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Autochronik 1975 - Diskussionen zum Anschnallen

Autopreise 1975

Audi 50 50 PS 8.190 DM
BMW 518 90 PS 14.890 DM
Citroen Ami S 54 PS 6.950 DM
Citroen CX 2200D 66 PS 19.900 DM
Datsun Cherry 45 PS 7.390 DM
Fiat 127 45 PS 7.190 DM
Mini 48 PS 6.820 DM
Opel Record 2100D 60 PS 14.700 DM
Peugeot 104 46 PS 7.670 DM
Renault 5 44 PS 7.850 DM
Simca 1000 GLE 40 PS 6.650 DM
Mercedes 240 D 3.0 80 PS 19.000 DM

weitere Auto Preise 1975

Das Autojahr 1975 begann mit großen und vor allem sehr heftigen Diskussionen – Grund dafür war u.a. die Anschnallpflicht, die ein Jahr darauf (1976) in Kraft treten sollte. Und obwohl von unterschiedlichen renommierten Institutionen mehrfach bewiesen wurde, dass ein Gurt vor schwierigsten Verletzungen und sogar dem Tod schützen kann, fühlte sich Auto-Deutschland scheinbar bevormundet. Viele Autofahrer äußerten die Angst, im Notfall „gefesselt“ zu sein und somit nicht schnell genug  aus dem Fahrzeug kommen zu können (bei Brand u.ä.). Dazu kamen dann vor allem auch die Autofahrer, die schon seit Jahren und Jahrzehnten unfallfrei gefahren waren. Das Verkehrsministerium startete daraufhin verschiedene Aufklärungskampagnen, um die Autofahrer von den zum Teil lebensrettenden Vorteilen der Sicherheitsgurte weiterhin
Anschnallmuffel von damals noch kein Bußgeld bezahlen, wenn sie erwischt wurden. Die PKW-Versicherungen allerdings drohten mit einem möglichen Versicherungsverlust und weiteren Sanktionen. Großes Aufatmen gab es innerhalb der verschiedenen Automobilkonzerne – nach dem extremen Umsatzrückgang aus dem Vorjahr schien es jetzt so, als wäre diese Flaute endlich überwunden! Die Autohersteller hatten reichlich Kunden in ihren Salons und Werkstätten – und die wollten nicht „nur mal gucken“, sondern orderten endlich wieder Neuwagen. Der Umsatz ging insgesamt zwischen 20 – 30 Prozent in die Höhe – und das trotz weiter steigender Benzinpreise! Die Autohäuser haben – wie im Jahr zuvor – ihre Kunden mit ganz besonderen „Leckerchen“ geködert. Beim Kauf eines Neuwagens gab es Super-Sonderpreise, Preisnachlässe und auch Extras, die nichts kosteten. Kurz: den Kunden wurde es im Autojahr 1975 mehr als leicht gemacht, sich endlich wieder einen „Neuen“ zuzulegen (viele hatten im Autojahr 1974 auf einen Wagen-Neukauf extra verzichtet – aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage).

Mit neuen Wagen zu neuen Umsätzen: das Autojahr 1975
Auf dem Genfer Automobilsalon stellte der Volkswagen-Konzern die erste Generation des VW

Benzinpreis 1975

Der Spritpreis 1975 lag im Durchschnitt bei 0,84 DM pro Liter. Der Liter Diesel kostete im Schnitt 0.87 DM pro Liter.
Polo vor – genauso wie der Golf, der im Autojahr zuvor erschienen war, sollte auch der Polo Nachfolger des beliebten Käfers sein. Und da kam der Polo genau richtig – schließlich waren die Krisenzeiten (fast) vorbei, aber Einsparungen waren gerade in den privaten Haushalten sehr gerne gesehen: die 40 PS machten den Polo zum sparsamen Fahrzeug, das zu dem auch noch ganz flott aussah.
Übrigens: der Name „Polo“ sollte die Nähe zum VW Golf aufzeigen. Das Basismodell hatte zwar Trommelbremsen, war sonst aber sehr karg ausgestattet. Der Polo hatte z.B. noch nicht einmal einen Aschenbecher. Wer mehr (nützliche) Funktionen wollte, der hatte die Möglichkeit, sich für den Polo „L“ zu entscheiden. Immerhin konnten hier gleich fünf Personen einen Sitzplatz (mehr oder weniger) finden. Der Kleinwagen VW Polo I war mit drei Türen und einem Schrägheck zu haben – der Preis startete bei runden 7.500 D-Mark. Für große Kulleraugen sorgte das aktuelle Modell des Porschewerkes: der 924. Der wurde auf dem Genfer Automobilsalon 1975 der Öffentlichkeit vorgestellt, sollte aber erst im nächsten Jahr zu erwerben sein. Interessant: der 924 war das erste Auto von Porsche, das mit einem wassergekühlten Frontmotor ausgestattet war. Mit seinen 125 PS erreichte dieser rund 200 km/h – neben der aktuellen Technik bot der 924 auch eine luxuriöse Inneneinrichtung. Sein Preis lag bei 23.000 D-Mark. Ein „Ganzkörper-Lifting“ hatte der Ford Escort im Autojahr 1975 bekommen – das aktuelle Modell hatte äußerlich einige neue Kurven zu bieten und sich zum Vormodell echt verändert. Technisch ist (fast) alles so geblieben, wie es war – an einigen Details wurde allerdings von den Ford-Technikern „gefeilt“. Die Grundversion war mit 54 PS und einem Preis von knapp 8.200 D-Mark zu haben. Trotzdem lief der Verkauf des Ford Escort nur mäßig bis schlecht!
Auto des Jahres 1975
Der Citroën CX war Auto des Jahres 1975
Autonachrichten 1975 in der Presse
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