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Die Kunst in den fünfziger Jahren

In der Bildenden Kunst der 50er Jahre waren die Nachwirkungen des Krieges sowie der Nachkriegszeit noch sehr stark zu spüren. Ab dem Jahr 1950 wurde allerdings auch das Fernsehen immer beliebter, so dass sich eine Reihe von neuen Filmgenres entwickeln konnte. Zahlreiche Künstler griffen die Tendenz zum Film hin auf und ließen dies in ihre Kunst mit einfließen.
Eine Vielzahl von Malern distanzierte sich in der Nachkriegszeit allerdings auch vom, im Nationalsozialismus vorherrschenden, Realismus. Dies wurde oftmals in Form von abstrakten Bildern umgesetzt, welche sich auch mit dem vergangenen Kriegsgeschehen auseinander setzten.
Einen sehr beliebten Maler der damaligen Zeit, stellte Walter Graeff dar. Dieser wurde von der
Bauhaus-Strömung massiv beeinflusst. Seine Vorliebe galt in erster Linie abstrakten, geometrischen Formen. Zumeist brachte der Künstler diese mit äußerst farbenfrohen Mustern auf die Leinwand.
Karl Christian Ludwig Hofer stellte, in der Bildenden Kunst, eine weitere Persönlichkeit dar, welche sich für die 50er Jahre als äußerst prägend erwies. Dieser widmete sich in erster Linie dem Expressionismus, wobei auch Elemente des Realismus in seine Werke mit einflossen. Seine Arbeit war hoch angesehen und erfreute sich so großer Beliebtheit, dass er sowohl zum Direktor der Hochschule der Künste in Berlin als auch zum Präsidenten des wieder gegründeten Deutschen Künstlerbundes berufen wurde.
Auch in der Architektur entwickelte sich zur damaligen Zeit eine Vielfalt an modernen Strömungen. Diese waren im Großen und Ganzen dadurch gekennzeichnet, dass weniger auf die Ästhetik, sondern vor allem auf die Funktionalität Rücksicht genommen wurde. Dies war unter anderem dadurch bedingt, dass für viele Menschen, in relativ kurzer Zeit, Wohnräume geschaffen werden mussten. Dies hatte allerdings auch viele negative Auswirkungen, da in diesem Jahrzehnt relativ viele Bausünden geschaffen wurden, die heutzutage fürs Ortsbild
noch immer einen großen Störfaktor darstellen.
Ein berühmter Architekt der damaligen Zeit, war Le Corbusier. Dieser stellte einen der wenigen architektonischen Künstler dar, die einen eigenen Stil entwickelten und sich somit von der Masse abheben konnten. Le Corbusier war einerseits von organischen Formen begeistert, andererseits ließ er jedoch auch den technischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte, in seine Entwürfe mit einfließen. Allerdings ist hierbei anzumerken, dass es sich bei vielen seiner Entwürfe lediglich um Architekturtheorien handelte, die nicht in die Tat umgesetzt wurden.
Zusammenfassend gesehen, kann das künstlerische Geschehen im Europa der 50er Jahre als eine Reaktion auf den Zweiten Weltkrieg betrachtet werden. Viele Künstler standen den ehemaligen kriegerischen Auseinandersetzungen kritisch gegenüber und machten diese oftmals auch zum Thema ihrer Arbeit.
In der Architektur und Stadtplanung konzentrierte man sich währenddessen in erster Linie auf den Wiederaufbau von Städten, wobei das Augenmerk vor allem auf der Funktionalität von Wohnsiedlungen lag.

Bücher zur Bildung der 50er Jahre

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"So erzieht man keinen Menschen!" Info
Lebens- und Berufserinnerungen aus der Heimerziehung der 50er und 60er Jahre Info
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aus den unteren Schichten durch die Bildungsexpansion der 60er und 70er Jahre verbessert? Info
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