Was war wann? 1900 >> Politik 1937 Das politische Jahr
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Politjahr 1937 Politik in Deutschland

Rücktritt des Post- und Verkehrsministers (Januar / Februar / März)
Ab dem 13. Januar müssen Frauen einen Arbeitsdienst ableisten, bevor sie zu einem Studium zugelassen werden können. Der Kampf gegen Abtreibungen, Homosexuelle und Verkehrsunfälle, wird am 15. Januar
durch den Polizeichef Heinrich Himmler zur höchsten Priorität der Polizeiarbeit erklärt. Göring trifft am 19. Januar eine Vereinbarung mit Italien, dass Deutschland künftig an den Rohstoffgewinnungen in Äthiopien (Abessinien) beteiligen soll. Albert Speer wird am 30. Januar durch Adolf Hitler zum Generalbauinspekteur für Berlin ernannt. Der deutsche Post- und Verkehrsminister Paul Freiherr Eltz von Rübenach tritt am 2. Januar von seinen Ämtern zurück, nach dem er sich zuvor geweigert hatte in die NSDAP einzutreten. Joseph Goebbels erklärt am 6. Februar, dass aufgrund des Wiedererstarkens des Deutschen Reiches, keine Kriegsgefahr mehr für das Land bestünde. Papst Pius XI. wendet sich am 14. März in einem öffentlichen Rundschreiben an seine Bischöfe in Deutschland und übt scharfe Kritik an der Rassen- und Kirchenpolitik der Nationalsozialisten.

Blomberg gibt Weisungen für die Kriegsvorbereitung (April / Mai / Juni)
Am 11. April enden die Verhandlungen zwischen KPD und SPD in Paris ohne Ergebnis. Zur Debatte stand die Bildung einer gemeinsamen antifaschistischen Volksfront. Ab dem 15. April dürfen
Juden in Deutschland nicht mehr promovieren. Heinrich Himmler werden am 24. Mai ministerielle Weisungsbefugnisse zuteil, welche ihm die selbe Machtbefugnis über die Polizei zur Verfügung stellen, wie dem Innenminister Wilhelm Frick. Vom Kriegsminister Werner von Blomberg wird am 24. Juni eine geheime Weisung erlassen, welche die Armee für den Krieg vorbereiten soll.

Erste große Manöver des deutschen Militärs (Juli / August / September)
Am 20. Juli ergeht ein Gesetz, welches allen Männern, die nicht zum Militärdienst eingezogen werden, eine gesonderte Wehrsteuer vorschreibt. Ab dem 18. August wird damit begonnen, Straßenbänke mit Vermerken wie "Nur für Arier" auszustatten. Am 6. September beginnt der "Reichsparteitag der Arbeit" in Nürnberg. Im östlichen Teil des Deutschen Reiches werden am 19. September seit dem Ende des 1. Weltkrieges wieder erste größere Manöver der drei Waffengattungen abgehalten. Einen Tag darauf, finden in Berlin zahlreiche Übungen im Rahmen der so genannten Luftschutzwoche statt.

Hitler legt Annexionspläne vor Wehrmachtsführung dar (Oktober / November / Dezember)
Am 21. Oktober wird in Danzig die Zentrumspartei verboten. Somit ist die NSDAP die einzig verbliebene

Partei der Stadt. Am 5. November stellt Adolf Hitler der Führung der Wehrmacht seine Annexionspläne für die Tschechoslowakei und Österreich vor. Werner Freiherr von Fritsch und Werner von Blomberg warnen ihn vor den Risiken eines Kriegsausbruchs, für den das deutsche Militär noch nicht ausreichend gerüstet ist. Am 18. Dezember kommt ein deutsch-italienisches Abkommen in Rom zustande, welches eine wirtschaftliche Zusammenarbeit vorsieht und auch wirtschaftliche Unterstützung im Kriegsfall bedeutet. Das Justizministerium gibt am 31. Dezember bekannt, dass innerhalb des Jahres 1937 ca. 500.000 Menschen verurteilt wurden. Der Volksgerichtshof und andere Sondergerichte sind von dieser Statistik ausgenommen.

Sonstiges aus dem Jahre 1937
Erich Honecker wurde von der Gestapo verhaftet und zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt  wwwaprw44

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