Juni 1952 – Nur mit Sonderausweis in die DDR

Juni 1952
Eine Verordnung des DDR-Innenministeriums besagte, dass Bewohner von West Berlin und der Bundesrepublik nur noch mit Sonderausweisen einreisen durften. Die Abriegelung der Durchgangsstraßen nach West Berlin, die im Mai begonnen hatte, wurde beibehalten. Die Westalliierten des Zweiten Weltkriegs, die USA, Frankreich und Großbritannien, erklärten im Gegensatz zur Sowjetunion, vor einer Friedenskonferenz auf deutsche Reparationen aus der laufenden Produktion zu verzichten. << Mai 1952   |   Juli 1952 >>

Wichtige Ereignisse im Juni 1952

1. Juni
Eine Verordnung des DDR-Innenministeriums besagte, dass Bewohner von West Berlin und der Bundesrepublik nur noch mit Sonderausweisen einreisen durften. Die Abriegelung der Durchgangsstraßen nach West Berlin, die im Mai begonnen hatte, wurde beibehalten.
2. Juni
In der Mongolei wurde der Kommunist Jmschagiin Zedenbal vom Präsidium der Nationalversammlung zum Nachfolger des verstorbenen Ministerpräsidenten Korlin Tschoibalsan ernannt. Zedenbal leitete u. a. durch den Abschluss eines Wirtschafts- und Kulturabkommens eine Annäherung an China ein, das die Innere Mongolei beherrscht.
3. Juni
Britisches Militär und West Berliner Polizei besetzten als Reaktion auf Blockademaßnahmen und Absperrungen in Berlin und im deutsch-deutschen Grenzbereich den sowjetischen Sender im britischen Sektor Berlins.
4. Juni
Hamburg gab sich als letztes Bundesland der Bundesrepublik Deutschland eine Verfassung.
5. Juni
Um die eigene Rüstungsproduktion nicht zu gefährden stellte die US-Regierung als Folge des Streiks der Stahlarbeiter den Stahlexport weitgehend ein.
6. Juni
Dänemark und Schweden protestierten in gleichlautenden Noten gegen den Anspruch Moskaus auf eine Zwölf-Meilen-Zone vor der sowjetischen Ostseeküste.
7. Juni
In West Berlin wurde der Charlie-Chaplin Film „Monsieur Verdoux“ unter dem Titel „Der Heiratsschwindler von Paris“ als deutsche Erstaufführung gezeigt. Chaplin schrieb die Musik für diesen Film, führte Regie und spielte die Hauptrolle.
8. Juni
Boxen 1952 – Der Mittelgewichtsboxer Peter Müller, genannt de Aap, schlug in Köln einen Schiedsrichter k. o. während eines Boxkampfes.
9. Juni
Die DDR-Regierung beschloss die bisher auf den Grenzbereich beschränkten Maßnahmen zur Absperrung ihres Territoriums, auf die gesamte DDR auszuweiten.
10. Juni
Literatur 1952 – Der Dramatiker Carl Zuckmayer wurde mit dem Goethepreis 1952 ausgezeichnet.
11. Juni
Die Westalliierten des Zweiten Weltkriegs, die USA, Frankreich und Großbritannien, erklärten im Gegensatz zur Sowjetunion, vor einer Friedenskonferenz auf deutsche Reparationen aus der laufenden Produktion zu verzichten.
12. Juni
Musik 1952 – Die Oper „Trouble in Tahiti“, die Leonard Bernstein komponiert hatte, wurde an der Brandeis University in Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) uraufgeführt.
13. Juni
UdSSR/Schweden 1952 – Über der Ostsee schossen sowjetische Jagdflugzeuge eine Militärmaschine aus Schweden ab.
14. Juni
US-Präsident Harry S. Truman gab in Groton im US-Bundesstaat Connecticut den Startschuss für den Bau des ersten Atom-angetriebenen U-Boots der USA, der „Nautilus“.
15. Juni
König Norodom Sihanouk entließ in Kambodscha das Kabinet Jia Kan Thoul und übernahm selbst die Leitung der neuen Regierung.
16. Juni
Kunst 1952 – In New York City präsentierte Andy Warhol „Fifteen Drawings Based on the Writings of Truman Capote“ in der Hugo-Galerie als seine erste Einzelausstellung.
17. Juni
Auf Anordnung des US-Verteidigungsministeriums wurden alle Flugsicherungsstationen an den Grenzen rund um die Uhr besetzt. Dadurch sollte der Sowjetunion u. a. die Möglichkeit zu einem überraschenden Angriff auf die Küsten der USA genommen werden.
18. Juni
Bundeskanzler Konrad Adenauer bezog vor dem Deutschen Bundestag Stellung zu den Sperrmaßnahmen der DDR an der deutsch-deutschen Grenze und in Berlin.
19. Juni
Die bundesdeutsche Delegation bot bei den Verhandlungen zur Wiedergutmachung mit dem Staat Israel in Den Haag Warenlieferungen in Wert von drei Milliarden DM für einen Zeitraum von zwölf Jahren an.
20. Juni
Die Türkei erhielt von der internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklungshilfe eine 25 Millionen Dollar Anleihe (120.25 Millionen DM). Das Geld war für den Bau von Stau- und Kraftwerken vorgesehen, um die Überschwemmungsgefahr einzudämmen, Bewässerungsprojekte zu ermöglichen und die Stromversorgung sicherzustellen.
21. Juni
Die von der bayerischen Staatsregierung genehmigte Erhöhung des Bierpreises führte zu heftigen Protesten der Verbraucher.
22. Juni
Bei einem Fluchtversuch von der Gefangeneninsel Anchieta vor der Küste Brasiliens wurden 15 Wärter getötet. Mehr als 100 Gefangene starben, bis das brasilianische Heer die Ordnung wiederherstellen konnte.
23. Juni
Nordkorea/USA 1952 – Die USA bombardierten Nordkorea.
24. Juni
BRD/Presse 1952 – In der Bundesrepublik erschien zum ersten Mal die „Bild“-Zeitung.
25. Juni
Auf eine Bitte von Bundeskanzler Konrad Adenauer hin sollten die alliierten Streitkräfte die Sicherung der innerdeutschen Grenze übernehmen. Er war der Meinung, dass angesichts der sowjetischen Übergriffe, der Bevölkerung ein Gefühl von Sicherheit vermittelt werden müsste.
26. Juni
In den Niederlanden fanden Parlamentswahlen statt. Die Katholische Volkspartei verlor ihre Mehrheit, da die sozialistische Partei ebenfalls 30 Mandate gewann. Die Kommunisten erlitten erhebliche Stimmverluste.
27. Juni
Die Bewegungsfreiheit der West Berliner wurde durch die DDR-Regierung weiter eingeschränkt. Arbeitsstellen und Grundbesitz im Ostsektor der Stadt konnten nur durch Übersiedlung in die DDR gesichert werden.
28. Juni
Der Paretz-Niederneuendorf-Kanal, der Wasserweg zwischen Oder und Elbe unter Umgehung der Havelkanäle wurde in der DDR fertiggestellt.
29. Juni
US-Außenminister Dean Acheson besuchte Wien zu einem Staatsbesuch. Er bekräftigte, dass die USA ihre Bemühungen um einen Staatsvertrag, der Österreich die volle Souveränität verleihe, fortsetzen würden.
30. Juni
BRD 1952 – Die Hilfe durch den Marshall-Plan endete.

Juni 1952 in den Nachrichten

Rarität beim Kramer-Treffen
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Er wurde von Juni 1952 bis September 1953 gebaut, von diesem Typ verließen 1398 Schlepper die Kramer-Werke. Er ist der Nachfolger des ... >>>  
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