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Das Jahr 2005: Politik in Deutschland.

Gründung der WASG
Am 22. Januar wird die WASG ("Arbeit und soziale Gerechtigkeit - die Wahlalternative") von linken Abweichlern der SPD und Parteigewerkschaftern in Göttingen gegründet. Bei den
schleswig-holsteinischen Landtagswahlen kann die CDU eine Stimmenmehrheit von 40,2 % erzielen, während SPD und FDP auf jeweils 38,7 % und 6,6 % kommen. Unter Ministerpräsident Peter Harry Carstensen wird sich zwischen der SPD und CDU daraufhin auf eine Große Koalition geeinigt. Die Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Heide Simonis tritt am 17. März von ihrem Amt zurück, nach dem sie bei den Wiederwahlen in insgesamt vier Wahlgängen gescheitert war.
Am 21. April wird Günther H. Oettinger von der CDU zum neuen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. Bei den nordrhein-westfälischen Landtagswahlen gelingt es der CDU erneut die Oberhand zu gewinnen und eine Stimmenmehrheit von 44,8 % für sich zu entscheiden. Die SPD und Bündnis 90/Die Grünen bringen es dabei auf jeweils 37,1 % und 6,2 %. Aufgrund dieses schlechten Wahlergebnisses für die SPD, spricht sich Bundeskanzler Gerhard Schröder für das Vorziehen der Bundestagswahlen auf den kommenden Herbst aus. Am 10. Juni wird zwischen der PDS und WASG ein gemeinsames Linksbündnis für die kommenden Bundestagswahlen beschlossen.

Vorgezogene Neuwahlen (Juli / August / September)
Am 21. Juli löst der Bundespräsident Horst Köhler den Bundestag auf und bestimmt die Neuwahlen für den kommenden 18. September. Die unstrittigen Teile der Rechtschreibreform
werden am 1. August in 14 der 16 Bundesländer eingeführt, während Nordrhein-Westfalen und Bayern weiterhin an der Übergangsregelung festhalten. Ungeachtet der Umfrageergebnisse, schafft es die CDU bei den Neuwahlen am 18. September nur auf 35,2 % der Wählerstimmen. Damit liegt sie nur knapp vor der SPD, die einen Stimmenanteil von 34,2 % verzeichnen kann. FDP, Linkspartei.PDS und Bündnis90/Die Grünen schaffen es auf 9,8 %, 8,7 % und 8,1 % der Stimmen.

Norbert Lammert wird Bundestagspräsident (Oktober / November / Dezember)
Am 18. Oktober kommt es zur ersten Sitzung des neugewählten Bundestages. Norbert Lammert von der CDU, wird mit 564 der gültigen 606 Stimmen zum neuen Bundestagspräsidenten bestimmt. Matthias Platzeck wird am 15. November mit einer eindeutigen Stimmenmehrheit von 99,4 % zum neuen Vorsitzenden der SPD gewählt. Am 19. November kommt es zur Verabschiedung des Bundeskanzlers Gerhard Schröder in Form eines Großen Zapfenstreichs der Bundeswehr. Am 9. Dezember wird mit dem Bau der Ostseegasleitung begonnen, die ab dem Jahr 2010 für eine Versorgung mit Erdgas aus Russland in Westeuropa und Deutschland sorgen soll.
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