen des großen Andrangs an den Wahllokalen war die Abstimmung um sechs Stunden verlängert worden.
26. Februar
Bei der Präsidentschaftswahl der FIFA hatte sich der Schweizer Gianni Infantino im zweiten Wahlgang gegen den bahrainischen Mitfavoriten Salman bin Ibrahim Al Chalifa durchgesetzt. Infantinos erste Amtszeit ging bis zum Jahr 2019.
27. Februar
In Bürgerkriegsland Syrien begann die zwischen Russland und den USA ausgehandelte Feuerpause. Zu dem Waffenstillstand hatten sich auch die syrische Regierung unter Bashar al-Assad, das Hohe Verhandlungskomitee (HNC) und mehr als 100 Milizen bereit erklärt. Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) und die al-Kaida-nahe al-Nusra-Front waren von dem Waffenstillstand ausgenommen. Für eine Fortsetzung der Friedensgespräche zur Lösungsfindung des Konflikts unter Vorsitz der Vereinten Nationen (UN) war das Einhalten der Feuerpause Bedingung.
27. Februar
In Afghanistan kamen bei einem Selbstmordanschlag der islamistischen Taliban vor dem Verteidigungsministerium mindestens zwölf Menschen ums Leben. Unter ihnen waren zwei Soldaten. Weitere 45 Menschen waren verletzt worden. Bei einem weiteren Selbstmordanschlag auf einen Stammesältesten in Asadabad in der Provinz Kunar kamen 14 Menschen ums Leben. Zudem gab es 40 Verletzte.
27. Februar
In der bayerischen Landeshauptstadt München war als Zeichen des Aussöhnungs- und Verständigungskurses zwischen Tschechen und Sudetendeutschen auf der Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) eine Satzungsänderung beschlossen worden. Darin war festgelegt worden, dass sich die Landsmannschaft künftig nicht weiter dafür einsetzen werde, die alte Heimat „wiederzugewinnen“.
27. Februar
Im Jemen waren bei einem saudischen Luftangriff im Rahmen der Operation Restoring Hope auf drei Fahrzeuge mit mutmaßlichen Huthi-Rebellen auf dem Markt in Naqil Bin Ghaylan im Gouvernement Sanaa mindestens 25 Menschen umgekommen.
27. Februar
In Syrien hatte die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) die von kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) gehaltene Grenzstadt zur TÜrkei, Tall Abyad, angegriffen. Im Rahmen der Operation Inherent Resolve wurde die YPG von US-amerikanischen Kampfflugzeugen bei der Verteidigung unterstützt. Bei den Kämpfen waren mindestens 45 IS-Milizionäre sowie 20 YPG-Kämpfer und ihre Verbündeten ums Leben gekommen.
28. Februar
In der Schweiz hatten vier Eidgenössische Volksabstimmungen stattgefunden: Sanierung des Gotthard-Straßentunnels, Spekulationsstoppinitiative (Verbot von spekulativen Finanzgeschäften, die sich auf Agrarrohstoffe und Nahrungsmittel bezogen), Familieninitiative („Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe“) sowie die Durchsetzungsinitiative zur Ausschaffung krimineller Ausländer.
28. Februar
In Tirol (Österreich) hatten Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen stattgefunden.
28. Februar
Im Osten der irakischen Hauptstadt Bagdad starben mindestens 28 Menschen bei zwei Selbstmordanschlägen der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) auf einem Markt. Weitere 62 Menschen waren verletzt worden. Auch nahe des Flughafens Bagdad war ein Armeeposten angegriffen worden. Regierungsangaben zufolge waren dabei mindestens zwölf Angehörige der Sicherheitskräfte umgekommen.
28. Februar
In Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) fand die 88. Oscar-Verleihung statt.
29. Februar
Marokko und Algerien hatten sich zur Zusammenarbeit bereit erklärt, die Asylbewerber, die in Deutschland abgelehnt wurden und sich als syrische Flüchtlinge ausgaben und keine Bleibeperspektive besaßen, wieder aufzunehmen.

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