Hamburg 1964 - Hier ging alles - nicht nur Stapelläufe

Unglaublich, wie man sich nicht darüber einigen konnte, ob eine Note „fünf“ noch ausreicht, um ein Reifezeugnis zu bekommen. Wenigstens fällte man im Mariotti-Prozess ein Urteil. Das wurde allerdings im selben Jahr wieder aufgehoben. Aber mit einer Zwölfton-Oper, einem Supertanker und einem Elektronenbeschleuniger der Superlative war das Jahr für die Stadt durchaus erfolgreich.
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Wichtige Ereignisse in Hamburg 1964

17. Januar
Streitfragen 1964 – Deutsch mit Note „fünf“ und dann das Reifezeugnis? Über diese Frage wurde heftig gestritten auf der Kultusministerkonferenz. Einigung wurde nicht erzielt.
27. Februar
Schnelle Elektronen 1964 – Zum ersten Mal wurde der bislang größte Elektronenbeschleuniger der Welt, DESY (Deutsches Elektronen-Synchroton), mit Elektronen beschickt. Er steht in Hamburg-Bahrenfeld.
12. März
Mariotti-Prozess Hamburg 1964 – Mit der Verurteilung der Angeklagten Eva Mariotti (*1917-1979) zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe endete in Hamburg der zweite Mariotti-Prozess. Sie war beschuldigt worden war, 1946 an einem Raubmord beteiligt gewesen zu sein. Das Urteil hob der Bundesgerichtshof im Dezember auf. 1965 kam es zum dritten Mariotti-Prozess.
22. März
Ausstellung 1964 – Die Ausstellung mit Werken des spanischen Malers, Grafikers und Bildhauers Pablo Picasso (1881-1973) im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe endete.
10. April
Mittelgewichts-Boxen 1964 – Der 37-jährige Peter Müller (1927-1992) wurde in Hamburg Deutscher Meister der Berufsboxer im Mittelgewicht. Er hatte den Titelverteidiger Heinz Meinhard (*1936) durch K. o. besiegt.
11. April
Stappellauf 1964 – Der Supertanker „Altanin“ lief bei der Deutschen Werft Hamburg vom Stapel. Schiffs-Länge: 265 m, Breite: 36 m, Tiefgang: 13 m.
16. Juni
Oper 1964 – Die Zwölfton-Oper „Der Goldene Bock“ von Ernst Krenek (1900-1991) erlebte ihre Uraufführung in der Hamburger Staatsoper.
28. Juni
Reiten 1964 – Das 95. Deutsche Derby gewann in Hamburg „Zank“ aus dem Stall Vischer mit Jockey Joan Pall.
19. Juli
Reiten 1964 – Auf seinem neunjährigen Fuchswallach „Dozent“ konnte Hermann Schridde (1937-1985) das Blaue Band der Springreiterin H amburg erringen. Schridde war als einziger Reiter fehlerfrei geblieben. Rund 25.000 Zuschauern sahen dem Wettkampf zu.
10. August
Tennissport 1964 – Die Australierin Margaret Smith (*1942) gewann im Dameneinzel gegen die Wimbledon-Siegerin Maria Bueno (*1939) aus Brasilien bei den Internationalen Tennismeisterschaften von Deutschland, die in Hamburg ausgetragen worden waren.
11. August
Tennissport 1964 – Bei den Internationalen Tennismeisterschaften von Deutschland gewann Wilhelm Bungert (*1939) den Meistertitel bei den Herren.
6. September
Star-Club 1964 – Bei der Endausscheidung im Star-Club wurden die „Lords“ aus West-Berlin Sieger in Hamburg beim bundesweiten Wettbewerb. Gesucht worden waren die „deutschen Beatles“.
17. September
Uraufführung 1964 – Die Oper „Der Zerrissene“ von Gottfried von Einem (1918-1996) wurde in einer Inszenierung von Oscar Schuh (1904-1984) an der Hamburger Staatsoper uraufgeführt.
18. September
Schauspiel 1964 – „Das Gesicht“, eine Komödie von Siegfried Lenz (*1926), erlebte am Hamburger Schauspiel ihre erste Aufführung.
23. Oktober
Strahlenschutz 1964 – In Hamburg versuchten Mediziner auf einer Tagung von Strahlenschutz-Ärzten die übertriebene Furcht vor radioaktiver Strahlung zu relativieren.
28. Oktober
BRD Schulwesen 1964 – Die Regierungschefs der Bundesländer unterschrieben in Hamburg ein Abkommen, um das Schulwesen zu vereinheitlichen. Es sah u. a. vor, den Beginn des Schuljahres von 1966 in allen Ländern einheitlich auf den Herbst festzulegen.
2. November
Komödie 1964 – Im Theater im Zimmer hatte die Komödie „Seid nett zu Mr. Sloane“ ihre deutsche Premiere. Sie war von dem britischen Schriftstellers Joe Orton (1933-1967) geschrieben worden.
9.November
Kulturpolitik 1964 – Unter dem Leitwort „Bildung in der modernen Welt“ begann der zweitägige Kulturpolitische Kongress der CDU/CSU. Im Mittelpunkt der Hamburger Tagung stand die Forderung nach einem Ausbau des Bildungswesens und einer vorausschauenden Bildungsplanung.
12. November
Übergabe 1964 – Das deutsche Elektronensynchrotron DESY wurde dem Leiter des Zentrums, Professor Willibald Jentschke (1911-2002), übergeben.
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