Was war wann? 1900 >> Politik 1936 Das politische Jahr
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Politjahr 1936 Politik in Deutschland

Einmarsch ins entmilitarisierte Rheinland (Januar / Februar / März)
Am 3. Januar erklärt das WHW (Winterhilfswerk) dass es bereits 12,5 Millionen Menschen unterstützen würde. Adolf Hitler eröffnet am 6. Februar die IV. Olympischen Winterspiele in Deutschland (Garmisch-Partenkirchen), an denen 755 Sportler aus insgesamt 28 Nationen teilnehmen. Alle, im ersten Quartal von 1915 geborenen Männer, werden am 25. Februar vom Reichsarbeitsdienst zu sechsmonatiger Landarbeit einberufen. In der neuen Welle der Ausbürgerungen, verlieren am 4. März unter anderem auch Kurt Schumacher und Arnold Zweig ihre deutsche Staatsbürgerschaft. Das Deutsche Reich setzt sich am 7. März zum wiederholten Male gegen die Bestimmungen des Versailler Vertrages hinweg und startet den Einmarsch deutscher Truppen in das, in Verbindung mit dem 1. Weltkrieg entmilitarisierte Rheinland und beginnt an der Westgrenze mit dem Aufbau von Befestigungsanlagen. Gegenmaßnamen der Westmächte bleiben während dieser Aktion allerdings aus. Der Einmarsch ins Rheinland wird mit dem Militärpakt zwischen der Sowjetunion und Frankreich vor dem Völkerbund rechtfertigt.

Alle Staatsmacht liegt nun bei Hitler (April / Mai / Juni)
Am 1. April fordert der Oberbefehlshaber des deutschen Heeres (Werner Freiherr von Fritsch), die
Vergrößerung seiner Truppen. Die Größe des Heeres wurde seit dem Jahre 1933 bereits verfünffacht. Am 23. April wird ein Amnestiegesetz durch die Reichsregierung erlassen. Dieses kommt vor allem den nationalsozialistischen Straftätern zugute. Der Reichsjuristenführer Hans Frank, erklärt am 16. Mai dass die gesamte Gewaltenteilung in Deutschland aufgehoben sei und alle Macht des Staates nun bei Adolf Hitler liege. Emigrierte deutsche Politiker, aus Bürgerlichen, Kommunisten und Sozialdemokraten, rufen in Paris am 24. Mai zu einer Volksfront gegen das nationalsozialistische Regime auf. Unter ihnen sind auch Walter Ulbricht, Rudolf Breitscheid und Willy Brandt. Heinrich Himmler wird am 17. Juni zum Polizeichef ernannt und bindet diese somit noch mehr an die NSDAP.

Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg (Juli / August / September)
Am 9. Juli wird die Industrie durch den Reichswirtschaftsminister Hjalmar Schacht dazu aufgerufen, die hohen Gewinne in Reichsanleihen zu investieren. Im Berliner Olympiastadion werden am 1. August die

Olympischen Spiele durch Adolf Hitler eröffnet. Die Veranstaltung findet vor 100.000 Zuschauern statt und Sportler aus insgesamt 49 Nationen nehmen daran teil. Am 24. August wird die Wehrdienstzeit von vorherigem einem Jahr auf insgesamt zwei Jahre erhöht. In Nürnberg wird am 8. September der Reichsparteitag der NSDAP inszeniert, an dem 100.000 Parteimitglieder teilnehmen. Auf diesem propagiert Adolf Hitler den Kampf gegen die bolschewistische Sowjetunion.

Deutsch-Japanischer "Antikominternpakt"
Am 25. Oktober wird zwischen Italien und Deutschland ein geheimer Vertrag über die gemeinsame Zusammenarbeit geschlossen. Die Reichsregierung proklamiert am 14. November die deutschen Hoheitsrechte an den, im Jahre 1919 internationalisierten Flüssen Rhein, Donau, Oder und Elbe. Deutschland gibt am 18. November, neben Italien, ihre Anerkennung der spanischen Franco-Regierung bekannt.
Japan und Deutschland schließen am 25. November den "Antikominternpakt", welcher gegen die Sowjetunion gerichtet ist. Für Jungen, wird die Mitgliedschaft in der HJ (Hitler-Jugend) ab dem 1. Dezember mit dem Erreichen des zehnten Lebensjahres zur Pflicht. Aufgrund der Verlängerung der Wehrpflicht und des bestehenden Nachwuchsbedarfs innerhalb der Wirtschaft, wird die Schulzeit am 4. Dezember auf zwölf Jahre reduziert.  wwwaprw44
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