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Die Kunst in den vierziger Jahren

Die Kunst der Vierziger Jahre in Deutschland war, wie auch jeder andere Aspekt des gesellschaftlichen Lebens, von der Politik der Nationalsozialisten geprägt. Schon kurz nach der Machtergreifung Hitlers, wurde der Begriff "Entartete Kunst" geprägt, der diejenigen Künstler diffamierte, die nicht dem Ideal der Nationalsozialisten entsprachen. Zahlreiche Künstler wurden zur Auswanderung gezwungen, ermordet oder mit einem Mal- oder Auftrittsverbot bestraft. Zu ihnen zählten beispielsweise Otto Dix, Einfluss genommen.
Käthe Kollwitz und Paul Klee. Aus diesem Grund ging innerhalb des Landes viel von der großen künstlerischen Vielseitigkeit, die sich innerhalb der Zwanziger Jahre entwickelt hatte, verloren. Ebenso beengend war die Situation in der Sowjetunion, deren Regierung die Künstler ebenso zwang, sich den sozialistischen Idealen zu unterwerfen. Thematisiert und idealisiert wurde insbesondere das Leben der Bauern und Arbeiter. Auch in Spanien befand sich die Kunstszene in einer schwierigen Situation, die sehr vom Trauma des Spanischen Bürgerkriegs (1936 bis 1939) geprägt worden war. Unter dem Diktator Franco, der bis 1977 regierte, wurden zahlreiche Kunstwerke zerstört. Auch verließen einige Künstler das Land. Pablo Picasso, Salvador Dalí und auch Joan Miró, die wohl einflussreichsten spanischen Künstler dieser Zeit, flohen vorerst nach Paris, wo zahlreiche Gegner Francos zeitweise einen Unterschlupf fanden. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, war allerdings auch Paris nicht mehr sicher. Von ihrem Exil aus, versuchten sich die Künstler dennoch weiterhin zu verwirklichen. So entstanden 1940 und 1942 beispielsweise die "Konstellationen" von Miró. In dieser Serie schuf er 23 Gouachen abstrakter Kunst. Sie zeigen Formen und Figuren verschiedener Art, teilweise auch Geschlechtsteile, welche im streng katholischen Spanien der Zensur zum Opfer gefallen wären. Mit seinen Werken zählt Miró, wie auch Dalí und Picasso zu den Hauptvertretern des Surrealismus. Diese großen spanischen Künstler, insbesondere Dalí, beeinflussten die Szene in den Vereinigten Staaten stark. So entstand um 1942 die New York School, eine Gruppe von Künstlern, die, vom Surrealismus beeinflusst, der Strömung des Abstrakten Expressionismus angehörten. Hier stand die künstlerische Freiheit eines jeden Menschen im Vordergrund, keine gesellschaftlichen Konventionen oder Regeln. Es wurde kein besonderer Stil verfolgt, die Techniken und Farben variierten stark. Was die Künstler der New York School, zu denen beispielsweise Jackson Pollock, Franz Kline und später auch Mark Rothko gehörten, hauptsächlich gemeinsam hatten, war der Wunsch, Spontaneität und Emotionen in ihren Bildern auszudrücken. Dieser Grundgedanke setzte sich in den Vereinigten Staaten auch in den folgenden Jahrzehnten fort. Im Gegensatz zu diesem Stil, stand der Amerikanische Realismus, als dessen bedeutendster Vertreter Edward Hopper gilt. 1942 entstand eines der bekanntesten Bilder des Jahrhunderts. "Nighthawks" ist beispielhaft für das Werk Hoppers, und zeigt den roten Faden seiner Gemälde. Er demonstriert auf kühle und nüchterne Art und Weise, die Einsamkeit des modernen Großstädters. Ebenso bedeutend waren außerdem die Anfänge der Graphic Novels. Der Begriff wurde von dem Autoren des Comics "The Spirit", Will Eisner, geprägt. Er grenzte sich stark von anderen Kollegen ab, und zeichnete und schrieb anspruchsvolle Kriminalgeschichten.

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