1692er Jahre Chronik
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Chronik 1692 - Das Massaker von Glencoe

Schottland machte im Jahr 1692 Schlagzeilen durch das „Massaker von Glencoe“. Es schockierte damals die Menschen nicht nur durch Opferzahlen, sondern in erster Linie durch den eklatanten Missbrauch des Gastrechts. Das Massaker, bei dem mehr als 30 Mitglieder des schottischen MacDonald-Clans von Angehörigen des schottischen Campbell-Clans umgebracht worden waren, bei dem Frauen und Kinder starben, weil ihre Häuser niedergebrannt waren und sie der Kälte des Februar ausgesetzt waren, wird noch heute als Schandfleck in der Geschichte des Clans der Campbells betrachtet. Jedes Jahr am 13. Februar findet eine Kranzniederlegung am Denkmal des „Massakers von Glencoe“ statt, das von der „Clan Donald Society of Edinburgh“ ins Leben gerufen wurde. Aus aller Welt reisen dazu Donald-Clan-Mitglieder ins schottische Hochland nach Glencoe. Auch aus Amerika waren um das Jahr 1692 keine erfreulichen Dinge zu hören. Dort, konkret in Neuengland, einem Gebiet im Nordosten der heutigen USA, das neben Virginia der Ursprung englischer Besiedlung in Nordamerika war, begannen die Hexenprozesse von Salem. Anders als damals in Europa, hatte es in den nordamerikanischen Kolonien vordem nur vereinzelt Hexenverfolgungen gegeben. Nun aber wurden Unschuldige beschuldigt und für schuldig befundene Verurteilte in großer Zahl hingerichtet. Es kam zu Verhaftungen, Anklagen und unter Folter erzwungener Falschaussagen, die den Delinquenten letztendlich auch nicht das Leben retteten. Innerhalb weniger Monate wurde die Hexenverfolgung von dem Dorf Salem aus auf die umliegenden Ortschaften ausgedehnt. Salem war nur der Anfang gewesen. Aus England war ebenfalls ein trauriges Ereignis zu vernehmen, das hatte aber wenigstens eine natürliche Ursache – der Tod des britischen Naturforschers Robert Boyle (1627-1692). Er hatte den modernen Elementarbegriff mitbegründet und die moderne Physik und Chemie. Er hatte detailliert Experimente veröffentlicht, die ganz allgemein die Naturwissenschaften in ihrer Entwicklung voranbrachten. Vor allem stellte er den nach ihm benannten Zusammenhang zwischen Druck und Volumen eines Gases her. Auch aus England und zukunftsweisend war im Mai 1692 die Veröffentlichung in der Londoner Wochenzeitung „Sammlung für den Fortschritt von Landwirtschaft und Handel“, die zwar „nur“ eine Lagebericht und keine Vorhersage war – aber dennoch als erster Wetterbericht in die Geschichte der Meteorologie einging.
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