Filmjahr 1953 – Klassiker in deutschen Kinos

Das deutsche Wirtschaftswunder, in dem auch langsam das Fernsehen auf dem Vormarsch war, machte aus Kinos echte Lichtspielhäuser. Das allein zog die Zuschauer noch nicht vor die Leinwand. Es waren nach wie vor die Filme, die das Publikum anlockten. Und das war in diesem Jahr beispielsweise der deutsche Erfolgsfilm „Keine Angst vor großen Tieren“. Die Hauptrolle des technischen Zeichners Emil Keller spielte Heinz Rühmann (1902-1994). Damit konnte
Rühmann seinen Erfolg nun auch als Nachkriegsschauspieler manifestieren, nachdem er eine Reihe von Misserfolgen gehabt hatte und zudem seine Filmproduktionsfirma eingegangen war. Der Film mit vielen gut gemachten Humorszenen lebt letztendlich von der Präsenz Rühmanns als kleiner Mann und der ausgewogenen Mischung aus Moral und Witz. Regie hatte Ulrich Erfurth (1910-1986) geführt. Am 31. Juli 1953 hatte „Keine Angst vor großen Tieren“ seine Uraufführung.
Der US-amerikanische Film, der 1952 entstanden war – „Schnee am Kilimandscharo“ – dort in New York im selben Jahr seine Uraufführung gehabt hatte, kam 1953 in die deutschen Kinos. Die Geschichte basierte auf einer Erzählung von Ernest Hemingway (1899-1961). Regie hatte Henry King (1886-1982) geführt. Der Film war hochkarätig besetzt mit Gregory Peck (1916-2003), Ava Gardner (1922-1990), Susan Hayward (1917-1975) und der deutschen Schauspielerin Hildegard Knef (1925-2002).
Ebenfalls im Vorjahr war in den USA ein Western-Klassiker entstanden, der die Zeiten überdauert hat – „Zwölf Uhr mittags“. Den Film hatte 1952 Fred Zinnemann (1907-1997) in Szene gesetzt. Die Hauptrolle des Marschall Will Kane spielte Gary Cooper (1901-1961). Die weibliche Hauptrolle war mit Grace Kelly (1929-1982) besetzt. Kritiker zählen den Film heute noch zu den besten Werken aller Zeiten. Als „Zwölf Uhr mittags“ 1952 in New York City seine öffentliche Premiere hatte, ging er sofort als drittplatzierter Neueinsteiger durch. Kurz darauf war er auf dem ersten Platz. Dem Verleiher United Artists brachte der Film den größten finanziellen Gewinn sei „African Queen“ von 1951 ein. In der ersten Januarwoche kam der Film erfolgreich in die deutschen Kinos.
Das deutsche Publikum bekam noch einen der bekanntesten Hollywood-Klassiker zu sehen – „Vom Winde verweht“, der bereits 1939 entstanden war. Das Südstaaten-Epos war damals mit insgesamt zehn Oscars ausgezeichnet worden.
In jenem Jahr 1953 kam noch ein Film aus den USA in die Kinos – „Der Untergang der Titanic“. Das Hollywood-Drama war von dem US-amerikanischen Regisseur rumänischer Abstammung, Jean Negulesco (1900-1993), inszeniert worden. Obwohl die Presse monierte, dass der Film zu sehr von der wahren Geschichte abwich, fand der Schwarzweiß-Film viel Begeisterung bei der Kritik.
Derselbe Regisseur, Jean Negulesco, drehte ebenfalls im Jahr 1953 den Film „Wie angelt man
sich einen Millionär?“, eine Filmkomödie mit Betty Gable (1916-1973), Marilyn Monroe (1926-1962) und Lauren Bacall (*1924), in der auch auf andere Filme der drei Damen in persiflierter Form angespielt wird, beispielsweise auf Monroes Film „Blondinen bevorzugt“, der auch 1953 entstanden war. Lauren Bacall gehört zu den Stars der „Goldene Ära“ Hollywoods (30er bis 50er Jahre) und Betty Gable, das bekannteste Pin-Up-Girl der 1940er Jahre, galt bis zu diesem Film als die Sexbombe Hollywoods. Diesen Status musste sie nun an Marilyn Monroe abtreten, die ihn zum Status „archetypisches Sexsymbol des 20. Jahrhunderts“ ausweitete.
Außerdem kam noch der US-amerikanische Kriegsfilm nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman von James Jones (1921-1977) in die Kinos – „Verdammt in alle Ewigkeit“, den Fred Zinnemann (1907-1997) in Szene gesetzt hatte, der Regisseur des Erfolgsfilms „Zwölf Uhr mittags“ von 1952. Der Film konnte mit großer Besetzung aufwarten. Den Sergeant Milton Warden spielte Burt Lancaster (1913-1994). Als Robert Lee Prewitt war Montgomery Clift (1920-1966) zu sehen. Die weiblichen Hauptrollen spielten Deborah Kerr (1921-2007) und Donna Reed (1921-1986). Und den Angelo Maggio verkörperte Frank Sinatra (1915-1998).
An der Seite ihrer Mutter Magda Schneider (1909-1996) gab Romy Schneider (1938-1982) ihr Filmdebüt in „Wenn der weiße Flieder wieder blüht.
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