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Dezember 1996 -  Bombenanschläge und Überfälle

Kalender Dezember 1996
Bombenanschläge sind heimtückisch und treffen dabei zumeist auch immer Unschuldige. So beispielsweise in Frankreich. Dort waren insgesamt vier Menschen bei einem Bombenanschlag auf einen Vorortzug in Paris umgekommen. Weitere 91 Menschen wurden dabei verletzt. Unerwartet traf es auch in Österreich die Stiefmutter des österreichischen Innenministers Caspar Einem. Sie war das Ziel eines Briefbombenanschlags von Rechtsextremisten. Im Irak war es kein Bombenanschlag, sondern ein Kopfschuss, der den ältesten Sohn des irakischen Diktators Saddam Hussein schwer verletzte. Zu dem Anschlag auf Uday Saddam hatte sich eine Oppositionsgruppe bekannt. Und ausgerechnet am Heiligen Abend war es in Frankfurt am Main zu einem entsetzlichen Vorfall gekommen. Während einer Christmette hatte sich eine offenbar psychisch kranke Frau mit zwei Handgranaten in die Luft gesprengt und zwei weitere unbeteiligte Frauen mit in den Tod gerissen. Eine Katastrophe ganz anderer Art ereignete sich in New Orleans (US-Bundesstaat Louisiana), als ein aus dem Ruder gelaufener liberianischer Frachter eine belebte Uferpromenade rammt und dabei 117 Menschen verletzte. Während in Russland die Kumpel der Kohlegewerkschaft für die Nachzahlung ausstehender Löhne (umgerechnet rund 772 Millionen DM) streikten, holten sich in der Schweiz vermummte Täter bei einem Überfall auf den Intercity-Zug Zürich-Genf umgerechnet mehrere 100.000 DM. Ob Weihnachtseinkäufe der Grund waren?
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Wichtige Ereignisse im Dezember 1995

1. Dezember
Moldawien 1996 – Der für eine stärkere Bindung an Moskau eintretende Petru Lutschinski hatte sich bei der Präsidentenwahl in Moldawien mit 54,3 Prozent der Stimmen gegen den Amtsinhaber Mircea Snegur durchgesetzt.
1. Dezember
Tennis 1996 – Mit einem 3:2-Sieg gegen Schweden hatte Frankreich den Tennis-Davispokal gewonnen. Bei seinem letzten Einsatz hatte sich Stefan Edberg verletzt. Nach 13 Profijahren hatte er seine Karriere beendet.
1. Dezember
International 1996 – Bulgarien war als neues Mitglied in die Welthandelsorganisation (WHO) aufgenommen worden.
1. Dezember
Komoren 1996 – Auf den Komoren hatten Parlamentswahlen stattgefunden.
2. Dezember
USA/Japan 1996 – US-Verteidigungsminister William Perry und sein japanischer Amtskollege Fumio Kyuma hatten ein Abkommen über die Rückgabe von elf US-amerikanischen Militärbasen auf der japanischen Pazifikinsel Okinawa unterzeichnet.
2. Dezember
International 1996 – In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon hatte das OSZE-Gipfeltreffen stattgefunden.
3. Dezember
BRD 1996 – Etwa 25.000 Angehörige von Heilberufen hatten gegen die Pläne der Bundesregierung zur Reform des Gesundheitswesens protestiert.
3. Dezember
Frankreich 1996 – Insgesamt vier Menschen waren bei einem Bombenanschlag auf einen Vorortzug in Paris ums Leben gekommen. Weitere 91 Menschen waren verletzt worden.
4. Dezember
BRD 1996 – Der Geheimdienstkoordiantor Bernd Schmidbauer hatte vor dem Deutschen Bundestag seine Kontakte zu dem in Kolumbien festgenommenen deutschen Privatdetektiv Werner Mauss gerechtfertigt.
4. Dezember
Raumfahrt 1996 – Die US-amerikanische Marssonde Pathfinder hatte eine Delta-2-Rakete ins Weltall gebracht. Pünktlich zum Unabhängigkeitstag sollte sie am 4. Juli 1997 auf dem Mars landen.
5. Dezember
BRD 1996 – Für die rund 90.000 Metallarbeiternehmer war die volle Lohnfortzahlung im Krankheitsfall entgegen der am 1. Oktober in Kraft getretenen gesetzlichen Neuregelung vereinbart worden. Im Gegenzug war das Weihnachtsgeld gekürzt worden.
5. Dezember
UNESCO/International 1996 – Gegen den Einspruch der USA hatte das Welterbe-Komitee der UNESCO den Atombombendom in Hiroshima (Japan) in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Das Kuppelgebäude war nach dem Abwurf der Atombombe 1945 als Ruine stehengeblieben.
6. Dezember
Großbritannien 1996 – Nachdem der Abgeordnete John Gorst die Fraktion der Konservativen verlassen hatte, hatte Premierminister John Major keine eigene Mehrheit im Unterhaus mehr. Daher benötigte Major weiterhin die Unterstützung der Unionisten aus Nordirland.
7. Dezember
Fußball 1996 – Nach einem 1:0 über Borussia Mönchengladbach war Bayern München zum inoffiziellen Herbstmeister der Fußball-Bundesliga geworden.
7. Dezember
Boxen 1996 – Der 28-jährige Box-Schwergewichtsprofi Axel Schulz hatte nach drei verlorenen Titelkämpfen den fünf Jahre älteren Exil-Kubaner José Ribalta eindeutig nach Punkten besiegt.
8. Dezember
Europa/Film 1996 – Der dramatische Liebesfilm „Breaking The Waves“ des dänischen Regisseurs Lars von Trier war als bester europäischer Film des Jahres mit dem „Felix“ ausgezeichnet worden.
8. Dezember
Tennis 1996 – Durch ein 6:3, 6:4 und 6:4 hatte Boris Becker im Finale über Goran Ivanisevic gesiegt und den mit fast drei Millionen DM dotierten Grand Slam Cup gewonnen.
9. Dezember
Österreich 1996 – Die Stiefmutter des österreichischen Innenministers Caspar Einem war Ziel eines Briefbombenanschlags von Rechtsextremisten.
10. Dezember
Nobelpreis 1996 – Zwei Bürgerrechtler aus dem von Indonesien besetzten Ost-Timor, Bischof Carlos Felipe Ximénes Belo und José Ramos-Horta, waren in Oslo (Norwegen) mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.
10. Dezember
Serbien 1996 – In Serbien war die Opposition mit dem Versuch, das Ergebnis der Kommunalwahlen juristisch anzufechten, gescheitert. Auch das jugoslawische Bundesgericht hatte es abgelehnt, die Annullierung der oppositionellen Wahlsiege rückgängig zu machen.
10. Dezember
Irak 1996 – Zum ersten Mal seit der Kuwait-Invasion im August 1990 und der Verhängung von UNO-Sanktionen durfte der Irak wieder größere Mengen Rohöl verkaufen.
11. Dezember
Hongkong/China 1996 – Von einem Wahlkomitee in Hongkong war der Reeder Tung Chee-hwa zum Regierungschef für die Zeit nach der Rückgabe der britischen Kronkolonie an China am 1. Juli 1997 gekürt worden.
11. Dezember
BRD 1996 – Nach dem Urteil von Sprachforschern lautete das Wort des Jahres 1996 „Sparpaket“, gefolgt von verwandten Begriffen wie „Haushaltslöcher“ und „Lohnfortzahlung“.
11. Dezember
Schweiz 1996 – Bei einem Überfall auf den Intercity-Zug Zürich-Genf hatten fünf vermummte Täter umgerechnet mehrere 100.000 DM erbeutet.
11. Dezember
BRD 1996 – Der zweitgrößte deutsche Kaffeeproduzent Tchibo hatte den Bremer Konkurrenten Eduscho übernommen.
12. Dezember
Russland 1996 – Nach zehn Tagen hatte die russische Kohlegewerkschaft ihren Streik für die Nachzahlung ausstehender Löhne und für höhere Subventionen beendet. Umgerechnet rund 722 Millionen DM schuldete die Regierung den Kumpeln an Lohngeldern.
12. Dezember
Irak 1996 – Durch einen Kopfschuss war der älteste Sohn des irakischen Diktators Saddam Hussein schwer verletzt worden. Zu dem Anschlag auf Uday Saddam hatte sich eine Oppositionsgruppe bekannt.
13. Dezember
BRD 1996 – Der Deutsche Bundestag hatte die Beteiligung der Bundeswehr an dem bis Juni 1998 dauernden Bosnien-Einsatz gebilligt.
13. Dezember
Sport/BRD 1996 – Der Zehnkämpfer Frank Busemann, die alpine Skirennläuferin Katja Seizinger und die Fußball-Nationalmannschaft waren die Sportler des Jahres 1996 geworden.
13. Dezember
BRD/Musik 1996 – Essen war mit der Premiere des Musicals „Joseph And The Amazing Technicolor Dreamcoat“ des englischen Komponisten Andrew Lloyd Webber die dritte Musical-Stadt des Ruhrgebiets geworden.
14. Dezember
International 1996 – In der irischen Hauptstadt Dublin war der zweitägige Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zu Ende gegangen. Die Stabilität der künftigen Währungseinheit Euro war das zentrale Thema des Gipfels gewesen.
15. Dezember
USA 1996 – In New Orleans (US-Bundesstaat Louisiana) waren 117 Menschen verletzt worden, als ein aus dem Ruder gelaufener liberianischer Frachter eine belebte Uferpromenade gerammt hatte.
15. Dezember
USA 1996 – Die US-Flugzeughersteller Boeing und McDonnell Douglas hatten ihre Fusion bekanntgegeben.
16. Dezember
Korea 1996 – Der Oberste Gerichtshof Südkoreas hatte das Todesurteil gegen den früheren südkoreanischen Präsidenten Chun Doo Hwan aufgehoben. Er war stattdessen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Sein Amtsnachfolger Roh Tae Woo hatte 17 Jahre Haft bekommen.
17. Dezember
UNO 1996 – Der Ghanaer Kofi Annan war von der UNO-Vollversammlung zum neuen Generalsekretär gewählt worden.
18. Dezember
Europäische Union 1996 – Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission konnte in der EU sogenannter Gen-Mais sofort auf den Markt gebracht werden. Der neuartige Mais, der in den USA angebaut wurde, war dreifach gen-manipuliert.
19. Dezember
BRD 1996 – Im Streit um angebliche Privatflüge mit Bundeswehrmaschinen hatte Bundespräsidentin Rita Süssmuth eine einstweilige Verfügung gegen den Springer-Verlag erwirkt. Dessen „Bild“-Zeitung hatte von angeblich 31 Schweiz-Flügen seit 1993 berichtet. Dabei soll Süssmuth in mindestens sechs Fällen ihre in der Schweiz lebende Tochter getroffen haben.
20. Dezember
BRD/Tschechien 1996 – Bundesaußenminister Klaus Kinkel und sein tschechischer Amtskollege Josef Zieleniec hatten in der Hauptstadt Prag die deutsch-tschechische Erklärung unterzeichnet.
21. Dezember
Bulgarien 1996 – Der bulgarische Ministerpräsident Schan Widenow hatte zum Auftakt des Sonderparteitages seiner regierenden Sozialistischen Partei seinen Rücktritt als Partei- und Regierungschef erklärt. Der neue Sozialistenführer Georgi Parwanow strebte kein Regierungsamt an.
22. Dezember
Italien 1996 – Das italienische Parlament hatte nach monatelangem Tauziehen den Sparhaushalt der Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi gebilligt.
23. Dezember
Europa/Fußball 1996 – Der Dortmunder Matthias Sammer war „Europas Fußballer“ des Jahres geworden. Seit 1956 wird diese Auszeichnung von der Zeitschrift „France Football“ verliehen. Bislang war sie an fünf deutsche Profis vergeben worden.
24. Dezember
BRD 1996 – In Frankfurt am Main hatte eine offenbar psychisch kranke Frau sich selbst während einer Christmette mit zwei Handgranaten in die Luft gesprengt. Zweit weitere Frauen wurden dadurch ebenfalls getötet.
25. Dezember
Vatikan 1996 – In seiner Weihnachtsbotschaft hatte Papst Johannes Paul II. die weltweite Gleichgültigkeit vor dem Flüchtlingsdrama in Ostafrika angeprangert.
26. Dezember
Serbien 1996 – In Belgrad hatten rund 60.000 Menschen trotz eines behördlichen Verbots gegen die serbische Führung und die teilweise Annullierung der Kommunalwahlen protestiert.
27. Dezember
Lima 1996 – Zehn Tage nach ihrem Überfall auf die Residenz des japanischen Botschafters wurden noch 103 Menschen von den linken Rebellen in ihrer Gewalt gehalten.
28. Dezember
International 1996 – Die evangelische Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ rief die Bürger auf, den gleichen Betrag, der für Feuerwerkskörper ausgegeben wurde, wohltätigen Zwecken zukommen zu lassen. Pro Jahr waren das rund 140 Millionen DM.
29. Dezember
Guatemala 1996 – Die Regierung von Guatemala hatte mit den Rebellen der Unidad Revolucionaria Nacional Guatemalteca (URNG) ein Friedensabkommen geschlossen. Damit war nach 36 Jahren der Guatemaltekische Bürgerkrieg zu Ende gegangen.
29. Dezember
Skisport 1996 – In Oberstdorf (Bayern) hatte die deutsch-österreichische Vierschanzentournee der Skispringer auf der Schattenbergschanze begonnen.
30. Dezember
Basketball 1996 – In Istanbul (Türkei) hatte sich die europäischen Basketballspieler zu einem All-Star-Game Ost gegen West getroffen.
31. Dezember
UNO 1996 – Die Amtszeit von Butros Butros Ghali als UNO-Generalsekretär ging nach fünf Jahren zu Ende. Seine Wiederwahl war am Veto der Vereinigten Staaten gescheitert. Diese hatten ihm mangelnden Reformwillen vorgeworfen.
31. Dezember
BRD/Bayern 1996 – Das Sicherheitswachtgesetz in Bayern war in Kraft getreten.

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