April 1948 - Partei neuen Typs

Kalender April 1948

Das
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Wichtige Ereignisse im April 1948

1. April
Der frühere Gauleiter der Auslandsorganisation der NSDAP, Erich W. Bohle, bekannte sich vor dem US-amerikanischen Militärgerichtshof in Nürnberg als erster Angeklagter in sogenannten Wilhelmstraßenprozess für schuldig im Sinne der Anklage.
1. April
Die sowjetische Militärverwaltung in Deutschland begann mit verschärften Kontrollmaßnahmen und Behinderungen an den Verbindungen von und nach Berlin. Sie betrafen vor allem den Verkehr der westlichen Besatzungsmächte. Diese richteten deshalb eine „kleine Luftbrücke“ ein.
2. April
Der US-Kongress verabschiedete in Washington das Marshallplan Gesetz.
2. April
Ludwig Erhard, der Direktor des bizonalen Wirtschaftsamtes, kündigte im Hinblick auf eine kommende Währungsreform die verstärkte Produktion von Konsumgütern an.
4. April
Der Italiener Clemente Biondetti gewann auf Ferrari das Autolangstreckenrennen von Tara Florio in Italien.
5. April
Vor dem Flughafen von Berlin-Gatow kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem britischen Passagierflugzeug und einem sowjetischen Jagdflugzeug. Dabei kamen 13 Menschen ums Leben.
5. April
Die Vertreter der USA legten vor den Sicherheitsrat der UNO den Plan für eine zeitlich begrenzte Treuhänderschaft der Weltorganisation über Palästina vor.
8. April
Als Voraussetzung für die Durchführung einer Währungsreform sollte in der deutschen Bizone auf Direktive der US-amerikanischen und der britischen Besatzungsmacht ein neues Preisniveau erreicht werden. Im Import- und Exportgeschäft wurde der Wechselkurs der Reichsmark gegenüber dem US-Dollar neu festgesetzt. 1 RM = 0,30 US-Dollar.
8. April
US-Amerikanischen Wissenschaftlern gelang die Herstellung von Mesonen, instabilen Atompartikeln.
11. April
Aufgrund der Forderung der sowjetischen Militärverwaltung Deutschlands sollten die Westmächte ihre Servicestationen an der Autobahn Helmstedt-Berlin schließen.
11. April
Robert Schuman, der Ministerpräsident Frankreichs, erklärte sich mit der Bildung einer westdeutschen Regierung einverstanden, verlangte jedoch, dass die deutschen Länder in einem künftigen Bundesstaat ein hohes Maß an Selbstständigkeit erhielten.
12. April
In Tel Aviv beschloss der zionistische Generalrat die Bildung eines provisorischen Regierungsausschusses für den zukünftigen Staat Israel.
12. April
Anlässlich des Jahrestages der Eingliederung der ehemaligen deutschen Ostgebiete erklärte Polens Minister für die wiedergewonnenen Gebiete, Wladislaw Gomulka, sein Land werde diese Gebiete niemals an Deutschland zurückgeben.
14. April
Das britische Unterhaus in London beschloss, für fünf Jahre die Todesstrafe auszusetzen.
14. April
In Stuttgart fand die Tagung des deutschen Bühnenvereins statt. Sie wählte den Schauspieler Gustaf Gründgens zu ihrem Vorsitzenden.
15. April
Ein neuer Verfassungsentwurf für die Tschechoslowakei wurde in Prag veröffentlicht.
16. April
In Paris wurde das Abkommen über die Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC) unterzeichnet. Die OEEC sollte hauptsächlich für die Durchführung der Wiederaufbaupläne im Rahmen des Marshallplans verantwortlich sein.
16. April
bei einem Zugunglück in Winsford in Großbritannien kamen 20 Menschen ums Leben, als ein Postzug auf einen haltenden Personenzug prallte.
17. April
Die Bildung eines übergeordneten Länderratssekretariats wurde in der französischen Besatzungszone Deutschlands gestattet.
17. April
Die Unterzeichnerstaaten des Brüsseler Paktes bestimmten London zum Sitz ihrer Organisation. Tags zuvor hatten sie die Bildung eines gemeinsamen Generalstabes beschlossen.
18. April
Bei den Parlamentswahlen in Italien gewannen die Christdemokraten mit 48,7 Prozent der abgegebenen Stimmen. Zweitstärkste politische Kraft wurden die in der Volksfront vereinigten Kommunisten und Linkssozialen unter Führung von Palmiro Togliatti und Pietro Nenni.
18. April
In Frankfurt am Main wurden die Direktoren der Verwaltung der deutschen Bizone von dem Zweizonenkontrollamt aufgefordert, Experten an den ständigen Sitz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC) nach Paris zu entsenden.
21. April
Der US-amerikanische Handelsminister Averell Harriman wurde zum Sonderbeauftragten der US-Regierung für den Marshallplan ernannt.
21. April
Der österreichische Nationalrat beschloss eine Amnestie für minderbelastete ehemalige Nationalsozialisten.
22. April
Der alliierte Eisenbahnverkehr zwischen Berlin und den Westzonen kam endgültig zum Erliegen.
22. April
Der Wirtschaftsrat der deutschen Bizone beschloss die Bildung eines Ausschusses, der sich mit der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Berlin und der Bizone befassen sollte.
24. April
Der US-amerikanische Militärgouverneur in Deutschland, General Lucius D. Clay, erklärte auf einer Pressekonferenz in Berlin, die USA seinen notfalls bereit, in den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands einer separaten Währungsreform zuzustimmen.
25. April
In Hessen und in Bayern fanden Wahlen zu den Kommunalparlamenten und Kreistage statt. In Hessen ging die SPD als Sieger aus der Abstimmung hervor. Das amtliche Wahlergebnis in Bayern wurde Anfang Juni veröffentlicht.
25. April
Die jüdische Untergrundorganisation Hagana besetzte nach schweren Kämpfen mit arabischen Verteidigern ein strategisch wichtiges Gebiet östlich von Jerusalem. Da das Gebiet laut UNO-Beschluss arabisch war, räumten britische Truppen nach harten Kämpfen das Gebiet und erklärten es zur Militärzone. Weiterhin griff die jüdische Untergrundorganisation Irgun Zwai Leumi das von der UNO den Arabern zugesprochene Jaffa an.
26. April
Auf einer Delegiertenkonferenz der Landesverbände der KPD der Westzonen wurde beschlossen, den Namen der Partei in Sozialistische Volkspartei Deutschlands (SVP) zu ändern.
26. April
Die Sowjetunion warf den USA und Großbritannien vor, den militärischen Flugverkehr in die sowjetische Zone Österreichs zu kommerziellen Zwecken zu missbrauchen.
27. April
Die Landesregierung von Kärnten protestierte bei der Londoner Konferenz gegen die jugoslawischen Ansprüche auf Gebiete im Süden Österreichs.

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