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Filmjahr 1984 – „Die unendliche Geschichte“

Eine Co-Produktion zwischen Deutschland und den USA brachte am 6. April die Uraufführung „Die unendliche Geschichte“ in die Kinos. Vorlage war der gleichnamige Roman von Micheal Ende (1929-1995, wobei der Fantasy-Film nur die erste Hälfte des Romans behandelt. Regie bei dem aufwändigen Film führte Wolfgang Petersen (*1941). Später wurde „Die unendliche Geschichte“ als die erfolgreichste deutsche Produktion in den Vereinigten Staaten gewertet. Auch in den deutschen Kinos erwies sich der Film als Erfolg. Allerdings war der Schriftsteller Michael Ende nicht zufrieden mit dem Werk. Er ließ seinen Namen aus dem Vorspann streichen, der aber im Abspann weiterhin aufgeführt wurde. Das Titellied „The Never Ending Story“ des
britischen Popsängers Limahl (*1958) konnte sich europaweit in den Charts platzieren. Nachdem es zunächst nur in der US-amerikanischen Filmversion verwendet wurde, hat man den Film auch in Deutschland mit diesem Soundtrack erneut veröffentlicht. Der Film erhielt u. a. den Bundesfilmpreis und den Bayerischen Filmpreis.
Der US-amerikanische Regisseur Joe Dante (*1946) hatte im Jahr 1984 eine hintersinnig-boshafte Horrorkomödie in die Kinos gebracht mit dem Titel „Gremlins – Kleine Monster“, der u. a. von Steven Spielberg (*1946) produziert wurde. Der US-amerikanische Schauspieler Zach Galligan (*1964) hatte vor seiner Besetzung mit der Hauptrolle in jenem Film nur in kleineren TV-Produktionen mitgespielt. Die Rolle des Billy Peltzer in „Gremlins“ machte ihn über Nacht zu einem Star. Diesen Erfolg konnte er untermauern, als 1990 die Fortsetzung „Gremlins 2“ gedreht wurde, wenngleich der ganz große Erfolg im Vergleich zur 1984er Fassung dieser Fortsetzung versagt blieb. Der Kinostart der Horrorkomödie für die bundesdeutschen Kinos war am 26. Oktober 1984.
Steven Spielberg brachte 1984 als Regisseur den zweiten Teil eines Abenteuerfilms auf die Leinwand, der 333 Millionen US-Dollar weltweit einspielte – „Indiana Jones und der Tempel des Todes“. Die Produktionskosten hatten bei 28 Millionen US-Dollar gelegen. Am 3. August 1984 erlebte dieser Film in den Kinos der Bundesrepublik Deutschland seine deutsche Uraufführung. Wieder verkörperte Harrison Ford (*1942) die Titelrolle, mit der er bereits besondere Popularität erlangt hatte.
Einen Run auf die Kinoplätze verursachte nicht nur in den USA der Film „Police Academy – Dümmer als die Polizei erlaubt“. Der große Erfolg des klamaukigen Films begründete eine siebenteilige Reihe von Filmen und zwei TV-Serien. Der Produzent und Drehbuchautor Hugh
Wilson (*1943) gab mit dieser Filmregie sein Debüt, nachdem er bereits zahlreiche Filme produziert und geschrieben hatte. Dieser Film wurde mit großem Abstand der erfolgreichste der „Police“-Serie. Allein in den Vereinigten Staaten spielte er 81 Millionen Dollar ein. In Deutschland hatte der Film ebenfalls einen enormen Erfolg. Mit mehr als fünf Millionen Besuchern wurde er zum meistgesehenen Film des Jahres 1984 und konnte sich auch bei der Kritik gut platzieren.
Der US-amerikanische Film „Karate Kid“, der ebenfalls 1984 in die Kinos kam, löste ein regelrechtes Karate-Fieber aus. Die westlichen Klischees über die fernöstlichen Kampfsportarten wurden zwar weitgehend bedient, aber dennoch schaffte es der Film, den philosophischen Tiefgang zu verdeutlichen, der dahinter steckt und der dem westlichen Publikum bis dahin fast unbekannt gewesen war. Der Film, der im Highschool-Milieu spielt, wurde zu einem Kultfilm in den 80er Jahren. Nachfolge-Verfilmungen – „Karate Kid II – Entscheidung in Okinawa“ und „Karate Kid III – Die letzte Entscheidung“ – untermauerten den Kultstatus und den Karate-Boom. In Szene gesetzt wurde „Karate Kid“ von dem US-amerikanischen Regisseur John G. Avildsen (*1935).

Filmdebüt 1984
Johnny Depp gab sein Filmdebüt in „Nightmare – Mörderische Träume“, einem Horrorfilm, der zu einem Überraschungserfolg wurde und heute in seinem Genre ein Kultfilm ist.

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