Wichtige Ereignisse im Januar 1998

3. Januar
In Bagdad trafen zwei Granaten das Gebäude der UN-Rüstungskontrollkommission, wobei leichter Sachschaden entstand. Die UN-Rüstungskontrollkommission hatte zur Aufgabe, die Zerstörung der Massenvernichtungswaffen zu überwachen. Der Irak hatte sich nach der Niederlage im Golfkrieg dazu verpflichten müssen.
5. Januar
In Kenia wurde Präsident Daniel arap Moi für seine fünfte Amtszeit vor Tausenden von Zuschauern und Gästen, unter ihnen auch die Staatschefs von Tansania und Uganda, in Nairobi vereidigt. In seiner Antrittsrede sagte der 73-jährige Moi, dass er gegen die Korruption in seinem Lande kämpfen werden. Moi, der seit 1978 regierte war nach einer umstrittenen Wahl von einer Wahlkommission zum Sieger erklärt worden, während führende Oppositionspolitiker der Regierung Wahlbetrug vorwarfen.
5. Januar
Auf der Automobilausstellung in Detroit war der New Beetle von Volkswagen der Star. Der Nachfolger des legendären VW-Käfers kam in den USA Ende März und in Europa im Herbst 1998 auf den Markt.
8. Januar
In Rom trafen sich die Polizeichefs der sechs Staaten, die das Schengener Abkommen unterzeichnet hatten. Sie und die Vertreter Griechenlands vereinbarten, die Außengrenzen ihrer jeweiligen Länder stärker gegen kurdische Flüchtling zu sichern.
8. Januar
Durch eine Vereinbarung zwischen Arbeitgebern und der IG Metall wurde ein Streik in der ostdeutschen Stahlindustrie in letzter Minute abgewendet. Die 8000 Beschäftigten erhielten rückwirkend zum 1. Januar 2,6 Prozent mehr Lohn. Der neue Tarifvertrag hatte eine Laufzeit von 18 Monaten.
9. Januar
Ein Kommunalpolitiker kam in Zaraus im spanischen Baskenland bei einem Bombenanschlag der baskischen Untergrundorganisation ETA ums Leben.
9. Januar
Anatoli Karpow wurde wieder Schachweltmeister des Weltverbandes FIDE. Er schlug seinen Herausforderer Viswanathan Anand. Karpow erhielt für seinen Sieg 1,37 Millionen US-Dollar und Anand erhielt 768.000 US-Dollar.
10. Januar
Im Norden Chinas ereignete sich ein Erdbeben, bei dem 47 Menschen getötet wurden. Das Beben hatte eine Stärke von 6,2 auf der Richterskala und konnte noch 220 km entfernt in der Hauptstadt Peking gespürt werden
12. Januar
Die Finanzmärkte wurden durch die Wirtschaftskrise in Asien, die durch den Zusammenbruch des Investmenthauses Peregrine in Hongkong ausgelöst wurde, erschüttert.
12. Januar
Die Bundesregierung und die Jewish Claims Conference einigten sich nach langen Verhandlungen darauf, dass Deutschland den Überlebenden des Holocausts in Osteuropa eine Entschädigung in Hohe von 200 Millionen DM zahlten sollte.
13. Januar
In Mexiko Stadt fanden Demonstrationen von zehntausenden von Menschen statt. Ursache war das Massaker an 45 Indio-Bauern im südlichen Bundesstaat Chiapas. Die Demonstranten warfen der Regierung von Präsident Ernesto Zedillo vor, an der Bluttat mitschuldig gewesen zu sein.
14. Januar
Der CSU-Politiker Eduard Oswald wurde Nachfolger von Klaus Töpfer als Bundesbauminister. Töpfer wurde Leiter des Umweltsekretariats der Vereinten Nationen in Nairobi.
15. Januar
Ein Reformpaket des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Indonesien zur Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise des Landes sah u. a. den Abbau von Subventionen und eine Reform des Bankensystems vor.
18. Januar
In der bosnischen Serbenrepublik wurde der prowestliche Politiker Milorad Dodik in Abwesenheit der Ultranationalisten vom Parlament zum neuen Ministerpräsidenten gewählt.
19. Januar
Der letzte Innenminister der DDR, Peter-Michael Diestel, wurde vom Berliner Landgericht freigesprochen. Ihm war Untreue vorgeworfen worden. Das Landgericht befand, dass der Kauf einer Villa in Zeuthen bei Berlin strafrechtlich nicht zu beanstanden war.
21. Januar
Obwohl US-Präsident Clinton Pressebericht über eine sexuelle Beziehung mit der 24-jährigen Monica Lewinsky, einer ehemaligen Praktikantin im Weißen Haus, entschieden zurückwies, geriet er zunehmend unter Druck.
22. Januar
US-Präsident Bill Clinton traf sich mit Palästinenserpräsident Jasir Arafat, um den Nahost-Friedensprozess wieder in Gang zu bringen. Zuvor hatte Clinton erfolglos mit Benajmin Netanjah, dem Regierungschef von Israel verhandelt.
23. Januar
Papst Johannes Paul II. setzte sich bei einem Treffen mit dem Staatschef von Kuba, Fidel Castro, für die Freilassung politischer Gefangener ein.
24. Januar
Die Schweiz und die EU-Kommission erzielten nach mehr als drei Jahren Verhandlungen eine Einigung im Streit um die Transitgebühren. Für die Durchfahrt von Lastwagen durch die Schweiz wurden künftig 325 Mark erhoben. Das Nachtfahrverbot blieb in Kraft.
25. Januar
In Kandy in Sri Lanka, wo am 4. Februar die Feiern zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit stattfinden sollten, wurden 16 Menschen bei einem Selbstmordanschlag tamilischer Rebellen getötet.
27. Januar
In seiner Rede zur Lage der Nation zog US-Präsident Bill Clinton eine positive Bilanz der amerikanischen Wirtschaft. Die USA konnten 1999 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen.
28. Januar
Gegen die Volkswagen AG wurde von der Europäischen Kommission ein Bußgeld in Höhe von 202 Millionen DM verhängt. Der Konzern hatte italienischen Vertragshändlern untersagt, VW- und Audi-Modelle an deutsche Kunden zu verkaufen.
30. Januar
In Russland wurde von einer Expertenkommission offiziell die Echtheit der Zarengebeine bestätigt. Die Zarenfamilie war in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 in Jekaterinburg von Bolschewiken ermordet worden. Die Gebeine von Nikolaus II., seiner Frau Alexandra und drei ihrer fünf Kinder sowie die sterblichen Überreste der Zofe, des Leibarztes, des Kochs und des Leibdieners waren erst 1991 entdeckt worden.
31. Januar
In Melbourne bei den Australian Open siegte die Schweizerin Martina Hingis zum zweiten Mal. Sie besiegte die Spanierin Conchita Martinez mit 6:3 und 6:3.

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