Wichtige Ereignisse im November 1998

1. November
Neue starke Regenfälle verschlimmerten die Lage in den deutschen Hochwassergebieten. Durch die Wassermassen starben fünf Kinder.
2. November
In in Bonn wurde der 67-jährige frühere nordrhein-westfälische Ministerpräsident Johannes Rau vom SPD-Vorstand als Kandidat des Bundespräsidenten und als Nachfolger von Roman Herzog nominiert. Die Wahl fand am 23. Mai 1999 statt.
3. November
Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin wählte den SPD-Landesvorsitzenden Harald Ringstorff zum Ministerpräsidenten der bundesweit ersten SPD-PDS-Regierung. Ringstorff erhielt allerdings nur 39 von 70 gültigen Stimmen. SPD und PDS verfügten zusammen über 47 Sitze.
4. November
Die Grünen-Politikerin Marieluise Beck wurde vom Bundeskabinett zur neuen Ausländerbeauftragten der Bundesregierung ernannt. Beck wurde somit Nachfolgerin der FDP-Politikerin Cornelia Schmalz-Jacobsen.
5. November
Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine (SPD) erledigte seinen Antrittsbesuch beim Zentralbankrat der Deutschen Bundesbank. Die Währungshüter folgten der Forderung Lafontaines nach einer Zinssenkung nicht.
6. November
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hob den Freispruch wegen Widersprüchen in der Urteilsbegründung gegen Monika Böttcher, geschiedene Weimar auf. Damit musste sie sich ein drittes Mal nach 1988 und 1997 wegen zweifachen Kindesmordes vor Gericht verantworten.
7. November
Wolfgang Schäuble wurde Nachfolger von Helmut Kohl als CDU-Bundesvorsitzender.
7. November
Nach einem neuntägigen Flug landete die US-Raumfähre „Discovery“ mit dem 77-jährigen Weltraumveteranen John Glenn und sechs weiteren Astronauten sicher auf dem Weltraumbahnhof in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida.
8. November
In Portugal lehnten die Wähler die geplante Gebietsreform zur Regionalisierung des Landes mit großer Mehrheit ab. Portugal sollte in acht autonome Regionen aufgeteilt werden.
9. November
In Berlin fand eine zentrale Veranstaltung zum 60. Jahrestag der Pogrome gegen die Juden in Deutschland am 9. November 1938 statt. Bundespräsident Roman Herzog bezeichnete die Pogrome in seiner Ansprache als einen der schlimmsten und beschämendsten Momente in der deutschen Geschichte.
11. November
In Paris und auf den ehemaligen Schlachtfeldern in Flandern gedachten die Staatsoberhäupter von Frankreich, Großbritanniens, Irlands und Belgiens dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918.
12. November
In Berlin wählte das Abgeordnetenhaus die Finanzsenatorin Annette Fugmann-Heesing (SPD) zur Bürgermeisterin. Neu in den Senat gewählt wurden die CDU-Politiker Wolfgang Branoner und Eckart Werthebach als Wirtschafts- und Innensenatoren. Gabriele Schöttler (SPS) wurde neue Senatorin für Arbeit, Bildung und Frauen.
13. November
Der Bundestag in in Bonn billigte mit 540 Ja-Stimmen bei zwölf Enthaltungen und 30 Nein-Stimmen die deutsche Beteiligung an der NATO-Luftüberwachung im Kosovo.
14. November
Ein Militärschlag der USA gegen den Irak wegen des Streits um die UNO-Rüstungskontrolle wird in letzter Minute gestoppt, nachdem sich der Irak zu einer Fortführung der UNO-Waffeninspektionen bereiterklärt hatte.
16. November
Das Oberlandesgericht in Frankfurt am Main verurteilte die als Mittäterin bei der Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“ angeklagte Monika Haas zu einer Haftstrafe von fünf Jahren. Sie wurde für schuldig befunden, 1977 Waffen für die Flugzeugentführung nach Mallorca geschmuggelt zu haben. Die Maschine war drei Tage nach der Entführung von der Bundesgrenzschutztruppe GSG-9 in Mogadischu gestürmt worden.
17. November
Bundeskanzler Gerhard Schröder lehnte bei seinem Antrittsbesuch in Russland neue russische Kreditwünsche ab. Während des zweitägigen Besuches traf Schröder nicht nur Präsident Boris Jelzin und die Regierung, sondern auch Vertreter der Opposition.
18. November
Der Sachverständigenrat rechnete in Deutschland mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum und einem nur leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die „Fünf Weisen“ sagten in ihrem Herbstgutachten für 1999 nur ein Wachstum von 2 Prozent voraus, nach 2,75 Prozent in Jahr 1998.
19. November
Der Bundestag billigte mit großer Mehrheit die Beteiligung von bis zu 250 Bundeswehrsoldaten an der NATO-Schutztruppe „Extraction Force“ für die OSZE-Beobachter im Kosovo, die in Mazedonien stationiert werden sollten.
20. November
Israel begann mit dem vereinbarten Abzug aus weiteren Teilen des Westjordan Landes.
22. November
In einem Referendum wurde mit 93,5 Prozent der Stimmen eine neue Verfassung für Albanien gebilligt. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,57 Prozent. Der frühere Präsident Sali Berisha hatte seine Anhänger aufgerufen, das Referendum zu boykottieren.
26. November
Tony Blair sprach als erster britischer Premierminister vor dem irischen Parlament. Er rief zu einer Fortsetzung des Friedensprozesses in Nordirland auf.
27. November
In Deutschland begann VW mit dem Verkauf des „New Beetle“.
28. November
Israel bombardierte mutmaßliche Stützpunkte der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon als Vergeltung für den Tod von zwei israelischen Soldaten.

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